Monthly Archives: Juni 2012

OX # 102 (30.06.2012)

(www.ox-fanzine.de)
Dieses Mal gibt es eine Premiere, denn das Ox hat ein Doppelcover. Vorn die momentan allgegenwärtigen SLIME und hinten der gute alte JOEY RAMONE. Dass mit letzterem kein Interview geboten werden kann, versteht sich von selbst. Dafür gibt sein Bruder Mickey Leigh bereitwillig Auskunft über die Produktion des posthumen JOEY Albums „Ya Know?“. Sehr lesenswert ist natürlich auch das Interview mit Elf, Dicken und Christian von SLIME. Auf drei Seiten wird ausführlich über das neue großartige Album „Sich fügen heißt lügen“ geplaudert und obendrauf gibt es noch eine kleine Kunde in Sachen Kultalben von SLIME. Beim Schreiben dieser Zeilen hab ich gerade gelesen, dass SLIME auf Platz 17 der deutschen Albumcharts eingestiegen sind. Nicht das es mich sonderlich tangiert, aber es ist schön zu wissen, dass es nicht nur Onkelz-Nachfolger und anderes Gesocks mit harter Musik schaffen können. Nachdem ich diese beiden Texte geradezu verschlungen hatte, widmete ich mich anderen Kollegen wie DONOTS, PENNYWISE, THE REAL MCKENZIES, GOTTKAISER, KREATOR, OFF! oder auch MONTREAL, die allesamt gutes Lesematerial boten. Die Reviews und Konzertberichte hab ich natürlich auch noch überflogen, aber danach war dann schon Schluss mit den spannenden Themen. Der Schwerpunkt Tattoos hebt mich leider überhaupt nicht an und da können auch Bandinterviews wie mit den V8 WANKERS oder COR nichts daran ändern. Auch wenn das Ox dieses Mal acht Seiten mehr zu bieten hat, finde ich am Ende für meinen persönlichen Geschmack weniger als in den vergangenen Ausgaben. Die obligatorische CD-Beilage kann dieses Mal mit Joey Ramone, Slime, Off!, Spermbirds, Pascow, Montreal, Levellers etc. punkten und läuft gut durch. Note: 2 East Side Daniel

HARRINGTON SAINTS – PRIDE & TRADITION CD/LP (30.06.2012)

(Contra Records)
Yes, der schwergewichtige 5er aus den Staaten ist mit seinem zweiten Longplayer am Start. Auch auf dieser Scheibe gibt es wieder den gewohnt kraftvollen OI! Punk mit der gewohnten Working Class Einstellung. Diese findet sich in den Songs wie „Bread & Roses“, Thieves, liars and cheats“ sowie „Crashing down“ wieder. Nach einer harten Arbeitswoche will man das Wochenende mit Sport geniessen „Saturdays in the sun“. Pride & Tradition setzt dort nahtlos an, wo die Vorgängerscheibe „Dead broke in the USA“ aufgehört hat, nämlich mit Musik zum Fäuste ballen und die Lunge us dem Leib zu pogen.Harrington Saints gehören neben NOI!se und Old Firm Casuals zum Besten was OI! aus Übersee zu bieten hat. Noch eine kleine Randnotiz: Lars Fredriksen hat die Scheibe produziert.  2+   sickguy77

Slime – Sich fügen heißt lügen CD (29.06.2012)

