Category Archives: Sonstiges

Dritte Wahl Konzertbericht (06.11.2016)

Berlin (28./29.10.2016)

Als DRITTE WAHL eine Tour zu ihrem großartigen Album „Nimm drei“ ankündigten, hüpfte mein kleines Punkerherz vor Freude bis an die Decke. Mit dieser Scheibe fing damals für mich alles an. Ich kenne noch jeden einzelnen Song vom ersten bis zum letzten Ton und von der ersten bis zur letzten Zeile in und auswendig. Als es dann noch hieß, es wird zwei Abende in Berlin geben, klang das nach einem super Wochenende, was es im Endeffekt auch wurde. Mit ein paar Wegbieren in der Hand ging es am Freitagabend ab in Richtung Astra, vor dem sich schon einige illustre Gesellen tummelten. Was aber bereits hier auffiel, das Publikum bestand größtenteils aus der älteren Generation. Sicherlich gab es auch genügend Jungpunker, aber es war, im Vergleich zu anderen Konzerten, schon recht auffallend. Den Anheizer übernahmen am ersten Tag RANTANPLAN, die ihren Job mehr als gut erfüllten. Ihre Mischung aus Ska und Punkrock schafft es einfach, Spaß zu verbreiten und das Tanzbein zu lockern. Als dann DRITTE WAHL die Bühne enterten, hatten sie leichtes Spiel. Nach einem kurzen Intro, inklusive Vorhang, legten sie los und brachten die Hütte mit „Rausch“ sofort zum Kochen. Um es interessanter zu gestalten, mischten die Rostocker die „Nimm drei“ Kracher mit Hits aus der jüngeren Vergangenheit und ein paar ganz alten Kamellen. Auf Drängen des Publikums gaben sie auch „Mainzer Straße“ zum Besten, was eigentlich erst am nächsten Tag auf dem Programm stand. Das Schöne an zwei Abenden ist, dass es genug Zeit gab, auch die Bonustracks mit einzubauen, was auch mein Lieblingstrack „Tobias“ beinhaltete. Einzig „Keine Angst vor Deutschland“ gab es an keinem von beiden Tagen zu hören. Fand ich etwas schade. Nach einem mehr als gelungenen ersten Auftritt folgte dann der Samstag. Natürlich wiederholten sich einige unverzichtbare Sachen wie „Greif ein“ oder „So wie ihr seid“, aber damit konnten ich und wohl auch alle anderen, die beiden Konzerten beiwohnten, sehr gut leben. Das sie aber auch relativ viele der eingestreuten Songs wiederholten, war nicht ganz so geschickt, denn es gibt in der Bandgeschichte noch viel mehr großartige Sachen, die es verdient hätten, gespielt zu werden. Nichtsdestotrotz war auch Tag Nummer zwei mehr als gelungen und meine hohen Erwartungen an eine „Nimm drei“ Tour wurden mehr als erfüllt. Als Ausklang eines schönen zweiten Abends gab es noch eine tolle Aftershowparty, bei der das Tanzbein weiter geschwungen wurde bis tief in die Nacht. DRITTE WAHL haben gezeigt, dass es einfach drauf haben und hoffentlich kommt bald neuer Stoff für die Fangemeinde.
East Side Daniel

5.-17.04.2016 – Berlin, Astra Kulturhaus – PUNK AND DISORDERLY FESTIVAL (23.04.2016)

Endlich wieder PUNK AND DISORDERLY! Wie jedes Jahr zog es im April „Gesocks“ aus aller Herren Länder nach Berlin, um drei Tage ausgelassen zu feiern und die Umgebung des Astra Kulturhauses unsicher zu machen. Schon bei meiner Anreise erfüllte mich ein Gefühl der Geborgenheit, denn für jemanden der am äußersten Rand Berlins wohnt – nicht gerade bekannt für seine alternative Szene – ist es immer wieder schön in das Nachtleben, mit all seinen Gestalten, einzutauchen.
Eintauchen ist an dieser Stelle leider das richtige Wort, denn als ich aus der S-Bahn stieg, fing es dermaßen an zu regnen, dass ich bis auf die Knochen nass war. SCHEISSE! Also machte ich mich schnell auf den Weg ins Astra, in der Hoffnung, dass dort die „Heizung“ an war. An der Tür hieß es allerdings erst einmal anstellen – brrr! Hatte ich von den letzten Jahren gar nicht so in Erinnerung, aber was soll’s. Drinnen in der Halle strömte dann tatsächlich von irgendwoher warme Luft und bei einsetzender Trocknung des Körpers schmeckte das erste Bier umso besser.

