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(Demons Run Amok / Soulfood / Gordeon Promotion)
Die Stuttgarter EMPOWERMENT spielen Old-School Hardcore (New York). Meist stampfend, im Midtempo angesiedelt und das ganze mit einer gehörigen Portion Punk-Vibes. Ziemlich fette und Metal lastige Gitarren-Riffs, sehr druckvoller Bass und donnernde Drums. Die Musikalische Komponente von EMPOWERMENT und die Produktion sind über jeden Zweifel erhaben und drücken den Hörer oder die Hörerin ziemlich gegen die Wand. Das macht ordentlich Laune und packt einen wirklich. Die zwölf Songs gehen ordentlich nach vorne und fahren eine heftige “Aggro-Kante”. Es gibt jede Menge Energie. Kommen wir zum einzigen Schwachpunkt der Platte aus meiner Sicht. Der Gesang. Es ist nicht mal der Gesang an sich, sondern eher die Verbindung zwischen Stimme und den deutschen Texten. Die Stimme des Sängers (Jogges) ist nicht wirklich schlecht, wirkt aber auf Dauer etwas nervig, weil sie irgendwie angestrengt brutal und aggressiv klingt. Da man durch die deutschen Texte sehr auf sie achtet geht mir das mit der Zeit leider etwas zu sehr aufs Ohr. Das ganze schmälert den Hörgenuss leider etwas. Aber sei es drum, die Texte sind nich schlecht. Man besingt, bzw. beschreit ua. die eigene Heimatstadt, das Projekt Stuttgart 21 und erteilt Nazis eine klare Abfuhr. Die Texte sind auch nicht platt (wie leider oft bei deutschsprachigen Bands) sondern ziemlich gut geschrieben. Der vorletzte Track “Szerelem Testverem” überrascht dann etwas, weil er in einer mir fremden Sprache (ist es Ungarisch?) und musikalisch sehr ruhig daher kommt. Ansonsten gibt es durchgehend Songs mit der groben Kelle und so muss das bei Old-School Hardcore ja auch sein. 3+ Domme
(Heptown Records / www.heptownrecords.com)
13 mal treibende Slapbass-Musik aus Skandinavien bieten die noch recht unbekannten Schweden auf ihrem Debut. Ob sie damit unbedingt zu einer „New Breed“ gehören muss ich leider anzweifeln, denn neu ist das ganze sicher nicht. Der 5er mixt hier, wenn auch gekonnt, Psychobilly mit einem guten Funken Rockabilly und garniert das ganze mit einer Prise Punk´n`Roll ala Bones. Damit haben sie zwar nichts neues kreiert, aber können sich damit auch mehr als sehen bzw. hören lassen. Optisch fallen die Jungs zwar in das Raster Rockabilly, aber musikalisch geht es dann doch weitaus härter zur Sache als Augenscheinlich wirkend. Das raue Organ des Sängers und das treibende Liedgut wird zum teil wirklich gut kombiniert mit Melodien und tendiert damit oftmals mehr in die Richtung Psychobilly. Es gibt Songs die laufen an einem vorbei, aber genauso auch welche die sich recht schnell im Ohr festsetzen. „Devil In The Bottle“ ist zum Beispiel einer dieser Songs die verdammt schnell zum mitgehen einladen und vom Aufbau her manchmal leicht an Mad Sin erinnern, genauso wie „What Did I Do“. Abwechslung bringen die Jungs dann mit Songs wie „When Demons Come Around“ bei dem es mit einem milden Country-Touch in Richtung einer dunkleren Ausführung von Social Distortion geht. Hin und wieder wird der ein oder andere 80er Jahre Psycho-Ton angeschlagen wie bei „Guerilla Beat“ wo man getrost behaupten kann, Batmobile oder die Frantic Flintstones haben ihre Spuren bei den Schweden hinterlassen. Auch wenn mich „The New Breed“ nicht gleich aus den Socken haut, hat man es hier mit einem doch recht gelungenen und abwechslungsreichen Debut zu tun. Wer mal wieder Bock auf Punk`n`Roll mit leichter Schlagseite zum Psychobilly hat, könnte mit den Cremators ganz gut fahren. Note: 3+ Daniel
(G / Rough Trade / Gordeon Promotion)
