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SON OF A BASTARD FESTIVAL RÜCKBLICK (06.04.2014)

Nachdem es beim Bericht für das Endless Summer Festival 2013 schon so einen Spaß gemacht hat, den Bericht in Co-Moderation mit Dirk vom Nameless Magazin zu schreiben, haben wir uns auch für den Bericht zum Son of a Bastard – The Ride 2014 dazu entschieden. Dirks Teile haben sind FETT markiert. Den Bericht findet ihr auch im Nameless Magazin. Viel Spaß beim Lesen. Cheers Mira

So ein Festival sorgt ja immer gerne für eine riesige Vorfreude, ganz besonders aber das große Treffen der Sunny Bastards Familie. Am Festivalfreitag habe ich zum Glück bereits frei, so dass ich ganz entspannt in dieses Wochenende starten kann. Nach einer letzten Stärkung geht es gegen 15 Uhr mit Saskia Richtung Turbinenhalle. Christian und Sunny sind auch schon da und so können wir gleich damit beginnen den Merch-Stand aufzubauen. Unsere Nachbarn von United Kids Records sind auch schon am Start, nur die neuen Nachbarn von Hidden Needles lassen noch etwas auf sich warten. Ach und da ist ja auch noch der Moppa, der zwar bei uns am Stand steht, sich aber alleine durch den Vier Promille-Merch kämpft! Respekt! Die Zeit bis zum Einlass vergeht wie gewohnt viel zu schnell und so wird es am Ende noch richtig hektisch, als sich die ersten Leute schon an der Kasse anstellen. Damit hat auch schon die erste Arbeitsschicht begonnen und wenig später beginnt auch der offizielle Teil des Abends: die Brigade S. betritt die Bühne. Da mache ich mich doch auch mal wenigstens für 1-3 Lieder auf den Weg in die Halle für ein paar Fotos. Aber sag mal Mira, wo bleibst du eigentlich?

BrigadeGerade angekommen. Ich sag dir, dass war ein Stress! Leider hatten wir nicht alle frei heute und konnten deswegen erst später los….Trotzdem schaffen Phil, Jazzmin, Frank und ich es pünktlich zu Brigade S.am Start zu sein.
Ihr wart am Merch-Stand ja schon richtig fleißig, wie ich sehe…So jetzt aber erstmal fix in die Halle und den ersten Akkorden von Brigade S. lauschen. Auf diesen Moment hab ich nun schon seit Wochen hingefiebert. Ein grandioses Wochenende steht uns bevor, dass uns sicherlich den ganzen Alltagsstress auf einen Schlag vergessen lässt. Die Jungs aus Wanne- Eickel sind ein super Opener für unser Familientreffen und der Auftritt gefällt mir bislang richtig gut. Die Halle ist noch nicht brechend voll, aber es sind doch schon n paar Leute hier um Brigade S. zu unterstützen. Bevor dann gleich Rogers auf der Bühne stehen, bin ich mal Backstage die Thekencrew, Frank, Gawo, Stefan und Oliver begrüßen. Die Jungs sorgen dafür, dass dieses Wochenende keiner von uns nüchtern bleiben wird…..Wie gefällt dir denn der Auftritt? Genug von Hackfleisch, Bier und Titten?

Hackfleisch, Bier und Titten? Ich bin schon wieder am Stand. Brigade S. habe ich nur kurz gesehen, das hat mir aber gefallen. Wirklich cool, dass die Halle schon einigermaßen gefüllt ist. Meine erste Schicht geht jetzt auch gleich zu Ende. Gerade hat so’ne Madame ihr Bier über unsere CDs gekippt und nun muss ich erstmal putzen. Super Sache! Zu Rogers schaffe ich es genau so in die Halle, dass ich es noch auf 2 Fotos und ein halbes Lied bringe! Naja, zum Glück gibt es ja die „4 von der Tankstelle“ und die versorgen mich ja schon etwas länger. OHL haben mittlerweile angefangen und können mich irgendwie nicht so wirklich begeistern. Dieses neue Zeux geht mir aber auch eher auf die Nerven. Aber OHL waren ja auch schon immer eher was für kleine Läden. Es gibt ja zum Glück noch Bier. Bei euch am Stand scheint ja auch alles zu laufen. Haste also endlich mal angefangen zu arbeiten? Bist ja nicht zum Vergnügen hier!

OHLNa klar! Ich unterstütze Saskia und Wiebke, gerade allerdings nur als Springer, heißt ich versorge die beiden mit reichlich Bier. OHL haben mich irgendwie auch nicht wirklich begeistern können. Berserker bekomm ich ebenfalls nur am Rande mit, was ich ehrlicherweise nicht ganz sooo tragisch finde. Ist keine schlechte Band, aber nicht ganz meine Welt. Da organisier ich doch lieber mal ne Rolle Zewa von den Tattoogirls, falls noch ein Besoffski Bier verschüttet.
Gleich hab ich hier auch Feierabend und werde mir 4 Promille angucken gehen. Da fällt mir ein, ich bekomm ja noch n Shirt von den Düsseldorfern, da deren Merch ja ne Zeit in meinem Keller gelagert wurde, ich bin dann mal bei Moppa…
Wo treibst du dich grade rum?

Berserker sind auch nicht so ganz meine Welt! Aber da ich die Berliner mag und Schröder grad schon so böse von der Bühne runterguckt, sag ich da mal weiter nix zu! Lieber wieder Bier! Die Mädels am Merch-Stand wollen mich auch irgendwie nicht dahaben und das obwohl ich Bier mitgebracht habe. Da geh ich doch mal ein wenig im Backstage spazieren. Dort macht Christian gerade höchst persönlich eine Runde Mexikaner fertig, der dann vor den Augen des Schulermittlers vertilgt wird. Tja, man kann halt nicht alle Schäfchen retten! Jetzt aber mal endlich wieder Musik: 4 Promille stehen auf der Bühne und da gehe ich jetzt auch hin. In der hinteren Ecke (der Bühne – um hier keine Missverständnisse zu erzeugen) wird nämlich ganz ordentlich gefeiert und da habe ich jetzt auch Lust drauf. Schön das auch das Publikum ordentlich mitfeiert. 4 Promille geben zwar wieder ordentlich Gas, aber irgendwie hab ich vermutet, dass die Leute eher wegen Berserker und Toxpack da sind. Aber das mit dem Denken ist ja häufiger mal so’ne Sache! Ich gehe jetzt auf jeden Fall erst mal in den Graben und fotografiere die feierwütige Meute! Und wo feierst du?

4PromilleIch schau mir 4 Promille zuerst von oben und dann auch aus der Ecke auf der Bühne an und für mich ist es bislang einer der besten Auftritte an diesem Tag. Allerdings bin ich da wohl auch etwas befangen, da ich sowohl die Musik als auch die Musiker ganz gut leiden kann. Übrigens vergeht mir die Zeit schon wieder viel zu schnell…
4 Promille beenden ihren Auftritt natürlich wie gewohnt mit dem Dauerbrenner „Ich werd mich ändern“. Ein Partyklassiker der erwartungsgemäß richtig gut ankommt. In unserer Ecke singt nun auch jeder mit absoluter Hingabe mit. Wunderbarer Moment!
Gleich kommen dann Toxpack – auf die freu ich mich wie Sau! Eins meiner Highlights auf diesem Festival! Ich bin da auch ganz subjektiv… is eine meiner Lieblingsbands und deswegen is der Auftritt für mich auch der absolute Knaller! Jeder einzelne Song wird abgefeiert und lauthals mitgesungen. Ich habe die Befürchtung das wird sich morgen rächen!! Das Publikum feiert bei Toxpack ordentlich und die Stimmung ist großartig. Wie schauts denn bei dir aus? Bist du auch so begeistert wie ich?

Ich hänge noch dem 4 Promille Auftritt etwas hinterher. Ich bin durch die Meute gewandert und auch wieder auf der Bühne gewesen, um den Auftritt so richtig auszukosten. Denn leider ist bei Toxpack meine große Pause zu Ende und ich muss nach ein paar Songs zurück zum Stand. Es ist aber einfach jedes Jahr immer wieder geil mit Leuten von der Crew, ein paar Bandmitgliedern sowie Freunde von denen und mit wem auch immer, der gerade Zeit hat, auf der Bühne oder im Graben zu feiern. Großartige Momente sind dort schon geschehen und verdeutlichen mir immer wieder, dass das hier wirklich ein Familienfest ist. Bevor das mit Toxpack losgeht, gehe ich noch mal am Stand vorbeischauen und schaue mir die ersten Alkoholopfer an, wie sie von Freunden aus der Halle getragen werden. Da ist Toxpack aber dann doch interessanter und viel Zeit habe ich ja nicht mehr! Die Stimmung in der Halle ist wirklich großartig und die Band ist es sowieso. Aber ich muss nu zum Stand zurück! Mal gucken was die Vorhalle so an Unterhaltung bietet! Und bei dir? Suff und wilde Spiele?

ToxpackIch kann dir nur zustimmen, es ist einfach ein tolles Gefühl, Teil dieser Familie zu sein. Der Auftritt von Toxpack ist wie schon erwähnt einfach nur saugeil! Schade, dass die Zeit so schnell vergeht und der erste Tag sich schon dem Ende neigt. Von mir aus könnte der Abend noch ewig weitergehen! Nachdem Toxpack ihren Auftritt beendet haben, mach ich noch ne kleine Runde durch die Halle und verabschiede mich so langsam von den bekannten Gesichtern… morgen will ich ja fit sein! Ein bis drei Schnaps bei der besten Thekencrew der Welt sind aber definitiv noch drin! Hier sei mal erwähnt, dass der selbstgemachte Schnappes von Ivo ziemlich süffig und lecker war….Zum Schluss schau ich nochmal am Merch-Stand vorbei und dann geht’s auch schon los Richtung Heimat… ich freu mich schon auf morgen! Du bist noch fleißig?

Na aber sicher! Hier geht die Arbeit erst los. Es ist noch gut was los in der Vorhalle. Tim Hackemack erklärt und verkauft fleißig seine Bilder, ein paar Leute pennen auf den Treppen, bei Hidden Needles Tattoo wird gerade ein Arsch mit nem „Hallo Kitty“-Tatto verschönert und wir am Merch-Stand haben auch noch ein bisschen was zu tun. Als dann endlich mal alle rausgeschmissen wurden, geht es im Backstage noch weiter mit Bier und Schnaps (wer mag oder sich nicht gegen Ivo wehren kann)! Irgendwann lösen wir auch diese Runde auf und es geht kuschelig im Van zum Hotel. Dort treibt es allerdings noch nicht alle ins Bett. Mike, Phil, Jazz, Saskia und ich machen es uns noch in Mikes Zimmer gemütlich bis auch diese Party von Sunny beendet wird… So eine Spielverderberin!!

Am nächsten Morgen bin ich Sunny dann doch recht dankbar für das Beenden der Party ein paar Stunden zuvor. Mir geht es gut, ich bin motiviert und mache mich recht zügig fertig und auf den Weg zu Halle. Da dort noch keiner ist, gehe ich erst mal in einer der nahe gelegenen Burgerbratereien frühstücken. Als ich wieder an der Halle ankomme, kommen auch Christian sowie Gimp Fist an, mit denen es dann gleich wieder zurück zur Burgerbraterei geht. Als wir zurückkommen, können wir endlich rein und können den Tag vorbereiten. Saskia hat es bisher noch nicht aus dem Bett geschafft und in einer Stunde ist schon Einlass! So langsam könnte ich mal Hilfe gebrauchen! Auch wenn ich weiß, dass du noch nicht dran bist aber: WO BLEIBST DUUUU?

Ich fliege! Ich kann Saskia aber verstehen, ich bin heute auch ewig nicht aus dem Bett gekommen. Nach ca. 10 Kaffee, die mir Frank freundlicherweise ans Bett gebracht hat, hab ich es dann auch endlich geschafft aufzustehen. Dann musste ich aber noch zu Jazz und Phil, Katzen-Ersatz-Mama spielen und die beiden süßen Stubentiger versorgen. Zu guter Letzt hab ich via Handy auch noch ne Essensbestellung bekommen, die ich freundlicherweise samt Cola mit in die Halle nehmen konnte.
Ich bin dann auch tatsächlich pünktlich zum Auftritt von Aggressive da. Ich möcht die Jungs bei ihrem ersten Auftritt aber auch definitiv unterstützen und deswegen gibt’s nur ein kurzes Hallo am Merch-Stand. Meine Schicht beginnt ja auch erst später. Daniel, Gawo, Timo und David rocken ganz gut ab und ich freu mich für die Band, dass schon ein paar Leute es geschafft haben, pünktlich da zu sein. Wer Aggressive verpasst hat, hat ja bald nochmal die Gelegenheit sich von dem Talent der Jungs zu überzeugen. Am 12.04. in Essen. Bevor Control anfangen bin ich mal Backstage um alle zu begrüßen und mir was zu trinken zu holen… halt dich fest… es wollte mir erst keiner glauben… ich hab mir mal n Wasser bestellt! Vielleicht wird dadurch meine Stimme auch mal wieder n bisschen besser. Wo treibst du dich rum?