 
Anschließend war dann Händeschütteln an der Reihe und das Austauschen von News. Da aber bereits die ersten beiden Bands zu dieser Zeit gespielt hatten, musste ich auch mal einen Blick ins Innere riskieren. Da waren gerade die ACIDEZ am Werkeln. Hatte ich noch nie gehört und nach ein paar Songs für uninteressant eingestuft. Also fix wieder raus und weiter quatschen, denn hier und da tummelten sich bekannte Gesichter. Zu meinem Bedauern muss ich gestehen, dass ich keine der darauffolgenden Bands wirklich intensiv angeschaut habe und mir zu THE LAST RESORT, ANTI PASTI, BOOZE & GLORY und STOMPER 98 kein richtiges Urteil anmaßen möchte. Es klang alles sehr nett und mal mehr und mal weniger spannend. Drinnen war jedenfalls immer ordentlich was los, was für die Bands spricht. Der Heimweg gestaltete sich als unproblematisch und mein Bettchen freute sich schon auf mich.

 
Der Vorsatz für Tag 2 lautete: Mehr Bands, mehr Bier, weniger quasseln und POGO! Trotzdem verpasste ich, dank den „überaus zuverlässigen“ Berliner Verkehrsbetrieben, die ersten Bands. Leider auch die RAZORS, die ich liebend gern wieder mal gesehen hätte. LION’S LAW ließ ich mir dann aber um keinen Preis entgehen und genau wie letztes Jahr konnten sie auf ganzer Linie überzeugen. Gute Band, großartiges erstes Album und ein gutes Aufwärmprogramm für das, was da noch kommen sollte. Danach kam eine der Bands, auf die ich mich im Vorfeld am meisten gefreut hatte – THE MEMBERS. Bei den alten Combos gibt es meist nur die zwei Extreme, absolut beschissen oder richtig klasse. Auf die MEMBERS trifft definitiv zweiteres zu. Alleine schon für „Solitary Confinement“ und „The Sound of the Suburbs“ muss man diese Band feiern und als sie die Songs live super rübergebracht hatten, war mein kleines Punkerherz zufrieden. Auf das erste Highlight folgte dann gleich ein Tiefpunkt, denn zu DISCIPLINE spar ich mich jeglichen Kommentar. Das Gute daran war, dass man noch mal Bier nachtanken konnte, um fit zu sein, für den Höhepunkt des Festivals – COCK SPARRER. Sie sind einfach eine sichere Bank und es gibt nur wenige, die ihnen das Wasser reichen können. Wenn diese Jungs die Bühne entern, gibt es kein Halten mehr. Sie sind sofort präsent und es folgt ein Klassiker dem anderen. Keine Verschnaufpause für alle Anwesenden und auch ich ließ mich zu einem meiner mittlerweile seltenen Ausflüge in den pogenden Mob hinreißen. Ein perfektes Finale für den zweiten Tag.