Bei dieser Platte handelt es sich nicht um ein Placebo, sondern um richtige Medizin, denn wenn man schlechte Laune hat, ist diese nach Einnahme dieser Scheibe weg. Wirkstoffe sind hier zehn enthalten und zwar in Form von flotten Rocknummern. Was beim Titeltrack stark an Bloodhound Gang erinnert, pendelt sich dann irgendwo zwischen Die Ärzte und Sportfreunde Stiller ein. Die Wirkung stellt sich bereits nach einer geringen Dosis ein, allerdings hätte man für meinen Geschmack von einem Inhaltsstoff ruhig mehr reinpacken dürfen – Punkrock. Denn wenn sich dieser ein wenig mehr bei DIE SPEZIALISTEN eingeschlichen hätte, wäre diese Arnzeimittel wohl noch besser geworden. Tiefgreifende Veränderungen der Physis sind darüber hinaus nicht zu erwarten, denn Tiefgang sucht man hier vergebens. Dieses Lila-Launebär-Medikament bleibt schön an der Oberfläche und beansprucht nicht den Geist, sondern eher Muskeln im Beinbereich oder auch die Stimmbänder beim Mitgröhlen. Ob man nach einer Überdosis bei einem Livekonzert andere Mittelchen braucht, um wieder auf die Beine zu kommen muss jeder selbst herausfinden. Die intravenöse Verabreichung durch die drei Jungs verspricht aber ordentlich Spass. Im Gegensatz zu Medikamenten aus der Apotheke fällt hier der Beipackzettel leider etwas dürftig aus. Ein einzelnes Blatt ohne weitere Infos ist mir zu wenig, da hätte ich gern etwas mehr erfahren. Unterm Strich ist den SPEZIALISTEN hier ein schönes Heilmittel für die momentan noch vorherrschenden grauen Tage gelungen. Note: 2 East Side Daniel
(Sonic Attack / Soulfood / Gordeon Promotion )
Aus dem heiligen Land kommt in diesen Tagen etwas ganz und gar unheiliges daher. HAMMERCULT! Die fünf Musiker aus Israel spielen rohen und extremen Thrash Metal, der ab und zu auch etwas Punk-Vibes versprüht. Also alles so wie man es sich wünscht? Ja! Schon die 2011 veröffentlichte EP “Rise Of The Hammer” zeigte im wahrsten Sinne, wo der Hammer hängt. Nun meldet man sich mit “Anthems Of The Damned” mit dem ersten Album zurück. HAMMERCULT machen keine Kompromisse und schreddern, holzen und brüllen sich erbarmungslos durch die 13 Songs (+1 bonus Track). Wer HAMMERCULT im letzten Jahr als Support-Band von D.R.I. gesehen hat, der weiss wovon ich rede. Auch live haben die Jungs absolut keine Gefangenen gemacht. Diese ungestüme Live-Energie hat man sehr gut auf das Album retten können. Der Sound ist drückend und versprüht absolute Kraft. Schon vom ersten Song “Above The Ruins” an gibt es Hochgeschwindigkeit, sägende Gitarren, wuchtige Drums und einen absolut wilden Gesang von Sänger Yakir Shochat. Das passt alles perfekt zusammen und macht einen wirklich absolut gnadenlosen Sound. So muss Thrash Metal klingen, hungrig, gnadenlos und trendfrei. Herrlich! “Diabolic Overkill”, “Black Horseman”, “Stealer Of Souls”, “Devil Chainsaw Fuck” und “Hell´s Unleashed” kennt man bereits von der EP und sind allesamt knüppelharte, und pechschwarze Thrasher. Etwas mehr Rock n Roll bzw. Punk gibt es dann beim 10.Song “Hellbent”. Hier zeigt man sich für HAMMERCULT-Verhältnisse recht melodisch und eingängig . Bei “Into Death Gate” geht man dagegen wieder ultraschnell und brachial zu Werke. Ich hoffe HAMMERCULT können sich diese derbheit und ungehobeltheit beibehalten, denn das klingt einfach schön erfrischend. Nach einem lustigen Intro gleicht “Santa Satan” einem schlag in die Fresse. Die eingebaute Weihnachtsmelodie setzt dem ganzen die Krone auf und zeigt, dass sich HAMMERCULT zum Glück auch nicht allzu ernst nehmen. Lustiger Abschluss einer durch und durch geilen Scheibe. Als Bonustrack hat man sich für den unkaputtbaren Accept-Klassiker “Fast As A Shark” entschieden der hier allerdings nicht mit dem typischen “Heidi Heida” eingeleitet wird, sondern durch das jüdische “Shalom Alechem”. Geniale Idee und ein absoluter Brüller. Daumen Hoch! Da muss man auch erstmal drauf kommen! Für Old-School Thrasher die auf Destruction, Kreator usw. stehen schon fast ein Pflichtkauf! Bitte unbedingt weiter so meine Herren!!!
