The Tex Avery Syndrome – Origin CD (01.10.2019)

(Noizgate Records / www.noizegate.com)

Wieder mal so eine Band, von der ich noch nie etwas gehört habe. Ein gutes Zeichen dafür, dass es im Untergrund immer noch rumort und immer neue Bands nach kommen. Das Info schreibt was von einer der „abgedrehtesten Bands“ Deutschland. Das macht neugierig. Der Opener „Long Desert Run“ schickt einen erstmal auf eine falsche Fährte, beginnt er doch düster akustisch, dass ich eher Musik in Richtung King Dude erwartete, aber nach dem Intro wird es doch metallisch, Midtempo, eher Metalcore als Metal im klassischen Sinne, mit einem echt coolen Refrain, der einem schon das Desertfeeling vermittelt. Super Einstand. Danach geht es weiter mit zwei Midtempo Stampfern, was auch so der einzige Kritikpunkt an „Origin“, die Songs sind alle in einem Tempo, die Band hätte sich ruhig mal trauen können, das Gaspedal durchzutreten. Aber es passt zu den Einflüssen, man hört in den Gitarren desöfteren Crowbar und Down Anleihen, „Pendulum“ oder „Closure“ sind da gute Beispiele. Für Abwechslung ist aber dennoch genug gesorgt, denn die Stärken kommen richtig zur Geltung, wenn die eingetretenen Pfade verlassen werden und die Band sich anderen Strukturen öffnet. „Pulling Teeth“, auch mein persönlicher Hit, beginnt mit wütendem Gesang über eine zerbrechliche Gitarre und steigert sich im Verlauf zu einer Hymne mit fetten Riffs und einem gutplatzierten Gastpart vom 36 Crazyfists Frontmann, der dem Gehate der Sängerin Laura einen harmonischen Gegenpart bietet. Echt geiles Stück, können Slipknot nicht besser hinbekommen.
Mein zweiter Lieblingssong ist „All is not lost“ der ganz klare Hardcoreeinflüsse vorweist und dann auch noch ein Feature vom First Blood Sänger hat. Mit „Betrayer“ kommt noch ein epischer Abschlußtrack, der ein gutes, abwechslungsreiches, modernes Metal Album abrundet. Fazit: Gute Sängerin mit zahlreichen Stimmfacetten, gute Musiker und Songs, in denen es viel zu entdecken gibt. Dazu kommt noch ein schick gestaltetes Digipack. Empfehlung. 2 ROLAND

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