(People Like You Records / www.peoplelikeyourecords.com)
Auf kein anderes Album hab ich mich in den letzten Jahren so gefreut, wie auf das neue Werk von SLIME. Aber vor keiner Scheibe hatte ich auch mehr Angst, denn die Gefahr ein ganz großes Erbe zu zerstören war bei so einem Projekt immer allgegenwärtig. Ich denke mal, dass alle Beteiligten sich dessen bewusst waren und mehr als nur 100% gegeben haben. Als „Sich fügen heißt lügen“ dann das erste Mal in seiner Gänze durch die Boxen gedröhnt war, stand für mich schon mal fest, dieser Silberling beschmutzt kein Erbe. Im Gegenteil, musikalisch ist es Elf und Co. gelungen einen Sound zu finden, auf den sich wohl jeder einigen kann, ob er nun „Schweineherbst“ oder „Alle gegen Alle“ großartig findet. Druckvoll, schnell, kompromisslos jagen SLIME durch die 13 Songs und ich hab das Gefühl, dass der aufgestaute Hass der fast 20 Jahre seit dem letzten Album einfach raus musste. Dabei wird aber immer ein Auge auf gute Melodien gelegt, denn ohne ein mitgrölendes Punkerpublikum macht die Sache doch nur halb so viel Spass. Hätte ich im Vorfeld beschreiben sollen, wie SLIME anno 2012 klingen sollen, ich hätte keinen blassen Schimmer gehabt, aber jetzt weiß ich es! Nach dem Hauptsongwriter Stephan Mahler nicht mehr mit an Bord ist, standen die „neuen“ SLIME aber immer noch vor dem Problem Texte für ihre Musik zu finden. Ob man es sich selbst nicht zugetraut hat oder zu faul war, weiß ich nicht, jedenfalls bediente man sich einem externen Schreiber. Aber keine Angst, SLIME sind nicht zu Dieter Bohlen gegangen, sondern haben Erich Mühsam herangezogen. Wer genau das war, wusste ich bis vor kurzem auch nicht, aber man lernt ja immer wieder dazu und einen besseren Texter hätten sie sich wohl nicht suchen können. Mühsam war ein Anarchist, der 1934 von der SS ermordet wurde, und er scheint mit der Hamburger Combo auf einer Wellenlänge zu liegen. Speziell „Zum Kampf“ klingt, als hätte er es SLIME auf den Leib geschrieben: „Drum nieder Reichtum, Bourgeoisie / Drum nieder Knechtschaft, Tyrannie / Zum Kampf, zum Kampf, für Anarchie!“ Auch wenn Mühsam für seine Zeit recht fortschrittlich war, merkt man den Texten gelegentlich ihr Alter an und sie wirken angestaubt. Das schmälert das Hörvergnügen aber nur sehr geringfügig und zum Nachdenken regen die Texte allemal an. Ob sie sich hingegen live zum Mitsingen eignen, können sie auf der kommenden Tour beweisen. Songs wie „Revoluzzer“, „Freiheit in Ketten“, „Bürgers Alptraum“ oder eben „Zum Kampf“ haben sicher das Zeug zu Klassikern und werden ihren festen Platz in der SLIME Discographie finden. „Sich fügen heißt lügen“ läuft bei mir nun schon einige Tage hoch und runter und ich werde nicht müde das Album zu hören. Jeder, der immer noch Zweifel an der Reunion von SLIME hat, soll sich bitte diese Scheibe zulegen und alle Zweifel werden sich in Luft auflösen.
Note: 1 East Side Daniel

Boss Martians – Out Of Time Again 7” (29.06.2012)

(Still Unbeatable Records, www.still-unbeatable -records.de)
Im Promoblatt steht „Powerpop/Punk“ und den Teil mit POWER, kann man in Bezug auf den Titeltrack nur ganz dick und fett unterstreichen. Ein Hammer-Song, der sich kurz und schmerzlos in 1:58 min. in den Schädel hämmert! Ich campiere seit Tagen vor meinem Plattenspieler um die Nadel immer und immer wieder auf Anfang zu setzen. Das mich ein Song so umhaut gab es schon lange nicht mehr und ich werde darin bestätigt, dass Singles einfach großartig sind und Bands durchaus mehr solche Perlen veröffentlichen sollten. Auf der B-Seite scheint den BOSS MARTIANS aber etwas die Puste auszugehen, denn „Time Bomb“ kommt nicht an die Klasse seines Gegenparts ran. Zwar wird einem auch hier eine eingängige Melodie in einem ansprechenden Gewand präsentiert, aber so richtig will der Funke nicht überspringen. Macht aber auch nichts, denn allein wegen „Out Of Time Again“ lohnt sich der Kauf dieser Single allemal! Und ihr solltet euch ranhalten, wenn ihr noch eins der 500 Exemplare ergattern wollt! Note: 2 East Side Daniel

Marchin Orders – Songs Of Yesterday EP (28.06.2012)

(Contra Records / www.contra-net.com)
Die Marching Orders von Down Under, genauer aus Melbourne melden sich zurück. Die neue limitierte Single kommt im weisen Vinyl, auf dem es 2 Songs zu hören gibt. Nach dem Hit „Nations of ghosts“ gibt es mit „Songs of yesterday“ gleich wieder den nächsten Knaller. Hier werden Punkrock und OI! bestens miteinander verknüpft, zu geilen Streetrock Hymnen. Spontan fallen mir zum Vergleich Secret Army aus Spanien ein, welche sehr ähnlich klingen.Auf der B-Seite gibt es eine Coverversion („Mods Skins Punks“) von The Profeesionals zu hören, eine Band welche von Steve Jones und Paul Cook nach dem Ende der Sex Pistols gegründet wurde. Auch dieser Song schlägt in dieselbe melodische Richtung.Nach dieser Hörprobe darf man gespannt auf den nächsten Longplayer sein.   2   sickguy77

