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Frühstückspause – Balla balla nach Walhalla CD (21.03.2017)

(Spirit of the Streets Records)
Mittlerweile das fünfte Album der Funpunkcombo aus Altenburg. Man muß es schon mögen, dieses karnevalistische, meist recht stumpfe Herumgepolter mit größtenteils sexistischen, absurden oder oft auch ironisch-schlagermäßigen Inhalten, wenn man sich auf dieses Genre einlassen möchte. Nixdestotrotz behauptet sich dieser Musikstil schon seit Dekaden hartnäckig und offensichtlich erfreut er sich hierzulande bei vielen auch großer Beliebtheit. Musikalisch gehören Frühstückspause auch sicherlich zu den besseren, fähigeren Truppen im Vergleich zu Unzumutbarkeiten wie z.B. Vorsicht Stufe – allerdings ist es mit solchen Platten immer so eine Sache: Hört man sie zum zweiten oder dritten mal, ist der Witz dann irgendwie verraucht und es fängt an zu nerven, wenn man nicht gerade voll ist wie ein Eimer und dagegen hilft dann auch nur noch der beherzte Griff zur Doppelkornpulle. An launigen Ideen mangelt es den Thüringern jedenfalls zu keiner Zeit: egal ob Helene Fischer Songs durch den Wolf gedreht werden (gnadenlos…), oder die vielbeschworene Political Correctness aufs Korn kommt (Mösenzecke) und auch, daß hier schon mal knapp am Plagiat vorbei geschrammelt wird (Provinzmädchen) ist schon irgendwie ok beim ersten mal Hören. Aber leider eben nur beim ersten mal. Mit E.S.M.I. und Punkrock-altersheim finden sich dann doch auch noch vereinzelt Titel, die ich häufiger hören kann, ohne meinen Kopf gegen die Wand schlagen zu wollen. Subtil ist natürlich anders aber deswegen reichts ja auch bei mir noch für befriedigend…wobei ich mir sicher bin, daß ich das live sicher besser bewerten würde – aber dann hätte ich sicherlich auch schon ein paar Erfrischungsgetränke im Bauch und wäre näher an der Zielgruppe….Kai