Gimp FistIch arbeite natürlich fleißig. Schließlich soll ja auch der Merch von Gimp Fist und The Senstives an den Mann und die Frau gebracht werden. Die haben ihren nämlich eben bei uns abgegeben und für die macht man das doch gerne. Aggressive und Control habe ich mir jeweils nur für ein paar Fotos angeschaut. Was ich gesehen habe, hat mir aber ganz gut gefallen. Nun stehen Hounds & Harlots auf der Bühne und liefern einen verdammt geilen Auftritt ab. Die haben mich letztes Jahr mal direkt schwer begeistert – erst mit deren Auftritt im Tube und dann mit ihrem Album. Ich muss auf jeden Fall gleich noch daran denken, mir die neue Split mit Gimp Fist zu holen. Leider ist es bisher immer noch sehr leer in der Halle. Das haben die Bands absolut nicht verdient. Aber irgendwer muss ja anfangen…! Nach ein paar weiteren Minuten am Stand gehe ich zu den Eastside Boys in meine erste „Pause“. Die Band macht einfach immer wieder Spaß. Ich verstehe einfach nicht, warum die Ostseitenjungs auf der Westseite nicht mehr Anklang finden. Einfach eine geile und sympathische Band. Immerhin hat die Band auf der Bühne Spaß und einige Leute vor der Bühne feiern ja auch mit. So… und jetzt gehe ich mal gucken, ob du auch ordnungsgemäß deinen Dienst angetreten hast, bevor es gleich mit Emscherkuve 77 und The Sensitives weitergeht.

H&HHounds & Harlots gefallen mir unheimlich gut. Ich fand die ja letztes Jahr in der Punkeria schon klasse. Die Split hab ich mir ebenfalls schon gesichert! Ich werd auch nach Münster fahren und mir die Band nochmal ansehen. N bisschen schade, dass die drei Jungs so früh dran sind heute, finds aber gut, dass die Meute schon richtig abgeht. Jetzt beginnt meine Schicht, ich bin dann mal am Merch-Stand. Dadurch bekomm ich von Eastside Boys leider nicht wirklich was mit. Emscherkurve 77 und Sensitives seh ich ebenfalls nicht wirklich. Ist mittlerweile ja echt was los hier. Mit Jazzmin macht arbeiten richtig Spaß und so verfliegt die Zeit hier am Stand. Gimp Fist seh ich leider auch nur einen Teil, aber das was ich noch gesehen habe, gefällt mir sau gut. Ich mag die Band ja sowieso ziemlich gern und freu mich immer, wenn ich se live sehen kann. Gleich kommen dann Evil Conduct, auf die freu ich mich ja auch schon total. Auch wenn schon oft gesehen, immer ein Erlebnis und immer ne Garantie für ne geile Party. Mir geht’s mittlerweile auch schon wieder richtig gut, ich denke es ist Zeit für Pfeffi. Ich bin dann mal schnell mit Björn und Lea Backstage und trink mir einen, bevor die Holländer die Bühne rocken. Du bist schon im Graben vor der Bühne?

Soviel zu tun? Jaja… is klar! Apropos „Genug zu tun“ – Emscherkurve 77 (let’s go) stehen auf der Bühne und machen wieder mal ordentlich Spaß. Die Halle ist immer noch nicht wirklich voller geworden, es feiern aber trotzdem einige Leute. Leider wird es nach Emscherkurve 77 dann erst mal richtig leer. Gibt’s am Stand Freibier? Jetzt kommen doch The Sensitives! Auch die gehen wieder von der ersten Minute an ab und stören sich mal überhaupt nicht an der großen Bühne und den wenigen Zuschauern. Es scheint mir aber so, dass von Lied zu Lied doch immer mehr Leute mal ein Blick in die Halle werfen und die scheinen auch nicht abgeneigt zu sein von dem was sie sehen und hören. Gute Musik überzeugt halt einfach! Nun muss ich mir noch schnell ein paar Lieder von Gimp Fist anhören, denn gleich geht es für mich wieder zurück an den Stand. Einfach nur geil, was die 3 Jungs da abliefern, wieder und wieder! Auch so eine Band, die einfach deutlich viel mehr Publikum verdient hat. Wo seid ihr denn immer alle wenn es um gute Musik geht? Zu Evil Conduct verlasse ich den Stand dann mal kurz für ein paar Lieder. Huch, was ist denn hier passiert? Die Halle ist deutlich voller geworden und die Stimmung ebenfalls ordentlich gestiegen. Sehr schön! Das Evil Conduct wieder mal verdammt gut sind, muss ja jetzt nicht unbedingt schon wieder erwähnt werden! Ha ha! Dann gehe ich mal wieder arbeiten! Und du?

E.ConductJa wir haben uns jetzt nicht zu Tode geschuftet, aber ab und an haben wir schon was an den Mann bzw. an die Frau bringen können. Ich persönlich freu mich ja schon auf Gumbles und Volxsturm! Jetzt aber erstmal Dutch Ska Express! Mal n bisschen Abwechslung und die scheint auch richtig gut beim Publikum anzukommen. Die Halle ist deutlich voller als noch heute Mittag, aber es würden schon noch n paar Menschen hier Platz finden. Der Stimmung merkt man das zum Glück nicht an. Ich schau mal bei den Mädels vorbei, die diversen Besuchern Farbe unter die Haut jagen und guck mir die mitgebrachten Bilder an, schließlich hab ich ja auch noch freie Fläche, die bunt werden soll….
Schnell den fleißigen Bienen am Merch-Stand noch n Bier bringen und dann wieder in die Halle. Ich hab ja erst zur letzten Band wieder ne Springerschicht, deswegen nutz ich mal meine Zeit für einige Konversationen und den ein oder anderen Schnaps. Hast du mittlerweile wieder frei oder musst du noch n bisschen?

Was? Wie? Warum bringst du mir eigentlich nie Bier? Pah! Ich hab zu Dutch Ska Express wieder frei und schaue mir mal an, was die so können. Recht viel muss ich sagen! Ein wenig Ska tut, zwischen dem ganzen Krach hier, ja wirklich mal gut. Ja es ist voller geworden und es wird getanzt, aber bei Evil Conduct waren dann doch vorhin mehr Leute in der Halle, oder? Zum Schluss gibt es dann noch eine kleine Kurz-Reunion von Mr. Review. Dr. Rude hat kurz vor dem Festival noch schnell mitgeteilt, dass er mit Dutch Ska Express zusammen ein paar Mr. Review Songs spielen will. Das tut er nun auch und es ist wieder verdammt geil! Die Band wird auf jeden Fall fehlen. Fehlen tut mir auch was, nämlich „Rainy Day“, aber man kann ja nicht alles haben. Hat mir beides gut gefallen. Und nun heißt es Biervorrat auffüllen und ab auf die Bühne: Die Gumbles Punkrockshow startet. Party, Bier, Gesang, Party, …! So soll datt sein! Im Graben, auf der Bühne und vor der Bühne wird ordentlich gefeiert. Diana hat gleich auch mal eine Abordnung lebender Litfaßsäulen in Randale Records Shirts auf die Bühne geschickt! Schleichwerbung!!! Während die Band fleißig ihre Hits vorspielt, rennt Mike noch fleißiger über die Bühne und versorgt alle mit seinem Rhabarberschnaps. Da trinkt man auch schon mal während des Gitarrespielens. Leider ist der Auftritt wieder mal viel zu schnell vorbei! Apropos schnell: Ich geh mal schnell Bier holen bevor Volxsturm loslegen…

Anscheinend verpassen wir uns immer allerdings warst du auch meistens schon versorgt… Volxsturm find ich großartig, gefallen mir live immer gut und liefern auch heute wieder n super Auftritt ab. Sag mal, kommt es mir nur so vor, oder ist die Halle nach dem Auftritt von Evil Conduct immer leerer geworden? Also klar es sind noch einige Menschen da, aber das meiste Publikum hatten heute die Holländer… Gleich kommen dann noch Vogelfrei und dann is es mit Livemusik auch schon wieder vorbei… viel zu schnell! Für alle, die aber noch nicht den Weg nach Hause antreten wollen, gibt’s ja noch n bisschen Konservenmusik. Ich für meinen Teil könnte echt noch Tage weiterfeiern. Ich freu mich jetzt schon wieder aufs nächste Jahr. Gleich beginnt dann auch meine letzte Schicht am Merch-Stand. Du bist unterwegs um Erinnerungen in digitaler Form festzuhalten?

Volxsturm„Anscheinend verpassen wir uns immer allerdings warst du auch meistens schon versorgt…“ Du merkst vielleicht selbst, dass deine Argumentation gewisse Schwächen aufweist!? Es sei dir aber verziehen! Ja, Volxsturm sind immer wieder großartig anzusehen. Macht auch mir Spaß. Wieder wird ordentlich gefeiert. Aber mir ist auch aufgefallen, dass es schon leerer wird. Dabei geht die Party doch gleich erst los! Das ist doch Quark wenn du erst Feierabend hast, wenn alle schon weg sind! Feierabend ist aber ein gutes Stichwort: die letzte Schicht beginnt. Die anderen Stände haben sich schon länger mit dem Abbau beschäftigt, es wird immer leerer im Vorraum. Da schaue ich mir noch mal ein wenig vom Vogelfrei-Auftritt an. Die treffen ja auch mal gar nicht meinen Geschmack, was allerdings noch an Publikum für die Band übrig geblieben ist, ist schon etwas traurig. Wirklich Schade! Nun gut dann mal zurück zum Stand und langsam mit dem Abbau beginnen und dann mal auf zur Aftershowparty… Kommst du helfen?

Bin schon zur Stelle, ganz schön schwer das Zeug! Mir wird auch ganz schwindlig, wenn ich da auf den Aufzug steigen muss um die Kisten abzuladen, Höhenangst plus wackliges Konstrukt…keine coole Mischung! Dank zahlreicher, starker Hände ist ja alles fix im Aufzug! Mittlerweile ist echt kaum noch jemand da. Ich schau mal was auf dem Nighter noch los ist! Wenn ich allerdings ehrlich bin, bin ich super müde und irgendwie total platt und positiv angetrunken! Ich glaub ich such mal meine Dortmunder Reisegruppe und dann plädier ich fürs nach Hause fahren! Schade, dass alles hier so schnell vorbei ist. Ich freu mich schon wahnsinnig aufs nächste Jahr und hoffe alle anderen haben jetzt noch ordentlich Spaß mit dem Kaiser. Wie siehts bei dir aus? Bist du noch in Feierlaune?

GumblesOh, ja! Jetzt geht’s doch erst richtig los und du willst schon weg? Nee, nee! Nachdem der komplette Merch-Stand im Auto verstaut ist, gehe ich erst mal auf die Aftershowparty. Wieder eher traurig, was hier los ist. Natürlich beweisen die Gumbles und auch The Sensitives ihre Feierfestigkeit und natürlich sind auch die Rudeboys Dortmund noch am Start. Des Kaisers neuer Jens sorgt für perfekte Untermalung der Feierei. Und so wird fleißig getanzt, gesungen und gelacht, äh und natürlich auch getrunken. Zwischendurch schaue ich mal im Büro vorbei. Dort wird gerade ein ganzer Schinken am Knochen fachmännisch von Volxturms Tost zerlegt und an die Umstehenden verteilt. Den Schinken haben Volxturm auch mitgebracht. Sehr lecker! Gut das Tost schneller schneidet als alle anderen Essen wollen: Im Notfall immer zu mir, Danke! So langsam fehlt mir jegliches Gespür für die Zeit. Ich bin auf jeden Fall noch mal zurück zum Nighter bis dieser endgültig beendet wird. Es gestaltet sich allerdings recht schwierig Leute rauszuschmeißen neben denen man geraden noch getrunken und getanzt hat. Das klappt aber auch irgendwann und wir können die Turbinenhalle endgültig für dieses Jahr abschließen… Ähm, nein, das macht jemand anderes. Im Hotel trinken wir noch ein Bier in Mikes Zimmer, sind dann aber doch irgendwann zu platt und gehen ins Bett…

Alle hier abgebildeten Fotos wurden uns von www.knipsmack.de zuur Verfügung gestellt. Danke Tim!

SON OF A BASTARD**THE RIDE 2014**VORBERICHT**(19.01.2014)

 

Kölle Alaaf und Düsseldorf Helau. Die Jecken sind los! Du brichst bei diesen Aussagen nicht in helle Begeisterung aus? Du hast keine Lust mit Cowboy und Indianer das Tanzbein zu schwingen? Dann kann ich dir ein lohnenswerten Alternativprogramm vorstellen.

 

Flyer_neuZum siebten Mal laden Sunny Bastard am 27. und 28. 02. 2014 zu ihrem Festival, Son of a Bastard – the Ride, in der Turbinenhalle in Oberhausen ein. Wie auch in den Jahren zuvor, verspricht es ein berauschendes Wochenende inklusive Pogo, Bier und guter Live- Musik zu werden. Das Familientreffen der etwas anderen Art.

