(PeopleLikeYou Records)
Buster Shuffle sind zurück! Obwohl beim 2. Album nicht mehr unbedingt der Überraschungseffekt wie beim Vorgänger funktioniert, ziehen die Engländer hier dennoch sämtliche Register und beeindrucken erneut mit einer coolen Mischung aus 2-Tone-Sounds, Pub-Rock Elementen und englischem Pop. Auch auf Do Nothing wird mit dem ersten Song schon wieder eine klare Affinität zu Madness deutlich. Der Song „So Such Of Much“ knüpft direkt an die Zeit an wo Madness sich nach ihrer „Rise & Fall“ Lp verlaufen haben. Typisch englisch auf verdammt hohem Niveau würde ich das ganze bezeichnen, denn so wie die Scheibe beginnt geht es hier komplett durch das gesamte Album. Mit dem Song Nummer 2 „Brothers And Sisters“ springen die Londoner dann mal direkt auf den Ska-Zug auf und es wird in hoher Geschwindigkeit geskankt. Hätten Buster Shuffle sich in den 80ern gegründet, wären sie garantiert vom legendären 2-Tone Label gesigned worden. Im Gegensatz zum Vorgänger wirkt der Sound auf „Do Nothing“ aber im allgemeinen eine ganze Ecke vielschichtiger. Ob das nun an den ergänzenden neuen Sängerinnen liegt oder an dem neu aufgenommenen Orgelspieler lässt sich nicht so einfach konkretisieren. Was aber definitiv auffällt, dass die Engländer bei einigen Songs ernster bzw. zum Teil auch melancholischer zu Weke gehen. Songs wie „This Lake“ erinnern dann schon mal an die Spätphase von Madness und zeichnen sich eher durch einen eleganten 80er Jahre Pop-Character aus als durch reinen Ska. Kurz und knapp, Madness standen hier gleich mit mehreren Phasen Pate. Mit „Elvis Vs. Wag“ paart sich das ganze dann noch mit einem extrem tanzbaren Beat in treibender Geschwindigkeit und sorgt so auch mit Unterhaltung für das tanzende Volk. „Do Nothing“ bietet einen feinen Rundumschlag in die 80er Jahre mit dem Flair des Londoner East-End. Fehlt eigentlich nur ein kleines gemütliches Pub in dem man sich die Jungs live rein ziehen kann. Auch wenn „Do Nothing“ ein bisschen hinter dem Debut liegt, besticht die neue Scheibe mit einem augeklügelteren Sound der eine klare Weiterentwicklung nicht von der Hand weisen kann und wer mit dem Vorgänger seinen Spaß hatte wird ihn hier nach mehrmaligen Durchläufen ebenso auf Dauer haben. Note: 2- Daniel
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