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Operation Cherrytree – Scum and Honey CD (21.12.2017)

(Noizgate Records)
Schon beim Anblick des Covers bin ich etwas überrascht, bringe ich Noizgate Records doch mehr mit so quietschbunten Geschichten ala Groovenom in Verbindung. Das hier, kommt mit leichtem asientoucch im Florian Bertmer Style daher. Dafür verantwortlich ist Daniel Hofer, der einen sehr guten Job abgeliefert hat. Auf 12“ Format oder als Poster kommt das bestimmt super rüber. Auch soundmäßig sind Operation Cherrytree anders als das übliche Labelprogramm. Sind eher schwer einzuordnen. Da treffen Helmet Riffs auf Seattle Schwermut und paaren sich mit Georgia Swampsounds. Intensiv und interessant. Ich muss zugeben, ich habe das Review ewig vor mir hergeschoben, weil ich nicht wirklich wusste, was ich zu der Platte schreiben sollte. Los geht es mit dem verhaltenen, eher schüchternen „Nighthike in the Woods“, das sich aber immer weiter ins Gehör schraubt, je länger es dauert. Super Einstieg in die Platte. Viele Bands hätten so einen Song eher ans Ende gestellt, zum ausklingen lassen. Weiter geht es mit „The Dawn“, ähnlich intensiv wie das erste Stück, aber mit einer völlig anderen Atmosphäre. Eher dunkel und verzweifelt. Die Vocals pendeln zwischen flehend und wütend, die Gitarren schließen sich an.In „Generation Fear and the Rats“ dominieren verzerrte Vocals und ein gutes Laut/Leise Spiel der Instrumente. Muss irgendwie an die Black Label Society denken. Ähnlich geht es mir auch bei dem ruhigen „Colourful blind“. „Black is Back“ packt mich irgendwie überhaupt, durch den penetranten Chorus, ist es mir zu simpel gestrickt, schafft es aber auch, eine gewisse Spannung aufzubauen, aber eher ein Downer nach den ersten vier Bomben. „Kings and Crowns“ erscheint auch eher „poppig“, wenn man das bei der Band überhaupt sagen kann. „That is true“ wirkt ähnlich. Irgendwie macht die Platte in der Mitte eine Intensivitätspause. Die Spannung steigt aber spätestens bei „Blurring Shadow“ wieder an. „Minus Hero“ überrascht als Seventies Rocksong mit Bratgitarren und sehr variablen Vocals. Lockert die Platte gut auf, es wird wieder lauter. Bei „Today“ sind die Gitarren auch wieder druckvoller, ist der härteste Song von „Scum and Honey“. „Operation Cherrytree“(der Song) geht stimmungstechnisch wieder in Richtung „Nighthike in the Woods“ und gefällt mir auch deutlich besser als die Stücke zuvor. Es ist wieder ein eindringliches Stück, manchmal muss ich beim Gesang an Letten von Smoke Blow denken. Eh eine Band, die gut in den Zusammenhang mit Operation Cherrytree passt.Das abschliessende „The World is too fast“ ist ein gutes Outro, akustisch, leicht orchestral Zum runterkommen. Toller Song. Fazit: Sehr abwechslungsreiche Platte mit vielen tollen Ideen und Spannungsbögen, aber einem, für mich, zu gewöhnlichen Mittelteil. 2+ für die ersten vier und letzten zwei Songs, 3 für den Rest.ROLAND