Vainstream 2015 (17.07.2015)

image1Das 10. Mal Vainstream, ausverkauft und dann auch noch der heißeste Tag des Jahres, was kann es besseres geben? Die Geburtstagssause dieses Mal auf vier Bühnen, anstatt sonst auf drei. Es wurd ordentlich aufgefahren, was der Musik der „härtere“ Musikmarkt so herzugeben hat, mit dabei waren u. a. TERROR, SICK OF IT ALL, PARKWAY DRIVE, DONOTS und und und…
Aber der Reihe nach. Wir sind ca. gegen zwölf Uhr am Festival Gelände angekommen und anders wie erwartet, bzw. wie die Jahre davor ist diesmal die Mega Schlange vor der Bändchenausgabe ausgeblieben. Man hat wohl aus den letzten Jahren gelernt und es lief, meiner Meinung nach super ab.
Erstmal vor Ort, das diesjährige Festival Gelände erkundigen, dieses Jahr wurden extra noch mehr Schattenplätze und sogar Wasserstellen aufgebaut. Was bei diesen Temperaturen von 38 Grad, auch bitter notwendig war und sehr dankend von vielen Festival Besuchern angenommen wurde.
Die Stimmung war von Anfang an sehr angenehm und ausgelassen. Die erste Band, die ich nebenbei mitbekommen habe, war NEAERA eine Metalcore Band aus Münster, die vor der Bühne schon ne ordentlich Menge an Leuten einheizen konnte. Und dies auch mit voller Energie gelang. Direkt im Anschluss folgte dann die SONDASCHULE, die rein musikalisch ja nicht unbedingt, auf ein Festival wie das Vainstream passen, mich aber ein paar Jahre zurück versetzt haben. Super coole Show, irgendwie ging das ganze Publikum, welches schon so früh da war und schön in der Sonne bruzelte, richtig gut mit und bescherten dem Jungs eine großartige Kulisse, dass sogar ein Sanitäter (so um die 40 Jahre alt) sich nicht mehr zu halten
wusste und anfing zu tanzen. Übrigens bringen die Sondaschüler jetzt bald ein neues Album raus, auf welches man sich getrost freuen kann, nach dem was ich bis jetzt gehört hab!! Nahtlos ging es dann über zu SUICIDE SILENCE, krasser Metalcore der guten Anklang gefunden hat, aber mich leider nicht überzeugen konnte, da für mich einfach der original Sänger, der bei einem Motorrad Unfall ums Leben kam, fehlte. Danach ging es für uns erstmal in den Schatten, um uns von der doch heftigen Sonne zu erholen und den Wasserhaushalt im Körper wieder auszugleichen. Dazu muss ich leider sagen, dass ich es oft nicht versteh, warum man für ein einfaches Wasser, ich glaub es war ein 0,5L Becher, 2,50€ nehmen muss… Und das bei so einem Wetter!! Dafür hab ich letztes Jahr auf dem Pfingst Open Air in Essen Werden eine 1L Flasche bekommen und wer das Festival kennt, weiß das es sich hauptsächlich durch den Verkauf von Getränken finanziert… Schade aber kann man leider nichts machen.