 

Wenn man sich das grandiose Line up ansieht, kann man sicher sein, dass wieder viele Menschen den Weg ins wunderbare Ruhrgebiet finden werden.

 

 

Womit wir auch schon bei den diesjährigen Bands wären.

 

Premiere für OHL, sie spielen dieses Jahr das erste Mal beim Son of a Bastard.

 

Ganz im Gegensatz zu den Gumbles und Emscherkurve 77, die Bands sind schon alte Hasen wenn es um Auftritte bei diesem Festival geht und sind auch dieses Jahr wieder dabei.

 

 

Ich bzw.wir freuen uns schon sehr auf die Show. Es ist das erste Konzert nach unserer Live Pause. Diese haben wir ja gemacht,weil wir unser neues Album geschrieben und aufgenommen haben. Von daher sind wir wieder heiß auf Konzerte. Davon ab freuen wir uns darauf neues Material zu präsentieren. Und dann noch auf dem Label Festival mit all unseren Freunden. Was will man mehr???“ berichtet Marcel von Emscherkurve 77.

Nachdem Brigade S. seit dem 8.11.2013 ne neue Platte am Start haben, werden wir von den Jungs aus Wanne- Eickel wohl ein paar neue Songs auf die Ohren bekommen.

Die Band freut sich ebenfalls aufs Festival, Christian bringt das Ganze wie folgt auf den Punkt:

BrigadeDas Sunny Bastards Festival ist schon etwas Besonderes im Vergleich zu vielen anderen Großveranstaltungen. Zum einen liegt die Veranstaltung für uns ja quasi direkt umme Ecke vor der Haustür und ist wahrscheinlich das Größte seiner Art hier in der Region für den etwas dreckigeren, rauhen Streetpunk, den wir ja auch zum Besten geben – oder es zumindest versuchen ….
Zum anderen ist die Stimmung unter den Bands und im Publikum schon fast familiär zu nennen … für uns als auftretende Kombo ist es hinter der Bühne mitunter eine Art Klassentreffen, weil wir ja teilweise mit den Bands auch schon seit Jahren befreundet sind und natürlich auch vor der Bühne, weil wir uns die meisten Sachen ja auch selber anschauen wollen und mitbekommen, was da für ein Sammelsurium an Leuten von überall her anreist… das ist ganz entspannt miteinander verwoben.Stimmungsmässig fühle ich mich eher an die 90er Jahre erinnert – alles ist etwas bodenständiger, näher und geht ohne Allüren ab.Preislich ist das auch eine faire Sache, weil man ja mittlerweile die einzelnen Bands kaum noch für unter 10 € zu Gesicht bekommt und das Gesamtpaket auf jeden Fall in Ordnung geht.“

Aus Holland angereist kommen zum Einen Dutch Ska Express, bei deren Auftritt es eine kleine Sensation geben wird…es ist die allerletzte Chance Mr Review zu sehn! Auch wenn Mr. Review sich aufgelöst haben wird beim Dutch Ska Express -Auftritt, Rude Visser als Special Guest auftreten und mit seinen alten Bandkollegen letztmalig ein 6 Song-Set als Bonus spielen! Zum Anderen, treten Evil Conduct wieder auf. Neben der guten Musik von Evil Conduct lohnt es sich schon allein aufgrund von Han’s unverwechselbaren Grimassen, sich diesen Auftritt nicht entgehen zu lassen.

H&HHounds and Harlots haben wohl die weiteste Anreise. Die drei sympathischen Jungs fliegen über den großen Teich und freuen sich schon total auf ihren Auftritt, ein Jahr nachdem sie das erste Mal in Deutschland gespielt haben. Bryan teilte mir mit:

 Wir freuen uns nicht nur darüber, dass wir auf dem Festival spielen können sondern ganz besonders darüber, dass wir die Bühne mit tollen Bands teilen können. Wir freuen uns darauf viele Leute zu treffen. Außerdem sind ne Menge der Bands, die wir da treffen werden, ja ebenfalls auf unserem neuen Label Sunny Bastard.“


4 Promille haben ebenfalls gute Erinnerungen an das Festival in den letzten Jahren und freuen sich auch dieses Mal wieder dabei zu sein.

Dann, aus Berlin, erwartet uns drei Knaller….

E.BoysNe Release Show von Eastside Boys, deren neue Scheibe das erste Mal an diesem Wochenende aufm Son of a Bastard verkauft werden wird und meiner Meinung nach einer der absoluten Highlights dieses Jahr….Toxpack. Toxpack arbeiten momentan an einem neuen Album und ich bin mir sicher, wir können uns auf einige neue Kracher gefasst machen. Last but not least….ebenfalls noch dazugekommen: Berserker.

Moin, Moin heißt es aus Hamburg, Volxsturm geben sich die Ehre. Außerdem an Bord werden The Sensetives, Rogers, Gimp Fist, Vogelfrei und Control sein.

Wie man sieht, haben sich Sunny und Christian wieder richtig Mühe gegeben uns die Gelegenheit zu bieten, grandiose Bands live zu erleben.

Ein weiteres Highlight wird sein, dass Tim Hackemack, im Rahmen des “Son of a Bastard – The Ride 2014“ Konzertfotos, Porträts und alles was dazu passt, ausstellen wird. Eine super Gelegenheit sich die dynamischen Werke anzusehen.

Tim freut sich bereits auf das Festival:

Das SOB ist für mich immer sehr familiär, auch besonders wegen Sunny und Chris, die halt mit viel Herzblut dran arbeiten. Ich freue mich natürlich darauf neue Fotos präsentieren zu können und viele geile Bands zu sehen. Außerdem ist das einer der Anlässe an dem ich mal schön einen trinken gehen und dann ausschlafen kann, wenn ich nicht gerade Bands um 10 Uhr vom Flughafen Düsseldorf abhole, haha.“

Damit noch nicht genug, solltest du Lust auf neue Farbe unter der Haut haben, gibt es wieder die Möglichkeit , sich direkt vor Ort stechen zu lassen. Katja vom Studio FBI aus Oberhausen, ist wieder am Start. Kleiner Tipp nebenbei: am Besten schon vorher einen Termin ausmachen, damit du hinterher nicht enttäuscht feststellen musst, dass kein Termin mehr frei ist.

Im Vorraum, vor der Halle in der die Auftritte stattfinden, gibt’s wieder Merch, neue CDs, DVDs oder Platten en masse zu ergattern. Natürlich gibt es da auch wieder die Möglichkeit den Son of a Bastard Sampler für kleines Geld zu erwerben.

In diesem Zusammenhang eine kleine, aber wichtige Info am Rande, am Einlass gibts jetzt einen Wärmeschutz-Bereich, damit in der Zwischenhalle mit Merch und Co es diesmal warm ist.

Die Security ist entspannt und das Bier wird nicht irgendwann ausverkauft sein, versprochen. ;)

4PNatürlich werdet ihr nach der Live-Musik nicht direkt rausgeschmissen, am Samstag gibt’s n Ska, Reggea und Soul Niter, mit DJ Emperior als Special Guest. Natürlich wie immer, open end.

 

 

Das Festival wird wie immer über zwei Tage gehen. Ihr könnt also wählen, ob ich nur Freitags kommen wollt, dann kostet es schlappe 18 € oder nur Samstags, dann seid ihr mit 24€ dabei. Die Alternative zu den Einzeltickets ist das Kombiticket für beide Tage. Mit insgesamt 36 € für 19 Bands, handelt es sich um einen absolut fairen Preis. Der Vorverkauf hat bereits begonnen und als kleine Überraschung gibt es zu jedem Wochenendticket, ein kleines Gimmick.

Übrigens bekommt ihr dieses Jahr das Wochenendticket erstmalig als Hardcoverticket, damit ihr eine weitere schöne Erinnerung habt.

In diesem Sinne, wir zählen die Tage bis zum Öffnen der Türen und freuen uns auf euch! Hoch die Gläser, wir sehen uns auf dem Festival!

MIRA

 

IMPERIAL STATE ELECTRIC, DREGEN / Berlin – Magnet (09.12.2013) / 12.02.2013)

Als ich die Ankündigung für die Tour las, machte ich vor Freude fast einen Salto. Nicke Andersson und Dregen endlich wieder vereint! Okay, nicht in einer Band, aber auf einer Tour, immerhin. Natürlich machte ich mir im Vorfeld des Konzerts meine Gedanken und in Hirngespinsten sah ich die beiden auf der Bühne zusammen alte Klassiker spielen. Je näher der Termin rückte, umso mehr alte Skandinavien-Rock-Platten fanden den Weg auf den Plattenteller. Meine Vorfreude und auch meine Erwartungen an den Abend waren riesig. Doch das birgt natürlich immer die Gefahr, dass man enttäuscht wird. Wie dem auch sei, an diesem verregneten Montagmorgen machte ich mich auf den Weg ins Magnet. An gleicher Stelle hatte ich IMPERIAL STATE ELECTRIC bereits vor ein paar Jahren gesehen. Damals zusammen mit BLOODLIGHTS und es war ein großartiger Abend. Die Größe des Clubs ist ideal für so ein Konzert, denn man kann sich noch bewegen, aber bekommt die volle Packung eines familiären Miteinanders. Als ich eintraf, war der Konzertraum allerdings fast völlig leer und ich zweifelte schon an den Berlinern. Zugegeben, sich an einem Montag rauszuquälen kann schon schwer fallen, aber für diese Band würde ich fast alles in Kauf nehmen. Doch glücklicherweise stellte sich dann raus, dass die Herrschaften der Turbojugend und Co. sich im Raucherraum aufhielten. Zu späterer Stunde wurde diese Trennung dann nicht mehr ganz so ernst genommen. Mit einer kühlen Flasche in der Hand positionierte ich mich dann vor der Bühne und wartete auf die Dinge die da kommen sollten.
Gegen 21:00 Uhr ging das Licht aus und unter begeistertem Applaus betrat DREGEN mit seiner Band die Bühne. Mann soll es kaum glauben, aber ich habe ihn bisher nur ein einziges Mal live gesehen mit seiner eigentlichen Band, den BACKYARD BABIES. Damals spielten sie im Vorprogramm von AC/DC. Diesmal fiel die Location zwar „etwas“ kleiner aus, aber DREGEN ließ von der ersten Sekunde an keinen Zweifel aufkommen. Hier wird geklotzt, nicht gekleckert! Wie ein Duracell Hase auf Starkstrom rannte und hüpfte er durch die Gegend. Die Gitarre wurde gekonnt durch die Luft geschleudert. Das Posing hat er vielleicht nicht erfunden, aber er beherrscht es definitiv. Die alte Rockschule eben. Der perfekte Entertainer! Die ersten Songs zockte die Band super runter und auch wenn mich die Tracks auf dem Album nicht unbedingt vom Hocker gerissen hatten, live und mit ordentlich Druck kamen sie schon ganz gut. Natürlich durften auch Songs aus seinem bisherigen Schaffen nicht fehlen. Als die ersten Töne von „Star War“ erklangen streckte sich so manche Faust in die Höhe und der erste Stimmungshöhepunkt war erreicht. Danach folgten allerdings eine Reihe von eher schleppenden Songs und die Band, im speziellen DREGEN, verloren sich in endlosen Solos. Was beim ersten oder auch beim zweiten Mal noch unterhaltend ist, wird allerdings auch beim besten Gitarristen irgendwann langweilig. Die Stimmung sank dementsprechend, obwohl einige tapfere Recken ihrem Idol die Treue hielten. Mich konnte er damit an diesem Abend jedoch nicht überzeugen. Anstatt ewigem Rumgeklimper hätte ich mir eine flüssigere Setlist mit dem ein oder anderen Stück aus der Vergangenheit gewünscht. Da es sich um Co-Headliner Tour handelte hatte DREGEN mit seinen Mitstreitern dementsprechend über eine Stunde Zeit für ihr Programm. Gegen Ende wurde es für mich daher echt zäh und ich sehnte mir IMPERIAL STATE ELECTRIC herbei.
Meine Wünsche sollten dann nach einer kurzen Umbaupause auch erfüllt werden. Die Schweden betraten die Bühne und waren sofort präsent. Sie rissen sämtliche Anwesende augenblicklich mit, denn Nicke und Co. verstehen ihr Handwerk in Sachen Posing genauso gut wie ihr Kumpel vor ihnen. Sie wissen auch, was sie ihren Fans schuldig sind und so rockten sie ein Set, das gespickt war mit Hits der ersten beiden Alben und auch ein paar klasse Nummern vom aktuellen Longplayer „Reptile Brain Music“. Dankend feierte das Publikum jeden Song ab. Folglich waren auch IMPERIAL STATE ELECTRIC bestens gelaunt und kamen aus dem Grinsen gar nicht mehr raus. Im Vergleich zu den ersten Konzerten der Band fiel auf, dass sie mittlerweile immer mehr zu einer Einheit zusammengewachsen sind. Hieß es am Anfang von vielen Seiten noch Nicke mit seiner neuen Band, so muss das spätestens jetzt aufgehoben werden. Die vier Jungs sind perfekt eingespielt und verstehen sich auf der Bühne blind. Es macht einfach Spass ihnen bei der „Arbeit“ zuzuschauen. Der eigentliche Höhepunkt des Abends sollte aber noch kommen. Wie es sich wahrscheinlich alle erhofft hatten, kam nach dem regulären Ende noch DREGEN mit auf die Bühne, um gemeinsam „Throwing Stones“ zum Besten zu geben. Die letzte Nummer des Abends war dann aber ein HELLACOPTERS Klassiker und was für einer – „(Gotta Get Some Action) Now!“ An diesem Punkt gab es kein Halten mehr und der gesamte Magnet Club schrie und sprang. Es kann so toll sein, in alten Erinnerungen zu schwelgen und vielleicht kommen ja auch Nicke und Dregen wieder auf den Geschmack!? Mit einem fetten Grinsen im Gesicht machte ich mich anschließend auf den Heimweg und das Gitarrenintro von „Now!“ begleitete mich noch die nächsten Tage.  East Side Daniel