Ace Frehley – Keine Kompromisse – Buch (28.06.2012)

(Iron Pages Books / www.ip-verlag.de)
Als riesiger KISS-Fan war es nur eine Frage der Zeit, bis ich mich der jüngst erschienenen Biographie des Spaceman widmete. Und obwohl ich ausgesprochen lesefaul bin, hat es gerade Mal ein paar Tage gedauert, bis ich „Keine Kompromisse“ verschlungen hatte. Das ist für mich rekordverdächtig, bedenkt man, dass ich auch schon 1 1/2 Jahre für ein Werk benötigen kann. Jedenfalls liest sich dieses 255 Seiten starke Buch ratz fatz weg und bietet über weite Strecken einen enormen Lesespass. Chronologisch wird hier die Geschichte von Paul Frehley – so sein bürgerlicher Name – erzählt und dieses Leben hat mehr als genug Lesestoff zu bieten. Angefangen beim kleinen Jungen in der Bronx, der sich in Gangs und mit Hilfe seiner Musik mehr schlecht als recht durchschlägt, geht es auf den steinigen Weg hin zum gefeierten Megastar als Gitarrist von KISS. Naturgemäß macht dann seine Zeit, die er bei einer der größten Hardrockbands aller Zeiten verbracht hat, den Großteil dieser Geschichte aus. Da steckt aber auch genügend Zündstoff drin, denn viele Leute dürften gespannt sein, wie Mr. Frehley seine Sicht der Dinge zu Papier gebracht hat. „KISS sind ein Haufen Fotzen!“ soll mal exemplarisch für so manch unschöne Dinge herhalten, die Ace hier vom Stapel lässt. Dabei verspürt man aber nie das Gefühl, dass er sich Rächen oder auf Kosten anderer Kohle schäffeln will. Im Gegenteil, der Spaceman scheint mit sich im Reinen zu sein und erzählt von den Geschehnissen, wie er sie erlebt hat. Da geht es um Sackläuse, ums Ficken, ums Saufen, um Drogen, Unfälle etc. und man leidet teilweise mit, denn eines steht fest: Das Leben des Ace Frehley möchte ich nicht geschenkt haben. Sicherlich ist der Ruhm und das Geld sehr verlockend, aber gerade der tiefe Fall Ende der 70er und in den 80er gibt einem ordentlich zu Denken. Auch die noch folgenden Leckerbissen – wie z. B. die Zeit der Reunion – bieten ganz große Unterhaltung und langweilig wird es beim Lesen eigentlich nie. Lediglich der Mittelteil ist etwas zäh, da sich eine Drogengeschichte an die nächste zu reihen scheint und das nervt auf die Dauer etwas. Das trübt aber mein positives Gesamtbild nicht und von mir gibt es für diesen Wälzer beide Daumen hoch. Für den „Normalsterblichen“ sind diese Zeilen sicher schwer zu verdauen oder nachzuvollziehen, für Rockfans ist es aber mit Sicherheit ein sehr interessantes Lesevergnügen und für Anhänger der KISS-Army ist dieses Buch ein Muss! Note: 1 East Side Daniel

Witchsorrow – God Curse Us All CD (27.06.2012)

(Rise Above / Soulfood / Gordeon Promotion)
Ein Totenschädel der in eine Kapuze gehüllt ist, Kerzen und ein aufgeschlagenes altes Buch. Bandname und Album-Cover lassen bereits erahnen wo die musikalische Reise hinführt. Richtig! WITCHSORROW (aus Hampshire/UK) zelebrieren Doom Metal. Damit trifft man nicht nur den Nerv der Zeit (in letzter Zeit werden ja immer mehr Doom/70er Rock Platten veröffentlicht), sondern macht seine Sache dabei auch recht gut. Die Einflüsse des Trios, wie Black Sabbath oder Saint Vitus, sind aus Songs wie “Aurora Atra”, “Masters Of Nothing” oder dem Titeltrack rauszuhören. Beim fünften Titel “Meggido” fällt mir dann aber auch plötzlich auf, an wen mich der Sound auch die ganze Zeit zusätzlich erinnert: Celtic Frost! Denn der Sound von WITCHSORROW ist um einiges düsterer als der ihr größen Vorbilder und Einflüsse und hat etwas bösartigeres an sich. Das gibt dem ganzen noch einen Schub mehr Härte mit in die Musik. Auf “God Curse Us” befinden sich zwar nur sieben Songs insgesamt, allerdings liegt die Spielzeit der meisten Tracks zwischen sieben und zwölf Minuten. Mein großes Problem mit der Scheibe ist leider die selbst für Doom-Verhältnisse extreme Eintönigkeit. An einigen Stellen wird es mir dann schon etwas arg langweilig. Da schaffen es andere Bands des Genres etwas mehr Spannung in ihre Lieder zu packen. Ansonsten eine gute Doom-Scheibe, die dem einschlägigen Publikum durchaus gefallen dürfte.  3+   Domme

