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Category Archives: Reviews A-I (Archiv)

Frau Mansmann – Therapie CD (17.10.2018)

(Bakraufarfita Records / www.bfr-records.de)
Als zweite Auskopplung zu ihrem letzten Album „Menstruation in Stereo“ erscheint jetzt „Therapie“, in Form einer Remix-Single. Ich konnte diese Art von Singles schon vor 15-20 Jahren nicht leiden, als alle möglichen Künstler es geil fanden, von ihren Tracks Remixe anfertigen zu lassen. Das ändert sich bei FRAU MANSMANN leider auch nicht. Der Titeltrack im Original hat was und ist definitiv einer der stärksten Songs vom Album. Wenn dann allerdings der gleiche Song insgesamt vier Mal in einer anderen Form dargeboten wird, hört es bei mir auf. Auch wenn die Remixe (und die Coverversion von INWIEFERN) jeweils ihren ganz eigenen Sound und Charme haben, sind es einfach zu viele auf einen Haufen. Wer Bock hat, kann sich die Single als Download kaufen und sich die Tracks nach und nach reinziehen. Note: 4 East Side Daniel

Chelsea`s Choice # 4 + Flexi (05.10.2018)

(www.chelseaschoice.at)
Schon länger kein Fanzine/Magazin gelesen, was nicht langweilig wird beim Lesen. Auf 58 Seiten kommt die 4 Ausgabe von Chelsea`s Choice und einhergehend viele interessante Berichte, Interviews die wirklich Spaß machen. Begonnen mit einem Interview von Savage Beat, Concrete Jungle Records, Smart Attitude und Urban Waste sowie einem sehr interessanten Interview mit Negro Terror und der Kärntner Band Dee Cracks. Dazu Berichte über King of Kings, vergessene Glamrock Singles und mehr. Interessant fand ich wie Volxsturm die Coverversionen ihrer Songs auf Akkorde ihrer Jugend finden und die Tattoogeschichten von Daniel, seines Zeichens Sänger bei Aggressive und Kevin Cole von den Turbo AC`s. Reviews findet man auf den letzten 3 Seiten des Heftes was dieses gut abrundet. Alles in allem eine sehr gelungene Ausgabe die wirklich Spaß beim Lesen gemacht haben… Freue mich jetzt schon auf Nummer #5. Von daher ne glatte 2

Dem Heft liegt auch noch die Flexi von “This Means War! – Those were the days” bei. Aus Belgien und den Niederlanden kommt diese neue Punkband. Der Titel ist auf ihrer S/T Debut Lp. Die einzelnen Mitglieder dieser Band sind jedoch keine Unbekannten, wenn man sieht wo sie gespielt haben bzw noch spielen – Discipline, Hidden Guns, Superhero und Convict. Dementsprechend gelungen is der Song. Geht direkt ins Ohr und verleitet dazu sich die Debut LP zu zu legen.

Ein Teil der Auflage liegt auch echtes Vinyl bei.und zwar der Sampler: “Land der Keller – Austrian Underground Compilation #3”, mit 7 Bands.

Seite A: Die Models, Kalligula, Dead City Radio
Seite B : S.I.G, Rejects of Society, Tante Gerti, The Spanners

Der erste Song der Platte S`Hunderl von die Models geht gut vorwärts mit rauhem Sound. Weiter geht’s mit meinem Favoriten/Anspieltipp GZSZ von Kaligula. Den Abschluss bilden Dead City Riot mit “Artificial Self Destruction“ Weiter geht es mit der B-Seite. Den Anfang machen S.I.G mit Back to Hell – schöner Punkrocksong Rejects of Society mit Outside the Spotlight kommen etwas härter als der Rest der Bands daher – fetter Hardcoresound und mein Favorit auf der B-Seite , dicht gefolgt von Tante Gerti – Wirtschaft der auch auf Anhieb zu gefallen weiss. Den Abschluss bilden The Spanners mit dem Song Wannabe..Schöne Compilation mit dem nötigen Undergroundflair 2-Eddie Clockwork

