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The Baboon Show – The World Is Bigger Than You LP+MP3/CD/Digital/DoLP SET (21.02.2016)

1114(Kidnap Music / Cargo Records)
Das wird es also, das erste Review 2016. The Baboon Show – The World is bigger than you. Und um es gleich am Anfang zu betonen : DIESES ALBUM IST EIN KNALLER! Bisher hatte ich trotz des relativ hohen Bekanntheitsgrades kaum Notiz genommen von den zwei Damen und den zwei Herren aus Schweden, offenbar ein grober Schnitzer. „The World is bigger than you“ ist die bereits siebte Veröffentlichung der Chaostruppe, welches im renomierten INGRID Studio in Stockholm produziert wurde. Direkt beim Opener „Class War“ zeigt die Truppe was in ihr steckt, und wohin die Reise geht. Cecilia Boströms Vocals rotzen derart derb dahin, dass es eine wahre Wonne ist. So geht es weiter, das zweite Stück der Platte empfängt mich einen mit einem Sound bei dem ich augenblicklich aufspringen will und mit einem irren Grinsen im Gesicht das Wohnzimmer verwüsten möchte. Das Tempo, die Vocals, der Gitarrensound, einfach alles schreit nach Chaos und guter Laune. Das vierte Stück „ Working all night and day“ ist eher im Midtempobereich gehalten, und kommt unheimlich groovy daher, ohne jedoch auch nur ein Quentchen Energie zu verlieren. Großartige Strophen, tolle Hooklines, ein uneingeschränkter Hörgenuss. „Me, myself and i“ zeichnet sich durch einen Refrain mit Ohrwurmcharakter aus, zu diesem Track gibt es auch ein Video welches man sich nicht entgehen lassen sollte! Nach einem leicht industrial mäßig anmutenden Song geht es zu meinem Höhepunkt des Albums. „Take it back“ besticht mit einem unglaublich energiegeladenen Refrain, man bekommt von 0 auf 100 bock auf Abriss, flaschenweise Whiskey und dreckigen Sex. Den letzten Song der Platte hat übrigens Björn Dixgard von Mando Diao für die Band geschrieben und er ließ es sich nicht nehmen bei dem Stück selbst mitzusingen. Diese Platte ist der vertonte Abriss! Das ist Punkrock, das ist Riot!! Anspieltipps: Die ganze Platte. Baboon Show bekommen von mir neben meiner Seele eine Note 1/ sehr gut für diesen Kracher. Gereon

Chelsea´s Choice # 1 + 7inch Fanzine (24.07.2017)

(www.chelseaschoice.at)
Bei dieser Erstausgabe wird direkt mal aus den vollen geschöpft und weit besseres zu Papier gebracht als es so manches alteingesessene Fanzine auch nach Jahren nicht schafft. Chapeau! Der Verfasser des Machwerks betitelt sichim Vorwort lediglich als „B.“,was allerlei Raum für Spekulat ionen lässt (Ich tippe übrigens mal vorsichtig auf Bommel vom Oi“-the Print. Aber sicher bin ich mir nicht). Das Heft ist teilweise farbig und sehr übersichtlich gestaltet und auch die Schriftgröße ist angenehm für die Augen. Die Werbung hält sich in Grenzen und die Fotos sind in Top-Qualität. Großartig. Zum Inhalt: Interviews (ohne die üblichen Standardfragen) z.B.mit BONECRUSHER, THEEE SLAYER HIPPIY, THE BAR STOOL PREACHERS, TAUSEND LÖWEN UNTER FEINDEN, YOUTH AVOIDERS… ,Storys über Reggae in Indien, einen ehemaligen Skinhead und Hooligan der heute als Bischof arbeitet, dem Hemp Embassy Vienna… und das ganze wird abgerundet von Reviews und diversen Szenegrößen, die über Ihre Tattos erzählen (überhaupt taucht das Thema Tattoos an der einen oder anderen Stelle immer mal wieder auf). Also eine bunt gefüllte erste Ausgabe in der für jeden etwas dabei sein sollte. Hier war wirklich jemand mit Erfahrung am Werk und ich kann es kaum erwarten die nächste Ausgabe irgendwann in den Händen zu halten. Für die Schnellen und Sammelverrückten gibt es auch eine 7“ die sich lohnt dabei. Mehr als gelungene Debütausgabe. 1+/Mark

Slam # 89 (24.01.2017)

