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Systemo – Zehne Verdauen CD (15.09.2017)

(www.partypunk.de)
In meinen bisherigen Reviews war ich SYSTEMO immer wohlgesonnen und darum freut es mich natürlich, dass es die Band mittlerweile auf 10 Jahre bringt und sie immer noch fleißig am rumpunken ist. Passend zu 10 Jahren Band- und Bühnengeschichten haben die Jungs jetzt eine kleine, feine Platte zusammengestellt, aus den nicht mehr erhältlichen Alben „Demo“ und „Verdauen“. Die 14 Songs sind entweder remastert, re-recorded, revocalized oder brandneu aufgenommen und machen jede Menge Spaß beim Hören. Schöner guter Deutschpunk mit mal kindischen Texten, die man als älteres Semester eher mit einem Lächeln abtun kann, mal mit persönlichen Inhalten und auch mal kritisch. Der Sound entspricht dem, was man von einer D-Punk-Band erwartet und das ist nicht negativ gemeint. Es rumpelt und scheppert etwas, aber es steckt ordentlich Druck dahinter und ist sauber genug produziert, um für einen angenehmen Hörgenuss zu sorgen. Hier fügt sich alles passend zusammen und man merkt nicht, dass die Lieder aus verschiedenen Phasen der Bandhistorie kommen. Das Gute an einer „Compilation“ ist außerdem, dass man aus einer Vielzahl an Songs auswählen kann, was schließlich dazu führt, dass es kaum Ausfälle auf „Zehne verdauen“ gibt. Eine gelungene Scheibe, die man sich durchaus zulegen kann. Note: 2 East Side Daniel

Systemo – Läuft CD (08.07.2016)

7705(Abbruch Records)
Gibt es den guten alten Fun-Punk eigentlich noch? Abgesehen von den älteren Semestern, die diese Fahne immer noch tapfer hoch halten. Wenn man sich SYSTEMO anhört, muss man diese Frage eindeutig mit ja beantworten. Seit mittlerweile 10 Jahren unterwegs, legen sie mit „Läuft“ ihr drittes Album vor, das wieder auf (fast) ganzer Linie überzeugen kann. Ihrem deutschpunkigen Sound sind sie dabei ebenso treu geblieben, wie ihren spaßig ironischen Texten. Die Inhalte sollte man oft nicht so ernst nehmen, wobei sie aber auch anders können. In „Google weiß Bescheid“ verarbeiten sie gekonnt die beängstigende Macht des Megakonzerns. Was mich allerdings absolut langweilt und völlig bescheuert rüberkommt ist ein Song wie „Börnie“. Den hätte man sich getrost schenken können. Das trübt den Gesamteindruck aber nur etwas und die vielen Schalalalas und Ooooohhhs trösten darüber hinweg. Mitsingen gestaltet sich bei SYSTEMO jedenfalls relativ einfach. Höhepunkt ist definitiv der Bonustrack „Gegen das Vergessen“, der nicht nur, Dank der vielen Gastsänger (u. a. DIVAKOLLEKTIV, NO EXIT, ABBRUCH, NORDWAND), sondern auch des Textes wegen einen großartigen Abschluss der Scheibe bildet. Ich bin zwar in den 90ern mit den WOHLSTANDSKINDERN und TERRORGRUPPE aufgewachsen und mittlerweile „ein klein wenig“ zu alt für die „Scheiße“, aber ich bin mir sicher, hier wird der Mob singen, tanzen, pogen und schreien! Note: 2 East Side Daniel