DIE SKEPTIKER, COR, MONKEY SUITE / Berlin – SO36 (19.10.2013)

 

Endlich wieder einmal DIE SKEPTIKER live sehen! Es war nämlich schon viel zu lange her, dass ich mir die alten Helden angeschaut habe. Außerdem haben sie gerade mit „Aufsteh’n“ eines der besten, wenn nicht sogar das beste Punkalbum des Jahres rausgebracht. Im SO36 war ich auch schon über zwei Wochen nicht mehr und ein paar Bekannte haben sich für den Abend auch angesagt. Obendrein hatten meine Süße und ich ein kinderfreies Wochenende. Mehr als genug Gründe also, sich an diesem Samstagabend auf den Weg nach Kreuzberg zu machen und mal wieder richtig zu feiern. Vorab hieß es gegenüber vom Kultladen im „Franken“ mit ein paar Kaltgetränken vorzuglühen und mehr oder weniger Sinnvolles vom Stapel zu lassen.

Als wir uns dann kurz nach neun aufgerafft hatten und das SO36 betraten, spielten MONKEY SUITE noch, was sich leider als wenig vorteilhaft herausstellte. Die Band stand so uninspiriert auf der Bühne und ihre Sängerin versprühte so viel Energie wie ein Faultier. Sorry, aber das war gar nix. Entweder sie hatten einen schlechten Tag, was ich mal hoffen will, oder sie sind bedauerlicher Weise immer so schlecht.

Danach stand für mich eine Premiere an, denn COR hatte ich bisher noch nie live gesehen. Beim diesjährigen „Resist To Exist“ hätte es eigentlich schon so weit sein sollen, aber damals kam den Jungs etwas dazwischen. Obwohl mir die Mucke auf Dauer zu heftig ist, haben sie in der Vergangenheit bei mir schon einige Pluspunkte sammeln können. Sei es mit ihrer „Cuba COR libre“-Aktion oder dem großartigen Video zu „Die Erlösung“, diese Jungs stehen auf der richtigen Seite und jammern nicht nur, sondern machen etwas für eine bessere Welt. Mit dieser positiven Grundstimmung war es zwar nicht sonderlich schwer, aber dennoch mussten sie mich erst einmal live überzeugen, was ihnen an diesem Abend mehr als gelang. Schon die Inszenierung bei Auftrittsbeginn fand ich super. Die Abschlussrede von Charlie Chaplins „Der große Diktator“ lief vom Band und die ist so zeitlos und klasse, die MUSS man einfach gehört haben. Wer den Film also immer noch nicht gesehen hat, ab in die Videothek oder im www gestöbert und schaut ihn euch an – es lohnt sich auf jeden Fall! Danach kamen Friedemann und Co. auf die Bühne des SO36 und legten alles in Schutt und Asche. Wie eine Dampfwalze überrollten sie den ausverkauften Club und fanden völlig berechtigt großen Zuspruch. Dass sie für eine Supportband relativ lange spielten, nahm ihnen daher keiner übel und als Anheizer waren sie hier einfach perfekt.

In der kurzen Umbaupause hieß es noch schnell ein Bierchen zischen und Kräfte sammeln für das Bevorstehende. Sichtlich gut gelaunt betraten Eugen und seine Mitstreiter die Bretter, die die Welt bedeuten und legten ein fulminantes Set hin. Eine großartige Mischung aus alten Hits wie „Strahlende Zukunft“, „Pierre und Luce“, „Sauerei“, „Titania“ und neuen Perlen wie „Wann oder wie“ und „Afrika“ schmetterten sie dem Publikum entgegen, so dass es nach kurzer Zeit kein Halten mehr gab. Als mir dann mein Mitstreiter – den ich all die Jahre noch nie im Pogomob gesehen hatte – Portemonnaie, Mütze und alle Wertgegenstände in die Hand drückte, wusste ich, dass wird ein denkwürdiger Abend. Ich konnte gar nicht so schnell schauen und weg war er, ab ins Pogogewitter. Diese einmalige Chance ließ ich mir natürlich nicht entgehen und so musste meine Frau als „Garderobe“ herhalten und alles sicher verwahren. Vor der Bühne angekommen ließen wir uns dann von der Menge treiben, feierten DIE SKEPTIKER ab und schunden unsere nicht mehr ganz so jungen Körper. Gänsehaut inklusive ist dann bei Songs wie zum Beispiel „Straßenkampf“ oder „Deutschland halt’s Maul“ angesagt. In solchen Momenten fühlt man sich, als ob man es mit der ganzen Welt aufnehmen und diesem scheiß Staat den Arsch bis ganz nach oben aufreißen könnte. Am Ende waren wir fix und fertig, aber überglücklich und DIE SKEPTIKER haben einmal mehr bewiesen, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören und einfach eine Macht sind!

East Side Daniel

THE BOYS LIVE IN BERLIN / 03.10.2013

THE BOYS & JUKE BOX PUSSY‘S / Berlin – SO36 / Ramones Museum (03.10.2013)

THE_BOYS_01 (Klein)Endlich kann ich den Tag der Übernahme der DDR auch mal gebührend feiern und zwar mit zwei richtig schicken Konzerten, von ein und derselben Band – THE BOYS. Es gibt wohl keine andere Band, die ich bisher in so vielen verschiedenen Varianten gesehen habe. Das erste Mal war in Oslo als THE LAST ROCK’N’ROLL BAND (inklusive einem kleinen YOBS Special), im Vorprogramm der TRASHCAN DARLINGS. Ein großartiger Abend, der mir noch lange in Erinnerung bleiben wird. Danach spielten sie in Berlin, als MATTLESS BOYS und legten eine ebenso fulminante Show hin. Mein erstes richtiges BOYS Konzert war dann in London zusammen mit den Norwegern von HARD LUCK STREET und ich war hin und weg. Die alten Herren mit ihren Sonnenbrillen rocken einfach jede Hütte und können sich vor genialen Melodien einfach nicht retten.

THE_BOYS_02 (Klein)Als es dann hieß, die BOYS machen auf ihrer Tour in Berlin halt und spielen gleich zwei Sets in der Hauptstadt, stellte sich mir die Frage gar nicht, ob ich hingehe. Also machte ich mich mit meinen Wegbegleitern zunächst auf ins Ramones Museum, welches ich jedem Punkrock interessierten Berlintouristen nur wärmstens ans Herz legen möchte. Ein wirklich tolles Museum mit einem netten kleinen Café dazu. In selbigem genehmigten wir uns zunächst ein paar alkoholische Getränke, um uns die Wartezeit bis zum Akustikset zu vertreiben. Eine halbe Stunde vor Showtime tauchten dann auch Casino Steel und Co. auf und der Laden füllte sich so langsam. Was die Jungs dann kurz nach sieben boten, war eine perfekte Einstimmung auf das anschließende Konzert im SO36. Ein Best-Of ihrer Hits und natürlich ein Ramones Cover gaben sie zum Besten und begeisterten alle Angereisten. Von geschätzten 6 bis 60 war hier jede Altersklasse vertreten und ich ärgerte mich nur, dass ich meine kleinen Quälgeister nicht mitgenommen habe. Ich hoffe sie werden es mir in 10 Jahren nicht vorhalten!

THE_BOYS_03 (Klein)Danach ging es weiter ins SO36 und bei unserer Ankunft war ich zunächst schockiert, denn kaum 5 Leute befanden sich im Kultladen. Zugegeben war der Preis etwas heftig, aber das letzte Headlinerkonzert der Engländer liegt nun schon ein ganz paar Jahre zurück, daher hätte ich mit mehr Resonanz gerechnet. Nur langsam füllte sich der Club und so spielte die Vorband JUKE BOX PUSSY’S vor gerademal einer Handvoll Zuschauer. Das war aber auch nur halb so schlimm, denn was die Band auf der Bühne ablieferte, war eine schlechte und langweilige Kopie der BONES. Da fehlte einfach Feuer unterm Hintern und speziell die Bassistin schaute so gelangweilt drein, dass ich fast eingeschlafen wäre. Die Songs waren teilweise gar nicht mal so schlecht, aber wie gesagt, etwas mehr Power wäre echt angebracht gewesen.

THE_BOYS_04 (Klein)Obwohl der Weg vom Ramones Museum zur Konzertlocation nicht allzu weit ist, erschien ein Teil der BOYS erst kurz vor Showbeginn, also als es auch schon Zeit für den Hauptakt des Abends war. Das SO36 hatte sich auch so langsam gefüllt, aber großer Andrang sieht anders aus! Schade eigentlich, denn Honest John Plain, Matt Dangerfield, Casino Steel und ihre Begleiter legten eine astreine Rock’n’Roll-Show mit Punkeinschlag hin. Von der ersten Sekunde an war das Publikum dabei und feierte jeden Hit der Band ab. Aus Gesprächen ließ sich erahnen, dass die Leute aus allen möglichen Ecken (u.a. Dänemark und Polen) angereist waren. Dementsprechend euphorisch war die Stimmung und auch die Band schien den Abend zu genießen. Was angesichts ihres Backkatalogs nicht schwierig ist, hauten sie eine Granate nach der anderen raus und wirkten dank ihrer Sonnenbrillen noch fast so jung wie vor 20 Jahren. Und THE BOYS wissen, was sie ihren Fans schuldig sind, sei es „Brickfield Nights“, „Terminal Love“ oder das grandiose „First Time“, sie spielten alles, was die Besucher hören wollten. Eine Hymne aus den letzten Jahren durfte natürlich auch nicht fehlen und jeder Anwesenden ging wohl am nächsten Tag mit den folgenden Zeilen im Kopf auf Arbeit: „I hate my fucking Job…“. Einfach klasse, was die Jungs ablieferten und die Stimmung war die gesamte Zeit auf dem Siedepunkt. Beim nächsten Mal wünsche ich mir nur eine ausverkaufte Hütte, denn wer hier nicht dabei war, hat wirklich was verpasst!
East Side Daniel

ENDLESS SUMMER 2013

Nachdem wir mehrere Wochen darauf hingefiebert hatten, ist es an diesem Donnerstag endlich soweit. Wir machen uns auf den Weg in das ca. 500 Kilometer entfernte Dorf Torgau.

ES001Ich misch mich hier mal kurz ein, liebe Mira, denn die Fahrt war super entspannt und kurzweilig. Im Sachsenhotel ist auch noch alles beim Alten (außer, dass der Wellness-Bereich dichtgemacht wurde) und die Pizza in Torgau schmeckt auch immer noch lecker! Nun aber ab zum Gelände….

Wir schlendern quer über das Festivalgelände und gucken uns um, während wir das ein oder andere bekannte Gesicht begrüßen. Wie nicht anders zu erwarten, treffen wir am ersten Bierstand auf dem Campingplatz zwei der Münsteraner, die schon ordentlich am Trinken sind. Zur Begrüßung gibt’s natürlich erst mal nen Pfeffi. Während im Hintergrund schon die erste Band, Halbstarke Jungs, ihren Soundcheck hat, geht es am Bierstand feucht-fröhlich weiter. Auf sein Outfit angesprochen, erklärt uns Björn, sein Unterhemd wäre tragbar, weil aus Angora-Stretch. Aufgrund der fragenden Blicke der umstehenden Leute beginnt er zu erklären, woher denn Angora käme. Hüpfend, versucht er zu verdeutlichen, dass es sich dabei um ein Känguru handle, welches die Wolle spende. Extra für die Menschen im Osten übersetzt er es noch gleich. ANGÖÖÖRAA-Stretch- Käääängüüührü. Weltklasse! Während wir hier so stehen und über die unergründlichen Produktionswege von Kleidung philosophieren, bist du Dirk schon los und machst die ersten Fotos. Wie schaut’s bei dir aus?