(www.slam-zine.com)
Das Wiener ALTERNATIVE MUSIC MAGAZINE (Offizieller Untertitel) mit seiner 89. Ausgabe. Anfänglich (est. 1994) noch verstärkt im Sektor „Hardcore und Punk“ unterwegs, hat man mittlerweile eine ganz erstaunliche Bandbreite aufgezogen und zielt offensichtlich auf ein recht weitgefächertes Klientel. Die Karawane ist weitergezogen, die Genres „Heavy Metal“ und „Independent/Alternative“ sind (mal wieder) die angesagten Trend-Sportarten und so geht es beim SLAM dann auch extrem quer durch den Gemüsegarten: Von METALLICA zu den PIXIES, Zwischenstopp: Patti Smith, DKM, GOTTHARD, KVELERTAK, MIOZÄN und PLACEBO. Alles was derzeit ein neues Album veröffentlicht hat bzw. auf Tour ist. Pay to write, Payola-Prinzip in der musikalischen Schreibstube. Promo makes the world go round und das ist auch gut so bzw. mittlerweile eine betonierte Gesetzmäßigkeit. Interessanter als die üblichen Verdächtigen sind aber die kleinen Nebenschauplätze, hier wird der Horizont ordentlich erweitert. Man erfährt u.a. : „Mittekill, das ist das avantgardistisch progessive Projekt des Berliners Friedrich Greiling, der mit Hilfe verschiedenster Helfer ausgefallene Electro-Music fabriziert“. Oder dass es eine Band gibt, welche sich nach Walter Sobchak („Big Lebowsky“) benannt hat: WALTER SUBJECT. Oder dass das zweite Album von AC ANGRY aus Saarbrücken „Appetite for erection“ heißt. Blätter, blätter…OVERKILL aus New York gibt es auch noch und im VERLAG NICOLE SCHMENK ist ein Buch über Peter Steele erschienen. Ansonsten: Viel Werbung, viel bunt. Sehr großzügiges Layout. Wer hier nichts mehr erkennt, braucht keine Brille sondern einen Schäferhund. Was aber wirklich fehlt, ist das Herzblut, die Leidenschaft. Insgesamt zu glatt, zu steril, zu unpersönlich. Wo im OX altgediente Scenester leidenschaftlich, nebenberuflich und unbezahlt den Helden ihrer Jugend ein Sprachrohr basteln, regiert im SLAM schnöde Professionalität. Und auf Herzblut hat keineswegs nur die HC/Punk-Sparte den Alleinvertretungsanspruch, man erinnere sich nur wehmütig an METAL HAMMER und ROCK HARD in den 80ern: Hier wurde leidenschaftlich durch die Lederweste transpiriert, mit inbrünstiger Begeisterung plus Sachverstand und Fandom Kapelle XY durch die Deckegejubelt. Rundum eine packende Lektüre gewesen, auch wenn die betreffenden Bands komplett uninteressant waren bzw. am eigenen Musikgeschmack meterweise vorbeipatroullierten. Fazit: Eine eigene SLAM-Note, von mir aus auch mehr „Schmäh“, wären ein großer Schritt aus der relativen Beliebigkeit. Alle kann man nicht glücklich machen, vielleicht doch wieder mehr auf die eigene DNA, das Kerngeschäft, konzentrieren? Pekunäres Trostpflaster: Der Preis von 4,90 für 120 Seiten, CD inklusive, geht schon mal in Ordnung. PARADISE

Rantanplan – Licht und Schatten CD (19.01.2017)

(Drakkar / Soulfood)
Vor kurzem sah ich RANTANPLAN seit Ewigkeiten endlich mal wieder live und ich war sofort wieder Feuer und Flamme, denn sie haben es noch drauf. Umso mehr freute ich mich, als das neue Album vor mir auf dem Tisch lag und ich meinen Senf dazu abgeben durfte. Das tolle an der Sache war, auch hier war ich auf Anhieb begeistert. „Licht und Schatten“ ist ein für RANTANPLAN typisches und mehr als gelungenes Album geworden. Wie man es von den Jungs gewohnt ist, mischen sie gekonnt Ska und Punkrock und zwingen damit jeden Tanzmuffel aufs Parkett. Was die Melodien anbelangt, beweisen sie ebenfalls erneut ein sehr geschicktes Händchen und verpacken darin unterhaltsame Inhalte. In „Sonnenkopf“ werden sich z. B. Festivalfreaks wiedererkennen und die Situation aus „Kiel“ können mit Sicherheit auch viele von euch nachempfinden. In „Revolution“ verpacken sie selbiges Thema sehr charmant, ohne dabei die üblichen Klischees zu bedienen. Zum Abschluss der Scheibe hauen RANTANPLAN dann noch eines der schönsten Liebeslieder der letzten Jahre raus – „Zur Liebe zu Fuss“. Ich kann dieses Album also nur jedem Fan der Band und auch jedem, der etwas für Ska-Punk übrig hat wärmstens empfehlen! Note: 2+ East Side Daniel

Pears – Green Star CD (11.04.2016)

PEARS-Green-Star-400x400(Fat Wreck Chords / www.fatwreck.com)
Nach zwei Jahren nun endlich das Album nach „go to prison“ und ich sags direkt: Das Warten hat sich gelohnt. Spätestens wenn ein Kinderchor in „Anhedonia“ give-me-death skandiert, weiß man, was die Uhr hier geschlagen hat. Billy Talent: schminkt euch bitte mal schön ab und geht jetzt mal endlich nach hause – ihr werdet hier wirklich nicht mehr gebraucht. Auch dieses Album braucht ein wenig bis es wirklich ankommt beim Zuhörer – es besticht weder durch eingängige Melodien noch durch extrem schmissige, tanzbare Songs. Es ist – um an dieser Stelle mal eine ehemalige Kollegin zu zitieren: (Danke,Dany) voll-in-die-Fresse. Eine Ode an die Beschwerlichkeiten des Lebens und den daraus stetig anwachsenden Zorn der immer und immer wieder vom selbigen gef…ten: Laut,schnell,cholerisch,extrem energiegeladen,überraschend,wütend und nicht zuletzt gespickt mit einem Humor, der daher kommt wie lange Fingernägel auf ner Schiefertafel…New Orleans Hardcore Punkrock wie der übellaunige Soundtrack zum Shopliften im Walmart, der wohlverdiente Tritt in den Arsch von Lifstyleformaten aller Art und eine ganz wunderbare Antwort auf das Gekloppe gegen die Wand vom Nachbarn, wenn die Musik mal wieder als unangemessen laut empfunden wird…Zugegebener maßen nicht ganz das Niveau des selbstproduzierten Vorgängers auch wenn hier ganze Arbeit geleistet wurde hab ich das Gefühl, dass sich hier der eine oder andere Filler herein gemogelt hat aber auf jeden Fall noch immer ein Mörderalbum allein schon wegen Zach Quinns „Gesang“ und den Gitarrenkapriolen von Brian Pretus. Ich hab die CD aber auch erst seit ner guten Woche und würde rückblickend „go to prison“ auch besser bewerten (als 2+)…Hier ist wirklich mal ne Band,wo es vielleicht etwas länger dauert,bis sich alles erschliesst darum sag ich mal unter Vorbehalt 2….aber sie wird mit jedem mal Hören besser…

