-
Letzte Artikel
Kalender
(www.sunnybastards.de)
Bereits in die fünfte Runde geht es mit dem hauseigenen Sampler der SUNNY BASTARDS – Family. Und wieder mal zeigt sich wie gut das Essener Szene-Label Band-technisch aufgestellt ist. Schon der erste Track ist eine große und exklusive Überraschung. Es gibt nämlich neues Material von der Dortmunder Punk-Legende THE IDIOTS. Die Herren um Sir Hannes zeigen sich mit “Verseucht” ziemlich angepisst. Da hat sich in den letzten gut 20 Jahren wohl einiges angestaut, dem mal wieder Luft gemacht werden musste. Coole Nummer, die Bock auf ein komplettes Album macht. Vielleicht kommt da ja noch was neues?! Track Nr.2: “kalter Ostwind fegt übers Land seit vielen Jahren.” und dieser Wind weht aus der Hauptstadt. TOXPACK knallen uns “E.B.S.C.” vor den Latz. East Berlin Street Core. Punkt! Mehr muss man eigenlich darüber nicht sagen. Kompromisslose und treibende Nummer vom großartigen Album “Bastarde von Morgen”. Ein weiteres Highlight präsentieren und die GUMBLES mit “Scheiss auf Euch”. Man beweist wieder ein gutes Händchen für klasse Melodien und hat einen klassischen “Abrechnungstext” am Start. Am besten beide Stinkefinger durchladen, entsichern und ab dafür. Richtig gut! Eine Hommage an alle Skingirls gibt es von GIMP FIST. “She´s A Skinhead Now” verbreitet ordentlich old school-vibes und macht gute Laune. THE HOTKNIVES tragen die Startnummer 5 und haben “Humpty´s Wall” im Gepäck. Sehr entspannter Reggae der mich aber, ehrlich gesagt, nicht von den Socken haut. Beim folgenden “I´m Throwing Up” wird bereits mit den ersten Tönen klar, wer diesen Song zu verantworten hat. Die PISSTONS natürlich. Bereits das Debüt “Walk On” hat mich begeistert und auch bei diesem neuen Track bleibt man sich treu. Das ist dermaßen durstfördernd und vor Pub-Atmosphäre strotzdend, da wünscht man sich schnell das Wochenende herbei. Ein besonderer Song, vielleicht der besonderste des ganzen Samplers, ist “Wir glauben an die Kraft” von den Berlinern ENORM feat. BBSC (Berserker Berlin Supports Club). Gewidmet Schröder von Berserker der den harten kampf gegen den Krebs antreten musste und gewonnen hat. Der Song wurde am Abend vor dem Krankenhausaufenthalt im Netz veröffentlicht und hat Schröder offentsichtlich geholfen und Kraft gegeben. Eine super Aktion und der Song ist obendrein auch richtig gut. Erinnert mich sehr stark an die Terrorgruppe. Daumen hoch! Passend dazu folgen BERSERKER mit dem opener ihres aktuellen Albums “Reinkarnation”. Eingeleitet durch wuchtiges Painkiller-Drumming kommt “Viel zu viele Menschen” äußerst brachial daher und walzt sich den Weg frei. Berserker sind zurück! Die DÖRMPS aus Dortmund servieren uns “Haste mal Zeit?”. Basischer 3-Akkorde Oi!, guter Text aber haut mich auch nicht um. Die Hagener-Legende Oi-Melz haben mich auf dem letzten Sampler schon enttäuscht (Vom wilden Hund). “Sie-Part 1″ ist leider auch nicht überragend. Guter und ernster Text aber der Song zündet nicht. Zur Sampler-Halbzeit covern DROOGIEZ “Sad Story” von den Lazy Bastards. Treibender Punkrock der bisher nur auf der Vinyl-Split EP Lazy Bastards/Droogiez veröffentlicht wurde. EL BOSSO MEETS THE SKADIOLAS liefern mit “Ein Lied für dich” eine Hommage an treue Musikfans und Szene-Supporter. “Früher war alles lauter” sagen uns die BAD NENNDORF BOYS und servieren uns damit etwas melancholie und nostalgie. Verpackt ist das Ganze in fröhlichen Skapunk und macht ordentlich gute Laune. Die Münsteraner RAMPIRES zocken lässigen Horrorpunk und erinnern damit natürlich etwas an die Misfits. “We Suck You Dry” verbindet Punk und Psychobilly und peppt das