 
Der dritte Tag war dann insgesamt etwas entspannter, denn spürbar weniger Leute tummelten sich im Astra. Heute schaffte ich es sogar pünktlich vor Ort zu sein, um die erste Band LUCKY PUNCH zu sehen. Im Nachhinein war das allerdings ein ganz großer Fehler und ich hätte lieber doch ein günstiges Bier vor der Halle trinken sollen. Was für eine Grütze war das denn? Fäkalhumor kann ja manchmal ganz witzig sein und es gibt einige Kollegen, die das super machen, aber die hier haben es ganz sicher nicht drauf. Bitte, bitte, nie wieder einladen, es sei denn als Rausschmeißer, wenn man die Halle leeren will. Direkt darauf folgte dann mit THE BAR STOOL PREACHERS das Kontrastprogramm. Echt guter Ska-Punk, mit einem Sänger, der dem Duracell Hasen Konkurrenz macht. Er hüpfte mit einer Energie über die Bühne, die ansteckend war und Dank einer ebenfalls überzeugenden Band, lieferten sie eine sehr gelungene Show ab. Der Entertainmentfaktor vom Frontmann liegt wohl in den Genen. Danach folgten dann OHL und ich hatte eine schöne Pause zum Trinken und Reden, denn Deutscher W. und seine Mannen gehören für mich zu einer der musikalisch und inhaltlich grausamsten Bands. Die darauf folgenden PIPES & PINTS fand ich dann wieder besser, aber die große Offenbarung waren sie nicht. Dafür freute ich mich auf mein letztes Highlight des PUNK & DISORDERLY 2016, die ANGELIC UPSTARTS. Wie zu erwarten, lieferten sie wieder ein klasse Konzert ab und entließen mich glücklich in den Sonntagabend. (THE PARTISANS schenkte ich mir.)

 
Mein Fazit des Festivals fällt wie die Jahre zuvor mehr als positiv aus, denn es war wieder einmal großartig. Danke an MAD Tourbooking!
East Side Daniel

8.11.2015 BRING ME THE HORIZON + PVRIS + BEARTOOTH im Palladium,Köln (24.11.2015)

Wenn ich mich richtig erinnere, liegt mein letztes BRING ME THE HORIZON Konzert schon ein paar Jahre zurück, damals hat sich glaub ich keiner erträumen lassen, dass man diese Band 7 Jahre später in so einer riesigen Halle wie das Palladium in Köln finden wird und diese auch noch ausverkauft ist! Krass einfach nur…

Als ich BMTH kennen gelernt habe, waren sie noch im Deathcore Zuhause, wenn mich heute jemand fragen würde, wo ich sie heute sehe, könnte ich das gar nicht wirklich beantworten… Es gibt kaum eine Band, die sich mit jedem Album was sich raus gebracht hat, immer ein Stück weiter entwickelt hat. Und ich kann aufjedenfall für mich sagen, dass BMTH immer eine Schippe drauf gelegt haben und grandiose Alben veröffentlich haben. Heute würde ich sie wahrscheinlich schon eher zum Pop mit einer leichten Kante Metalcore einordnen. Es ist immer noch großartig was diese Band macht.

Ein ausverkauftes Palladium, als eine „Szene“ Band, dass ist schon mal ne Ansage.
BEARTOOTH haben den Abend eröffnet, nach dem ersten Lied, dachte ich schon wow krass, was ist mit dem Publikum los, diese Band wurde von Anfang an abgefeiert und alle waren sich schon gut am bewegen. Für mich muss ich leider sagen, dass nachdem dritten Lied, für mich alles zu sehr ähnelte und es dann auf Dauer langweilig wurde..

PVRIS eine für mich auch unbekannte Band, spielten dann direkt vor BMTH. Diese Band hat mich mega überzeugt, auch wenn sie viel Elektro Bestandteile in der Musik wieder finden, aber die Sängerin, hatte so eine geniale Stimme und Bühnen Präsens, die einen in den Bann gezogen hat.

Nach einer halben Stunde endlosen Wartens ging es dann endlich mit BRING ME THE HORIZON los, krasse Bühnenshow, mit Nebelwerfen, Pyroshow und und und… Diese Band hat es eindeutig verdient in so einer Halle Zuspielen, auch wenn das Publikum eher Mainstream geworden ist und am Ende des Konzertes, hunderte Eltern auf ihre Kinder vor dem Palladium warteten^^
Aber BMTH hat von vorne rein alles gegeben und einen würdigen Abriss gefeiert, im Vergleich zu 2008 war das echt ein Erlebnis, obwohl ich natürlich die alten Lieder vermisst haben, auch wenn die neuen Lieder ziemlich gut sind, fehlte trotzdem noch was für mich. Teilweise waren es mir auch Zuviel Einspieler/Playbackparts von Chören und diversen anderen Sachen.