The Cruel Intentions – No Sign Of Relief CD (28.09.2018)

(IndieRecordings)
Gawo ist back!!!
Gerade wieder bei Crazy United angekommen und schon hagelt es ohne Ende Reviews. Den Anfang macht eine Band aus Oslo „The Cruel Intentions“. Schon beim Anblick der Fotos, lässt mich erahnen, wohin die Reise geht. Die vier Bandmitglieder lassen keine Zweifel, das es sich hierbei um den guten alten Hairmetal ala LA-Style handelt. Mit über eine Million streams bei Spotify hauen die 4 Norweger ihr Debut Album raus. „No sign of relief“ ist eine Kampfansage. Schon der Opener „Jawbreaker“ macht keine Gefangenen und zündet ein kleines Feuerwerk.
Musikalisch erinnert mich das ganze an Mötley Crue, Faster Pussycat, Poison und LA Guns. Alles in allem gefällt es mir sogar sehr gut. 11 Songs beherbergt der Silberling und hat Songtitel wie: „check your Head“ , „Go fuck yourself“ und „Weekend suffering“. Ein musikalisch ausgewogenes Album, das seines gleichen sucht. Hier merkt man beim Hören schon, das da viel Herzblut drinnen steckt. Man fühlt sich ein bisschen in die 90er zurück gesetzt. Diese Band hat viel potenzial und die Stimme von Lizzy de Vine einen absoluten Wiedererkennungswert. Ich hoffe die Jungs machen ihren Weg. Mir hat das Album sehr gut gefallen. Nach oben hin ist noch ein bisschen Luft daher gebe ich eine fette 2. GAWO

Alarmsignal – Attaque CD / LP (22.09.2018)

(Aggressive Punk Produktion / Antikörper-Export)
So richtig warm bin ich mit ALARMSIGNAL bisher noch nicht geworden, auch wenn mich das letzte Werk „Viva Versus“ durchaus schon überzeugen konnte. Mit „Attaque“ machen sie aber einen weiteren Schritt in Richtung „gefällt mir immer besser und könnte es dauerhaft in meine Playlist schaffen“. Ohne sich zu verstellen haben sie es geschafft sich „weiterzuentwickeln“, wie man so sagt. Der Sound ist noch besser als auf dem ohnehin schon guten Vorgänger und bietet druckvollen Punkrock wie ihn momentan nicht viele zustande bekommen. Schön mit Vollgas durch die Wand und keine Kompromisse machen. Textlich hat sich nicht viel geändert und es wird in alle Richtungen getreten, angefangen bei der Gesellschaft, über die Fehler der eigenen Szene, bis hin zur Politik bekommt jeder sein Fett weg. Aber auch persönliche Texte haben es auf die Platte geschafft und runden die ganze Sache ab. Beim Thema eingängige Melodien hat die Band auch noch eine Schippe drauf gelegt und so finden sich einige echt gute Tracks unter den insgesamt 13 Songs. Dem engen Deutschpunk-Korsett sind ALARMSIGNAL spätestens mit „Attaque“ entwachsen. Sie schaffen es aber dennoch, sich nicht zu weit von ihren Wurzeln zu entfernen. Damit werden sie mit Sicherheit den Spagat schaffen alte Fans glücklich zu machen und neue zu gewinnen. Note: 2 East Side Daniel

Betontod – Vamos! CD (19.09.2018)

