Daily Archives: 14. April 2017

Vitja – Digital Love (14.04.2017)

(Century Media Records / People Like You)
Das ganze sieht schwer nach Metal-Core oder dergleichen aus. Zumindest tippe ich auf die Art von Musik die meine Frau gerne beim Autofahren hört und die mir mittlerweile auch sehr zusagt. Und beim hören der Scheibe festigt sich mein Eindruck zunehmend. Ob das jetzt reiner Metalcore ist oder ob noch andere Sachen da drinn‘ stecken, sollen die selbsternannten Experten und Genre-Nazis entscheiden. Jedenfalls wird kräftig in die Seiten gehauen und aufs Schlagzeug eingeprügelt und beim Gesang wird mal zwischen cleanen Vocals und shouten, growlen oder wie auch immer das heißt gewechselt. Jedenfalls erinnert mich das ganze an Bands wie: Bring me the Horizon, Bury Tomorrow, Caliban…usw. Für den Opener SCUM hat man sich Unterstützung von „Eskimo Callboy“ geholt und für den sehr geilen Song SIX SIX SICK hat man sich Mathias von der Band „Nasty“ ins Boot geholt. Insgesamt kommt man auf 11 Songs + zwei Bonus Tracks bei der CD. Wirklich schlecht fand ich das ganze nicht, aber Luft nach oben ist sicherlich dennoch.
Note 3 / Mark

Staatspunkrott – Choral vom Ende CD (14.04.2017)

(People Like You Records)
Staatspunkrott – welch ein genialer Bandname, den man in der Vergangenheit oft gelesen hat, die Musik der Band aber nie gehört hat. Der Name lässt schnell auf typischen Deutschpunk schliessen, aber weit gefehlt, hier gibt es melodischen Punkrock zu hören. Zudem ist ‚Choral vom Ende‘ die Abschlussscheibe einer Trilogie, welche 2005 Ihren Anfang nahm. Da ich die anderen Alben nicht kenne, weiss ich nicht, ob es sich um Konzeptalben handelt. Der Band nach gibt es Melodycore zu hören, die musikalischen Wurzeln sind da in den 90ern zu suchen und zu finden. Da werden im Proberaum der Band in den Anfangstagen wohl Fatwreck und Burning Heart hoch und runter gelaufen sein. Diese Einflüsse sind nicht zu überhören, aber gleich der erste Song ‚Richtung Horizont‘, welcher der beste Song des Albums ist, erinnert doch eher an Donots. Gleich hinterher gibt es mit ‚Monokel für zwei Augen‘ einen sozialkritischen Song, zu dem es ein Video gibt. Die folgenden Songs sind dann nicht mehr so pralle, bevor man mit ‚Choral vom Ende‘ wieder einen guten Song präsentiert. So geht das eigentlich weiter, mal wieder ein sehr durchschnittlicher Song, bevor man dann wieder einen ansprechenderen Song präsentiert. Schade, das man den guten Standard nicht alle Songs über halten konnte. Auch wenn ich die Platte nicht in den Himmel lobe, kann man den Fans von Donots, Rogers oder Massendefekt das Album empfehlen, so wird es auch seine Käufer finden. 3 sickguy77

H Bomb Holiday Camp – Close to the Borderline CD/LP (inkl.CD, clear Vinyl) (14.04.2017)

(Wolverine Records)
Erst im Dezember 2015 gründete sich die Die Band “H Bomb Holiday Camp”, nachdem seitens der Bandmitglieder Ehen geschieden, Jobs gekündigt und Therapien abgebrochen wurden. Kurzum, es gab wohl wenig zu verlieren. Man knallte sich hinter die Instrumente und legte los. Was dabei heraus gekomen ist, ist jedenfalls nicht von schlechten Eltern. H Bomb spielen eine explosive Mischung aus Punkrock, Rock n Roll und Hardcore, wobei es schwerfällt einzelne Songs den entsprechenden Subgenres zuzuordnen. Ihr Debut “close to the Boarderline” ist bei Wolverine Records erschienen, und beinhaltet 12 Songs. Die Soundauswahl der Platte ist sehr passend zum musikalischen Gewand gewählt, besonders der Rock´n Rollige Gitarrensound sorgt für einen runden Effekt. Anspieltipps sind “we chose”, “Under the cobblestones”, “ballade of the nitpicker”, und das in meinen Augen beste Stück der Platte “wicked ways”. Eine geile Scheibe, man darf gespannt sein was da noch kommt! Note: 2/gut Gereon