Pah… Ich hab jetzt schon keinen Bock mehr auf den Bericht! Vom Angöööraa-Kängurüüh wollt ich doch berichten! (Um mal für die endgültige Aufklärung zu sorgen: Et is weder ein Känguru, noch ein Hase und auch kein Lama, sondern eine Ziege, die die Wolle spendet).

Lieber Dirk, ich unterbreche dich nur ungern, aber ich fand die akrobatische Einlage, in Kombination mit der Erklärung und der Aussprache so grandios, dass ich gar nicht anders konnte, als direkt davon zu berichten.

Naja gut, mach ich halt Bilder von den Halbstarken Jungs, die das diesjährige Endless Summer eröffnen dürfen. Die gefallen mir auch wieder mal ganz gut und so vergeht deren Auftritt doch sehr schnell. Direkt danach geht’s mit Louise Distras weiter. Kann man sich immer wieder gut anhören und ist ja auch erst das 4. Mal, dass ich die gute Dame dieses Jahr sehe. Während ich hier fleißig arbeite, bist du ja scheinbar schon von Pfeffi-Pinneken auf Halbliter-Eimer Mexikaner umgestiegen. Wo soll das nur enden? Auf der Bühne geht es bereits weiter mit Strongbow. Gefallen mir ebenfalls gut und haben sogar ihre eigene Unterhaltungscrew dabei: Zwei Kinder turnen fleißig über die Bühne und sorgen für den einen und auch den andren Lacher. Mittlerweile steigt auch die Stimmung im Zirkuszelt und es wird fleißig gepogt. Da es mittlerweile doch recht voll geworden ist, benutze ich auch endlich mal meinen Fotopass und mache die ersten Bilder von den Street Dogs aus dem Graben vor der Bühne. Dort bekomme ich dann auch endlich mal fotografische Unterstützung von Herrn Maischatz. Hat aber auch eine Weile gedauert, bis ich ihn erkannt habe, so ganz ohne Kappe. Bist du eigentlich noch da? Miraaaaaa, ich finde dich nicht?!?

ES002Soweit ich das beurteilen kann, lebe ich noch. Ich konnte mich mittlerweile tatsächlich vom Bierstand loseisen. Nachdem ich einmal quer über den Campingplatz gelaufen bin, habe ich auch noch den Rest der Partycrew aus Münster getroffen. Wir haben uns dann auch direkt aufgemacht in Richtung Zeltbühne, wir wollen ja schließlich auch was von den Bands mitbekommen. Wie schon erwähnt, waren die Auftritte bislang allesamt gut und recht unterhaltsam. Jetzt bin ich aber mal echt gespannt auf Dritte Wahl. Während die Jungs ihren Soundcheck machen, hol ich uns beiden mal eben n Bierchen, hier soll ja schließlich keiner verdursten….
Ist hier inzwischen schon richtig voll und alle blicken erwartungsvoll Richtung Bühne. Geht auch schon los. Direkt mit dem ersten Ton, rasten hier alle aus. Hammer Stimmung, bislang n richtig geiler Auftritt der Band. Viele alte Lieder, die hier jeder mitsingen kann. Wie sieht’s denn bei dir aus? Hast du schon n paar coole Schnappschüsse machen können?

Wäre ich bei dir geblieben, hätte ich ein paar mehr Schnapps-Schüsse machen können. Jaja, ich weiß – der war schlecht!

An dieser Stelle…..KEIN KOMMENTAR!

Ja, Dritte Wahl gehen ordentlich ab und das Publikum gleich mit. Viele alte Songs bzw. Songs, die nicht so oft im Dritte Wahl Set auftauchen. Manchmal kann ich sogar nicht mitsingen. Verdammt gut und ich freue mich jetzt schon auf die Tour der Drei im September. Hast du eigentlich schon deine fünf Lieblingssongs (http://krz.ch/QwyJ) gewählt, Mira? Dritte Wahl waren auf jeden Fall ein großartiger Abschluss des ersten Tages. Aber es geht ja noch weiter im Partyzelt. Vorher geht’s aber noch mal zu den Münsteranern, wobei hier nicht mehr viel abzugehen scheint. Also schauen wir doch mal, was dieses Partyzelt kann. Erschreckend, wie viele diese 80er und 90er Popsongs kennen und mitsingen können und noch erschreckender ist, bei wie vielen ich es selber kann. So langsam wird es aber auch mal Zeit fürs Bett. Wir müssen aber vorher noch an der Tanke vorbei für’n Gute-Nacht-Bier. Guck mal, da steht ein Taxi…

Ja, natürlich habe ich schon meine fünf Lieblingssongs angegeben! Freu mich ebenfalls auf die Tour!
Ich würde sagen, glücklicherweise steht da ein Taxi…. Jetzt noch so weit laufen wäre nichts für mich! Während du dich an der Tanke mit der, drücken wir es mal freundlich aus, nicht ganz so schnellen Servicekraft auseinander setzen musst, erzählt mir der Taxifahrer einige lustige Anekdoten aus den letzten Jahren bezüglich des Festivals.
Nun bist du nach einer gefühlten Ewigkeit wieder im Taxi – endlich! Ab ins Hotel. An dieser Stelle, tausend Dank für das Töten unzähliger schrecklicher Spinnen, sonst hätte ich nicht ein Auge zu bekommen!

Der Punkrock Sekretär an sich ist halt ein reiner Guter, sach ich mal! Gute Nacht, Mira!

ES003Freitagmorgens geht es dann, gestärkt nach dem Frühstück, wieder auf das Gelände. Heute am Hardcore-Tag muss ich ehrlich zugeben, kenne ich nicht alle Bands und bin mal gespannt, ob ich positiv überrascht werden kann. Da unterhalt ich mich kurz, dreh mich um, zack kein Dirk mehr da, wo steckst du denn?

Na, du musstest ja mehr als die Hälfte meines soeben mir geschenkten Bieres für so’ne Cola-Bier-Mischpoke nutzen. Da gehe ich lieber Fotos machen. Bin allerdings schnell wieder da, denn was Revenge da auf der Bühne veranstalten, ist mir viel zu viel Krach. Außerdem rennt mir der Sänger zu viel durch die Gegend und das mit einem viel zu irren Gesichtsausdruck.

Aber Dirk, wenn wir mal ehrlich sind und Sorry an die Band, aber das ist nun mal meine Meinung, genau diese irren Gesichtsausdrücke waren noch das Sehenswerteste an dem Auftritt!

Da hol ich mir doch lieber ein Bier und komme zurück zu den Münsteraner Westfalen in DocMartens statt Sandalen. Dort erfahre ich wenigstens was, Frau in Münster unter ihrem Rock trägt. Geht aber gleich schon weiter mit Coldburn auf der Hauptbühne. Die sind zwar etwas melodischer als ihre Vorgänger aber datt macht die Sache für mich persönlich auch nicht besser. Immerhin kommt nun mit Get Dead endlich mal eine richtig gute Band. Der Sänger ist volltrunken wie immer und muss sich mehrmals beim Überdiebühnehüpfen vor dem Umfallen retten. Lea und Terri machen derweil lustige Turnübungen an der Bühnenabsperrung und sorgen dafür, datt der Bühnensecurity ebenfalls Einblicke in die Unterwäschewelt Münsteraner Frauen erhält. Guckt nicht gerade unglücklich der junge Mann.

Gib’s zu, Dirk, du wärst auch gerne auf der anderen Seite gestanden. haha! Ja, akrobatisch sind die Münsteraner dieses Jahr wohl nicht mehr zu toppen!

Mh… nee, datt hatten wir ja vorher schon! Ich gehe jetzt aber erst mal wieder Bierholen. Und wie sieht’s mit deinem Verhältnis zu Get Dead aus, Mira?

ES004Dirk, du wirst dich ärgern, das wären super Fotos geworden! Denn das war jetzt der schlechteste Moment, um sich ein Bier zu holen, denn gerade jetzt kommt der Sänger, tatsächlich OHNE Hilfe, von der Bühne geklettert und mischt sich unter das Publikum! Wie durch ein Wunder fällt er auch nicht einmal ganz um. Was wahrscheinlich daran liegt, dass ihn jeder wieder in eine halbwegs aufrechte Haltung schubst, sobald er in eine Richtung kippt.
Ohhhh, bitte komm schnell wieder mit neuem Bier, da nimmt der mir doch tatsächlich den Becher aus der Hand und trinkt diesen beherzt fast leer! Danke für den übrig gelassenen Pennerschluck! Er schafft es unbeschadet wieder auf die Bühne – sehr zum Erstaunen der Security. Übrigens sei an dieser Stelle mal erwähnt, dass die Security echt cool drauf ist und keiner sich aufspielt, als wäre er was Besseres. Sehr sympathisch! Musikalisch sind Get Dead aber echt endlich mal gute Musik an diesem Freitag. Die Bands vorher hab ich mir nicht durchgängig angetan. Zwar kein Totalausfall dabei, allerdings auch nichts, womit ich persönlich viel anfangen konnte. Mein nächster Lichtblick heute ist Buster Shuffle. Aber wo bleibst du denn bitte? Ich brauche Nachschub in Form von Bier!

Du hattest ja gerade noch genug, darum hab ich dir auch keins mitgebracht! Tut mir sorry!

Tja, hab ich Pech gehabt und muss doch tatsächlich mit dem Pfeffi hier Vorlieb nehmen!

Dafür gibt’s jetzt wieder mal Hardcore, diesmal von A Traitor Like Judas. Ohje! Nach ein paar Bildern werde ich auf einmal umarmt und abgeschleckt – Wünschi ist auch hier! Mit dem trinke ich gleich noch datt nächste Bier und besuche mit ihm zusammen den zweiten anwesenden Gumble Lutz. Dafür bin ich nun aber so nett und sammele dich bei den Münsteranern wieder ein, um zu The Creepshow zu gehen. Die gefallen mir auch ganz gut und ich kann endlich mal hübsche Fotos machen – von der Sängerin. Auf der Hauptbühne haben bereits die nächsten Hardcoreler losgelegt – Coldside! Ganz schön „Cold“ hier, heute…! Wieder nicht meine Musik. Dafür sind die Herren aber wenigstens sehr unterhaltsam, denn trotz „etwas“ mehr Körpergewicht springen die beiden Sänger über die Bühne, sodass so manch schlanker Sänger verdammt neidisch werden könnte.

Die haben bestimmt Nachhilfe bei den sportlichen Münsteranern genommen!

Nun gibt es aber endlich mal richtig großartige Musik. Buster Shuffle betreten die Zeltbühne und rocken die Bühne, sowie das doch sehr zahlreich erschienene Publikum. Ich bin begeistert und datt obwohl ich auch diese Band bereits das vierte Mal dieses Jahr sehe. Du bist ja auch schon fleißig am Tanzen, wie ich sehe…

ES005Na bei der Musik fällt es ja auch schwer ruhig stehen zu bleiben. Mona hat mich zudem ordentlich animiert, ein bisschen abzuzappeln. Ich fühle mich hier zwischen der tanzenden Meute übrigens auch deutlich wohler, als noch bei den wild herumspringenden Hardcore Leuten!
Auf jeden Fall wie immer ne klasse Live-Band! Egal ob die Instrumente mit Händen oder heute vom Sänger ja auch zeitweise mit Füßen bedient werden, die haben’s drauf. Mir gefällt der Auftritt heute auch noch besser, als der in Bochum, was wohl an der Atmosphäre liegt und daran, dass man hier mehr Platz hat. Leider sind Buster Shuffle viel zu schnell fertig mit ihrem Programm. Hätte ich mir noch länger angucken können.
Die Auftritte von Evergreen Terrace und Bad Co. Projekt sind auch gelungen und man merkt, sowohl das Publikum als auch die Künstler auf der Bühne haben ne Menge Spaß. Jetzt gleich hab ich aber erst mal wieder ein bisschen Luft, denn Madball sind an der Reihe und die haben mir bereits in Essen nicht so wirklich gefallen. Deswegen werde ich mich mal in den Backstagebereich verabschieden. Ein Vögelchen hat mir gezwitschert, dass die 4 Promille Crew inzwischen eingetroffen ist…..
Du freust dich schon auf n bisschen Poser-Hardcore, Dirk?

Evergreen Terrace waren auf jeden Fall die erste Hardcore-Band des Tages, die mir ganz gut gefallen haben. Dazu gab’s ne großartige Show vom Wünschi, denn der zeigt den Hardcore-Kids mal eben schnell, datt Punkrocker viel cooler sind und läuft einfach umgekehrt durch den Circle Pit. Generation of 21! Bad Co. Project sind diesmal sogar alle pünktlich angekommen und spielen mehr als 10 Minuten. Dafür haben sie als erste Band ziemlich beschissenen Sound, sodass Stephan am Bass heute die „Leadgitarre“ spielt. Trotzdem verdammt geil. Im Backstagebereich ist es wirklich ordentlich voll geworden. Da trinken wir doch gleich mal die nächsten Biere mit den Düsseldorfern von Vier Promille. Der 30-Bands-Drummer und Star-DJ Jens sowie der harte aber smarte Sam sind auch da und dazu noch viele weitere bekannte Gesichter. Da schmeckt datt Bier doch gleich viel besser. Madball machen dann den gewohnten Krach und ich eben ein paar Fotos. Biertrinken macht dann aber doch viel mehr Spaß. Außerdem geht’s jetzt gleich mal ans nächste Highlight des Tages, denn Vier Promille sind ja nicht nur zum Saufen hier. Ich gehe schon mal vor die Bühne und fange dort an zu feiern. Und wo bist du jetzt?