Ganze dadurch noch etwas auf. Cooles wenn auch kurzes Gitarrensolo! Fettes Riffing kündigt dann PLATZVERWEIS an. Wer es bis dahin noch nicht wusste: “Nobody Is Perfect”. Ordentlich nach vorn gehender Song mit englischem Text der von klasse Gitarren-Melodien getragen wird. Großartige “Proletenpoesie” gibt es von der Armee der verlorenen Jungz sprich: LOST BOYZ ARMY. Richtig gutes stück Musik. Ruhrpottromantik und Lokalpatriotismus, dafür ist in Oberhausen die EMSCHERKURVE 77 zuständig. “Hier bei uns” ist ein klasse Song der das Lebensgefühl von uns Leuten aus eben jener Region gut wiederspiegelt. Auch wenn die meisten ja nicht mehr mit Schlägel und Eisen vor Kohle gestanden haben. Mitlerweile bei Song Nr. 18 angelangt, gibt es flotten Streetpunk der LAZY BASTARDS auf die Ohren. “His Ruin” ebenfalls von der Split-EP mit den Droogiez. Szeneikone Deutscher W. (OHL, Der Fluch) hat mit PROJEKT MENSCH etwas neues am Start. Getragen von einem Rammstein-Riff entfaltet “Dreh dich nicht um” allerdings niemals die Power der Vorbilder (Rammstein, Oomph). Lässt mich kalt. Auf der 20 röhren sich die HALBSTARKEn JUNGS in die Gehörgänge. Schnell, kraftvoller Gesang und ein feines Gitarrensolo. Super! OPERATION SEMTEX spielen mit “Nie wieder” den vorletzten Titel der CD und pöbeln, rumpeln sich irgendwie direkt in mein Herz. So muss Punkrock klingen. Roh, hart, schnell und mitsing Chöre. Kommen wir zum letzten Track. Der kommt von PROBLEM CHILD. Die Herren haben sich nicht umsonst nach einem AC/DC-Song benannt. Hier dringt der aussie-Rock aus jeder Pore. “Schreie hinter Glas” ist ein Cover von Dritte Wahl. Im klassischen AC/DC-Gewand hab ich das auch noch nie gehört. Coole Idee. Mit diesem Sampler beweisen SUNNY BASTARDS wieder aufs neue ihren guten Geschmack bei der auswahl der Label-Kapellen. Super Platte mit vielen Kaufempfehlungen die sich besonders zum Auto fahren eignet. Und jetzt hab ich ordentlich DURST!  2+ Domme
(Mad Butcher Records / www.madbutcher.de)
Junge, Junge was für ein Brett das die Engländer hier abliefern! Nach einem wirklich gelungenen Debut-Album vor ca. 4 Jahren melden sich die Dipsomaniacs zusammen mit den Serben von The Bayonets auf einer wunderbaren Split-Veröffentlichung zurück an die Front. Insgesamt gibt es hier von jeder Band 6 Songs in bester Punkrock-Qualität auf die Lauscher. Den Reigen eröffnen die Jungs um Sänger Steve „Cast Iron“ Smith, der mit seiner noch relativ neuen Band jede Menge Rückendeckung der aktuellen Angelic Upstarts-Besetzung genießt. Während ich mit den anderen Bands des Sängers wie Red London und Red Alert soundtechnisch so meine Probleme habe, ist das bei den Dipsomaniacs genau umgekehrt. Was die Jungs unter dem Namen Dipsomaniacs anpacken glänzt und zwar in bester Punkrocktradition. 6 Songs kein Ausfall, dafür aber jede Menge Hymnen die sich unwillkürlich fest beißen. War auf dem Debut noch ein großer Einschlag von The Clash zu vernehmen, so wendet sich hier das Blatt und es geht kräftig in die Richtung von The Boys. Mit einem satt durchproduzierten Sound erinnert mich das ganze sogar oftmals an die guten Momente der Toten Hosen. Alle 6 Songs sind mit Hymnencharakter, vollem Sound und einem unvergleichlich eingängigen Stil ausgestattet, der hier jedes Stück zu einem wirklich guten Punkrocksong macht. Nicht zu hart, nicht zu weich, sondern genau die richtige Schnittmenge von beidem machen es den Bayonets hier nicht unbedingt einfach daneben genauso gut auszusehen. Während die Dipsomaniacs die melodische Schiene auf der Split bestens bedienen, gehen die Bayonets hier ein bisschen ruppiger zu Werke. Definitiv nicht