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Wie war das noch gleich? (01.05.2013)

Ein Skinhead trägt kleinkarierte Hemden ;) , trinkt Bier geht auf Konzerte, tanzt gerne auf dem ein oder anderen Nighter, hat nicht zwangsläufig was gegen Gewalt und nicht zu vergessen, geht gerne zum Fußball.
Es ist für viele vielleicht nur ein Spiel, das 90 Minuten dauert und in dem n paar Männer einem Ball hinterher rennen, doch für uns Fans ist es mehr. Das Gefühl im Stadion zu stehen und seine Mannschaft anzufeuern , egal ob wir grade 2:0 führen oder 6:0 zurückliegen….Emotionen die man schlecht beschreiben kann. Nun in der Regel ist es doch so, dass man einem Verein seine Liebe geschworen hat und im Gegensatz zu einer Beziehung oder der ein oder anderen Freundschaft hält diese Liebe tatsächlich ein Leben lang. Natürlich ist es vollkommen ok, dass man mit einem anderen Verein vielleicht mehr sympathisiert als mit dem Rest, oder gewisse Vereine einem einfach nur am Arsch vorbei gehen. s ist völlig legitim, einem anderen Verein zu gratulieren, wenn die Leistung entsprechend war, oder mal zu nem Spiel zu gehen, bei dem die eigene Mannschaft nicht spielt und sich dieses aus Interesse, NEUTRAL, anzusehen. Klar kann man sich auch mal untereinander zusammenschließen um beispielsweise gegen einen gemeinsamen Feind, wie den DFB, was zu erreichen.Aber auch hier wird deutlich, jeder steht zu seinem Verein, man schließt sich nur aus Mittel zum Zwecks zusammen….. „ In den Farben getrennt, in der Sache vereint“.
Wir vertreten ja schließlich nicht die Hippiementalität, dass jeder jeden mögen muss und wir alle Händchen haltend durch die Weltgeschichte springen. Also frag ich euch, kann man tatsächlich ein wirklicher Fan von zwei oder mehreren Mannschaften sein?

Wir beschweren uns Ende der Saison immer wieder über Spieler, die aufgrund der Kohle zu bestimmten Vereinen wechseln. Als Verräter werden sie meist bezeichnet Ok, bei Geld setzt bekanntlich der Verstand aus aber manchmal ist es ja nachvollziehbar, dass ein Spieler wechselt und seien wir mal alle ehrlich zu uns selbst, wer würde nicht auch den gleichen Job in einer anderen Firma machen, wenn man dort mal eben das doppelte an Gehalt bekommt, bessere Karrierechancen, bei gleichem Arbeitsaufwand hat?! …Eben

Aber dies ist ein anderes Thema…kommen wir nochmal zu dem Thema „Fans von heute“ zurück. Da gibt es die Erfolgsfans, die einem Verein nur dann die Daumen drücken, wenn dieser ein Spiel nach dem anderen gewinnt, welche aber niemals zu einem Spiel gehen würden, sollte der Verein absteigen. Oder die Modefans, die nur jubeln, weil es grad modern ist, sich für Fußball zu interessieren. Schlimm auch die Leute, die nur für die neue Liebschaft, plötzlich einem, vorher verhassten ,Verein die Daumen drücken, man sollte doch meinen, dass eine Beziehung nicht an verschiedenen Vereinen scheitert, oder? Wenn doch, dann ist sie es in meinen Augen gar nicht erst wert eingegangen zu werden!
Erschütternd ist es dann mit anzusehen, dass es in letzter Zeit immer mehr Leute, leider auch aus unseren Reihen gibt, die sich dazu bekennen, Fans von verschiedenen Vereinen zu sein. Und das obwohl auf der anderen Seite „ Tradition not Trend“ gerufen wird?! Tradition, bezogen auf Fußball, ist für mich, dass es nur einen Verein gibt, hinter dem man 100 % steht.
Ich denke jeder sollte im Endeffekt für sich entscheiden, zu welcher „Kategorie Fan“, er gehören möchte, sich aber dann nicht darüber beschweren, wenn man denjenigen dann nicht mehr Ernst nimmt, wenn es um Fußballkompetenz geht! In diesem Sinne: Eine Liebe ein Verein!- oder wie war das noch gleich?

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