Pascal Briggs -Island Of Lost Souls LP (03.09.2017)

(Mad Drunken Monkey Records / www.mad-drunken-monkey.de)
Schwierig… Der Punker-Volksmund sprach früher ganz unverblümt von „Lagerfeuergeklimper“ oder „Mädchen-Musik“, akustische Klänge hatten maximal als Intro eine Berechtigung. Heutzutage ist die Schar der Solokünstler mit Punk Rock-Vita Legion. Motivation unklar: Will man nur Strom sparen oder hat man sich mit den Begleitmusikern verzankt? Bei seinem punky Straßen-Background (wir erinnern uns: „Ich will jetzt ficken“) hätte man bei Pascal Briggs eine gewisse Rotzigkeit erwartet/unterstellt, oder alternativ ein brüchig-raumfüllendes Timbre der Sparte Duane Peters oder Johnny Cash. Niente. Briggs pendelt sich stattdessen in einer zaghaften Version von „junger Mick Jagger meets Jack Johnson“ ein, verträumt und sanft trällernd. Legolas würde begeistert in die Händchen klatschen! Die massiven Punk Rock-Basics (DISTRICT, VEXATION, PUBLIC TOYS) werden mehr vermutet als tatsächlich gespürt oder vernommen. Fazit: Vertontes Aspirin für die düsteren Momente des Lebens und/oder Herzschmerz-Balsam für empfindsame Seelen. Aka Mädchen-Musik. Obwohl: Richtig coole Mädchen hören lieber DISTRICT oder PUBLIC TOYS. Und würden sich bestimmt riesig freuen, wenn Pascal wieder den Hauptschalter findet und ein paar Kollegen ins Boot holt…das Lagerfeuer hat lang genug gebrannt. PARADISE

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