Auf Bewährung – Schnauze Voll! CD (27.06.2012)

(Riotkids Records / www.facebook.com/aufbewaehrung)
Aus Mecklenburg Vorpommern kommen „Auf Bewährung“ und treiben schon seit 2005/2006 ihr Unwesen und schon vor einiger wurde Ich auf die Band aufmerksam, als man mir eine Demo CD zuschickte, die schon ordentlich rockte. Viel später liegt nun das erste Album der Crew vor und Ich muss sagen, das Ich mehr als begeistert bin, denn was Ich da höre, ist feinste Punk Rock Musik mit Deutschen Texten, ohne Klischees, aber immer haargenau auf den Punkt gebracht. Nazis bekommen in „Nazis auf´s Maul“ ordentlich Ihr Fett ab und das man praktisch direkt auffordert, den Nazischweinen eine rein zu Hauen, statt zu Diskutieren, ist eine verdammt gute Einstellung. Gekämpft wird auch ordentlich in „Klau Dir Dein Leben Zurück“, wo man klipp & klar raus schreit, dass jeder seines eigen Glückes Schmied ist. Was man von den Heinis hält, die sich in der Grauzone bewegen, wird auch mehr als Deutlich zum Ausdruck gebracht. Es werden halt Texte geschrieben / gesungen, die fast jeder aus der Szene schon einmal selber erlebt hat, bzw., die Gefühle, die viele in sich tragen, werden sehr gut umgesetzt. Musikalisch ist das auch ganz groß, denn hier gibt es viele Melodien, Chöre, immer mit einem hohen Wiedererkennungswert, so das man praktisch gezwungen wird, die CD, nach dem Hören, noch einmal einzulegen um das ganze erneut in sich aufzusaugen. Beim Schreiben dieser Zeilen läuft der Song „Seelenfresser“, der mit einem Musikalischem Sound aufwartet, der mich an frühere, schwedische Bands erinnert. 13X geht es fast Perfekt zu werke, nur mit dem Pfeffi Song kann Ich persönlich nichts anfangen, aber die Jugend muss sich ja auch mal richtig weg Schädeln ;-) Bisher für mich einer der besten Cds, die Ich dieses Jahr hören durfte.
2+  FRANK

Die Auferstehung des Johnny Cash Buch (26.06.2012)

(ISBN13:978-3-86543-713-6 / mute music promotion)
Seit dem Tod von Johnny Cash im Jahr 2003 und seit dem Erfolg des Kinofilms “Walk the Line” (2006), sind eine ganze Reihe Bücher über den legendären “Man in Black” erschienen. Dieses hier befasst sich nicht wie die meisten Werke mit der kompletten Biografie, oder der Film mit den frühen Jahren des Künstlers. Graeme Thomson schreibt über die späten Jahre. Die Jahre der Misserfolge und die Jahre in denen seine Platten wie Blei in den Regalen lagen, bis zur “Auferstehung” 1994. Es wird sehr ansehnlich beschrieben in welcher Krise sich Johnny Cash befand, bevor er auf den Produzenten Rick Rubin traf. Ein Mann der vor allem durch Hip Hop oder Metal-Platten bekannt geworden war. Dieser verhalf der Country/Rock n Roll-Legende zu erneutem Ruhm und nochmals zu sehr großem Erfolg. Sehr detalliert beschreibt er die einzelnen Veröffentlichungen (American Recordings, Unchainend, Solitary Man, The Man comes arround usw.), geht fast auf jeden einzelnen Song ein, beschreibt die Atmosphäre die bei den Aufnahmen herrschte, welche Gastmusiker mitwirkten und klammert auch Cashs immer schlechter werdende Gesundheit nicht aus, die ja großen Einfluss auf die Arbeiten nahm. Die verschiedenen Seiten der Persönlichkeit von Johnny Cash werden angesprochen, das Verhältnis Cash/Rubin wird beleuchtet und auch welche Rolle Cashs große Familie und der sonstige Anhang spielte. Ich hab das Buch und alle Informationen (wovon es sehr viele gibt) in 2 Tagen “verschlungen” und bin wirklich begeistert. Es ist gut und locker geschrieben und wirkt trotz der großen Fülle an Informationen nie trocken. Viele Weggefähreten kommen zu Wort und zusätzlich runden einige Fotos das 254 Seiten starke Werk ab. Einziger Schwachpunkt, ist der, das sich der Autor etwas zu oft (besonders in der ersten Hälfte) wiederholt, aber da gibt es sicherlich schlimmeres. Wer also einen Blick in die schweren Jahre nach den großen Erfolgen des Musikers werfen möchte, bishin zu seinem weltweiten Comeback mitte der 90er, der kann hier zugreifen. Empfehlenswerter Lesestoff! 1-  Domme
P.S.: Ein direkter Link zum Online Shop: http://www.musicroom.de/de-de/se/id_no/01059924/details.html