Die Strafe – Krunk CD (05.03.2016)

Die-Strafe-200x200(Major Label / www.majorlabel.de)
Das erste Mal, dass ich DIE STRAFE wahrnahm, war, als ich in Vaters Plattenschrank wühlte und über die „Jeanny“ Single stolperte. Ein großartiges Coverbild und eine großartige Version des Falco Klassikers. Damals fand ich die Band recht spannend und verfolgte ihr Schaffen eine Weile, bis ich dann doch irgendwann das Interesse verlor. Als jetzt der aktuelle Tonträger vor mir lag, war ich echt gespannt, was aus den drei Jungs geworden ist und wie sie heute klingen. Es ist „wie nach Hause kommen“ heißt es im Promozettel des Plattenlabels und das trifft den Nagel auf den Kopf, denn viel hat sich nicht verändert. Warum sollen sie aber auch etwas ändern, denn DIE STRAFE gehören neben DIE FLIEHENDEN STRÜME und EA80 zum Besten, was Deutschland an düsterem Punkrock zu bieten hat. Auf „Krunk“ toben sich die Mönchengladbacher in 16 Songs aus – mal heftig und schnell, wie bei „Schnell vorbei“ oder „Fensterbank“ und dann wieder ruhiger, teilweise schleppend, wie bei „Wir werden alle sterben“ oder „N.O.T.“. Alle Facetten, die ich damals an der Band spannend fand, finde ich auch in ihrem neuen Album wieder. Textlich hat die Platte genauso viel zu bieten. Von witzigen Texten („Entschuldigen Sie“), über tiefsinnigere Inhalte („N.O.T.“), bis hin zu sehr ernsten Zeilen („Stück für Stück“) findet man hier alles. Macht also durchaus Sinn, sich mit den Lyrics auseinanderzusetzen und mal die Hirnwindungen zu benutzen. Wer DIE STRAFE und Co. mag, kann hier bedenkenlos zuschlagen. Dass sollte man auch schnell, denn die Vinyl-Version erscheint in einer 300er Auflage, in farbigem Vinyl und Klappcover. Zu kaufen nur auf den Konzerten der Band oder beim Major Label direkt. Also ranhalten, denn wie heißt es so schön – wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. East Side Daniel: 2

Andre Sinner – Momentaufnahme MCD (02.03.2016)

cover-front-1024x1024(Weird Sounds / www.weirdsounds.de)
Waren eigentlich schon immer so viele Singer/Songwriter da und ich habe es nur nicht mitbekommen? Oder springt heute jeder x-Beliebige auf diesen angesagten Zug auf? Ich weiß es nicht, bin ich doch zu wenig drin in der „Szene“ und mittlerweile etwas genervt. Je mehr es werden, umso größer ist natürlich die Gefahr, dass es immer mehr gibt, die es nicht wirklich drauf haben. ANDRE SINNER würde ich irgendwo im Mittelfeld verorten. Die Stimme geht zwar in Ordnung, hebt sich aber nicht wirklich von anderen ab und klingt zu gewöhnlich. Das macht sich bei einem Solokünstler und seiner Akustikgitarre natürlich doppelt bemerkbar. Bei den Songs verhält es sich ähnlich. Die Melodien sind nicht schlecht, aber eben auch nicht sehr eingängig. Wenn man mich in einer oder zwei Wochen nach einem Song dieser MCD fragt, könnte ich absolut nix mehr dazu sagen. Inhaltlich ist es leider auch genauso. Die Texte bewegen sich zwischen Gesellschaftskritik und persönlichen Geschichten. „Marionetten“ zum Beispiel gefällt mir richtig gut, da kann man seinen Kopf anschalten und lauschen. Ein Song wie „Solange du heut‘ Nacht nur bei mir bist“ ist hingegen schon ganz schön schnulzig, geht aber vielleicht auch noch in Ordnung. „20.08.15“ ist dann aber zu viel für mich, denn hier wird die Grenze zum Kitsch überschritten und es trieft aus den Lautsprecherboxen. Für mich ist diese Scheibe jedenfalls nichts.East Side Daniel: 4

