Category Archives: Reviews (Aktuell)

Dirtbox Disco – Legends  CD (28.02.2013)

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Hoppla, was ist das denn? Absolut schmissige Melodien, treibende Geschwindigkeit und einprägsame Chöre stechen hier sofort aus der Masse. Dirt Box Disco, mir bis dato vollkommen unbekannt, hauen hier einen raus das es sich gewaschen hat. Bei dem grausigen Cover der CD hatte ich erst was anderes erwartet, aber die Scheibe entpuppt sich dann doch als wirklich gelungenes Teil. Die Jungs aus England haben wahre Energie im Blut und kreieren hier ihre Version von modernem Punkrock. Stellt euch einen Hybrid aus den Ramones und Twisetd Sisters vor, der mit einem Schuss Anti-Flag auf einen modernen Stand gebracht wurde. Hier verschmilzt gekonnt, früher Punkrock mit vielen modernen Elementen, bei dem sich die Band ihrer Sacher auch noch ziemlich sicher ist. Mit insgesamt 13 Songs wird hier mit Melodien nicht gegeizt und so sitzt mancher Song nach nur wenigen Durchläufen schon recht schnell im Ohr fest. Die Gitarre wirkt zwar an manchen Stellen etwas übersteuert, was der Sache an und für sich aber keinen Abbruch tut, sondern hier die Eigenständigkeit nochmal unterstreicht. Nach etwa zwei bis drei Durchläufen stellt sich unwillkürlich ein gewisser Wiedererkennungswert ein mit dem mich die Scheibe recht schnell überzeugen konnte. Dazu kommt obendrein das pikante Tempo mit dem die Engländer wahre Spielfreude zum Vorschein kommen lassen. Songs wie „Rock’n’ Rolla“ , die mit Textzeilen wie „.. I Love the U.K. Subs and I Love G.B.H….etc.“ glänzen, beweisen eindeutig, dass die Jungs ihr Herz am richtigen Fleck tragen und wissen worum es geht. Hier werden zwar viele alte Bands genannt, aber der Sound wirkt trotzdem eine ganze Ecke moderner. Die Scheibe besticht eben durch eine gute Auswahl an altbewährtem Punkrock mit einem dicken Schuss Pop, der immer wieder auch zum Teil sehr amerikanisch klingt, aber das ganze nicht zu soft werden lässt. Stets wird Wert auf die Nähe zum Rock’n'Roll gelegt,der dann für die Nähe zu Bands wie den Twisted Sisters steht. „Legends“ versprüht von Anfang an ein hohes Maß an gute Laune, das sich mit den immer wieder auftauchenden mehrstimmigen Chören auch bis zum Ende hält. Für die letzten trüben Tage des Winters genau die richtige Schnittmenge um sich langsam auf den bevorstehenden Frühling einzustimmen. Hört hier rein, die Scheibe hat meiner Ansicht nach wirklich einiges auf dem Kasten! Dirt Box Disco stehen für unkomplizierten Punkrock der schnell rein läuft und sehr zackig zum mitgehen einlädt. Note: 2  Daniel

INCOMING LEERGUT – GIVE! GIVE! CD (24.01.2013)

f9494_incoming_leergut_-_give_give_(Weird Sounds)
Wer bei dem Bandnamen an einfachen Deutschpunk denkt, wird garantiert enttäuscht! Incoming Leergut, die hier mit ihrer zweiten Scheibe in den Startlöchern stehen, umfahren geschickt den klischeebeladenen Deutschpunk und haben ihre Wurzeln dafür eher im sonnigen Kalifornien der 90er Jahre. Wem Bands wie No Fun At All, Propaghandi, Satanic Surfers oder auch Strung Out noch ein Begriff sind, der könnte hier genau an der richtigen Adresse sein. Die drei Krefelder haben ganz klar ihre Vorbilder in diesem Bereich, jedoch entfernen sich die Jungs schon allein durch ihre deutschen Texte gekonnt von ihren Einflüssen. Mit Songs wie „Never Trust A Langhans“, in dem man gepflegt und doch sehr diskret den Hippies zeigt was man von ihrer einstigen Revolution hält, oder auch dem Stück „Käsetheke“, in dem auf gewisse Verhaltensweisen unserer ach so korrekten Gesellschaft näher eingegangen wird, beweisen die Jungs durchaus Geschick im Verpacken ihrer Kritik. Untermalt wird das ganze dann mit einem kräftigen Schuss Punkrock der auch den ein oder anderen Fetzen aus dem Bereich des Melody-Core intus hat. Es gibt an den passenden Stellen einprägsame Backgroundchöre, kräftige Bassläufe und eben jede Menge Melodie. Auch wenn die richtigen Hits hier noch ein bisschen rar gesät sind, fahren die Jungs dennoch einen ganz angenehmen Kurs und sind mit Songs wie unter anderem „Zu Viel Wut“, der textlich ebenfalls absolut überzeugen kann, auf dem richtigen Dampfer. Incoming Leergut vermeiden es generell zu plakativ zu werden und kaschieren das mit intelligenten Texten die reif wirken und dennoch den Humor nicht unbedingt außen vor lassen. Meiner Ansicht nach könnte zwar an manchen Stellen vielleicht das ein oder andere direktere Wort fallen, aber ich denke das ist schon so gewollt von den Jungs und tut der Scheibe musikalisch auch keinen Abbruch. Letztendlich ist den Jungs hier eine angenehme Scheibe gelungen die eben deutlich in  der Tradition der oben erwähnten Bands steht und damit gekonnt in dem Bereich Skate-Punk und Melodic-Core mit deutschen Texten beheimatet ist. Wer jetzt neugierig geworden ist, der kann die Scheibe zum einen über das noch recht junge und frische Label Weird Sounds beziehen oder aber über die Band selbst. Fans des kalifornischen Punkrocks sollten hier auf jeden Fall mal ein Ohr rein hängen.  Note: 3  Daniel

Razorblade – Single collection 1 Digipack CD (29.05.2012)

(www.rebellionrecords.nl)
Großartige Zusammenstellung von 4 Singles / EPs, die es bisher noch nicht auf CD geschafft haben.Auch die beiden Deutschen Tracks „Hart wie Stahl“ und „Die Jungs“ sind hier vertreten. 4 weitere Tracks wurden von Sampler verwendet, so das diese, auf 280 limitierte CD, auf insgesamt 13 Songs kommt. Auch hier wird wieder ein 6-fach ausklappbares Cover angeboten und alle Cds sind handnummeriert. Klasse Release einer Band, die Ich mag. Schön rauher, einfacher Sound der Straße, der Dir ohne Umwege direkt in dein Fressbrett knallt. Fuckin`Great! 1 FRANK-

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