image5Um 15 Uhr ging es für uns dann in der Sputnikhalle (Club Stage) mit EXPIRE weiter, auf die ich mich mit am meisten freute. Anfangs war es noch sehr angenehm in der Halle, als noch nichtsoviel los war. Doch das änderte sich ziemlich schnell nach dem EXPIRE angefangen hatte zu spielen. Es war wie zu erwarten für mich das Highlight des Festivals. Und sie haben förmig den Laden abgerissen. Richtig gute Show, mit einer super Stimmung, sodass man nach dem Set, die Halle triefend nass vom eigenen Schweiß verlasen hat xD
Das einzige was mich an der Club Stage gestört hat, war der Wellenbrecher bzw. Graben vor der Bühne, der so ein bisschen die Stimmung genommen hat. Direkt im Anschluss folgte dann MADBALL, wieder draußen in der prallen Sonne. Die wie immer ne ziemlich fette Show abgeliefert haben. Obwohl mir irgendwie so vorkam, dass es irgendwie nicht das richtige Publikum für Old School Hardcore war….Auf der Bühne nebenan machte sich dann FEAR FACTORY bereit, der Sound war ganz cool, das Publikum ging besser mit als bei MADBALL, aber zu mir konnte der Funke nicht überspringen. Im Gegensatz zu TERROR, die danach gespielt haben. Auch ohne ihren Hauptsänger Scott Vogel, der aus gesundheitlichen Gründen die komplette EU Tour nicht mitfahren konnte. Den Gesang hatDavid Wood, der sonst immer Bass bei TERROR spielt und bei DOWN TO NOTHING singt, übernommen. Dadurch hat TERROR zwar nur mit einer Gitarre gespielt, konnten dennoch noch nen fettes Brett LA HC abliefern und ich muss sagen mir hat es fast besser gefallen, als mit Scott Vogel. Die Band strotze vor Energy, dass aber ähnlich wie bei MADBALL leider nicht so beim
Publikum ankam, meiner Meinung nach… Sehr sehr schade. Die Mächtigen KASSIERER eroberten danach die kleine THROW DOWN STAGE, welche vor Andrang der Massen ziemlich überfüllt war und wir selbst kein Platz mit Sicht auf die Bühne ergattern konnte. Die hätten sicherlich auch auf einer der Hauptbühnen super gepasst. Die Stimmung war überragend und was ich mitbekommen habe war es eine rundum solide Show.
Wobei ich mich auch noch gefragt habe, warum man extra ne dritte Open Air Bühne aufstellt, wenn da nur drei Bands spielen?
image3ARCHITECTS eine Band, die für mich locker einen Headliner Charakter haben, hätten meiner Meinung nach ruhig was später noch spielen können. Eine der besten live Bands, die ich seit langen gesehen hab und live teilweise noch viel geiler als auf Platte klingen, haben einfach eine krasse Show abgeliefert, mit der jeder Besucher mehr als zufrieden seien dürfte. Langsam merkte man, wie einem die Hitze zu schaffen machte und man nicht mehr so ganz fit ist, wie Morgens noch.Auf die Architekten folgten dann noch CALLEJON mit ihrem deutschsprachigen Metalcore geballer.
Die ich früher mit ihren ersten Album noch gehört habe, aber mittlerweile einfach nicht mehr somein Ding ist. Legten trotz alle dem ne ziemlich fette Show hin. Bei den DONOTS ging es leider direkt mit einem Kratzen in den Boxen los, sodass es anfangsanstrengend war, zu zuhören. Doch mit der Zeit, ich glaub es waren die letzte vier Lieder oder so,haben die Techniker, den Fehler behoben und die fast Münsteraner Wissen zu überzeugen, auch wenn mir die neuen deutschen Sachen nicht so gefallen wie die Alten. Während nach den DONOTS, SICK OF IT ALL noch mal ordentlich für Dampf kurz vor demMainact sorgten, haben wir noch die letzten Getränke Marken untere Folk gebracht und warteten mit voller Erwartung auf den Headliner PARKWAY DRIVE, welche mit einer absolut unvergleichbaren Bühne Kulisse und Pyroshow Münser nochmal ordentlich Beben ließen. Einfach bei eine ultra Fette Show, die dem 10. Vainstream einen würdigen Abschluss gewährten. Wer PARKWAY DRIVE noch nie live gesehen hat, sollte dies umbedingt nach holen. Bei denen lohnt sich jeder Cent des Eintritts. Mein Fazit für das ausverkaufte 10. Vainstream, geiles Festival, die Organisation ist die letzten Jahre immer besser geworden, es war ultra heiß, egal wo man auch hin ging. Aber es hat sich all der Schweiß gelohnt. Sichtlich geschafft ging es für mich leider vor der Aftershow Party nach Hause, da einem die Sonne und die heißen Temperaturen so zuschaffen gemacht hat, dass irgendwann die Energie raus war. Aber wer sehen uns nächstes Jahr bestimmt wieder!!!
David

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