Category Archives: Reviews (Aktuell)

Tough Magazine # 1 (27.09.2014)

Tough(www.toughmagazine.de)
In den heutigen Zeiten ist es schon überraschend und überaus löblich ein Fanzine zu gründen und das auch noch in Form einer Printausgabe. Trotzdem muss sich natürlich auch ein Neuling in der Zinelandschaft an seiner Qualität messen lassen. Die lässt hier leider arg zu wünschen übrig, denn wer die Titelstory mit „großes Interview zum neuen Album“ ankündigt, von dem erwarte ich mehr als nur vier halbgefüllte Seiten und oberflächliche Fragen. Das zieht sich leider durch das gesamte Heft, denn wer auf Tiefgang hofft, wird hier enttäuscht werden. Warum die Eingangsfrage fast jeden Interviews die nach dem Verbringen des Jahreswechsels sein muss, erschließt sich mir wirklich nicht. Wie den die Interviewpartner gefeiert haben, interessiert mich nicht die Bohne. Und wer bisher dachte, dass das PLASTIC BOMB die Rechtschreibfehler für sich gebucht hatte, wird hier ebenfalls eines besseren belehrt. Denn das toppt das TOUGH locker. Angesichts eines Umfangs von nicht einmal 50 Seiten – bei denen fast immer die Hälfte der Seite aus Bildern oder einfach nichts besteht – ist es wirklich kein Wunder, dass ich die Ausgabe bereits auf dem Hinweg zur Arbeit ausgelesen hatte. Für den Rückweg war daher Langeweile angesagt und das mag ich überhaupt nicht. Trotz aller Schwächen, kann ein Zine natürlich noch durch seinen Inhalt bzw. die Auswahl der Bands punkten. Aber auch hier Fehlanzeige. Das Titelbild zieren die KRAWALLBRÜDER. Ich weiß, dass viele die Band mögen und sie auch oft beteuern, nicht in die Grauzonenecke zu gehören, aber wer auf Festivals wie dem G.O.N.D oder dem SPREEWALDROCK spielt, braucht sich nicht über Anfeindungen aus der Szene wundern. Ich komm aus der Nähe des Spreewalds und kenne diese Veranstaltung. Ich kenn auch das Publikum und das ist mehr als Grauzone und besteht zu 90% aus absoluten Vollpfosten! Jede Band, die etwas auf sich hält, sollte diese Festivals nicht mit ihrer Anwesenheit „beehren“. Sorry Jungs, aber beim Thema BO, diesem Frankfurter Pestgeschwür, reagiere ich seeehr allergisch. Nennt mich verbohrt, es stört mich nicht! Gleichen Vorwurf muss ich leider auch den Kollegen von BERSERKER machen, die ebenfalls in dieser Ausgabe vertreten sind. Darüber hinaus finden noch VIER PROMILLE, PLATZVERWEIS, VERSUS YOU, EMSCHERKURVE 77 und COR einen Platz im TOUGH. Einige der Bands und auch die, die für die Ausgabe Nummer 2 angekündigt sind, sollten sich stark überlegen, ob sie in einem solchen Umfeld stattfinden wollen. Note: 5 East Side Daniel

Klotzs – Schwarzer Planet 10″ (inkl. CD) Vinyl EP (04.02.2014)

klotz(Tumble Weed Records / www.tumbleweedrecords.de)
Ein Blick in die Discographie verrät, die Jungs hier haben schon einiges an Material veröffentlich. Ist auch kein Wunder, denn KLOTZS sind seit 1996 aktiv. An mir sind sie bisher aber völlig spurlos vorbeigerauscht. Warum eigentlich? Keine Ahnung! Ihre Mischung aus EA80 (mit denen sie sich auch eine Split-Single teilen), KALTFRONT, BOXHAMSTERS und FLIEHENDE STÜRME kommt jedenfalls super bei mir an. Bereits das Cover versprüht mit seiner schwarz-weiß Optik einen angenehm düsteren Charme. Schlicht, aber ansprechend und in Bezug auf die Texte informativ. Der Sound passt auch wie Arsch auf Eimer zum Artwork, denn auch hier herrscht über alle sechs Tracks ein melancholischer Unterton. Als erstes fällt der dröhnende Bass auf, der die gesamte Zeit einen warmen Klangteppich bildet, auf dem sich die Gitarre, die Drums und der Gesang ausbreiten können. Am erstaunlichsten ist aber, dass KLOTZS gerade Mal aus zwei Leuten bestehen. Was andere Bands in voller Besetzung nicht auf die Reihe bekommen, scheinen „i.n.g.e.“ und „p.f.x.x.f.“ mühelos im Studio eingefangen zu haben. In jüngerer Vergangenheit ist mir kaum eine Platte untergekommen mit einem derart satten und mitreißenden Sound. Die etwas verklausulierten Texte fügen sich abschließend noch perfekt ein und runden das Gesamtbild ab. Wer es also etwas düsterer und ruhiger, aber dennoch druckvoll und packend will, unbedingt mal reinhören! Note: 1- East Side Daniel

Huge Puppies – Motorbike MCD (09.08.2013)

Huge Puppies(Facebook.com/hugepuppies)
Mit einem soliden Mix aus den Mad Caddies, den Voodoo Glow Skulls und einer großen Portion kalifornischem Punkrock-Feeling gehen die 6 Schweizer auf ihrer neuen 5-Track Ep zu Werke. Mir waren sie bisher vollkommen unbekannt, aber laut ihrer Internetseite haben die Jungs auch schon 2012 vor den Dropkick Murphys die Bühne warm gespielt und Namedropping hin oder her, letztendlich kann sich der Sound durchaus hören und sehen lassen. Sicher ganz neu ist das alles nicht, aber allein der erste Song der als lupenreiner Reggae durchgeht, hätte auch von den Mad Caddies kommen können. Nach einem astrein relaxten Start mit „Backup Against Myself“ werden dann jedoch die Zügel etwas fester in die Hand genommen und es wird eine kräftige Schüppe Punkrock draufgelegt. Schade, denn der entspannte Sound des ersten Songs stand den Jungs sehr gut. „Breakfast“ ist somit ein klarer Punkrocksong mit dezenten Bläsern im Hintergrund. Danach wird dann ein erneuter Haken geschlagen und wir kommen zu dem Einfluss der Voodoo Glow Skulls. Mit „Depressed Viking“ bewegen sich die Huge Puppies auf einem relativ hektischen Terrain das sich eindeutig im schnellen Ska-Punk wiederfindet. Objektiv betrachtet ziehen die Schweizer auf der Ep sämtliche Register von schnellen Punkrock-Songs, über Ska-Punk bis hin zum Reggae. Auch bei „Chopin’s Melody“ versuchen sich die Jungs dann nochmal am Reggae und wieder muss ich feststellen, das mir gerade die beiden Reggaesongs am besten gefallen. Den Abschluss macht dann nochmal „To The West“ mit geradlinigem Punkrock der durch die Bläser zusätzlich aufgepeppt wird. Auch wenn mich die anderen 3 Stücke nicht unbedingt aus Latschen hauen, können die beiden Reggae-Stücke durchaus begeistern. Die Jungs haben ein gutes Gefühl für entspannte Klänge gepaart mit kalifornischer Romantik die ich so, wie bereits erwähnt, eher von den Mad Caddies gewohnt bin. Mit den anderen 3 Songs liefert die Band zwar nicht schlechtes ab, aber es wird eben auch nichts wirklich neues geboten was man von anderen Bands nicht auch schon gehört hätte. Wer die erwähnten Bands gerne hört sollte hier einfach mal reinhören! Note: 3  Daniel

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