Monthly Archives: Mai 2017

V.A.: This Is Montreal – The Sounds of our Streets 7” EP (31.05.2017)

(Aggrobeat / www.aggroshop.com)
“On the streets of Montreal” heisst ein Song der SHARP Band Street Troopers, der mir da in den Sinn schiesst. In diese Kerbe schlagen die vier Bands auf dieser 7“ zumindest musikalisch. Die Speerspitze des OI!-Streetpunks geben sich ein Stelldichein um uns zu zeigen wo der Hammer hängt. Den Anfang machen die Veteranen The Prowlers, welche man dem Label Mad Butcher kennt. Ein schöner treibender Song mit einem Refrain der zum Mitgröhlen einlädt. King Cans geben mit ‚Fighting drunk‘ eine Anleitung zu Kneipenschlägerei. Der Song knallt schon wegen des Gesangs, der mich an The Aggressive erinnert. Rockt! Die B-Seite eröffnen die Shotcallers, mit einem stampfenden Skinhead Rock`n Roll Song. Ein ganz solider Song, der aber einen nicht vom Hocker haut. Als letztes trumpfen Torment auf, die etwas schneller zur Sache gehen. Verblüffend ist die Ähnlichkeit des Basslaufes zu Beginn des Songs mit dem von Pascows Song ‚Mond über Moskau‘. Ich glaube aber nicht, dass die beiden Bands sich kennen…Eine sehr gute 7“ die einen kleinen Überblick über die OI!-Punk Szene Montreals liefert, wobei die B-Seite etwas abfällt gegenüber der A-Seite. 2 sickguy77

And There Will Be Blood – Obitus CD (30.05.2017)

(DeafGround Records / www.deafground.net)
Death-Metal der sehr melodisch und modern klingt. Die Mischung ist in Ordnung und bemängeln kann man nicht viel. Allerdings gibt es auch wenig was besonders heraus sticht. Das Ganze ist solide und professionell gemacht und recht kurzweilig. Auch beim zweiten und dritten hören ist das ganze noch angenehm. Der Opener „Hell is open“ und „Rotten“ im speziellen haben mir besonders gefallen. Da ich keine Hintergrundinformationen zur Band habe, kann ich nicht mehr schreiben. Rein musikalisch ne solide 3 /Mark

Salome Fur – Beyond The Cathouse CD (29.05.2017)

(www.facebook.com/salomefur)
Das Debutalbum der 2015 in München gegründeten Retortenband mit Mitgliedern von Jamaram, Steamy Dumplings oder de beNuts überrascht mit einem recht breiten Interpretationsspektrum Karibischer Musikstile wie Ska, Reggae und Rocksteady vermischt mit Soul, Latin und Rock Grooves, wobei hier wohl vordergründig die Jamaikanischen Einflüsse zumindest beim Rhythmus den roten Faden spinnen. Latin höre ich bei der ganzen Platte lediglich während „you`ll never be“ heraus und vermutlich ist das auch gut so für mich , denn ich kann mich speziell in diesem Zusammenhang trotz lustiger Tempiwechsel nur schwer anfreunden mit diesem Mink de Ville-esken Tanzschulenrhythmen. Auf der Ballade „Roses“ erinnert der Gesang ein wenig an Mike Patton, ansonsten hinterlässt mich der Song hier auch erst mal eher ratlos, schlicht, weil ich ihn hier so auch nicht erwartet hätte. „the Greatest“ hingegegen wird von einer Ska Nummer zu einer Art Muse-artigem Progrock Gerumpel inklusive Klaviergeschwurbel und Kopfstimmengesang und mit „blue“ gibt’s dann auch nochmal orgellastigen und durchaus tanzbaren (northern-)Soul. Im großen und ganzen strotzt das komplette Album vor lauter Popzitaten der letzten 50 Jahre und man kann aus jeder Nummer immer wieder neue Sachen heraushören. Dazu muß man sie allerdings auch öfter hören und die meisten Songs auf dem Album sind zwar super produziert/arrangiert/gespielt. aber haben harmonisch nicht den Wiedererkennungswert von z.B. „the Greatest“. Es ist, obwohl komplett ohne Bläser eingespielt, einfach etwas viel von allem und so klingt das Album in meinen Ohren teilweise etwas überfrachtet und nicht wie aus einem Guss. Fraglos macht beinahe jeder Tune des Albums auf seine spezielle Art irgendwie Spaß, doch bin ich mir ohne die Band je live gesehen oder gehört zu haben sicher, daß das, was die fünf hier machen auf der Bühne besser funktioniert. Daher von mir unter Vorbehalt ne 3+…..ich glaube, da kommt noch was… KAI