schlechter, aber eben doch anders. Direkt das erste Stück ist ein kräftiger Street-Punk Klopper, der ebenfalls mit einem hohen Wiedererkennungswert an den Start geht. Im Hintergrund gibt es öfter den ein oder anderen dezenten Bandchor, mit dem die Songs generell fein abgerundet werden. Stiltechnisch erinnern mich die Serben oftmals an den Sound der Amis von den Reducers S.F.. Für beide Bands gibt es hier also ein klares Unentschieden. Die Bayonets stehen mit ihren 6 Songs denen von den Dipsomaniacs in kaum was nach, außer das die Songs vielleicht nicht ganz so eingängig wirken. Dafür gehen die Serben aber eben eine ganze Spur wütender an die Sache ran und sorgen so wiederum für Abwechslung. Was die einen über elegante Melodiebögen raus holen, ergänzen die Jungs aus Novi Sad mit einem guten Gespür für leicht aggressivem Street-Punk aus Europa. 6 Songs und ebenfalls kein Durchhänger macht unterm Strich eine wirklich gelungene CD, die ich jedem wärmstens empfehlen kann. Note: 2+ Daniel
(Sound Guerilla / DA / Gordeon Promotion)
Diese CD hat eigentlich alle Voraussetzungen um jeden Metaller glücklich zu machen. Die Produktion ist mächtig und drückt. Jedes Instrument ist glasklar zu hören. Die Musiker sind fit an ihren Instrumenten und haben sämtliche Iron Maiden, Iced Earth und (auch ältere) In Flames Cd`s bis zum erbrechen gehört und brav nachgespielt. Warum diese CD trotzdem nicht killt? Es ist einfach alles schon X- Fach da gewesen, und zwar deutlich besser. Die Hooks bleiben nicht hängen und sind schlicht und einfach durchschnitt. Und auch wenn Fronter Jochen dann und wann wie Bruce Dickinson klingt und einige Growls in die Runde wirft ;seine Melodien sind schlicht und einfach langweilig. Somit bleibt unterm Strich eine leider nur ausreichende Leistung, die aber eindeutig in den Bereichen Songwriting und Kreativität liegt. Wenn diese noch sehr junge Band aus Dortmund daran arbeiten wird, ist noch sehr viel Luft nach oben. Note: 4 Marcel
(Victory Records / Gordeon Promotion)
TAPROOT? Wer war das denn gleich noch mal? Ach ja, eine Nu-Metal Band oder? Naja, die Nu-Metal Welle ist ja nun in den letzten Jahren mehr oder weniger verebbt. Mich stört es ehrlich gesagt nicht. War eh nie meine favorisierte Art von Musik. Klar, Korn oder Limp Bizkit hat man mal gehört. Alles schön und gut, aber TAPROOT sind jedenfalls noch immer da und legen mit “The Episodes” ihr sechtes Album vor. Mit klassischem Nu-Metal hat das ganze allerdings nicht mehr allzuviel zu tun. Grund zur Freude? NEIN! Denn das was hier durch meine Boxen dröhnt ist irgendwie eine unbeschreibliche Art von Musik. Es gibt teilweise fast radiotaugliche Pop-Momente, etwas Härte hier und da, charismatischen Gesang, elektro Effekte, episches und leichte bombast Momente. Hier passt einfach nichts zusammen. Es langweilt auch auf dauer. So gern ich auch abwechslungsreiche Musik höre, das hier ist einfach zuviel des guten (oder schlechten) und gefällt mir überhaupt nicht. Es sind teilweise kaum richtige Songstrukturen auszumachen und das ganze gleicht mitlerweile einem harten Kampf zwischen mir und der Platte. Ich frage mich beim dritten Durchlauf des Albums ernsthaft wer sich solch eine CD zulegt und beruhigt in den Player schiebt und zufriedem mit dem gehörten ist. Ich komme zu keiner befriedigenden Antwort. Gibt es da den ein oder anderen? Ich gehöre nicht dazu. 5- Domme
(www.trust-zine.de)