Ich bin schon vor der Bühne und warte auf Melly, Pommes und Co. Da oder obwohl heut ja eigentlich überwiegend Hardcore angesagt ist, habe ich den Eindruck, dass sich die Leute auf eine willkommene Abwechslung freuen. Die Düsseldorfer sorgen auch direkt mit dem ersten Lied für ne tolle Stimmung. Trotz zwischenzeitlicher technischer Probleme, ist es ein engagierter Auftritt der Band, die einen Hit nach dem anderen schmettert. Natürlich kommen Klassiker wie „Ich werd mich ändern“ beim Publikum saugut an.
Auch was Neues gibt’s auf die Ohren. Mit dem Lied „Hoffnung“ geben 4 Promille schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf das kommende Album. Die Zeit vergeht wie im Flug. Ich für meinen Teil hätte auch nichts gegen ein paar Songs mehr einzuwenden. Aber da stehen ja die Leute von Agnostic Front schon ungeduldig am Rand der Bühne und sind total heiß darauf, endlich spielen zu dürfen. Die Jungs aus den Staaten waren total begeistert vom 4 Promille Song „Jenny“, den sie, als Melly die Bühne verlässt, vor sich her singen. Melly wird dann spontan angeboten, einen Song zusammen mit Agnostic Front zu singen. Die Gelegenheit nimmt sie auch mit Freude wahr.
Ich hoffe, davon machst du gleich n paar Fotos? Agnostic Front heizen dem Publikum dann auch so richtig ein. Bei Songs wie „My way“ fangen die Leute um mich herum an richtig auszurasten, was direkt zu einer unfreiwilligen Bierdusche führt. Dirk? Ich hoffe, dir geht’s gut. Bist du in Sicherheit?

ES007Ja sicha! Bin doch im Bühnengraben und von Security beschützt! Die sind allerdings fleißig damit beschäftigt Crowdsurfer vor dem Absturz in eben jenen Bühnengraben zu retten. Ordentlich was los hier. Agnostic Front liefern aber auch eine verdammt großartige Show ab. Nur Melly hab ich irgendwie verpasst, denn ich stehe schon wieder an irgendeinem Bierstand. Hier sehe ich übrigens auch gerade Melly rumstehen und irgendwie ist es jetzt auch schon wieder Zeit zum Zelt zu wechseln, um die Punkroiber abzulichten. Diese kenne ich gar nicht, machen aber eine gute Show und das Publikum feiert ordentlich mit. Das du schon wieder bei den Münsteranern sitzt war ja klar. Na gut, aber Risk It! müssen wir auch noch mitnehmen, denn Hardcore hatten wir ja schon lange nicht mehr. Mir wird allerdings gerade bei dem Versuch den Sänger auf ein Foto zu bekommen ein wenig schwindelig. Da bin ich doch eher fürs Partyzelt. Das ist schon wieder gut gefüllt und die Stimmung ist auch wieder am Kochen. Das merke ich auch an der Kamera, denn die ist ganz schön beschlagen. „Trinkfestigkeit“ von Loikaemie und direkt danach „Mädchen“ von Lucilectric, watt ne Mischung?!? Et wird aber trotzdem gefeiert bis zum Umfallen. Guck mal, eine von der Reisegruppe Vier Promille hat es auch noch ins Zelt geschafft… Bin trotzdem langsam mal fürs Bett… watt sachst du dazu, Mira?

Ich bin da voll und ganz bei dir! Ich habe ehrlich gesagt auch ein bisschen mehr erwartet bei den Star-Djs von Berliner Weisse heute. Mir fehlt hier ein Schlager à la „ Heißer Sand“.
Nachdem mir jetzt gerade ein Herr, gebaut wie ein Elefant, auf den Fuß gelaufen ist und mich nach meinem Aufschrei völlig verständnislos anguckt und sagt: „Ich hab Schlappen an, das kannst du gar nicht gemerkt haben!“, – Ähm… ja lassen wir das mal so stehen – habe ich keine großen Ambitionen mehr, das Tanzbein zu schwingen. Ich für meinen Teil weiß jetzt nämlich nicht mehr genau ob der Fuß noch dran ist oder nicht! Zudem merke ich gerade, ich habe es ein wenig mit dem Alkohol übertrieben heute… hoffentlich werde ich das morgen nicht bereuen! Also eben austrinken und ab ins Hotel. Noch ein bisschen darüber philosophieren wie es wäre, wenn man fliegen könnte und noch schnell ne Halsschmerztablette. Danke 4 Promille, ich bin heiser! Nachdem du mich hier auslachst, geh ich jetzt schlafen! Gute Nacht!

ES008Ahahahaha… ich lache auch morgens bzw. mittags weiter! Bist du es wirklich? Hast ne schöne Stimme heute Morgen – da wird jedes Reibeisen neidisch! Na gut…machen wir uns lieber mal wieder auf den Weg zum Gelände. Immerhin laufen wir schon das 2. Mal zum Gelände, ganz ohne Taxi, Auto oder sonstiges Beförderungsmittel. Mir geht’s eigentlich ganz gut und das heutige Line-Up des Festivals lässt meine Motivation noch deutlich steigen. Allerdings gibt es auf dem Gelände noch nix zu essen. Nur Gemüsesuppe. Ohje. Also doch zum Auto und ab ins Dorf. Sonnenschein, lecker Schnitzel mit Steinpilzen und dazu Unterhaltungsprogramm am Brunnen auf dem Marktplatz. Hat’s dir auch geschmeckt?

Ja, war durchaus sehr lecker, aber hier in Torgau haben die Menschen die Ruhe weg! Mir dauert das viel zu lange, bis hier die Getränke und das Essen gebracht werden… ich fang schon an über sowas zu meckern! Ich werd alt!

Auf dem Gelände sind auch mittlerweile die übrig gebliebenen Düsseldorfer wieder aufgetaucht und nun sitze ich mit drei Damen am Tisch, die alles andere als damenhaft und vor allem fit aussehen.

Lieber Dirk, mach dich nicht über uns lustig! Wir sind alle etwas zerstört und ohne Sonnenbrille geht heute erst mal nichts! Hoffentlich wird das im Laufe des Tages besser!

Nun merke ich aber auch, dass es mir nicht ganz so gut geht, ich laufe schnurstracks vom Klo zu einem Tisch mit drei weiteren Mädels und als ich mich hinsetzen will, höre ich schon euer Gelächter und bemerke die verwirrten Gesichter der mir völlig unbekannten neuen Tischnachbarinnen. Naja, passiert!

Siehste ;)

Glücklicherweise hat heute die erste Band abgesagt, denn datt hätte auch wieder Hardcore gegeben. Aber der Ecke ist ja nicht blöd und hat netterweise eine neue Hardcore-Band gefunden – Got Nothin’. OHJE…! Ich gehe dann mal Fotos machen. Bis gleich!

ES009Adios, wir vegetieren hier noch etwas vor uns hin…ohne Kaffee wäre ich schon wieder eingeschlafen! So, genug gejammert, auf geht’s Richtung Zelt, da spielen gleich On the Job. Dafür steh ich dann auch mal auf! Heute erscheint mir das noch voller als gestern. Oder seh ich einfach noch doppelt?
Zurück zur Musik! On the Job liefern einen super Auftritt ab. Da vergess ich sogar meine Kopfschmerzen. Die Zeit fliegt! Jetzt sind schon Saints and Sinners auf der anderen Bühne dran. Auch ne super Band, allerdings muss ich gestehen, find ich die grad nach dem fünften Song etwas langweilig… liegt vielleicht auch an meiner momentanen Verfassung! Ich werde mir und meinen Füßen doch noch mal etwas Ruhe gönnen! Auch wenn Johnny Wolga es eigentlich verdient hätten, dass man sich den Auftritt anguckt. Aber ich will ja fit sein für Volxsturm und Oxo 86. Wie sieht es mit deiner körperlichen Verfassung aus? Guckst du dir Johnny Wolga an?

Stimmt, On The Job waren super. Saints and Sinners sind ebenfalls gut, aber auch mir lüstelt’s gerade erst mal nach Entspannung für die Füße. Da die Bilder im Kasten sind, mache ich noch kurz ne Pause am Bierstand und gehe dann natürlich zu Johnny Wolga. Verdammt geile Band, die mir schon auf Platte verdammt gut gefallen hat und live noch nen ganzen Schub geiler ist. Es gibt Seifenblasen (auch wenn die sich eher auf der Bühne zu einem Berg türmen als zu fliegen) und Stofftiere. Ne kurze Pause vor Volxsturm muss aber trotzdem noch sein und schon stehe ich wieder vor der Hauptbühne und warte auf die Nordlichter. Die geben auch direkt Vollgas und datt Publikum geht ordentlich mit. Spätestens als man ankündigt „Biertrinken ist wichtig“ nicht zu spielen, um es dann kurze Zeit später doch zu spielen, ist auch der letzte Punkrockfinger in der Luft. Nun aber wieder schnell zurück ins Zelt, denn nun kommen OXO86! Heidewitzka, da fliegen mir vor der Bühne ja fast die Ohren weg und zwar nicht wegen des Sounds auf der Bühne, sondern wegen der Unterstützung aus dem Publikum. Es ist einfach unbeschreiblich, watt hier los ist und ich habe Angst, dass das Zeltdach gleich weg fliegt. Vorsichtshalber gibt es einen dicken Wolkenbruch von oben, sodass das Zeltdach wieder runter gedrückt wird. Ich geh mal eben Bier holen und bin gleich bei dir. Feierste schon? Stimme noch da?

ES010Meine Stimme ist mir grad ehrlich gesagt ziemlich egal! Oxo 86 stimmen mit den Worten „ Hebt das Glas mit mir und gemeinsam trinken wir auf die Liebe und auf die Sehnsucht…“ an. Tschüss Dirk, ich bin mal eben in einer anderen Welt! Frei nach dem Motto, Musik an – Welt aus! Ich hab ja hier bislang schon echt gute Auftritte gesehen aber was hier grad abgeht, ist einfach unbeschreiblich! Für mich sind das definitiv die geheimen Headliner des Festivals! Keiner steht hier mehr still, alle sind mehr als begeistert! Aus Zeitgründen gibt’s noch schnell n Medley, geile Sache! Man merkt der Band übrigens auch an, was die da oben für nen Spaß haben! Danke Oxo 86, jetzt sind meine Lebensgeister definitiv wieder voll da! Das Publikum möchte übrigens auch nicht, dass die Band aufhört! Ja, da schließ ich mich an… dann singen wir eben allein weiter! Jetzt hab ich ja echt hohe Erwartungen an Discipline! Danke für das Bier, ich besuch mal eben den Moppa am Merchstand, irgendwie müssen wir das ja noch organisieren, dass n paar Kisten Merch von 4 Promille heil nach Hause kommen! Hoffentlich passt das alles in mein Auto rein! Ich bin einfach dafür, dass Moppa alles verkauft! Oder? Wir treffen uns gleich vor der Bühne?