(Arising Empire/ www.arising-empire.com)
Vamos ist das mittlerweile 9te Album von Betontod und kommt mit 10 Songs+ Intro auf eine Spieldauer von knapp 36 min. Ich weiss leider nicht so recht, wie ich mit dem neuen Album umgehen soll. Im Gegensatz zu den früheren Alben fehlt mir irgendwie der Biss, das angepisste Gefühl. Die Entwicklung war auf den letzten beiden Alben schon absehbar und wer Betontod zu dieser Zeit für sich entdeckt hat, wird mit dem neuen Album sicherlich seine Freude haben. Auffällig ist nach wie vor der markante Gesang von Meister. Das Album ist auf jeden Fall gut produziert und textlich auch nicht schlecht, dennoch irgendwie nicht so das es mitreisst. Teilweise erinnert mich das Album an neuere Hosen Sachen – eingängig, gutes Gitarrenspiel, markanter Gesang aber für Punkrock Verhältnisse einfach zu seicht. Klar hat das Album seine Perlen wie “es ist vorbei“ , “Boxer“ und “diese Zeit“ welche auch meine Anspieltipps sind. Doch selbst nach mehreren Durchläufen zündet das Album irgendwie nicht richtig. Wie gesagt wer Betontod erst die letzten beiden Alben kennengelernt, für sich entdeckt hat,wird bestimmt seine Freude an Vamos haben, ältere Fans werden wahrscheinlich ein paar Durchläufe brauchen und den ein oder anderen Song gut finden. Ne solide 3 ist denke ich angemessen Eddie Clockwork

BSI 7” Vinyl (17.09.2018)

(www.tomatenplatten.com)
Es gibt sie also doch noch, diese kleinen Vinylperlen, die mich sofort umhauen und bei denen ich froh bin, sie mein eigen zu nennen. Vielen Dank an Tomatenplatten, die uns diese Scheibe geschenkt haben! Gerade mal die drei Songs „Ekki Á leið“, „Bú On You“ und „Manama“ dieser 7“ braucht es, um mich in das isländische Duo zu verlieben. Sehr schöner minimalistischer Garage mit starkem elektronischen Einschlag. Schlagzeug, Gesang, Synths und Bass, alles andere ist überflüssig und brauchen BSI auch nicht. Eine wundervolle Mischung, die aufgrund ihrer Schlichtheit so erfrischend ist. Auch das Cover mit dem Bild der zentralen Omnibus-Station (BSI) Reykjaviks wirkt so herrlich unaufgeregt. Bei meinen Recherchen ist mir gerade aufgefallen, dass ich die zwei schon live vor den BEATSTEAKS im SO36 gesehen habe. Damals fand ich sie ganz „putzig“ und okay, aber nicht weltbewegend. Diese Meinung muss ich jetzt revidieren. Dieses kleine Stück Vinyl kann ich jedem ans Herz legen, der etwas für Garage, Punk oder einfach nur tolle Musik übrig hat! Note: 1 East Side Daniel

Abwärts – Smart Bomb LP/CD/digital (15.09.2018)

(Off Ya Tree / Broken Silence)
Dass ABWÄRTS zu einer der wichtigsten deutschen (Punk-)Bands gehören, wird wohl niemand bestreiten. Auch nicht, dass sie – bis auf wenige Ausnahmen – regelmäßig tolle Platten rausbringen. „Smart Bomb“ ist wieder so ein Werk, auf das die Band mehr als stolz sein kann. Alles was ABWÄRTS auszeichnet findet sich auf der Scheibe, angefangen von schnellen, harten Riffs („Charlie Brown“) über relativ ruhige, schleppende Töne („Aber für nichts“) bis hin zu (fast) akustischen Klängen („Plastik Man“). Trotz oder gerade wegen dieser musikalischen Abwechslung wirkt die Platte wie aus einem Guss, denn immer ist es unverkennbar ABWÄRTS. Nicht zuletzt liegt das natürlich auch an der markanten Stimme von Frank Z. In Bezug auf die Melodien beweist die Band auch dieses Mal ein gutes Gespür und liefert einige Songs ab, die sich mit Sicherheit lange in der Setlist der Band halten werden. Vor allem „Going Down“ hat es mir angetan, hier sollte unbedingt jeder Mal reinhören! Auch textlich ist alles beim alten geblieben und es gibt bissig, sarkastische Lyrics. Mit „Smart Bomb“ liefern ABWÄRTS also wieder einmal ein klasse Album ab, das den Kauf mehr als lohnt. Note: 1- East Side Daniel

Canine – Bleak Vision CD (14.09.2018)