1 Domme
(Sunny Bastards / www.sunnybastards.de)
Die DÖRPMS kommen hier mit ihrem Debüt um die Ecke und schmettern einem 13 Punkrock-Oi-Nummern um die Ohren, die fast 100% überzeugen können. Gleich beim Opener der Scheibe „Immer oben auf“ fühle ich mich in die späten 80er bis 90iger zurückversetzt, denn diese Gitarren klingen genau wie aus dieser Zeit. Irgendwo zwischen Brieftauben und Lokalmatadore würde ich den Sound mal einordnen, wobei ich keinen Vergleich mit der Genialität dieser beiden Bands herstellen will. Dem Schlagzeug fehlt es aus meiner Sicht ein wenig an Bums und man driftet etwas arg oft in einen Uffta-Uffta-Rhythmus ab. Davon abgesehen passt es soundtechnisch aber ganz gut, denn hier ist nichts überproduziert, sondern klingt sympathisch, wie die Band von nebenan. Die Melodien werden das ein oder andere Mal durch schöne Ooohhh-Chöre getragen, was mir richtig gut gefällt. Der Höhepunkt ist dabei definitiv bei „Hast du mal Zeit?“ erreicht, denn hier ist der Backgroundchor fast das ganze Lied zu hören. Trotzdem ist es eine super „Schunkel“-Nummer, die live garantiert für ordentlich Stimmung beim angetrunkenen Pöbel sorgt. Inhaltlich haben die drei Jungs viel Licht, aber auch etwas Schatten zu bieten. So können mich Songs wie „Totale Überwachung“, „Bunte Arme“ oder „Ein anderes Mal“ vollends überzeugen, aber ein Titel wie „Mudda In Pumps“ ist mir dann doch zu platt. Bei der Aufmachung der Scheibe haben sich die Jungs ebenfalls Mühe gegeben und so ist „Alles kann … nichts muss“ ein rundum gutes Punkrock-Oi-Album geworden, das Hörer verdient hat. Note: 2 East Side Daniel
(www.klabautermann-records.de)
Das Flaggschiff in Sachen Punkrock in Ostfriesland hat wieder zugeschlagen. Bei dem neugegründetem Label Klabautermann Records hisst man nun die Segel, nachdem man Sunny Bastards den Rücken gekehrt hat. Aber nicht nur das Label hat sich verändert bei den Kneipenhelden, ein fünftes Bandmitglied wurde verpflichtet, Matthias bedient die Orgel. Kurz nach Fertigstellung der CD wurde noch schnell ein neuer Schlagzeuger verpflichtet.Jetzt aber zur neuen CD: die letzten Jahre haben die BH eine Menge Eindrücke durch Konzerte mit Roger Miret, Real McKenzies oder The Briggs gewonnen, die sich in den neuen Songs niederschlagen. Die Songs Ihrer Debut CD „Once it was an attitude“ waren wie jetzige CD dem Streetpunk verbunden, nur jetzt klingen die Songs professioneller, bzw. runder, ohne dabei an Rotzigkeit und Energie verloren zu haben.
Gleich der erste Song „Satisfied Slaves“ zeigt an, wo es langgeht, kraftvoller Punkrock mit einer Menge Kritik. Diese gilt in erster Linie der Gesellschaft, wie auch der eigenen Szene, wie im Titeltrack beschrieben. Trotz der selbsternannten Szenepolizei mit dem erhobenen Zeigefinger in der Szene, wird man dieser trotzdem die Treue halten, weil es ja für den Swimmingpool und das brandneue Auto nicht reichen wird!!Sonst wird mit Jugendsünden abgerechnet, weil man um sein Leben fürchtet, die andere Persönlichkeit, welche sich beim Suff offenbart. Man beschäftigt sich mit der Freiheit oder was man dafür hält in der heutigen Zeit, also mit Sozialkritik wird nicht gespart mit diesem Album.