Datt kann keine Band mehr überbieten. Aber während du dich im Transportgewerbe versuchst, stehe ich pünktlich zu „You never walk alone“ vor der Bühne. Discipline legen ein gute Show hin und sorgen für eine großartige Stimmung. Bei euch am Merch ist nun auch alles geregelt, also können wir uns ja zusammen den Rest von Discipline anschauen. Bier hole ich später, denn schon stehen The Bones auf der Bühne und machen Soundcheck. Der zieht sich allerdings noch elendig lange hin. Doch damit nicht genug: es kommen noch gefühlte 2 Stunden Intro hinzu. Nicht nur ich bin mehr als genervt. Aber die Schweden kommen dann doch noch vor dem Sonnenaufgang auf die Bühne und es kann losgehen. Gefällt mir allerdings heute nicht so wirklich. Aber nächsten Dienstag gibt’s ja noch ne Chance im Essener Turock. Mittlerweile hat auch Moppa seine verbliebene Reisegruppe ins Bett gebracht und steht bei uns. Ich bin allerdings schon wieder auf dem Weg vor die Bühne und siehe da: Perkele können Soundchecks auch ohne Vorhang durchziehen. Respekt. Geht ganz gut ab hier, aber der Headliner des Tages hat definitiv vorhin im Zelt gespielt, da führt kein Weg dran vorbei. Na dann suche ich dich und Moppa mal wieder. Ahja… die Dusseligdorf-Schlacke-Connection steht natürlich in der Nähe der brennenden Bengalos…

ES013Wir sind ja auch pro Pyrotechnik! Ja, vor dem Auftritt von Perkele hatte ich ja so meine Bedenken was alles passieren muss, bis die dann mal anfangen…. ich bin auch froh, dass es diesmal keine Starallüren gibt! Die drei kann man sich auch mal wieder echt gut angucken und sie werden vom Publikum ordentlich abgefeiert! Als letztes Lied wird natürlich „Heart full of pride“ gesungen. Dieser Song sorgt erwartungsgemäß für ein Highlight des Auftritts. Der Bassist hat einen Gesichtsausdruck drauf, der nur erahnen lässt, wie geil er es findet, dass die Menge die Band und speziell den Song so abfeiern! Insgesamt sorgen die Schweden dafür, dass die Stimmung kocht, allerdings kommen auch Perkele stimmungstechnisch nicht an Oxo 86 ran, meiner Meinung nach. So, noch schnell ein Bier geholt und ab ins Zelt. Jetzt sind die Jungs von Bierpatrioten, rund um den charismatischen Sänger Schulle, vielen auch als Sänger von Toxpack bekannt, an der Reihe. Ich hoffe, es nimmt mir keiner übel, ich find den Auftritt klasse, aber ich muss mich auf eine der Boxen im Bühnengraben setzen, meine Füße machen grad nicht mehr mit. Wie ich sehe, bist du Dirk, voll und ganz in deinem Element und schießt ein Foto nach dem anderen…

Der „charismatische Sänger Schulle“? Watt hat der dir denn dafür bezahlt? Is wohl allerdings nicht mehr so viel übrig von diesem Charisma, denn ich warte eigentlich nur darauf, datt et endlich „Frühling“ wird und ich ein paar entblößte Oberweiten fotografieren kann. Aber watt is? Nix is! Naja, gut, dann sind wir halt arbeitslos mit einem Becher Bier. Aber trotzdem gefällt mir der Auftritt sehr gut und dabei fällt mir gerade ein, datt ich bei deren Abschiedskonzert, welches gleichzeitig mein erstes Punk & Disorderly war, von Freunden für die Reiseplanung zum Punkrock Sekretär ernannt wurde. So schließt sich der Kreis. Und damit sind wir auch schon bei der letzten Band angekommen und ich habe es damit tatsächlich geschafft, jede Band auf diesem Festival zu fotografieren. Pogoexpress geben ihrem Namen gemäß ordentlich Vollgas und auch das verbliebene Publikum feiert ausgelassen mit. Der Sänger von den Starts ist auch noch zur Unterstützung auf der Bühne und so nähert sich dieses Festival langsam dem Ende. Ich kann nicht mehr stehen und das Partyzelt ist wohl heute keine gute Idee, wenn wir morgen zeitig los wollen. Hotel?

ES012Haha! Neee, dafür muss der gute Herr nix zahlen, das ist eben meine Meinung! Fotos von entblößten Oberweiten und diese hochladen? Lieber Dirk, stell dir vor, das sehen die falschen Leute, dann dauert das nicht lang und du wirst des Sexismus bezichtigt. Was das für Folgen haben kann, haben wir doch vor Kurzem bei den Dörpms aus Dortmund gesehen!
Ja, das Partyzelt schaff ich heute nicht mehr! Ich fahr uns dann jetzt lieber zum Hotel. Ich möchte ja, dass wir morgen pünktlich in unserem geliebten Ruhrpott ankommen! Ich darf ja schließlich nicht das erste Spiel, der neuen Saison, meines Vereins verpassen! Ich freu mich aufs Hotel, auch wenn ich ein bisschen traurig darüber bin, dass hier nun schon alles vorbei ist. In manchen Momenten hab ich zwar die Dörpms-Drinking-Crew vermisst, aber es war trotzdem ein grandioses Wochenende. Danke an Ecke und seine Crew, an die Bands, an dich Dirk, an die Münsteraner und alle anderen Beteiligten! So ich bin raus! Gute Nacht!

Ich höre und gucke mir noch ein wenig den Auftritt der Düsseldorfer Grillhähnchen im Fernsehen an und gehe noch ein paar Spinnen jagen. Diese Nächte, wenn alles vorbei ist, sind schon immer eine schwierige Angelegenheit. Eigentlich ist man froh, datt man sich nun erholen kann und andererseits könnte es noch Tage so weiter gehen. Dann bedanke ich mich doch auch noch mal schnell bei allen Beteiligten mit besonderem Dank an Ecke und seine Festival-Crew, an die  Münsteraner Partycrew und natürlich auch an dich Mira! Bis nächstes Jahr!

PS: Bilder vom Festival gibt es unter folgenden Links und können auch von Leuten angeschaut werden, die nicht bei Facebook angemeldet sind:

Donnerstag, 08.08.2013:
https://www.facebook.com/media/set/?set=a.602321003153039.1073741882.174822772569533&type=3

Freitag, 09.08.2013:
https://www.facebook.com/media/set/?set=a.602370049814801.1073741883.174822772569533&type=3

Samstag, 10.08.2013:
https://www.facebook.com/media/set/?set=a.602704749781331.1073741884.174822772569533&type=3

 

Besten Dank an MIRA  und DIRK  für den / die Bericht / Fotos!

Partwitzer See – Seenland Festival 07.07.2013 (25.07.2013)

u.a. mit DIE TOTEN HOSEN, BOOMTOWN RATS, …

Seenland_06 (Klein)Endlich hat der tiefste Osten auch ein großes Festival mit namhaften Acts und das wurde aber auch Zeit. Für mich kam diese „Innovation“ leider zu spät, denn während meiner Kindheit bzw. Jugend hat mir so ein Event gefehlt. Die kleinen Konzerte im JUZ um die Ecke waren zwar großartig, aber so ein Festivalfeeling hat schon etwas Besonderes. Ich nahm das Ereignis aber als Anlass, um mich mal wieder in der Heimat blicken zu lassen, angeln zu gehen und in Erinnerungen zu schwelgen. Vom 5. bis 7. Juli luden die Veranstalter zum ersten SEENLAND FESTIVAL mit einigen internationalen Künstlern wie zum Beispiel DIE FANTASTISCHEN VIER, ICH+ICH, DAVID GUETTA und weiteren für mich völlig uninteressanten Combos. So verschlug es mich auch erst am dritten Tag des Festivals an den Partwitzer See (bei Hoyerswerda), denn da haben sich neben den TOTEN HOSEN auch die BOOMTOWN RATS (in Originalbesetzung) angekündigt. Das wollte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen, denn zum einen wollte ich Bob und Co. sehen und Campino mit Gefolge eine letzte Chance geben. Aber immer eins nach dem anderen.
Am frühen Sonntagnachmittag machte ich mich mit meinen zwei Begleitern auf den Weg an den See und bei der Anreise wurde klar, dass hier eine perfekte Location für ein schickes Festival ist. Viel, sehr viel Platz und ein wunderschöner See bilden die perfekte Kulisse für ordentlich Remmi-Demmi. Ich hoffe, dass sich dieses Event schnell rumsprechen wird, denn es sind noch Kapazitäten vorhanden und ein paar Tausend Leute können erst der Anfang sein. Über die Künstlerauswahl können wir ja noch mal reden. In Anbetracht des Line-Ups war mir nämlich schon klar, dass dies eher eine Veranstaltung für alle, also wirklich alle sein wird. Vom Dorfproll, über den Bankfutzi bis hin zum Altrocker werden wohl alle vertreten sein. Und genau so kam es dann auch, als wir auf dem Gelände eintrafen. Der gemeine Schnauzbartproll war dort ebenso zu finden, wie der Spießer und vereinzelt sogar ein Punker. Wir amüsierten uns schon köstlich bevor es überhaupt losging, denn es gibt doch nichts Schöneres, als sich am Anblick des Publikums zu erfreuen, he he! Im Hintergrund begannen bereits die ersten Bands zu spielen, die aber alle so grottenschlecht waren, dass wir uns hinter den Mischpultturm verzogen, um etwas mehr Ruhe zu haben. Das einzige, was mir in Erinnerung geblieben ist, ist eine „Punk“ Band aus den Staaten, welche angeblich Future-Rock spielte – so eine Grütze hab ich schon lange nicht mehr gehört.
Aber dann war es endlich soweit, Mr. – ach Entschuldigung – Sir Bob Geldorf kam mit seinen Mannen auf die Bühne und spielte seine alten Hits der BOOMTOWN RATS. Da die Band bei mir bisher nur beiläufig in Erscheinung getreten ist, war ich relativ emotionslos beim Auftritt, aber ich muss sagen, es war eine sehr gute Performance und einige der Stücke kennt man natürlich. Angefangen bei „I Don’t Like Mondays“, über „Someone’s Looking At You“ bis hin zu „Like Clockwork“ war alles dabei. Sir Geldorf ließ den coolen Entertainer raushängen und machte eine gute Figur. Einzig den letzten Song, eine Art Elektro-Hymne an die eigene Kapelle, hätte man sich aus meiner Sicht sparen können. Wenn die alten Herren also noch mal in unseren Gefilden auftreten sollten, dann schaut es euch ruhig mal an.
Seenland_29 (Klein)Danach betrat dann eine der einflussreichsten deutschen Punkbands die Bretter des SEENLAND FESTIVALS. Im Vorfeld war ich sehr zwiegespalten, denn ich hatte mit dieser Band so viele großartige Abende erlebt, aber mein letzter Gig mit ihnen – in der Max Schmeling Halle Ende letzten Jahres – war einfach nur ein Desaster. Aus alter Verbundenheit wollte ich den Jungs aber noch mal eine Chance geben, ob sie sie nutzen würden, lag bei ihnen. Ich weiß nicht, ob es an meinem Alkoholpegel lag, an der netten Begleitung oder dem Umfeld, aber dieser Gig war definitiv besser, doch trotzdem sind das nicht mehr „meine“ TOTEN HOSEN. Ich sag es mal so, DIE TOTEN HOSEN sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Wenn sich, wie oben bereits erwähnt, ein Querschnitt aus der Gesellschaft zusammenfindet, um eine Band zu sehen, dann ist sie definitiv massentauglich geworden. Ich würde meine Hand auch nicht dafür ins Feuer legen, dass an dem Abend keine Leute anwesend waren, die vor reichlich zwanzig Jahren in Hoyerswerda die Asylanten vertrieben haben. Wenn dann diese Leute heutzutage Lieder wie „Sascha“ oder „Schrei nach Liebe“ mitgrölen, dann weiß ich auch nicht mehr weiter. Aber spätestens bei einem meiner Lieblingslieder, dem „Liebeslied“, bin ich einfach nur noch fassungslos:

„Es war so schnell,
ein fliegender Stein als Kampfsignal.
Auf einmal war die Hölle los,
ein Wechselbad zwischen Angriff und Flucht.
Wasserwerfer peitschen dich,
Tränengas beißt im Gesicht.
Schaufensterscheiben, nur noch Splitter aus Glas,
Wagen völlig ausgebrannt.
Befehl an alle:
Bleibt besser klug, schließt euch ein macht die Augen zu!“

Seenland_24 (Klein)Die hippe Frau neben mir, der Popper zu meiner Rechten oder die unpolitische vor mir, haben die überhaupt eine Ahnung, was sie da gerade singen??? Ich glaube nicht!!! Wenn die HOSEN dieses Publikum bedienen wollen, dann ist das okay. Dann aber in Zukunft ohne mich. Ein Wiesenzeltheld wie Campino kann mir dann eben gestohlen bleiben. „So lange Johnny Thunders lebt, solange bleib ich ein Punk“ hat er mal gesungen und daran hat er sich ja auch gehalten. Natürlich hab ich die alten Kamellen mitgesungen, aber in den letzten Jahren sind die Hits, die man bedenkenlos rausschreien kann, eben immer seltener geworden. Niemand wird mich je dabei erwischen, wie ich „An Tagen wie diesen“ oder „Steh auf, wenn du am Boden bist“ auch nur ansatzweise mitsinge. Sehr schön und etwas versöhnlich fand ich die Coverversion von „Far Far Away“. Schon alleine deswegen hat sich der Ausflug gelohnt. Für mich war es ein schöner Abschluss mit den TOTEN HOSEN. Sie werden immer einen Platz in meinem Herzen haben, aber vielleicht ist jetzt der richtige Zeitpunkt um abzudanken, bevor man endgültig zu einer Jahrmarktattraktion verkommt. Ob ich, wenn sie in eine paar Jahren noch mal live spielen, wieder schwach werde, kann ich noch nicht sagen, aber momentan ist dieses Kapitel abgehakt.

East Side Daniel

27./28.04.13 Berlin / Columbiagelände – Monster Bash Festival (16.06.2013)

 

FlagNun hat mich das Monster Bash Festival schon zum dritten Mal in seinen Bann gezogen und auch wenn das Line-Up aus meiner Sicht dieses Jahr nicht ganz so gelungen war, hielt es doch einige Überraschungen bereit. Gleich zwei große Veränderungen wurden im Vorfeld angekündigt. Zum einen wurde aus dem Tages- ein Zwei-Tage-Festival und zum anderen sollte eine neue Location her. Das mit der Location hatte sich im Vorfeld wieder erledigt gehabt und man zog wieder auf das Columbiagelände mit Club und Halle. Warum? Dazu später mehr. Was die Auswahl der Bands betraf, so fehlten mir dieses Jahr eindeutig die hochkarätigen Deutschpunkvertreter. Hatte es in den letzten Jahren mit DRITTE WAHL, ZSK oder THE BOTTROPS noch mehr als vorzeigbare Vertreter dieser Gattung gegeben, fehlten sie dieses Jahr gänzlich. Schade eigentlich, denn etwas mehr Abwechslung hätte dieses Jahr gut getan.