The Dirty Nil – Minimum R&B CD/LP+digital (28.05.2017)

(Fat Wreck Chords)
Ich persönlich finde es immer gut wenn Menschen Musik machen und grundsätzlich bekommt jede Live Band von mir auch Applaus, weil ich größten Respekt davor habe wenn sich zusammengeschlossen wird um was auf die Beine zu stellen. Was ich allerdings nicht nachvollziehen kann ist die Tatsache das es jede Kapelle für notwendig hält , dass man ihre musikalischen Ergüsse auf CD oder Platte scheißt und auf die Welt loslässt. Noch unverständlicher ist es für mich wenn ein Label wie Fat Wreckdahinter steht, welches schließlich dafür bekannt ist sauberen und hörbaren Punk unters Volk zu bringen. Es ist natürlich nur meine subjektive Meinung, aber auch nach mehrmaligen hören ist das Teil absoluter Schrott in meinen Ohren.Sorry aber das war absolut nix. 5/Mark

Paranoya – Dämonen Vinyl EP (26.05.2017)

(www.facebook.com/Paranoyapunk)
Ganze zwei Jahre ist es jetzt her, seit ich mich mit ihrem letzten Album „Fragmente“ beschäftigt habe. Damals kam die Scheibe relativ gut bei mir weg, aber ich muss gestehen, dass ich sie seither nicht mehr aus dem CD-Regal genommen habe. Die aktuelle Single bot aber den perfekten Anlass, dies nachzuholen und was soll ich sagen, meiner damaligen Einschätzung pflichte ich heute immer noch bei. Umso mehr war ich auf diese Single gespannt, denn wenn einer Band auf Albumlänge etwas die Luft ausgeht, haut sie einen bei zwei Tracks meistens vom Hocker. Das packen PARANOYA zwar nicht ganz, aber sie machen eine mehr als gute Figur. „Dämonen“ und „End///lich“ sind zwei interessante Tracks geworden, die von ihren abwechslungsreichen Elementen leben und die Band von einer neuen Seite zeigen. Zum klassischen Deutschpunk packen die Jungs noch etwas Western und Surf und schaffen es, zumindest dem Titeltrack, einen mysteriösen Anstrich zu verleihen. Hier kann man behaupten, dass sich die Band weiterentwickelt hat und das zu ihrem Vorteil. Einzig dem Cover kann ich so gar nichts abgewinnen – da gab es schon bedeutend bessere „Dämonen“-Bilder. Sehr angenehm überrascht war ich hingegen von den Melodien, die bereits nach Runde eins auf dem Plattenteller im Ohr hängen blieben. Die „Dämonen“-Single von PARANOYA ist ein schönes Stück (Deutsch)Punk, mit zwei überzeugenden Songs und darf durchaus gekauft werden. Note: 2- East Side Daniel

Direct Hit! – Domesplitter CD/LP+digital (26.05.2017)

(Fat Wreck Chords / www.fatwreck.com)
Erneut habe ich das Vergnügen diese Band zu besprechen und obwohl ich beim letz ten mal eine glatte 1 vergeben habe, hatte ich die Amis nach kurzer Zeit nicht mehr auf dem Schirm. Dieser Fauxpas wird mir aber sicherlich nicht noch ein weiteres mal passieren, da auch dieses Machwerk nicht von schlechten Eltern ist. So wie ich das ganze verstanden habe, ist Domesplitter lediglich eine Wiederveröffentlichung ihres Debütalbums aus dem Jahre 2011 , aber mit neuem Artwork und diesmal rausgebracht beim legendären Label FAT WRECK CHORDS. Scheinbar waren die Jungs aus Milwaukee in ihren Anfangstagen nicht ganz so poppig wie auf dem aktuellen Album „Wasted Mind“. Dennoch gehen die 10 Songs gut ins Ohr und man bekommt ordentlichen und flotten Punkrock serviert, der Freunde von NoFX, Teenage Bottlerocket oder All American Rejects gefallen dürfte. Von den insgesamt 10 Songs konnten mich speziell die beiden Auftaktstücke „Snickers or Reese’s“ und „Satan Says“ begeistern. Ganz so wohlwollend wie beim letzten mal bin ich diesmal zwar nicht , aber für ne gute Zwei reichts allemal. 2/Mark

Stanley – s/t 7″ EP (25.05.2017)