Alles im allen, war es eine gelungen Show. Aber ich muss sagen, für mich einfach zu groß…

David

THE BONES, 4 PROMILLE, ROGERS, THE ELECTRIC OVERDRIVE – C-Club (03.10.2015) 11.10.2015

Meine Vorfreude ließ sich kaum in Worte fassen, denn endlich kamen sie wieder nach Deutschland, THE BONES. Viel zu lange hat es gedauert und eine gefühlte Ewigkeit ist seit dem letzten Gig vergangen. Als es dann noch hieß, sie bringen ein paar schicke Gäste mit, stand einem grandiosen Abend eigentlich nichts mehr im Weg.
Also machte ich mich am diesjährigen Tag der Deutschen Zweisamkeit auf den Weg in Richtung C-Club. Obwohl der angesetzte Ticketpreis von knapp 30 € echt teuer war, fand ich bei meiner Ankunft einen sehr gut gefüllten Laden vor. Leider schafften es die Berliner Öffentlichen nicht, mich pünktlich dort anzuliefern und so verpasste ich THE ELECTRIC OVERDRIVE. Hätte ich mir gern mal angeschaut, aber dann halt beim nächsten Mal. Dafür sprangen die Jungs von den ROGERS noch wild über die Bretter und posten was das Zeug hielt. Was soll ich zu der Band sagen? Die einen lieben und die anderen hassen sie und wieder anderen sind sie völlig egal. So Leid es mir tut, aber ich gehöre zur letzten Fraktion. Die Mucke gibt mir einfach nix, da schon tausend Mal gehört und die Bühnenperformance hab ich auch schon besser gesehen. Wie heißt es so schön – „sie waren stets bemüht“. Für Stimmung haben sie aber allemal gesorgt und somit perfekt ihre Aufgabe erfüllt.
Nach relativ kurzer Umbaupause hieß es anschließend dann 4 PROMILLE live. Ich muss zugeben, ich war echt gespannt, da ich die Combo bisher noch nie live gesehen habe. Ich hatte echt keinen blassen Schimmer, was mich erwarten würde und so ging ich völlig unvoreingenommen an die Sache ran. Die ganzen alten Vorwürfe lies ich außen vor und so erlebte ich eine Oi!-Punk-Show der unterhaltsamen Art. Im Vergleich zu den ROGERS ging es natürlich etwas ruhiger zu auf der Bühne, aber die Präsenz von den Vieren war nicht von schlechten Eltern. Die Mucke war zwar nicht so ganz meine Baustelle, aber das Stimmungslevel beim Publikum hielten sie locker aufrecht und steigerten es sogar noch. Spätestens bei „Ich werd‘ mich ändern“ hatten sie dann alle Sympathien auf ihrer Seite.

© Markus Wetzlmayr / @wetphoto / www.wet-photo.at NO USE WITHOUT PRIOR WRITTEN PERMISSION // KEINE VERWENDUNG OHNE VORHERIGE SCHRIFTLICHE ERLAUBNIS.

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Danach hieß es dann wieder Umbaupause und ungeduldig warteten alle auf die Dinge die da kommen. Als dann endlich das Licht ausging und das Intro ertönte, konnte man die Spannung förmlich greifen und alle warteten auf die ersten Töne, um total durchzudrehen. Wie man es gewohnt ist, kamen die Jungs wie ein nicht aufzuhaltender Schwerlasttransporter auf die Bühne, um alles niederzurollen. Um ein kleines Haar in der Suppe zu finden, muss ich allerdings dazu sagen, dass anstelle eines 40 Tonners dieses Mal „nur“ ein 30 Tonnen schwerer Truck über einen drüberwalzte. Zum komplett Ausrasten fehlte eine winzige Kleinigkeit. Ich kann es nicht genau beschreiben, aber es fühlte sich leicht gebremst an. Danach kamen die BONES dafür umso mehr in Fahrt. Ein Hit nach dem anderen hauten sie raus und ließen wirklich keine Wünsche offen. Auch die Songs der neuen Platte – nebenbei gemerkt, wieder einmal ein großartiges Album! – wurden ordentlich abgefeiert und sorgten für keinen Spannungsabfall. Nachdem sie mir am Ende des regulären Sets meinen absoluten Lieblingstrack „Until I Die“ schenkten, hieß es für mich ab in den letzten Nachtbus und nach Hause.
Am Ende des Tages, haben die Schweden wieder einmal gezeigt, warum sie zu einer der aktuell besten Livebands zählen und stampften ihr Publikum in Grund und Boden. Bleibt also nur zu hoffen, dass es bis zur nächsten Stippvisite nicht wieder so lange dauert. Ich kann es jedenfalls kaum erwarten, die BONES wieder live zu sehen!
East Side Daniel

Besten Dank an Markus Wetzlmayr (www.wet-photo.at),der uns dieses Foto zur Verfügung stellte.