10 Jahre PUKE MUSIC / Berlin – K17 (04.05.2014)

An diesem Ostersonntag im Jahr 2014 sollte ein langgehegter Jugendtraum von mir in Erfüllung gehen, denn endlich sollte ich sie live erleben – DIE ABSTÜRZENDEN BRIEFTAUBEN. Okay, nach dem Tod von Konrad K. sind es zwar nur noch 50%, aber hey, besser als nichts. Ich nehme es meinem Dad nämlich heute noch übel, dass er mich damals nicht mit ins Tommyhaus genommen hat zum letzten Gig der TAUBEN. „Vielen Dank“ noch mal an dieser Stelle! Doch immer eins nach dem anderen.
Am Anfang war das Bier. Diesmal aus dem Zapfhahn des altehrwürdigen Feuermelders. Nach einem kleinen Pläuschchen machten wir uns dann zu viert auf den Weg ins K17, um gemeinsam mit hunderten von Leuten und Bernd von PUKE MUSIC das 10 jährige Bestehen seines Ladens / Mailorders zu feiern. Dank Bernd gab es schon einige geile Konzerte in Berlin, aber zu diesem Anlass ließ er es richtig krachen. Insgesamt 18 Bands auf 3 Bühnen! Da war wirklich für jeden was dabei und man konnte ordentlich feiern. Auch wenn ich eigentlich kein Fan davon bin, Bands parallel spielen zu lassen, muss ich sagen, dass es an diesem Abend gut funktionierte. Ich konnte mir alles anschauen, was ich sehen wollte und noch ein paar neue Bands für mich entdecken. Zunächst stand aber ungläubiges Staunen auf dem Programm. Das K17, wahrscheinlich als einer von wenigen Läden in Berlin, nimmt die Antidrogenpolitik wirklich ernst. Sogar meine Kippenschachtel wurde ganz professionell mit einer Taschenlampe durchleuchtet. Nicht das ich vor hatte Gras oder ähnliches mit reinzunehmen, aber komisch war es schon.
Doch jetzt zum eigentlichen Sinn und Zweck eines Festivals – der Musik. Los ging’s bei mir mit LEFT CULTURE, die mich aber nicht wirklich überzeugen konnten. Punkrock mit Streetpunkanleihen, den man schon tausend Mal gesehen hat. Anschließend ließ es sich Bernd natürlich nicht nehmen, mit seinen „legendären“ BERMONES aufzutreten. Nach einem Intro erwartete die Zuschauer absoluter Trash. Los ging’s mit Vollplayback und aufblasbaren Gitarren. So wie einst HBW, nur etwas unprofessioneller und chaotischer, wenn das überhaupt möglich ist. Aus den Boxen dröhnten dazu Songs wie zum Beispiel „Straßenbahn“, ein Cover von den SKEPTIKERN („Straßenkampf“). Als dann noch ein kleines Mädchen ihre Version von „An Tagen wie diesen“ zum Besten gab, musste ich kapitulieren und den Saal verlassen. Aber immerhin, ihre Version war kein bisschen schlechter als das Original. Zusammenfassend muss ich sagen, dass es eine Erfahrung war, die BERMONES zu sehen, aber ob ich diese Erfahrung noch ein zweites Mal machen muss, weiß ich nicht. Nach einem kleinen Abstecher zu HÖRINFARKT, ging’s direkt weiter zu BOCKWURSCHTBUDE. Perfektes Timing kann ich da bloß sagen, denn pünktlich zu „O.S.T.“ kam ich an der kleinen Bühne an. Einer meiner absoluten Lieblingssongs im Moment, den man zumindest als Ossi kennen muss. Dann folgte die Überraschung des Abends, die MADLOCKS. Guter alter Punkrock, gepaart mit Hardcore und Metal und dazu eine mehr als sympathische Band. Ein druckvolles Soundgewitter dröhnte da aus den Lautsprechern und obwohl ich nur kurz reinschauen wollte, ließen mich die vier nicht vor Ende ihrer Show los. Wenn ihr mal die Gelegenheit habt die Berliner zu sehen, nutzt sie! Direkt darunter auf einem anderen Floor spielten derweil POGOEXPRESS, die laut Aussage von einem meiner Mitstreiter ganz gut gewesen sein sollen. Was für Krach es gewesen sein muss, ließ sich zumindest in den Pausen zwischen den Songs der MADLOCKS erahnen, denn der Boden vibrierte unter den Füßen. Danach ging’s wieder ab in die große Halle zum Heimspiel von NO EXIT. Dass die Jungs das Publikum im Griff haben werden, war abzusehen und so ließen sie sich feiern und feierten ihre Fans. Zu hören gab’s die Klassiker und ich hoffe mal, dass da demnächst was Neues kommen wird. Anschließend brachten die TORNADOS den Saal zum Kochen. Ich hab die Combo seit meiner Jugendzeit nicht mehr gesehen und muss sagen, sie sind nach wie vor echt spitze. Wer hier nicht tanzt ist selber schuld! Und dann war es endlich soweit, die ABSTÜRZENDEN BRIEFTAUBEN betraten die Bühne. Ohne Instrumentenwechsel ließ Micro einen Hit nach dem anderen ab. Bei einer Spielzeit von ca. 1 Stunde war das angesichts des Backkatalogs der Band, eine leichte Übung. Auch sie hatten die Angereisten spielerisch im Griff und der Saal grölte Klassiker wie „Räubermärchen“, „Das Grauen kehrt zurück“, „Betsy Freitag“ etc. mit. Auch mich zog es wie so viele in den pogenden Mob und das will was heißen. Wenn man über dreißig ist überlegt man sich schließlich, wobei man sich die Knochen versaut. Sie haben es eben noch drauf, also schaut sie euch an! DANKE Bernde, dass du mir einen Traum erfüllt und uns einen schönen Ostersonntag beschert hast. In diesem Sinne Prost und auf die nächsten 10 Jahre! East Side Daniel

THE BOYS LIVE IN BERLIN / 03.10.2013

THE BOYS & JUKE BOX PUSSY‘S / Berlin – SO36 / Ramones Museum (03.10.2013)

