(Cretin Records / https://www.facebook.com/defecation.area)
Noch immer in Eigenregie bringen Defecation Area von Zeit zu Zeit ihre Tonträger raus. Warum bleibt mir nach wie vor Schleierhaft, denn die 4 Songs die die Duisburger hier raus hauen sind wirklich großes Kino und da verstehe ich nicht warum immer noch kein Label angebissen hat. Alle Songs auf dieser Split sind absolut eigenständig, allerdings hat die Band ihren Stil in der Vergangenheit immer mit Punk´nRoll bezeichnet,was ich für ein bisschen Irreführend halte. Das was die Duisburger hier abliefern ist ordentlicher Punkrock der gut nach vorne los geht und nichts anderes. Klar beinhaltet Punkrock auch immer einen Schuss Rock´n´Roll, aber der steht hier nicht im Vordergrund. Songs wie „Generation D.U.M.B.“ bestechen mit eingängigen Refrains, rotzigem Gesang und ordentlicher Power. Das ganze klingt dann auch mit Backgroundchören wie bei „Slam Dance Is Savage“ eher nach Amerika als nach Deutschland und passt somit in eine angenehme Streetpunk-Ecke. Ein eingestreuter Offbeat lockert den Song auch noch auf und der Gesang erinnert gegen Ende des Songs und bei der folgenden Nummer „Sunday Lethargie“ sogar ein bisschen an Duane Peters. Das passt, definitiv! Viel schwerer haben es da Tony Jones und seine Mitstreiter die hier nach Defecation Area eher blass aussehen. Wenn ich das richtig gesehen habe kommen Tony Jones aus den U.S.A. und scheinen da auch ein wenig bekannter zu sein. Sie sind ebenfalls mit 4 Songs vertreten, die aber eher in eine andere Richtung gehen. Nicht nur von der Geschwindigkeit geht es da etwas gemächlicher zur Sache, sondern auch musikalisch sind die Amis irgendwo im Dunstkreis vom Mid-Tempo-Punkrock und leichten Elementen aus dem Bereich Garage anzusiedeln. Außer der letzte Song „Blood On The Pavement“ laufen die Titel komplett an mir vorbei. Der letzte Song tritt ein bisschen mehr aufs Gaspedal und kann dann mit einem angenehmen Rhythmus und entspannten Gitarren gerade noch ein bisschen was raus holen. Als Gewinner gehen hier ganz klar Defecation Area raus und so lohnt sich die Anschaffung schon allein für die ersten 4 Stücke auf dieser Scheibe. Tony Jones bleiben hier für mich nur eine kleine Beigabe die ich nach den Songs der Duisburger aber nicht gebraucht hätte. Fazit: Defecation Area: Top! Tony Jones: Flop! Würde ich hier eine Einzelwertung geben läge sie bei der Note 2 für Defecation Area und eine 4 für die Amis. Im gesamten gesehen macht das ganze dann eine runde 3+! Daniel
-
Letzte Artikel
Kalender