ABSTÜRZENDE BRIEFTAUBEN; FAT BELLY – Bi Nuu am 10.09.2015 (04.10.2015)

Das Problem, wenn man Konzertberichte eine relativ lange Zeit vor sich herschiebt, ist, dass die Erinnerungen immer mehr verschwimmen. Wenn man dann auch noch reichlich Fusel konsumiert hat, wird die Sache nicht gerade einfacher. Andererseits hat das auch seine gute Seite, denn was wirklich von einem Gig hängenbleibt und woran man sich auch noch Wochen / Jahre später erinnert, sind die schönen Momente. Bei den ABSTÜRZENDEN BRIEFTAUBEN brauch ich nicht lange in meinem Oberstübchen zu suchen, denn das Konzert war, wieder einmal, der Hammer! Nachdem die TAUBEN vor einiger Zeit bereits auf der „Festival der Volxmusik“ Tour waren, statteten sie diesmal Berlin ihren ersten Solobesuch ab. Und angesichts der Tatsache, dass sie eine der Bands sind, mit denen ich aufgewachsen bin, freute ich mich wieder tierisch auf den Abend.
Los ging’s aber erst einmal mit FAT BELLY, einer Formation aus Hannover. Sehr spektakulär kamen sie zwar nicht rüber, aber ich hab schon viele, viel schlechtere Supportbands gesehen. Ihren Sound variierten sie einige Male und so verwundert es nicht, dass sie Mal nach BAD RELIGION, mal nach BLINK 182 oder auch nach den H-BLOCKX klangen. Das KASSIERER Cover wollte angesichts der Vergleiche zwar nicht recht ins Bild passen, aber „Besoffen sein“ zu spielen, kommt fast überall an. Einzig die Eltern vor mir, mit ihrem noch jungen Töchterchen schienen kurz an ihren Erziehungsmethoden zu zweifeln. Als dann aber noch HELENE FISCHER gecovert wurde, war für mich die Schmerzgrenze erreicht und das, obwohl man den Song eigentlich nicht wirklich erkannte. Noch ein Kritikpunkt war die zu lange Spieldauer, denn eine Vorband soll nur aufwärmen und sich kurz präsentieren, nicht ein eigenes Konzert spielen. Wie dem auch sei, die Stimmung war trotzdem gut und die Jungs hatten ihre Aufgabe ganz ordentlich erfüllt.
Zu meinem Erstaunen, war das Bi Nuu, auch kurz vor Beginn der Hauptband, nicht sonderlich gut gefüllt. Klar waren genügend Leute da, um eine schöne Sause zu feiern, aber es hätten durchaus noch einige Besucher reingepasst. Die, die da waren, ließen sich davon aber nicht beeindrucken und als die beiden BRIEFTAUBEN die Bühne enterten, kochte der Club förmlich über. Ob jung, ob alt, alle grölten textsicher alle Songs mit, meiner einer natürlich eingeschlossen. Wieder einmal war ich erstaunt, wie unpeinlich die teilweise sehr pubertären Texte rübergebracht wurden, denn schließlich ist Micro nicht mehr der Jüngste. Ein Hit jagte jedenfalls den nächsten und es wäre müßig sie alle aufzuzählen. Das Repertoire ist schier endlos und so wurde gepogt, gesungen, getrunken und gefeiert. Habe ich bei FAT BELLY die Spielzeit noch kritisiert, fand ich diese bei den ABSTÜRZENDEN BRIEFTAUBEN zu wenig. Zwar ging die im Großen und Ganzen in Ordnung, es hätten aber auch noch ein paar mehr Lieder sein dürfen, wie zum Beispiel der „Love Song“. Ich möchte aber nicht meckern, denn es war einer dieser großartigen Abende, an die man sich noch lange erinnern wird.
Zum Abschluss bleibt nur zu sagen, dass die ABSTRÜZENDEN BRIEFTAUBEN, auch in ihrer neuen Besetzung, live eine sichere Bank sind und jeden Club zum Kochen bringen. Geht also zu den noch anstehenden Gigs und freut euch mit mir auf die angekündigte Platte!
East Side Daniel