THE_BOYS_01 (Klein)Endlich kann ich den Tag der Übernahme der DDR auch mal gebührend feiern und zwar mit zwei richtig schicken Konzerten, von ein und derselben Band – THE BOYS. Es gibt wohl keine andere Band, die ich bisher in so vielen verschiedenen Varianten gesehen habe. Das erste Mal war in Oslo als THE LAST ROCK’N’ROLL BAND (inklusive einem kleinen YOBS Special), im Vorprogramm der TRASHCAN DARLINGS. Ein großartiger Abend, der mir noch lange in Erinnerung bleiben wird. Danach spielten sie in Berlin, als MATTLESS BOYS und legten eine ebenso fulminante Show hin. Mein erstes richtiges BOYS Konzert war dann in London zusammen mit den Norwegern von HARD LUCK STREET und ich war hin und weg. Die alten Herren mit ihren Sonnenbrillen rocken einfach jede Hütte und können sich vor genialen Melodien einfach nicht retten.

THE_BOYS_02 (Klein)Als es dann hieß, die BOYS machen auf ihrer Tour in Berlin halt und spielen gleich zwei Sets in der Hauptstadt, stellte sich mir die Frage gar nicht, ob ich hingehe. Also machte ich mich mit meinen Wegbegleitern zunächst auf ins Ramones Museum, welches ich jedem Punkrock interessierten Berlintouristen nur wärmstens ans Herz legen möchte. Ein wirklich tolles Museum mit einem netten kleinen Café dazu. In selbigem genehmigten wir uns zunächst ein paar alkoholische Getränke, um uns die Wartezeit bis zum Akustikset zu vertreiben. Eine halbe Stunde vor Showtime tauchten dann auch Casino Steel und Co. auf und der Laden füllte sich so langsam. Was die Jungs dann kurz nach sieben boten, war eine perfekte Einstimmung auf das anschließende Konzert im SO36. Ein Best-Of ihrer Hits und natürlich ein Ramones Cover gaben sie zum Besten und begeisterten alle Angereisten. Von geschätzten 6 bis 60 war hier jede Altersklasse vertreten und ich ärgerte mich nur, dass ich meine kleinen Quälgeister nicht mitgenommen habe. Ich hoffe sie werden es mir in 10 Jahren nicht vorhalten!

THE_BOYS_03 (Klein)Danach ging es weiter ins SO36 und bei unserer Ankunft war ich zunächst schockiert, denn kaum 5 Leute befanden sich im Kultladen. Zugegeben war der Preis etwas heftig, aber das letzte Headlinerkonzert der Engländer liegt nun schon ein ganz paar Jahre zurück, daher hätte ich mit mehr Resonanz gerechnet. Nur langsam füllte sich der Club und so spielte die Vorband JUKE BOX PUSSY’S vor gerademal einer Handvoll Zuschauer. Das war aber auch nur halb so schlimm, denn was die Band auf der Bühne ablieferte, war eine schlechte und langweilige Kopie der BONES. Da fehlte einfach Feuer unterm Hintern und speziell die Bassistin schaute so gelangweilt drein, dass ich fast eingeschlafen wäre. Die Songs waren teilweise gar nicht mal so schlecht, aber wie gesagt, etwas mehr Power wäre echt angebracht gewesen.

THE_BOYS_04 (Klein)Obwohl der Weg vom Ramones Museum zur Konzertlocation nicht allzu weit ist, erschien ein Teil der BOYS erst kurz vor Showbeginn, also als es auch schon Zeit für den Hauptakt des Abends war. Das SO36 hatte sich auch so langsam gefüllt, aber großer Andrang sieht anders aus! Schade eigentlich, denn Honest John Plain, Matt Dangerfield, Casino Steel und ihre Begleiter legten eine astreine Rock’n’Roll-Show mit Punkeinschlag hin. Von der ersten Sekunde an war das Publikum dabei und feierte jeden Hit der Band ab. Aus Gesprächen ließ sich erahnen, dass die Leute aus allen möglichen Ecken (u.a. Dänemark und Polen) angereist waren. Dementsprechend euphorisch war die Stimmung und auch die Band schien den Abend zu genießen. Was angesichts ihres Backkatalogs nicht schwierig ist, hauten sie eine Granate nach der anderen raus und wirkten dank ihrer Sonnenbrillen noch fast so jung wie vor 20 Jahren. Und THE BOYS wissen, was sie ihren Fans schuldig sind, sei es „Brickfield Nights“, „Terminal Love“ oder das grandiose „First Time“, sie spielten alles, was die Besucher hören wollten. Eine Hymne aus den letzten Jahren durfte natürlich auch nicht fehlen und jeder Anwesenden ging wohl am nächsten Tag mit den folgenden Zeilen im Kopf auf Arbeit: „I hate my fucking Job…“. Einfach klasse, was die Jungs ablieferten und die Stimmung war die gesamte Zeit auf dem Siedepunkt. Beim nächsten Mal wünsche ich mir nur eine ausverkaufte Hütte, denn wer hier nicht dabei war, hat wirklich was verpasst!
East Side Daniel

Punk & Disorderly 2013 (27.04.2013)

