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The Zsa Zsa Gabor´s – Black Roads Blank Thoughts CD (02.11.2017)

(Mad Butcher Records)
THE ZSA ZSA GABOR’S. Ein Bandname mit Easy-Akzentuierung: Kann man selbst schwer betrunken locker durch die Zähne drücken. Die Jungs kommen aus St. Pölten. Punk Rock made in Alpenrepublik. Auf MAD BUTCHER. Kann funktionieren. Zumal wenn alte Hasen am Werk sind: Die ZSA ZSA-Musikanten mit hotter than hell R’n’R-Nicknames wie „Hurricane Harry“ oder „Mots. T. Sux“ waren zuvor schon u.a. bei SKEPTIC ELEPTIC, DEMENZIA KOLEKTIVA, EXCEED EXCESS zugange. Sagt der Promo-Waschzettel. SKEPTIC ELEPTIC könnte man kennen, hatten zwei Scheiben auf WANDA. Überwiegend sind englischsprachige Nummern mit 77er (im melodiösen Midtempo-Swing) oder 82er („My ass in your face“, stramm Uptempo) Ausrichtung auf der Scheibe, Song 1 und 2 schunkeln solide durch die Punk’n’Roll-Schublade. Aber es gibt auch Ausnahmen: Etwas überraschend/irritierend stolpert „Three beers“ als Celtic-Punker in die Runde. Hoppla! Und leider bleibt es nicht bei der musikalischen Vielfalt: Kaum hat man wieder Halt gefunden und die Deckung oben, kommt „Gefangen“ ins Spiel. „Moderner“ Deutschpunk mit nachdenklicher Note. Unerwartet ausgekontert. Das Schlußlicht „Beschissen“ versucht sich sogar in Mundart. Too much input, Herr Geheimrat. „Wenig ist manchmal verdammt mehr“ könnte man als Post-it an den Band-Kühlschrank tackern, mit einer Konzentration auf das Kerngeschäft („Forever Punk“ ist eine großartige Hymne, „S.O.S“ und „Keep on fighting“ haben alles richtig gemacht) würde man deutlich mehr Punkte sammeln. Deshalb: „Black roads blank thoughts“ wäre eine prima 12“ geworden. Schade. Sehr schade. PARADISE