Back to Future Fest 2015 (26.07.2015)

11055374_882203348518051_1681137404833911382_nDie Vorfreude stieg schon als wir planten dort dies Jahr hinzufahren und so wurde der Flyer mit neuen Bandbestätigungen immer fein säuberlich überprüft, obwohl man auch dort blind hinfahren kann da es immer ein super Line Up ist! Naja nach 2 Jahren pause wa es auch höchste zeit wieder nach Glaubitz zufahren da es vom ganzen drum herum eins meiner lieblings Festivals ist, vielleicht sogar platzt 1! Da wir es nicht abwarten konnten wurd ich schon von der `Cocktailpunx 4 Life Crew` morgens um 4 in Essen abgeholt und et ging auf in den Wilden Osten! Gegen 11 waren wir dann mit einigen Pausen und Eissuche (für kühle Drinks) aufem Campingplatz und das Camp wurde aufgebaut! Als alles stand ging es direkt in das Waldbad um die Ecke (ca. 10 min zu Fuß). Der Eintritt koste pro Tag 2,50 € und laut Bademeister sind über die Festival Tage alle Regeln außer kraft gesetzt, da sich eh keiner dran hält! Man kann alles wat dat Herz begehrt mitnehmen sodass der Vormittag ganz entspannt im Bad verbracht werden kann. Nach etwas plantschen und ein paar Bier ging es dann auch wieder zurück zu den Zelten und dann ging es auch schon fast Richtung Festivalgelände!

Den Start Schuß zum Wochenende wurde von der Party Truppe Fightball aus Berlin gegeben. Bei den Jungs wird immer lauter der Vergleich zu Ihren Stadt Bodys von den Beatsteaks! Punk Rock mit viel Pop Einflüßen und vielen Mitsingparts. Da gibt es für die Jungs auf jedenfall schlimmere Vergleiche! Im Anschluß gingen The Tips auf die Bühne und spielten Ihren sehr Sublime lastigen Punk, Reaggae … Mir persönlich gefällt es sehr, obwohl ich in dieser Musikrichtung nicht oft unterwegs bin. Beim Dicken Polizist und Rezurex wurd die Zeit dann genutzt viele alte bekannte Gesichter zu begrüßen und in Erinnerungen zu schwelgen.

11694974_882202935184759_8322041053761547059_nHier nochmal nen schönen Gruß an die hübschen Bengels von der Contra Crew! Es ist immer wieder löblich zu erwähnen wo der verrückte Haufen sich überall blicken läßt! Sie unterstützen auf dem ganzen Kontinent Ihre Freunde und Label Bands! Das sind die Leute die die Scene am leben halten und verstecken sich nicht hintern PC Bildschirm oder machen einen auf dicke Hose! Unterstützt die Ganoven wo Ihr nur könnt ! So schluß mit der Werbung und weiter geht’s mit Anti – Flag! Schon lang nicht mehr gesehen haben aber richtig Spaß gemacht! Teilweise typischer Ami Punk aber gut rüber gebracht! Zum Ende der Show wurd dat Schlagzeug mit in die menge genommen und dort weiter gespielt. Am nächsten Tag wurd man dann von durch Nass – Geschwitzter Kleidung geweckt da im Zelt gefühlte 60 Grad waren! Der erste Gedanke wurd dann auch befolgt und es ging wieder ins Waldbad! Bei herrlicher Temperatur wurd geschwommen und die Frisbee durch die Luft geschleudert. Nach den sportlichen Aktivitäten ging et wieder zum Gelände um Faz Waltz so sehen. Am Gelände angekommen sah man das der komplette Nachmittag verschoben wurde da Jaya the Cat aus Krankheitsgründen kurzfristig absagten (nix neues beim BTF)!