Punk & Disorderly 2013 – Alle 20 Bands und es wird Frühling

P1110895Eigentlich ist es mir ja recht egal, was der Flyer des Punk & Disorderly Festival so über das Line-up erzählt. Da dieses Jahr aber doch ein recht gutes Line-up versprochen wurde, bin ich noch ein ganzes Stück mehr voller Vorfreude als sonst, als ich vor meiner Haustüre stehe und darauf warte, dass meine Begleiterin Katrin endlich bei mir auftaucht. Kurz bevor ich nervös werde, kann dann aber die Reise endlich losgehen – zumindest zum Hauptbahnhof. Dort angekommen wird unsere kleine Reisegesellschaft sogar noch etwas größer, da wir Samson auf unserem Gleis treffen und auch im gleichen Wagen unsere Sitzplätze reserviert haben. Wir nehmen also an unserem Tisch Platz, packen die ersten Biere aus und genießen die Fahrt gen Berlin, bei dem ein oder anderen netten Gespräch. In Anbetracht des hier zu verfassenden Berichtes, erscheint es vollkommen langweilig, dass wir sogar etwas zu früh am Berliner Hauptbahnhof ankommen. Mit der S-Bahn zur Wahrschauer Straße, ein paar Meter laufen und schon öffnet uns das Hops & Barley die Tür und wir werden zu unserer Wohnung gebracht. Eine kurze Pause und eine Pizza später machen wir uns auf den Weg zum Astra und gehören damit zu den ersten Gästen überhaupt. Der Fotopass liegt wie versprochen bereit und die Zapfhähne sind auch schon angeschlossen: Es kann also losgehen!

P1110984Zuerst fällt mal auf, dass man hier mit Deutsch nicht besonders weit kommt. Sämtliche bisher anwesenden Gäste sprechen irgendwelche Fremdsprachen und auch die junge Dame hinter der Theke erklärt mir, trotz Bestellung auf Deutsch, das Pfandsystem auf Englisch! Na ja… Thanks! Da das Wetter bisher nicht wirklich zum Verweilen im Biergarten einlädt, inspizieren wir erst mal das Astra und schauen, ob noch alles an den gewohnten Plätzen ist. Die Bühne ist es auf jeden Fall und die wird nun von Louise Distras betreten. Die Luise gefiel mir allerdings im Essener Anyway deutlich besser, denn irgendwie ist ihr Gesang sehr laut und da die junge Dame doch ein recht kräftiges Sangesorgan hat, klingeln einem zwischendurch ganz heftig die Ohren. Schade! Ein Bier später betreten Middle Finger Salute die Bühne und spielen guten und melodiösen Punkrock. Langsam wird auch die Halle etwas voller und weder mich noch die umstehenden Gäste scheint die Band zu langweilen. Gefällt mir! Mittlerweile sind auch noch mehr bekannte Gesichter eingetroffen und somit ist alles vorbereitet, um bei Booze & Glory das erste Mal richtig zu feiern. Das wird auch vom Publikum von Anfang an getan, nur ich gehe erst mal in den Graben um ein paar Fotos zu machen. Zurück bei den Anderen kann ich nun auch den Auftritt der London Skinhead Crew ordentlich mitfeiern. Die Halle ist mittlerweile ordentlich gefüllt und die Party vor der Bühne wird immer besser. Gute Bands auf Festivals haben meistens ein Problem: Egal wie lange sie spielen, sie spielen immer zu kurz! So ist das dann leider auch wieder bei Booze & Glory. Kurz zu dem netten Herrn am Backstagebierstand und weiter geht es mit den Varukers. Die knüpfen gleich mal an den Auftritt ihrer Vorgänger an und auch vor der Bühne geht die Party weiter. Ich hab die Band ja nun schon das ein oder andere Mal gesehen, aber selten hat mir ein Auftritt so gut gefallen und die alten Herren nehmen die Bühne ordentlich auseinander. Pausen werden ja grundsätzlich mal vollkommen überbewertet und somit geht es gleich mit Toxpack weiter! Vor mir die wie immer großartigen Toxpacker und hinter mir ein verdammt ordentlicher Backgroundchor aus dem Publikum. Ein geiles Set, großartige Stimmung im Publikum und viel Spaß auf der Bühne – das beschreibt eigentlich alles Notwendige von dem, was man verpasst hat, wenn man nicht dabei war. Argy Bargy gefallen mir dann etwas weniger als sonst, wobei das wirklich jammern auf hohem Niveau ist. Nach 3 großartigen Bands in Folge, braucht die Begeisterung vielleicht einfach etwas Pause. Und gut ist der Auftritt trotzdem. Besonders die Songs von ihrem (wirklich großartigen) neuen Album gefallen mir dann doch sehr gut. Nee, eigentlich bin ich auch hiermit rundum zufrieden. Das restliche Publikum scheint meine leichte Skepsis übrigens auch nicht zu teilen, denn auch hier geht die Party unvermindert weiter. Macht es eigentlich Sinn, jetzt noch etwas vom Lokalmatadore-Auftritt zu erzählen? Meine Auffassungsgabe hat auf jeden Fall schon stark gelitten, aber ich glaube, er ist ganz gut und so ca. 3-5 Leute feiern auch mit! Haha! Ich frage mich allerdings so langsam warum mein Hals anfängt wehzutun…. Ziemlich fertig, ordentlich betrunken und zusätzlich auch noch mal von außen komplett in Bier eingeweicht endet der erste Abend mit dem natürlich großartigen Auftritt der Lokalmatadore. Und der Abend endet wirklich…. Vielleicht auch besser so!