(Bacillus / Bellaphon)
Canine aus Frankfurt existieren laut Promowisch seit 2013, veröffentlichen jetzt aber erst ihr Debut. Komischerweise sind sie mir auch nicht auf irgendeiner Show aufgefallen. Leider muss ich sagen, denn was die fünf Jungs hier abliefern ist schon eine ordentliche Nummer. Irgendwo in dem Quadrat von Refused, Burst, Raised Fist und etwas Converge haben Canine ihre Nische gefunden.Fett nach vorne drückender Sound, kreischiger Gesang und eine gute Vorliebe für Rockmusik machen „Bleak Vision“ zu einem abwechslungsreichem, modernem Hardcorewerk.Die Scheibe fängt mit „Toxic“ schon gut an, aber meine Highlights sind „Mommy“ (mit dezenter Pornoorgel), „You could have been a Revolution“ und „Bulletsucker“. Es macht wirklich Spaß, die Jungs zwischen frickeln, spastischem Zucken und straighten Parts hin und her pendeln zu hören. Wird hier öfter laufen, das Gerät. 2- ROLAND

Friedemann – Ich leg mein Wort in Euer Ohr CD (12.09.2018)

(Exile On Mainstream Records / www.mainstreamrecords.de)
So richtig kennengelernt habe ich Friedemann erst mit seiner letzten Veröffentlichung „Unterwegs“, auf der er live, ohne viel Schnickschnack eine super Performance hingelegt hat. Und auch auf seinem neuesten Werk „Ich leg mein Wort in euer Ohr“ verzichtet er auf großes Brimborium. Größtenteils allein, nur mit Gitarrenbegleitung liefert er insgesamt 14 Songs ab, die einen ergreifen müssen. Er braucht einfach keine große Instrumentalisierung, denn wenn er will, klingt er mindestens genauso intensiv und wütend wie eine ganze Band. Inhaltlich bleibt er oft politisch und gesellschaftskritisch, aber zeigt auch persönliche Aspekte seiner Person. Gerade diese Vielschichtigkeit zeichnet die Platte aus und gibt ihr einen einzigartigen Charakter. Sie zieht einen in ihren Bann und es macht Spaß in den Texten zu versinken, auch wenn es nicht immer einfacher Stoff ist. Wenn man dann noch im beiliegenden Buch blättert und tiefer in die Materie eintaucht, kommt man auch nicht mehr so schnell raus. „Ich leg mein Wort in euer Ohr“ ist eine großartige Scheibe, die einen einfach nicht kalt lassen kann. Kaufen, anhören und nachdenken! Note: 1- East Side Daniel

Akne Kid Joe – Karate Kid Joe LP / Digital (04.09.2018)

(Kidnap Music / www.kidnapmusic.de)
Kidnap Music haben immer wieder interessante Bands am Start und man kann nie sagen was einen wirklich dabei erwartet. So auch bei Akne Kid Joe, gleich vorweg, es nicht ganz mein Cup Of Tea und dass hat nichts mit der Aufmachung der Promo zu tun. Die find ich übel, eine Papphülle mit aufgeklebten Cover und eine selbstgebrannten CD-R (Nasty wusste nicht, dass das Original als LP erscheint und deshalb sein kleiner Unmut). Kommen wir zum Debut der vier Nürnberger, dass nach 1,5 Jahren auf die erste 4 Song Ep nun folgt. Die 4 Songs wurden laut Beipackzettel etwas flotter neu eingespielt + 9 weitere Songs und Intro. Die Stimme find ich ziemlich cool, rotziger „Deutsch“Punk, der mich ein wenig an Claus von Knochenfabrik erinnert. Musikalisch nervt mich das Keyboard brutal, dafür ist der restliche Sound ein Mix aus schrammeligem PunkROCK mit NDW Einflüssen. Die Band macht es einem echt nicht einfach, find ich es jetzt Scheiße, doch nicht so schlecht oder was auch immer. Vielleicht versteh ich keine Ironie, aber das Intro zu „Eine zündende Idee“ trifft den Nagel auf den Kopf. Hört bei Youtube selbst mal rein. -nasty-