 

Droogiez – Struggle For Existence CD (26.06.2012)

(www.droogiez.de / www.facebook.com/droogiez)
Die Droogiez melden sich nach einem soliden Debutalbum aus dem Jahre 2010 mit einer neuen Scheibe zurück. 9 Songs in einer knappen halben Stunde bringen auf „Struggle For Existence“ all denjenigen zu Spät geborenen bei was eine grobe Kelle Punkrock mit dem Flair der Jahre 77-79 bedeutet. Dabei klingt der Sound der Nürnberger keineswegs angestaubt, sondern wird hier angenehm mit kleinen Versatzstücken aus dem Bereich Oi! Punk aufgefrischt und so kommt es vor das mancher Song wie bspw. „Cut The Crap“ gekonnt ein bisschen an die Anfänge von Perkele erinnert. Das Trio schmeißt hier mit Catchy Refrains und angenehmen Melodien nur so um sich und die gehen dann mit dem leicht rauen Punkrock eine nette Symbiose ein, so dass sich die Stücke von mal zu mal Hören mehr ins Ohr fräsen. Dachte ich beim ersten hören noch, Okay ein netter Nachfolger zum Debut, so muss ich mittlerweile sagen, dass die Droogiez hier nochmal eine ganze Schüppe in Sachen Songwriting und Eingängigkeit drauf gelegt haben. Kein Wunder, denn eigentlich sind hier ja auch keine Neulinge am Werk. Die Banderfahrung der Jungs dürfte ja weitreichend bekannt sein. Lars spielt unter anderem bei Stomper 98 und auch der Rest der Truppe hat in den vergangenen Jahren nicht untätig rumgelungert, sondern zeitweise  mal bei Oxymoron und einer Hardcorekaplle mitgemischt. Des weiteren sind die Droogiez der Nachfolger der in den  90er Jahre aufgelösten Droogie Boys, die es jedoch damals nur auf eine Maxi-Cd brachten, wenn ich richtig informiert bin. Macht aber auch nix, denn das was die Jungs damals versäumt haben holen sie nun endlich gekonnt nach.  Eingängige, treibende Songs die die Nähe zu den frühen Punkrockbands wie Sham 69 oder auch den Buzzcoks klar verdeutlichen, haben hier die Zügel in der Hand und so gibt es  auch gleich mehrere Hits wie den Song „ Addicted“, „ Liar“ oder auch dem melancholischen „Too Young“ die sich angenehm die Klinke in die Hand geben. Den Abschluss macht dann  nochmal eine sehr nette Nummer die ein bisschen an The Ruts erinnert und durch einen kleinen Funken Offbeat abgerundet wird. Die Droogiez wirken hier generell nicht überproduziert oder zu durchgestylt, sondern gekonnt minimalistisch und trotzdem abwechslungsreich so wie es sich für sauberen Punkrock gehört. Wer das Debutalbum schon gerne gehört hat, wird auch an „Struggle For Existence“ seine wahre Freude haben. Wer dem Vinyl den Vortritt gibt, braucht sich auch nicht zu sorgen, denn die Scheibe wird wieder als leckere 10“ von Contra Records auf den Markt gebracht. Da bleibt mir gar nicht viel übrig als den Daumen klar nach oben zeigen zu lassen. Note: 2  Daniel