P1120181Japp, wirklich besser so! Samstagmorgen, mir geht es gut und selbst das Gute-Nacht-Bier, das wir uns auf dem Nachhauseweg noch geholt haben, steht noch ungeöffnet auf meinem Nachttischchen. Grund genug, erstmal zum nächsten Supermarkt zu stapfen und mit Bier, Cider, Kirsch und Hot Dogs wieder zurückzukommen. Nach einer ordentlichen Runde Faulenzerei geht der Tag dann im Hops & Barley bei Bundesliga und dem leckeren selbstgebrauten Bier los. Passend zum Bayern-Sieg gibt es dann im Restaurant nebenan Allgäuer Käsespätzle und Almdudler! Lecker! Ein ehemaliger Klassenkamerad von Katrin ist auch eingetroffen, muss uns allerdings recht schnell wieder verlassen (bzw. wir ihn) denn am Astra ist bereits eine Viertelstunde nach Öffnung der Kassen alles weg, was zum Einlass berechtigt. Cock Sparrer halt! Rein, Bier, Prost und es kann wieder losgehen.

Heute eröffnen die City Saints den Abend und spielen sehr guten Rock’n’Roll-Punk, ohne dabei irgendwelche vermeintlichen Rockstarklischees zu erfüllen. Ich stelle irgendwie gerade fest, dass es sich zu lohnen scheint, in alle Bands mal reinzuhören. Nach der obligatorischen kurzen Umbaupause legen Foreign Legion los. Die haben mir schon in der Punkeria Ruhrort sehr gut gefallen und das tun sie auch an diesem Abend. Als nächstes sind Deadline an der Reihe und machen auch mal wieder richtig viel Spaß. Ein gutes Set und ordentlich Stimmung in der Halle lassen auch diesen Auftritt sehr schnell vorbeigehen. Auch an diesem Abend geht es wieder Schlag auf Schlag und somit ertönt nach meiner Wiederkehr vom Bierholen auch schon „You never walk alone“ als Intro für Discipline. Ich war doch reichlich gespannt, wie die Band wohl mit neuem Sänger sein wird. Vom Auftritt in Hamburg habe ich leider nicht viel mitbekommen. Direkt beim ersten Lied wird klar, dass Discipline einen sehr guten neuen Sänger gefunden haben, dessen Gesang nahtlos an den des alten Sängers anschließt. Das Publikum scheint ähnlich abwartend wie ich eingestellt zu sein, taut aber nach einer kurzen Eingewöhnungsphase auf und es geht nicht nur auf, sondern auch vor der Bühne ordentlich zur Sache. Band und Publikum scheinen richtig viel Spaß an diesem Auftritt zu haben, denn es wird ordentlich gefeiert und viel mitgesungen. Auch Melanie von Still Standing (ehm. MSA) lässt es sich nicht nehmen auf der Bühne mitzusingen. Ich bin jedenfalls auch mehr als begeistert und freue mich schon auf die nächsten Auftritte. Weiter geht der Partymarathon dann mit Buster Shuffle. Wieder ein großartiger Auftritt, verdammt gute Musik, viel Getanze und einfach nur Spaß ohne Ende. Mh, natürlich gibt es doch ein Ende und danach einen Anfang und zwar vom Infa Riot Auftritt. Bei weitem nicht so langweilig wie in Amsterdam aber irgendwie auch diesmal nicht so wirklich überzeugend für mich. Mit dieser Meinung scheine ich aber recht allein dazustehen, denn vor der Bühne wird wieder ordentlich gefeiert und mitgesungen. Auch auf der Bühne scheint man sehr viel Spaß an dem Auftritt zu haben.

P1120286Im Anschluss gibt es dann doch mal eine etwas längere Pause. Technische Probleme auf der Bühne, eine immer voller und heißer werdende Halle sowie die Vorfreude auf Cock Sparrer lassen die ca. 30 Minuten-Verspätung unerträglich lange erscheinen. Irgendwann beginnt dann aber doch das altbekannte Intro und direkt darauf eine gewohnt überwältigende Party durch die gesamte Halle. Es jagt einem schon eine ordentliche Gänsehaut ein, die alten Herren mit soviel Spaß auf der Bühne zu sehen und hinter einem den Gesang des gesamten Astras zu hören. Die Halle ist wie vor 2 Jahren bis zur letzten Ecke gefüllt und so komme ich mit meinen 2 Bieren ca. 2 Meter weit in die Halle rein, drehe wieder um und trinke mein Bier vor der Bühne, während das andere vorsichtshalber vom Security am Backstageeingang „konfisziert“ wird! Prooost! Davor, danach und währenddessen gibt es fast 1 ½ Stunden großartigen Punkrock von Cock Sparrer und zum Ende hin habe ich das Gefühl, dass ich nur noch meine Lippen bewege und kein Ton mehr aus meinem Mund kommt. Wenn auch mit wenig Stimme, so bin ich diesmal doch in der Lage und Willens den Abend noch nicht zu beenden. Es geht also weiter zur Wilden 13, die schon gut gefüllt ist als wir dort ankommen. Da des Kaisers Musikauswahl allerdings nicht unseren zur Stimmung passenden Musikgeschmack trifft, zieht es uns weiter in Paule’s Metal Eck (Ja ich weiß – bestimmt nicht besser!!! Anm. des guten Musikgeschmacks in mir)! Immerhin können hier meine Mitfeiernden Ficken ohne Ende…. trinken! (Eine sehr einfache aber wirklich großartige Marketingstrategie! Respekt! Anm. des Betriebswirtes in mir) So, da ich so langsam Erinnerungslücken aufweise, beende ich den Tag / die Nacht jetzt mal!