Wie dem auch sei, am Samstag machte ich mich auf den Weg zum MONSTER BASH. Da mich die ersten Combos wirklich gar nicht interessierten, kreuzte ich auch erst gegen 19:00 Uhr in der C-Halle auf und war erstaunt, wie wenige Leute da waren. Beim Blick auf die Ränge der C-Halle fiel mir dann auf, dass diese zugehangen bzw. abgesperrt waren, so dass die Halle um einiges weniger Publikum fasste. Wahrscheinlich haben es die Veranstalter auch aus diesem Grund vorgezogen vom geplanten, größeren Gelände wieder in alte Gefilde zurückzukehren. Auch abends, so viel sei schon mal verraten, war die Location nicht proppevoll sondern lediglich gut gefüllt. Schade eigentlich, denn so ein Festival lebt von seinen Besuchern und wenn die ausbleiben, dann bleibt auch das Festival aus, was eine Schande wäre. Berlin braucht mehr Punkfestivals und die verwöhnten Großstädter sollten das endlich mal zu schätzen wissen. Nichts desto trotz spielten voller Energie LESS THAN JAKE auf zum Tanz und unterhielten die Menge vor dem Absperrzaun mit ihrer Mischung aus Punk und Ska. Nicht ganz meine Mucke, aber nett anzuschauen. Danach ging es weiter mit den Schweden von MILLENCOLIN, die bereits vor zwei Jahren die Hütte rockten. Auch diesmal zockten sie ihr Set runter und hinterließen schweißnasse T-Shirts und zufriedene Gesichter.

MillencollinAuf die darauf folgende Band FLAG war ich am meisten gespannt. Im Vorfeld hatte ich mir ein paar Interviews der beiden aktiven „Black Flag“ Combos durchgelesen und für mich gingen FLAG als die sympathischere von beiden daraus hervor. Doch meine Freude wurde schnell getrübt, denn was hier geboten wurde, war eine echt lahme Vorstellung. Man prügelte sich zwar durch die Hardcoreklassiker, aber der Funke wollte einfach nicht überspringen. Dann doch lieber die alten Platten hören und die Band Geschichte sein lassen. Gleich darauf stand aber DIE Überraschung für mich auf der Bühne – SKA-P. Bisher kannte ich die Jungs nur vom Hörensagen und war eher skeptisch, da Ska nicht unbedingt zu meiner Lieblingsmusik zählt. Aber was ich hier geboten bekam, haute mich schlichtweg um. Entertainment vom allerfeinsten und großartige Songs, die keinen in der Halle still stehen ließen. Und obwohl SKA-P über eine Stunde spielten, verging die Zeit viel zu schnell und ich hab endlich eine Ska Band gefunden, die mich 100%ig überzeugt. Schon alleine wegen ihnen hat sich die Reise zum MONSTER BASH gelohnt.

Der erste Tag hing mir noch in den Knochen, da hieß es schon wieder ab aufs Columbiagelände, denn der Sonntag versprach einige Highlights. Los ging es gleich nach meiner Ankunft mit STREETLIGHT MANIFESTO, die ich bis dato auch noch nie live gesehen hatte. Und noch eine Ska-Combo riss mich von den Stühlen und das an einem Wochenende! Nicht das ich noch vom Glauben abfalle?! Jedenfalls wussten STREETLIGHT MANIFESTO ganz genau was sie taten und auch der kurzzeitige Ausfall des Gitarristen brachte sie nicht aus dem Konzept. Der Rest der Mannschaft improvisierte einfach und unterhielt die Leute vor der Bühne. Wenn die Amis also mal wieder in der Nähe sind, dann nichts wie hin und anschauen, denn es lohnt sich auf jeden Fall. Danach spielten GRADE, die mir so gar nichts sagten und dass aus gutem Grund, denn sie waren einfach schlecht! Mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen. Aber das gab mir die Gelegenheit Essen zu fassen und mich zu stärken, denn es sollte anstrengend werden – mit PENNYWISE. Man soll es kaum glauben, aber auch PENNYWISE habe ich bisher auf jeder ihrer zahlreichen Tourneen verpasst und dass wollte ich dieses Jahr unbedingt ändern.

PennywiseLediglich Sänger Jim Lindberg hatte ich vor ein paar Jahren mit BLACK PACIFIC live gesehen, doch es war eben nicht dasselbe. Als PENNYWISE diesen Abend loslegten waren lediglich ein paar Scheinwerfer auf der Bühne an und die Jungs tragen ja nun mal Basecaps. Der Tot für jeden Fotografen, der kein übergroßes Objektiv hat. Als Fletcher dann noch meinte, „wir sind hier doch nicht am Strand, macht die Scheinwerfer aus“, war es endgültig vorbei mit dem Geknipse. Die Stimmung auf dem MONSTER BASH erreichte aber definitiv ihren Höhepunkt, denn PENNYWISE spielten ihre Hits, coverten sich durch ein paar Klassiker und beendeten natürlich mit der „Bro Hymn“. Ein mehr als gelungener Auftritt der Amis und ich hoffe, ich kann sie noch mal in einem Club in der Nähe erleben. Der eigentliche Headliner des Festivals sollte mit RISE AGAINST aber noch folgen. Ich hatte die Jungs vor einiger Zeit an derselben Stelle gesehen und ich muss sagen, da fand ich sie um einiges besser. An diesem Abend wirkten sie nämlich zahm und spielten ihre Songs zu routiniert runter. Ich war aber nicht sonderlich traurig darüber, so konnte ich ruhigen Gewissens eher nach Hause gehen, voller Eindrücke eines super Festivals.

Um noch mal auf meine Eingangsworte zurück zu kommen, das letzte Mal schafften es RISE AGAINST noch ganz allein die C-Halle auszuverkaufen und wenn sie bei einem Punkrockfestival wie dem MONSTER BASH auftreten, klappt das nicht. Ich finde es wirklich schwach, dass nicht die nötigen zahlenden Gäste gekommen sind, denn für das Geld bekommt man hier wirklich was geboten. Super Bands, leckeres Essen, Entertainment auf der Halfpipe und eine tolle Stimmung. Was will man mehr?

East Side Daniel

Leider Lebenslänglich!!! (16.06.2013)

Neulich bin ich in einem Frauenmagazin über einen Bericht mit der Überschrift „Leider lebenslänglich“ gestolpert. Gespickt mit allgegenwärtigen Voruteilen, regte sich eine Reporterin über die Tinte unter der Haut auf.
Die Message die, die gute Frau vermitteln wollte, war im Grunde, dass jeder der sich was stechen lässt, es sowieso irgendwann bereut…
Nachdem ich den Artikel gelesen hatte, dachte ich mir, mittlerweile sollte doch jeder der sich was stechen lässt, sich im Klaren darüber sein, dass Tattoos für die Ewigkeit sind.
Dass man sich dann nicht aus einer Laune heraus, mal eben nach na durchzechten Nacht auf den Weg macht um sich verschönern zu lassen, sagt doch eigentlich der gesunde Menschenverstand.
Es gibt sicherlich Menschen, die sich aus welchen Gründen auch immer, vielleicht nur weil es gerade modern ist oder weil Tattoos mittlerweile gesellschaftstauglich geworden sind etwas stechen lassen. Doch wenn sich genau jene, dann hinterher über ihre eigene Doofheit beschweren, brauchen sie sich doch nicht wundern, wenn man sie für ziemlich grenzdebil hält.
Ich denke man sollte sich im Voraus Gedanken machen und nicht hinterher rumheulen, weil man unzufrieden ist oder das besagte Bildchen einem nicht mehr gefällt.
Viele Gegner dieser Art von Körperkunst, fragen was denn passiert wenn, man in x Jahren nicht mehr mit dem Bild zufrienden ist. Jede Tattoowierung wird zu einem Teil des Trägers und selbst wenn der unwahrscheinliche Fall eintreten sollte, dass einem mal eine Tattoowierung nicht mehr gefällt, so gehört sie trotzdem zu einem und dann wird man die Farbe auch nicht bereuen.
Tattoos sind im besten Fall, individuelle Kunst. Man sollte sich schon ausreichend Gedanken darüber machen, WAS man sich denn tattowieren lassen möchte.
Denn wie die Reportin schon richtig erkannt hat, Farbe unter der Haut ist lebenslänglich. Ich würde sagen – glücklicherweise lebenslänglich.

Wie war das noch gleich? (01.05.2013)

Ein Skinhead trägt kleinkarierte Hemden ;) , trinkt Bier geht auf Konzerte, tanzt gerne auf dem ein oder anderen Nighter, hat nicht zwangsläufig was gegen Gewalt und nicht zu vergessen, geht gerne zum Fußball.
Es ist für viele vielleicht nur ein Spiel, das 90 Minuten dauert und in dem n paar Männer einem Ball hinterher rennen, doch für uns Fans ist es mehr. Das Gefühl im Stadion zu stehen und seine Mannschaft anzufeuern , egal ob wir grade 2:0 führen oder 6:0 zurückliegen….Emotionen die man schlecht beschreiben kann. Nun in der Regel ist es doch so, dass man einem Verein seine Liebe geschworen hat und im Gegensatz zu einer Beziehung oder der ein oder anderen Freundschaft hält diese Liebe tatsächlich ein Leben lang. Natürlich ist es vollkommen ok, dass man mit einem anderen Verein vielleicht mehr sympathisiert als mit dem Rest, oder gewisse Vereine einem einfach nur am Arsch vorbei gehen. s ist völlig legitim, einem anderen Verein zu gratulieren, wenn die Leistung entsprechend war, oder mal zu nem Spiel zu gehen, bei dem die eigene Mannschaft nicht spielt und sich dieses aus Interesse, NEUTRAL, anzusehen. Klar kann man sich auch mal untereinander zusammenschließen um beispielsweise gegen einen gemeinsamen Feind, wie den DFB, was zu erreichen.Aber auch hier wird deutlich, jeder steht zu seinem Verein, man schließt sich nur aus Mittel zum Zwecks zusammen….. „ In den Farben getrennt, in der Sache vereint“.
Wir vertreten ja schließlich nicht die Hippiementalität, dass jeder jeden mögen muss und wir alle Händchen haltend durch die Weltgeschichte springen. Also frag ich euch, kann man tatsächlich ein wirklicher Fan von zwei oder mehreren Mannschaften sein?

Wir beschweren uns Ende der Saison immer wieder über Spieler, die aufgrund der Kohle zu bestimmten Vereinen wechseln. Als Verräter werden sie meist bezeichnet Ok, bei Geld setzt bekanntlich der Verstand aus aber manchmal ist es ja nachvollziehbar, dass ein Spieler wechselt und seien wir mal alle ehrlich zu uns selbst, wer würde nicht auch den gleichen Job in einer anderen Firma machen, wenn man dort mal eben das doppelte an Gehalt bekommt, bessere Karrierechancen, bei gleichem Arbeitsaufwand hat?! …Eben

Aber dies ist ein anderes Thema…kommen wir nochmal zu dem Thema „Fans von heute“ zurück. Da gibt es die Erfolgsfans, die einem Verein nur dann die Daumen drücken, wenn dieser ein Spiel nach dem anderen gewinnt, welche aber niemals zu einem Spiel gehen würden, sollte der Verein absteigen. Oder die Modefans, die nur jubeln, weil es grad modern ist, sich für Fußball zu interessieren. Schlimm auch die Leute, die nur für die neue Liebschaft, plötzlich einem, vorher verhassten ,Verein die Daumen drücken, man sollte doch meinen, dass eine Beziehung nicht an verschiedenen Vereinen scheitert, oder? Wenn doch, dann ist sie es in meinen Augen gar nicht erst wert eingegangen zu werden!
Erschütternd ist es dann mit anzusehen, dass es in letzter Zeit immer mehr Leute, leider auch aus unseren Reihen gibt, die sich dazu bekennen, Fans von verschiedenen Vereinen zu sein. Und das obwohl auf der anderen Seite „ Tradition not Trend“ gerufen wird?! Tradition, bezogen auf Fußball, ist für mich, dass es nur einen Verein gibt, hinter dem man 100 % steht.
Ich denke jeder sollte im Endeffekt für sich entscheiden, zu welcher „Kategorie Fan“, er gehören möchte, sich aber dann nicht darüber beschweren, wenn man denjenigen dann nicht mehr Ernst nimmt, wenn es um Fußballkompetenz geht! In diesem Sinne: Eine Liebe ein Verein!- oder wie war das noch gleich?