The Slackers – The Radio CD (26.01.2012)

(moanin`/ www.moanin.de)
Unbekannte sind die Slackers mit Sicherheit nicht mehr. Seit Mitte der 80er Jahre sind die Bandmitglieder schon zum Teil aktiv unterwegs in der Ska-Szene. Vic Ruggiero zum Beispiel tauchte immer wieder im Zusammenhang mit Tim Armstrong und Rancid auf und hat auch an so manchem Stück von Rancid seine Finger mit im Spiel gehabt. Weitere Stationen waren die Stubborn Allstars und auch seine Solo-Projekte die des Öfteren positiv in der Musikpresse zu vernehmen waren. Die andere sehr bekannte Seite macht dann Dave Hillyard, der in den 80ern erst die Band The Donkey Show aus der Taufe gehoben hat  und später mit den Dave Hillyard and The Rocksteady Seven auf sich aufmerksam machte. Zwischendurch war auch er mit bei den Stubborn Allstars an Bord und so sorgen schon allein die beiden Musiker für ein solides Fundament bei den Slackers. Nach insgesamt 16 Alben haben die Slackers längst bewiesen dass sie zu einer der beständigsten  Bands der U.S.-Skaszene zählen und definitiv wissen wie man traditionelle jamaikanische Sounds kreiert. Auch in der Vergangenheit haben die Amis keine Sorgen gehabt mal neues Territorium zu betreten und wagen mit „The Radio“ ein weiteres Experiment in ihrer Karriere. „The Radio“ steht unter einem speziellen Konzept in dem es laut Infoschreiben heißt, die Slackers versuchen einen Radiosender dem die Mp-3s ausgegangen sind  als Studioband die Zeit zu überbrücken. Wie beim Radio üblich läuft da verschiedene Musik und somit kommen wir auch zum Kern des Konzepts. Die Slackers haben sich hier die verschiedensten Songs aus dem Rock und Pop-Bereich raus gepickt und ihren eigenen Sound drüber gelegt. „The Radio“ ist ein Album das komplett aus Coversongs besteht die allesamt in den Slackers eigenen Stil umfunktioniert wurden. Cover-Alben sind generell so eine Sache die immer recht schwierig zu Händeln ist. Das kann in die Hose gehen aber auch zünden, je nach Song und Handfertigkeiten der Band. Letzteres stellt für die Slackers auch auf dem neuen Album hörbar kein Problem dar, jedoch lässt mich des Öfteren die Auswahl der  Songs ein wenig stutzen. Musikalisch im feinen Rocksteady, Reggae und auch Ska werden hier Songs von Madonna, den Rolling Stones  und sogar T-Rex neu vertont. Das reicht von relaxtem Rocksteady bei Elton John´s „I´m Still Standing“ über flotte Ska-Songs wie „Strichnyne“ der Sonics, bis hin zu Reggae im Song „Bitch“ der den Rolling Stones geklaut wurde. Hier gibt es schnelle Songs, langsamere Songs, eingängige Songs und auch den ein oder anderen kleinen Durchhänger. Wie eben im richtigen Radio auch mag man sicherlich nicht immer jeden Song zu hundert Prozent und man fragt sich warum der DJ jetzt gerade diesen Song spielt. Bei dem neuen Album geht es mir so ähnlich, ich frage mich nach welchen Kriterien die Slackers ihre Songs ausgewählt haben. Auch wenn das Resultat sich letztendlich mehr als hören lassen kann, hätte ich manchmal den einen oder anderen Song anders ausgewählt. Es gibt Songs wie gerade „Like A Virgin die ich im Original nicht mag und mich auch im Slackers-Style immer noch an eine nervige  Madonna erinnern. Anders herum gibt es aber auch Songs bei denen ich erst im Internet suchen musste um das Original zu erkennen. Für die Slackers lag wahrscheinlich genau darin die Herausforderung, den untypischen Songs ihren eigenen Charakter auf zu drücken und da muss ich zugeben, ist das eigentlich fast durchgängig gelungen. „The Radio“ zeigt trotz der vielen Cover, dass die Slackers mit zum Besten gehören was der amerikanische Ska zu bieten hat. Note: 2-3Daniel

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