(Contra Records)
Stanley ist eine relativ neue Oi! Band aus Mailand, wurden 2016 gegründet, und bringen jetzt bei Contra ihre Debut 7“ raus. Und die hat es in sich, Stanley spielen, nicht wie von den meisten Italienern sonst, melodischen Oi!mit Zuckermelodien, sondern eher amerikanischen Ostküsten Sound. Die Jungs könnten auch aus Boston und Umgebung kommen oder, in der guten alten Zeit, auf TKO Records veröffentlicht haben. Vier Songs gibt es auf die Lauscher, alle vier sind Hits. Der Opener „Burst out Laughing“ teilt gleich gut aus, direkt aufs Fressbrett, das folgende „Reason“ ist eher hymnisch getragen, bei „1984“ gehen die Fäuste wieder in die Luft, das abschliessende „SOS“ macht dann noch mal Gas. Der Gesang ist angenehm rauh, die Produktion fett und alles mit einer kleinen RnR Kante. Tolle Platte, die Lust auf mehr macht. Ich hoffe, dass man auf eine vollständige Lp nicht zu lange warten muss. 2+ ROLAND

Alms of the Giant – Oracles EP (25.05.2017)

Irgendwie habe ich heute eine italo Tag, drittes Review zu schreiben und schon wieder eine Combo aus dem Pizza State. Diesmal Alms of the Giant, die sich, nach eigenen Angaben, dem Mathcore widmen. Ich fühle mich eher an die Screamo Welle aus dem letzten Jahrzehnt erinnert, wo Labels wie Hydrahead die Szene regierten. Alms of the Giant machen schöne Musik, spielen mit Atmosphäte, guter laut/leise Dynamik und einem Sänger, der nicht nur kreischt, sondern auch mal singen kann, ohne nach 08/15 Emoheini zu klingen. „My inner Voice“ erinnert mich etwas an AYS, was ja keine schlechte Referenz ist. Generell gilt aber das obige Konzept für alle fünf Songs, die alle ein gleichwertiges Niveau haben und mir einfach Spaß machen. Wenn ich was meckern möchte, dann, das die Songs für mich ruhig epischer, breitwandiger hätten ausfallen dürfen und die Platte mit fünf Songs einfach zu kurz ist. Mövchte gerne mehr von den Jungs hören. 2 ROLAND

Elyne – Alibi CD (22.05.2017)

(White Tower Records)
Elyne sind Italiener, die diesen typischen Impericon Metal spielen. Es gibt Growls, es gibt Clean Vocals für den Refrain und alles wird in poppiger Härte durchgenudelt. Hier könnte das Review aufhören, die Zielgruppe ist umrissen, der wird es gefallen. Ich bin dezent gelangweilt. Spannend geht anders. Was jedoch positiv zu Buche schlägt ist der Gitarrist. Der Junge hat schon gute Ideen und gerade in ruhigen, atmosphärischen Momenten kann er glänzen. Die Produktion ist auch nicht schlecht, ordentlich transparent, aber mit genug Druck. Wenn die Band es in Zukunft schafft Songs abseits von Stangenware zu schreiben und der Sänger eigenen Charakter entwickelt kann das definitv noch was werden. So ist es leider nur belangloser Durchschnitt. 4 ROLAND

Mammoth Mammoth – Mount the Mountain CD (21.05.2017)

(Napalm Records)
Australien und gute Rockmusik haben schon immer zusammengepasstm sei es der Prototyp AC/DC, Rose Tattoo oder neuere Bands wie Blacklist oder Airbourne. Mammoth Mammoth kommen auch von Down Under und passen mit ihrer vierten Platte ganz gut in diese Liste. Geboten wird High Energy Rock n Roll der Peter Pan Speedrock Schule, der jedoch nicht nur auf Volllgas setzt, sondern desöfteren starke Abbiegungen Richtung Stoner- und Siebzigerrock macht. Das verspricht Abwechslung und Flexibilität. Nichtsdestotrotz gefällt mir die Band doch am besten, wenn sie das Tempo wie in „Hard Way down“ etwas anziehen. Aber überwiegend regiert hier Midtempo mit rhytmischen Hymnen. Ich muss manchmal an die Spätphase der Donnas denken. Hits schreiben können die Jungs auf jeden Fall, „Spellbound“ oder „Kickin my Dog“ beweisen das. Dazu kommt dann noch ein schönes Retro Cover mit einer halbnackten Ollen drauf und eine knarzige Produktion und schon hat man eine grundsolide Platte. Das ist Ding ist kein Straßenfeger, aber macht Durst. Fans der Hellacopters, PPSR oder auch Fu Manchu dürfen ein Ohr riskieren.3+ ROLAND