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Life of Agony – A Place Where There´s No More Pain CD (09.05.2017)

(Napalm Records)
Es gibt so Bands, da freut man sich auf eine neu Scheibe, weiss aber im Vorraus, dass man definitv enttäuscht werden wird. Life of Agony sind so eine Band. Anfang der Neunziger haben sie mit ihrem Debut „River runs red“ einen absoluten Klassiker veröffentlicht, an dem sich seither alle folgenden Releases messen lassen müssen. Während „River runs red“ noch New York Hardcore ala Biohazard bot, entwickelte sich die Band im Anschluss immer weiter in melodischere, poppigere Gefilde. Das war zwar gute Musik, aber die Fans wollten immer eine Fortsetzung des Debuts hören. Life of Agony machten dann irgendwann Pause, in der Sänger Keith Caputo zu Mina Caputo switchte, begannen dann vor ein paar Jahren wieder Shows zu spielen, die wirklich grandios waren. Ich habe die Band seit ihrer Wiederkehr drei oder vier Mal gesehen und es war immer ein Abriß. 2016 kam dann die Nachricht, dass die Band ein neues Album veröffentlichen wollte. Meine Vorfreude war immens und nach den Liveeindrücken auch etwas Hoffnung da, dass die drei Jungs und das Mädel sich etwas an ihrem Debut orientieren würden. Soweit das Vorspiel, jetzt ist“A Place where there`s no Pain“ veröffentlicht und mit grossem Enthusiasmus gehe ich ans Werk. Erster Eindruck, mäh, lahmarschiger Radiorock. Aber ich will ja fair sein, also folgen Durchlauf zwei bis zwanzig, allerdings ändert sich der Ersteindruck nicht wirklich. Das Ganze wirkt halbherzig und unentschieden. Die teilweise guten, doomigen Riffs sind nicht schwer genug, den Gitarren fehlt jegliche Heaviness, für mich klingt zu sehr nach einer Band wie Stone Temple Pilots oder so. Der Titeltrack und „World gone mad“ orientieren sich etwas an „Weeds“ vom „Soul searching Sun“ Album, was schon mal gut ist und beide sind auch so was wie die Hits der Scheibe. Dazu kommt noch „Bag of Bones“, ein schwermütigerer Song mit gutem Refrain und „Song for the Abused“ ein emotionaler Song, der bei mir etwas „Ugly“ Stimmung aufkommen lässt. Mein Favorit ist aber „A new Low“, ist der flotteste Song der Scheibe und kommt vom Aufbau einem „River runs red“ Song am nähesten. Tolle laut/ leise und schnell/ langsam Wechsel, alles gut auf den Punkt gebracht. Minas Gesang ist ein Pluspunkt, die gibt sich Mühe und kommt gut emotional rüber.Tja, Fazit? Durchwachsene Scheibe, wird kein Klassiker werden und bei mir auch nicht so häufig laufen. Hat aber seine Momente. Ich bleibe neutral und schaue mir die Band lieber nochmal auf der Bühne an. Da ist sie richtig stark und entfaltet ihre Möglichkeiten.3 ROLAND