Kurz bei Faz Waltz reingehört wa ganz nett hat mich aber nicht gepackt dat ich dort geblieben bin. Wieder der Rückmarsch zum Zelt Platz. Etwas erholen da der Abend durch gehend mit guten Bands besetzt wa! Baboon Show und Buster Shuffel sind ja bekann für Ihre gute Live Performance und diese wurd beim Back to Future wieder unter beweiss gestellt! Die Engländer von Buster Shuffle hatten nach kurzen Soundproblemen wieder zu sich gefunden und haben richtig Gas gegeben! Troz dat de hier gefühlt alle 3 Monate im Pott spielen hat ich die auch schon 1-2 Jahre nicht mehr bewust gesehen und ich wurd wieder überzeugt ! Die haben et einfach drauf! An Pascow kann ich mich garnicht mehr so recht erinnern entweder wurden wieder feine Gespräche geführt oder die Cocktails zeigten Ihre Wirkung! Bei Lions Law waren alle Sinne wieder beisammen und et wurd ne unglaubliche Live Show geboten! Mit den ganzen Stagedivern, Crowedsurfern und nen ordentlichen Pit kann so manche Hardcore Show Neidisch auf den Auftritt gucken! Top Typen, top Show, top Stimmung! Danach kam noch die Trink- und Sing Gemeintschaft neues Projekt aus der Oxo 86 Familie! Ganz cool aber für mich zuspät und ich mußte ins Bett! Achja fast vergessen die Katalonen von Secret Army! Eine Band die meiner Meinung viel zu unterschätzt ist! Ich Glaub die müßt ich nochmal in den Pott holen das der feine Leser von umme Ecke sich das Live Spektakel nochmal anschauen und sich selbst überzeugen kann! Dann kommt es schon zum Samstag wie erwartet traf man alle Leute im Waldbad ganz gleich ob Bands, Team, Standbesitzer oder der ´normale´ Pöbel! Hier nochmal erwähnt, es ist echt schön zusehen welche ´Scene Prominenz´sich zum Back to Future privat auf den Weg macht. Da sieht man das es nen Festival von der Scene für die Scene ist! Coole Leute, keine Troublemaker und kein Ballermann – Party – Festival Besucher (wie in den letzten Jahren vermehrt zum Rodeo gelangen)!

11755868_882203885184664_963955487904683377_nDer Samstag Mittag gehörte ganz klar der Karaoke im Schwimmbad! Bomben Stimmung und für jeden was dabei! Viele kennen wohl die Karaoke till Death hier eine mehr als gelungene Alternative und mit na super Set Liste! Gegen Späten Nachmittag ging es auch wieder um bei Abfukk und M.D.C. reinzuschauen! Abfukk gefallen mir im kleinen Laden auf jedenfall besser und M.D.C. hat ich vor Jahren schonma gesehen wa ganz ok aber dat reicht auch wieder für die nächsten 5! Auch am Samstag wurd wieder an dem Zeitplan gedreht da , was ich sehr bedauert hab, Giuda absagten! The Offenders wa schicke Hintergrund Musik um ma die Stände genauer unter die Lupe zunehmen. Evil Conduct trotz große Diskussionen und Hetzte haben gespielt! Ne gute Äußerung wa vom Veranstalter schon im Festival Heftchen zu lesen und so wa der Ring frei. Leider hat man gemerkt das die Proben fehlen und so wurd nur nen mittelprächtiger Auftritt geboten (sorry aber dat könnt Ihr besser).

Zu Ihrer 2. Heimat nach Mülheim haben die Lokalmatadore Ihr Heim Spiel im Osten bestritten und es ist nen Traum! Wenn sie nicht aus Mülheim kämmen dann definitive aus Glaubitz! Der letzte Große Headliner war dann Terrorgruppe und den Namen haben se alle Ehre gemacht! Mega gute Songs gespielt und echt viel aus der ´guten, alten´Zeit mit am Start gehabt. Als letztes die ich mir angeschaut hab waren Angelic Upstertsgute aylte Herren Musik die Leute hatte Spaß die zusehen! Dann ging es auch wieder ins Bett da ich der auserkorende Fahrer wa! Der Rückblick über das Fest ist einfach nur Positiv immer wieder gerne!