P1120338Tag 3 beginnt wie der Vortag… nur mit mehr Kater, ohne einkaufen und mit Döner statt Hot Dogs. Dafür ist recht schnell der Hit zum Tag gefunden: „Titten raus, es ist Frühling“! Wenn auch etwas schwerfällig, sorgt das geile Wetter vor der Tür dafür, dass wir uns doch recht schnell ausgehfein machen und uns beim Inder um die Ecke das erste Bier bzw. den ersten Cocktail des Tages gönnen. Anschließend geht es wieder zum Hops & Barley, wo wir abermals leckeres Bier bekommen und viel Spaß haben, zumindest solange wir vor der Tür in der Sonne stehen. (Wer ist eigentlich Stuttgart??) Noch’n Happen für den Magen und ab geht es zum letzten Teil dieses Festivals. Heute beginnen die Soifass den Abend und die gefallen mir überhaupt nicht. Somit bleibt wenigstens Zeit, die letzten Sonnenstrahlen noch zu genießen. On The Job machen dafür aber wieder richtig viel Spaß. Super Songs, gute Musik und auch noch ausreichend Stimmung für die frühe Stunde und das generell dezimierte Publikum an diesem Festivalsonntag. Heute geht es etwas entspannter zu und es werden einem mehr Pausen gegönnt aber erst mal betreten Oxo86 die Bühne und sorgen (Cock Sparrer spielen außer Konkurrenz) für das absolute Highlight des Festivals. Einfach nur geil, was die Truppe da auf der Bühne veranstaltet und die Halle feiert bis zum letzten Mann und auch zur letzten Frau mit. Großartige Songs, witzige Ansagen und einfach nur Partyyyyyy! Meine Stimme verabschiedet sich nun annähernd komplett und ich hoffe, dass ich noch genügend Halsschmerztabletten in meinem Koffer habe. Mehr, häufiger, länger! Bei Mark Foggo baue ich dann mal eine kurze Erholungspause in den Abend ein und schaue mir erst eine Weile das Set von vor der Bühne an, um dann hinaus in den gut gefüllten Biergarten zu gehen. Es macht zwar Spaß dem alten Herrn auf der Bühne zuzuschauen, aber irgendwie ist mir das dann doch zu zappelig, was die Band da insgesamt veranstaltet. Draußen hab ich dann auch endlich mal Zeit mich etwas länger mit ein paar bekannten Gesichtern, besonders mit Chris von Gimp Fist, zu unterhalten. Die Zeit vergeht also auch hier recht schnell und schon geht es wieder ab vor die Bühne, denn der schönste Mann der Oi!-Musik betritt die selbige! Diese wird dann kurz darauf auch gleich mal wieder abgerissen und erlebt einen richtig geilen Auftritt von Last Resort. Wieder wird vor der Bühne gefeiert und mitgegröhlt bis der Arzt kommt und bei mir wird dieser langsam wirklich notwendig. Es macht einfach nur Spaß den Last Resortern zuzuschauen und immer wieder auch neue Lieder zu hören, die einfach perfekt zu den alten Hits passen. Anschließend beschränke ich mich darauf meine Stimme mit Bier zu ölen, denn Exploited brauch ich nun wirklich nicht und werfe nur zwischendurch mal ein paar Blicke nach vorne. Danke, wo trinken wir jetzt weiter? Die Wahl fällt noch mal auf Paule’s Metal Eck. Während die Einen dort Türme mit Ficken-Flaschen bauen und die Anderen sich mit Singen die Zeit vertreiben, stellen wieder Andere fest, dass doch schon Musik läuft (und sind beleidigt, wenn man ihnen sagt, dass sie dann doch bitte auch gute Musik anmachen sollen!)!! Na ja… wird wohl Zeit fürs Bett!

P1120554Und schon haben wir wieder Montag und das Wochenende ist Geschichte. Wenigstens gilt das nicht für das schöne Wetter und so verbringen wir die Zeit bis zur geplanten Abfahrt unseres Zuges vor dem Hauptbahnhof in einem Liegestuhl und genießen die Sonne. Die Bahn hat bei diesem Wetter auch keine Lust zu arbeiten und kommt 3 x 10 Minuten und 2 x 15 Minuten später (jeweils 10 Minuten vor der nächsten Abfahrtzeit angekündigt). Als wir endlich in Essen ankommen, sind es bereits 80 Minuten Verspätung, aber wir sind wenigstens wieder zu Hause und das Bett ruft….

Das Punk & Disorderly ist einfach immer wieder eine verdammt großartige Veranstaltung, besonders seitdem man sein neues Zuhause im Astra Kulturhaus gefunden hat. Gute Bands, viele nette Leute und eine sehr angenehme Umgebung. Dazu hat es sich wirklich gelohnt, alle Bands zumindest für ein paar Lieder zu besuchen und es sind doch einige Neuentdeckungen zur „gefällt mir“-Liste hinzugekommen.

Zum Schluss gibt es noch wie immer eine ordentliche Portion Dank an die P&D-Crew, die Bands, Katrin, die anderen Bekloppten (datt is mir jetzt echt zu anstrengend euch aufzuzählen) und ans Hops & Barley. Bis zum nächsten Mal!

Cheers
Dirk
(Punkrock Sekretär)

PS: Die Bilder vom Wochenende findet ihr hier:

Tag 1: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.546118572106616.1073741842.174822772569533&type=1

Tag 2: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.546156212102852.1073741844.174822772569533&type=3

Tag 3: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.546185602099913.1073741845.174822772569533&type=3