Vorne auf dem Umschlag steht es ja bereits: Punk / Hardcore / Underground. Ein Großteil der Kapellen die in diesem Heft besprochen werden ist Underground und wird auch nie über diesen hinaus kommen. Aber darum geht es ja auch gar nicht. Was ich eigentlich nur damit sagen will ist: Wer Storys von Madball oder Green Day erwartet, sucht hier definitiv vergebens. Cool bei der Story ist, das hier wirklich sehr ausführlich gefragt und geantwortet wird. Die Bands haben also mehr als genügend Platz um sich zu äußern. Dadurch werden Rubriken wie News oder auch Reviews deutlich schmaler gehalten. Aber man will ja schließlich auch was von den Bands wissen. So gibt es u .a . gute Storys von “Cluster Bomb Unit”, “Die Fremden” oder auch “Yage”. Das Heft hat ein okayes Layout, kommt mit einigen Fotos und ist komplett in schwarz / weiß gehalten. Für 2,50 Euro geht das also völlig o. k .Einen ganz klaren Punkt Abzug gibt es aber für den Review Bereich. Und das schreibe ich jetzt nicht, weil ich selber bei der Emscherkurve spiele. Review Emscherkurve 77.”Dat soll Punkrock sein” Zitat: “Ich möchte keinen Punkrock über Fußball hören.” Review Ende. Meiner Meinung nach sollten solche Leute überhaupt keine Frei Exemplare bekommen. Dann bitte ausführlich die CD zerreißen, zumal genau EIN Song über Fußball auf der Platte ist. In diesem Sinne: Note: 4 Marcel
(Kidnap Music / www.kidnapmusic.de)
Jau, da flattert ein feines Stück Vinyl herein. Beide Seiten dieser Single sind gefüllt mit Songs deutschsprachiger Bands, die beide im Bereich Punkrock beheimatet sind, dennoch aber so unterschiedlich klingen.Den Anfang macht die Band Front aus Wiesbaden, mir bisher völlig unbekannt, mit den Songs „Onanie und Alltag“ und „Hamsterrad“. Die Musik hört sich an wie eine etwas punkigere NDW Band, sprich der Einfluss der 80er ist nicht zu überhören. Dazu Texte wie sie so nicht viele schreiben können, etwas zum Nachdenken. Beim Gitarrenspiel im Song Hamsterrad musste ich unweigerlich an EA80 denken. Ganz ok die beiden Songs.PHM aus dem Saarland gehen etwas anders zu Werke, hier gibt es deutschsprachigen Punk, welcher zum Teil in den Hardcore abrutscht. Schon Ihre erste Single konnte mich schon überzeugen, so wie die beiden Songs dieser 7“. Der Song „Sirhan Sirhan“ ist auch der Hit dieser Split, der zum Ende eine Hommage an The International Noise Conspiracy klingt. „Allein in Berlin“ schlägt in dieselbe Kerbe, schöner kraftvoller Punk, mit Bandchören und einem sich fast überschlagendem Sänger. Demnächst müsste der erste Longplayer draussen sein von PHM, man darf gespannt sein.   2-  sickguy77
(www.unjerks.de)
Ska-Punk auf gehobenem Niveau präsentieren uns die Unjerks auf ihrem 2. Album. Was auf dem Vorgänger „Showview“ schon ganz gut angegangen wurde, wird nun auf Offbeat Radio konsequenterweise fortgeführt. Die Unjerks sind seit der Veröffentlichung des 1. Albums bekannt für Ska-Punk mit dem ein oder anderen härteren Ton, ohne dabei in Hektik zu verfallen. Sprich auch auf „Offbeat Radio“ gibt es wieder sauber gespielte Ska-Punk Nummern, bei denen der Punk auch schon mal etwas weiter in den Vordergrund rutscht. In knapp 32 Minuten werden hier insgesamt 10 Songs runter gespielt von denen sich durchaus so mancher Song nach mehreren Durchläufen im Ohr fest setzt. Zu den Songs mit Ohrwurmqualitäten gehört definitiv der Opener „Wolfgang“ der sich, neben einem eingängigen Refrain, mit einem kurzen Hardcorepart schnell fest beißt. Danach geht es mit dem Uptempo-Song „The Heart Of The Emperor“ weiter, der sich hier als klarer Gewinner der Scheibe entpuppt. Das Stück glänzt eindeutig mit dem guten Sänger, einer guten Portion Härte und einem mitgröhltauglichen Refrain. Songs wie beispielsweise „Supermarket Hillbillies“ zeugen obendrein dann noch von einem ausgesprochen angenehmen Sinn für Humor, denn die hier