Die BH haben ein Streetpunk Album der gehobenen Klasse geschaffen, gespickt mit Ohrwürmern, voller Bandchöre und Mitgröhlparts. Einzig der Song „Starting to get old“ fällt für mich aus dem Rahmen, da er seine Vorbilder im Liedermachersektor, welcher im Bereich Punkrock zur Zeit sehr beliebt ist, findet.Neuen musikalischen Einflüssen hat die Band sich nicht versperrt, im letzten Song gibt es noch einen Bonustrack zu hören, bei dem der Rapper El Gordo mitmacht. Es ist eine Liebeserklärung an die Jungs in blau, Body Count lässt grüssen, ganz grosser Song!!! Anspieltips: „Sick of the underground“ ; “Riot” ; “Don`t wanna fight” ; “Multiply me” 2+ sickguy77
(PeopleLikeYouRecords)
Das „Welcome Back…“ kann man da nur erwidern! 7 Jahre sind seit dem letzten Album ins Land gezogen und um so größer dürfte bei vielen die Freude zur Veröffentlichung der neuen Scheibe sein. Ich weiß nicht wie viele blaue Flecken ich mir in den letzten 15 Jahren auf Konzerten der durchgeknallten Engländer geholt habe, aber sicher ist, dass auch auf der neuen Cd wieder genügend Songs vorhanden sind, um den Pit vor der Bühne wahrhaftig zum Kochen zu bringen. Während ich mit „Hellbilly Storm“ in 7 Jahren nicht wirklich warm geworden bin, verhält es sich mit der neuen Scheibe wieder genau anders herum. Schon beim ersten hören freute ich mich bei fast jedem Stück wie ein kleiner Junge. „Welcome Back To Insanity Hall“ beginnt mit einem leicht gruseligen Intro und eröffnet direkt mit dem ersten Song, was einen die nächste ¾ Stunde erwartet. Hammermässiger, harter Psychobilly-Stuff, der nicht umsonst neben den Meteors über Jahrzehnte stilprägend geblieben ist, werden einem hier verteilt auf insgesamt 16 Songs um das nicht vorhandene Flat geschleudert. Sparky klingt nach wie vor böse und aggressiv, aber irgendwie haben die Demon Teds hier zum Teil wieder mehr Feuer im Arsch als auf der letzten Scheibe. Auch wenn sie nicht gleich bei jedem Song wieder wie zu Zeiten ihrer ersten beiden Alben drauflos dreschen, besteht das neue Album mindestens zur Hälfte aus Stücken, die es damit dennoch locker aufnehmen können. Stücke wie der Titeltrack oder auch „Retard Whore“ begeistern einfach wieder gnadenlos. Das ist Psychobilly mit einer fetten Portion Psycho!! Schräg, krank und brutal in ein Rock´n`Roll- Korsett gepresste Songs, die einem wieder angenehm in Erinnerung rufen warum Psychobillys und Rockabillys in den Achtzigern nicht zusammen feiern konnten und wollten. Was die einen mit traditionsbewussten Songs in Nostalgie schwelgen ließ, reißen Demented Are Go gekonnt wieder ein mit Garage-Punk, bitterbösen Lyrics über Zombies und allerhand krankem B-Movie Trash, so wie es sich für Psychobilly eben gehört. Das ist kein einfacher Rock´n´Roll, sondern ein absolut eigenständig höllisches Gebräu wie es nur Sparky und seine Jungs auf die Reihe kriegen. Auch diesmal gibt es wieder den obligatorischen Countrysong mit „Gone“ und auch der ein oder andere ruhigere Song wie „Falling Up“ hat sich auf das Album geschlichen. Im großen und ganzen hat sich also nicht viel verändert. Demented Are Go machen das was sie seit jeher gemacht haben und das weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Damit lassen sie natürlich noch immer sämtliche Nachahmer weit hinter sich und wie schon erwähnt, begeistern sie hier mit einem netten Schritt zurück wieder definitiv eine Spur mehr als auf der letzten Veröffentlichung. Stücke wie „Heads On Pole“ hätten auch locker aus der Aufnahmesession zu Hellucifernation sein können. Wer Demented Are Go bisher mochte oder ein Flat trägt wird an „Welcome Back To Insanity Hall“ nur schwer vorbei kommen, denn auch die Aufmachung lässt hier keine Wünsche übrig. Die CD kommt im cool aufgemachten Digipack als limitierte Auflage mit einem zusätzlichen Aufnäher und 2 Extra-Songs die beides Coverstücke mir absolut unbekannter Kapellen sind. Schnell sein heißt hier also die Devise und sucht nicht nach irgendwelchen Bands die so ähnlich klingen, denn das hier ist und bleibt das Original, neben den Meteors natürlich! Note: 2+ Daniel
