Paranoya – Beobachter EP (07.06.2012)

(www.paranoya-online.de)
Endlich mal wieder eine Vinyl-7“ zum Besprechen – VIELEN DANK! Es tut gut, dass es noch Leute gibt, die das gute alte schwarze Gold nicht nur als Format nutzen, sondern auch uns Schreiberlinge damit beglücken. Das gibt schon mal einen Extra-Bonuspunkt. Dann sieht die Scheibe auch noch optisch gut aus, in ihrem blauen Vinyl – super! Das Cover ist in schwarz / blau gehalten und passt damit auch gut dazu, aber mir wirkt es ein wenig zu kalt. Zu viele Ecken, zu statisch, es fehlt mir das Lebendige. Trotzdem kann man die Texte gut in diesem Klappcover mitlesen. Musikalisch hauen PARANOYA ein ordentliches Brett raus. Die Mischung aus Punk, Hardcore und Metal ist zwar nicht neu, wird aber ganz ordentlich umgesetzt, mit genügend Druck dahinter und einer entsprechend fetten Produktion. Beim Titeltrack gefällt mir das Intro besonders gut, zumal der Song danach etwas abbaut. Um es auf den Punkt zu bringen, es fehlt mir schlichtweg der Refrain. Den konnte ich beim besten Willen nicht raushören und dadurch hinterlässt es einen wirren Gesamteindruck und ich weiß nicht so recht, wo die Reise hingehen soll. Da ist „Kunst“ von der Songstruktur schon eindeutiger und man bekommt 2:38 min. voll auf die Fresse. Super finde ich auch die „Pulp-Fiction-Bass-Einlage“ in der Mitte, hab ich so eingebaut noch nie gehört. Die Seite B beginnt mit „Uncertain“ etwas ruhiger, aber kein bisschen leiser. Mich irritiert hier der englischsprachige Refrain, da der Rest des Textes, so wie auch die restliche Platte, in Deutsch sind. Am Ende der Single bekommen PARANOYA bei „Einfach“ dann sogar noch einen leichten Glam- bzw. Rock’n’Roll-Einschlag, der den vier Jungs ziemlich gut steht. Es lockert die Scheibe noch mal auf und zeigt die musikalische Vielfalt. Wenn ich „Beobachter“ noch mal revue passieren lasse, so bin ich hin und her gerissen. Es gibt viel Licht, aber auch Schatten. Wer allerdings etwas härteren Punkrock mag, sollte schon für die Liebe, die in dieser Platte steckt, zugreifen. Note: 2- East Side Daniel

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