beschriebene Situation dürfte jeder kennen der Samstagvormittags schon mal seine Wocheneinkäufe erledigen musste. Auch wenn die Jungs mit „Offbeat Radio“ das Rad abermals nicht neu erfinden werden, setzen sie sich doch recht positiv von der großen Konkurrenz des Genres ab. Oftmals ist mir Ska-Punk zu nervös und wibbelig, aber bei den Hamburgern passt das ganze sehr gut zusammen. Die Bläser werden dezent eingesetzt, die Songs verleiten zum mitsingen und es wird ganz angenehm mit dem Tempo variiert, so dass die Scheibe relativ rund durchläuft. Eigentlich eine sehr sympathische Bande, die mit dem Song „Indiekiller“, als einzigster Song auf deutsch, angenehm mit Polohemd tragenden intellektuellen Indie-Hören abrechnet und damit doch glatt ihren Sympathiebonus noch einmal deutlich unterstreicht. Wer sich hin und wieder gerne mit Ska-Punk beschallen lässt, sollte sich die Unjerks auf jeden Fall mal anhören.  Note: 3+ Daniel
(www.slam-zine.com)
Fuck it. Ist es wirklich schon 20 Jahre her als Pantera den Vorschlaghammer “Vulgar Display Of Power” veröffentlicht haben? Ich kann mich noch gut daran erinnern als ich mir die CD bei einem Schulfreund ausgeliehen habe und es mich schlicht und einfach umgehauen hat .Und auch heute, eben 20 Jahre später, hat sich nicht` s daran geändert. Dieses Album killt zu jeder Sekunde und hat nebenbei mit “Hollow” eine der besten Metal Balladen ever am Start. Pantera bekommen aus diesem Anlass eine schöne Story spendiert, wobei nicht nur “Vulgar” sondern auch alle anderen Alben unter die Lupe genommen werden. Überhaupt kommen Freunde der härteren Mucke auf ihre Kosten im neuen Heft. So gibt es u. a. Storys mit Soulfly, Terrorizer, Caliban oder dem wie immer äußerst sympathischen Napalm Death Barney. Denn die Krachmaten haben wieder einmal einen derben Hammer auf` s Band gezimmert und Barney selbst weiß noch nicht einmal das es sich dabei bereits um Album Nr.14 handelt. Die immer noch harten aber doch etwas weicheren Themen werden mit Waterdown, Silverstein oder den wieder vereinten Refused abgefrühstückt, wobei mich gerade der neue Refused Stuff eigentlich gen Null interessiert, obwohl ich diese Band immer gerne gehört habe. Sei `s drum. Das geht mir beim Titel ganz genau so. Auch wenn Marcus Wiebusch zu der Zeit noch bei “But….Alive” tätig war und nun seit gut 10 Jahren bei Kettcar aktiv ist. So darf er mit seinen Kollegen auch die CD eröffnen, welche auch wieder einen guten Mix bietet.(Kettcar, Bambix, Craig Finn u.v.a) Das das alles nur einen kleinen Teil des aktuellen Heftes ausmacht muss ich ja eigentlich nicht erwähnen oder ??? Wie immer: absolut lesenswert. Note: 2 Marcel
(Victory Records / Gordeon Promotion)
Die Amerikaner WRETCHED spielen melodischen Death Metal/Thrash Metal und machen dabei absolut keine Gefangenen. Durch ein unheilvolles Kirchenchor-Intro, “Oblivion”, eingeleitet findet man sich alsbald mit “Iminent Growth” in einem wahren Hass-Klumpen wieder. Auch auf ihrem dritten Album gehen die fünf Musikanten aus North Carolina wieder äußerst brutal zu Werke und holzen sich dabei herrlich ungestüm aber dennoch filigran durch ihre Songs.Ultraharte Höchstgeschwindigkeit gepaart mit melodiösen Gitarrensoli und stampfenden Passagen. Die Vocals von Sänger Billy Powers (passender Name) wechseln zwischen klassischen Death Metal-Growls und wildem gekeife und passen einfach perfekt zum Sound. Track Nummer drei, “At The First Sign Of Rust”, ist mir etwas zu sperrig, weil zu vertrackt aber bei den darauf folgenden “Dilated Dissapointment” und “Repeat…The End Is Near” gehts dann wieder kompromisslos und direkt zur Sache.