(Rügencore / www.astray-ruegen.de)
Ein Blick aufs Cover-Artwork und der Name “Rügencore Records” der auf der CD-Hülle steht, lässt mich ehrlich gesagt irgendwie nichts gutes erahnen, als ich “Infierno” von ASTRAY in den CD-Schacht lege. Das Cover-Motiv ist leider kein Blickfang und der Name der Plattenfirma klingt für mich etwas bekloppt (bleibt aber zumindest sofort hängen). Na ob die Musik von ASTRAY genauso “bekloppt” klingt?! Weit, ganz weit gefehlt. Man bekommt hier weder stumpfen Metalcore oder Hardcore vor die Birne gedonnert sondern eine Mixtur aus eben jenen beiden Stilen, plus Thrash (wenn auch Neo-Thrash) und auch eine ordentliche Portion klassischen Heavy Metal. Ja ich weiss, warum müssen denn immer gleich hunderte Stile vermischt werden? Bin ich ja auch nich der größte Fan von, aber erneut belehren mich ASTRAY eines besseren. “Infierno” klingt verdammt erfrischend. Der befürchtete Brei aus zuvielen verschiedenen Metal-Stilen bleibt erstaunlicherweise und vor allem erfreulicher weise aus. Es gibt keine möchtegern harten Shouts sondern einen klaren Gesang, der niemals peinlich wirkt, selbst nicht bei hohen klassischen Metal-Screams. Einfach eine gute und starke Stimme. Musikalisch macht man den Jungs wohl auch nicht viel vor. Es gibt exzellente Gitarrenarbeit, inklusive wirklich guter Soli. Sägende Heavy Riffs, wuchtige Breakdowns und richtig gute Melodien. Es gibt powernde Drums und einen schönen straight wummernden satten Bass. Die Produktion ist hervorragend (Deadbull Studios, Köln) und unterstützt und versprüht eben jene Energie die durch ASTRAY in ihren Songs geschaffen werden. Klingt nicht zu glatt oder zu perfekt. Einfach erfrischend und “echt”. ASTRAY schaffen auch etwas, was heutzutage leider auch nicht immer selbstverständlich ist. Sie schreiben echte Songs (und davon 10 + Intro auf diesem Album), was ich bei dem ganzen Stilmix umso erstaunlicher finde. Geht wirklich gut ins Gehör der Silberling. Weiter so! 2 Domme
(Unundeux / Cargo / Gordeon Promotion)
Wenn Christ Of Kather und Markus Maria Hoff ( beide Japanische Kampfhörspiele ) ne` neue CD auf den Markt schmeißen, freut sich die Grindcore Gemeinde. Und das darf sie auch. Natürlich werden Vergleiche zur ehemaligen Band gesucht und sicherlich auch gefunden werden. Und die Handschrift ist unverkennbar. Das liegt zum einen an den Texten, welche gewohnt zynisch, kritisch und herrlich böse daherkommen. So wie man es auch bei den JAPAKA gewohnt war. Titel wie „Bombt die dritte Welt weg“, „Heavy Metal e .v.“ oder „Schnibbel Schnibbel Operier“ bringen es auf den Punkt. Um nur ein paar Beispiele zu nennen. Denn insgesamt gibt es 28 Songs auf dieser CD. Mucke technisch gibt es natürlich derbe auf die Mütze. So gibt es kurze Blast Attacken oder auch derbe Wälzer. Von ein paar Sekunden bis hin zu fünf Minuten. Auflockerungen gibt es auch in Form von einigen progressiv angehauchten Stücken, bis hin zu 1A thrashigen Riff Orgien. Dazu wird natürlich derbe gegrowlt. JAPAKA Fans können also bedenkenlos zugreifen. Und alle anderen auch. Die Erstauflage kommt in einer edlen Blechbüchse daher. Und als Bonus gibt es noch drei kurze Clips zu den Songs „Arbeitenarbeitenarbeiten“, “Autolobbysten“ und „Weltgewinner“.Note: 2+ Marcel
(Bridge 9 / Soulfood / Gordeon Promotion)
Keinen Bock mehr auf klinische Produktionen ? Mal wieder Lust auf ungetriggerte Drums ? Einen Sänger hören den man versteht ? Du möchtest Musiker sehen, die ihr nicht vorhandenes Talent nicht durch Jogging Anzüge, Caps und Karate Sprünge vor und auf der Bühne kompensieren müssen ? So etwas gibt es noch. Zum Glück. AF Roger und seine drei Sidekicks von Insted ballern sich in knapp 20 Minuten durch 16 Songs. Old school as fuck. Egal ob man sich hier vor Negative Approach, Poison Idea oder Agnostic Front selbst verneigt; so eine Platte tut gut und war mal wieder sehr sehr nötig. Zudem schön rauh und dreckig produziert. Bitte auf Tour kommen. Note: 2 Marcel