Sehr melodisch wird es dann bei “Dreams of Chaos”, bei dem man es schafft durch super eingesetzte Gitarren-Melodien eine fast schon majestätische Stimmung zu erzeugen. Das ganze endet dann in einer Art Spieluhrmelodie. Richtig coole Nummer. Nun folgt mit “The Stellar Sunset of Evolution” das aus drei Songs/Teilen (The Silence, The Rise, The Son Of Perdition) bestehende Herzstück des Albums. Hier darf die Gitarrenfraktion von WRETCHED einmal ihr ganzes können zeigen und tut dies auch reichlich. Komplett instrumental gibts es hier wirklich alles was das Metaller-Herz begehrt. Heavy Riffing, spanische Klänge, filigranste Solo-Arbeit. Wirklich richtig gut. Die letzten beiden Lieder von “Son Of Perdition” sind dann “Karma Accomplished”, das einen sofort wieder knallhart erwischt und das anfangs als ruhiges Outro getarnte “Decimation”, bei dem es zum Ende hin noch mal ne grobe Kelle gibt.
Fazit: Eine richtig gute Platte die wirklich Spaß macht und sehr abwechslungsreich ist. Wobei mir die melodiösen Songs hier klar besser gefallen als die Knüppel-Lieder. 2 Domme
(Bombermusic / Broken Silence / Starkult Promotion)
Mit einem von den Fans selbst finanzierten Album melden sich die Engländer von The Skints zurück. Innerhalb von 11 Tagen hatte die Band nach einem Spendenaufruf das Geld zusammen getragen. Die Fans der Skints hatten scheinbar nach einer Debut-EP und einem vorangegangenen Album definitiv den richtigen Riecher. Was die Engländer hier zusammen getragen haben ist ein rundum gelungenes Album aus feinstem Reggae mit jeder Menge Dub im Hintergrund und einer saftigen Portion Pop oben drauf. Das Album bietet insgesamt 11 Songs bei denen keinerlei Ausfallerscheinungen zu verzeichnen sind. Problemlos am Stück läuft die Scheibe durch ohne auch nur ansatzweise abzufallen, denn vom ersten bis zum letzten Song wird hier ein hervorragendes Niveau präsentiert. Mit jeder Menge Abwechslung gehen die 3 Jungs und die Sängerin auf „Part & Parcel“ zu Werke. Ganz egal ob bei traditionellen Reggaeklängen aus den 70er Jahren, wie bei „Sunny Sunny“ oder bei dem leicht folkig anmutenden Ragga-Style Song „Rubadub ( Done Know)“. Die Skints wissen wie man jamaikanische Klänge mit einem Funken Pop fein abrundet. Hier wird getoastet, mal gerapt,was in diesem Falle komischerweise überhaupt nicht daneben geht, sondern so für eine modern klingende Mixture sorgt und stetig gibt es fette Bassläufe im Hintergund. Dub ist normalerweise nicht unbedingt massenkompatible Musik, aber man sollte sich im Falle von The Skints nicht davon abschrecken lassen, denn hier gibt es von allem fein dosierte Mengen die säuberlich aufeinander abgestimmt sind. Männlicher und wirklich guter weiblicher Gesang geben sich hier entspannt die Klinke in die Hand. Ska-Elemente mit Versatzstücken aus dem Bereich Dancehall und rootsigem Reggae mit eleketronischen Klängen ebenso. Da wird mal geskankt bei „Lay You Down“ und dann wiederum gut getoastet auf einer elektronischen Bassline im Song „Up Against The Wall“. Hätte das legendäre 2-Tone Label in den 80er Jahren nicht so früh die Segel gestrichen, ich denke, so wie The Skints hätte der 2-Tone Sound nach einer 30 jährigen Weiterentwicklung aussehen können. Verwurzelt in jamaikanischen Traditionen und trotzdem in alle Richtungen offen um Up To Date zu sein. Wer mal wieder Bock hat auf moderne jamaikanische Klänge ist bei The Skints definitiv an der richtigen Adresse und so bleibt mir nicht viel als eine klare Empfehlung auszusprechen! Note: 2+ Daniel