11696467_882206125184440_2418329659874439463_oTop Securites, WC´s waren ok und bei längerer Warte Zeit hat die ´Toileten Oma´ nen schwang aus der Jugend erzählt, dat ganze ding ist mit viel Liebe aufgezogen worden und dat merkt man auch! Ich hoff es wird immer so bleiben und nicht irgendwann immer größer werden und so ´Mainstream ´Bands mit reingezogen! Dann kann man auch zu anderen Festen fahren! BTF Crew mach so weiter Ihr seid auf nem sehr guten weg der mir gefällt. Was ich noch sagen wollte ; ich hab noch nie so gut gespeist auf nem Festival besten Dank an die `Köchin` Unterstüzt das Festival bleibt auf dem laufenden und nen schönen Gruß an alle die es möglich machen freunde und Bekanntschalten die Ich am Wochenend traf und an die Cocktail Punk Crew.

-machtet jut Max –

Alle hier abgebildeten Fotos wurden uns freundlicherweise von Arne Marenda zur Verfügung gestellt.

Rude Pride + Curb Stomp 20.07.1015 (26.07.2015)

11406525_842470652506331_99836523770530920_oMal wieder eine Montags Show, die viel verspricht. Die Newcomer aus Madird sind auf ihrer ersten Euro-Tour und machen halt bei uns im Südrock in Essen. Übrigens ein super Laden, mit einer coolen Atmosphäre, nur zu empfehlen, für jeden der noch nicht da war! Und was soll man sagen, es war Ausverkauft und das an einem Montag Abend, hier bei uns im Pott eigentlich schon ein Wunder. So weiter wieder zum Thema, ich war sehr gespannt wieviele es an einem schwülen Montag Abend, für eine doch eher unbekanntere Band aufschlagen werden. 20 Uhr ging es mit Curb Stomp aus Dortmund los, mittlerweile spielen die irgendwie bei jeder zweiten Show hier im Umkreis als Support, aber sei es drum. Wie immer ne solide Show, nichts außergewöhnliches, aber dennoch guter deutscher Oi-Punk. Weiter ging es mit dem Headliner Rude Pride. Von Anfang an war die Stimmung super, die Luft im Südrock sehr heiß, sodass man nur vom rum stehen so schwitze, wie ein Hochleistungssportler. Der Sound war diesmal auch zufriedenstellend, was nicht immer so einfach ist, da nur der Gesang über die PA läuft. Das Publikum brauchte ein bisschen, bis es lockerer wurde und gut mit gingen, aber dann gab es kein halten mehr, der Großteil der Leute war am mitsingen, pogen und tanzen. Die Luft wurde immer dünner, aber das war es mehr als Wert! So eine super Show, erlebt man auch nicht so oft an einem Wochenende! Wer also die Chance noch hat, die Jungs auf ihrer Tour zusehen, sollte es auf keine Fall verpassen. Für jeden der den Sound von Perkele mag, ein muss. Ich denke man wird noch viel von ihnen hören.
David

Vainstream 2015 (17.07.2015)

image1Das 10. Mal Vainstream, ausverkauft und dann auch noch der heißeste Tag des Jahres, was kann es besseres geben? Die Geburtstagssause dieses Mal auf vier Bühnen, anstatt sonst auf drei. Es wurd ordentlich aufgefahren, was der Musik der „härtere“ Musikmarkt so herzugeben hat, mit dabei waren u. a. TERROR, SICK OF IT ALL, PARKWAY DRIVE, DONOTS und und und…
Aber der Reihe nach. Wir sind ca. gegen zwölf Uhr am Festival Gelände angekommen und anders wie erwartet, bzw. wie die Jahre davor ist diesmal die Mega Schlange vor der Bändchenausgabe ausgeblieben. Man hat wohl aus den letzten Jahren gelernt und es lief, meiner Meinung nach super ab.
Erstmal vor Ort, das diesjährige Festival Gelände erkundigen, dieses Jahr wurden extra noch mehr Schattenplätze und sogar Wasserstellen aufgebaut. Was bei diesen Temperaturen von 38 Grad, auch bitter notwendig war und sehr dankend von vielen Festival Besuchern angenommen wurde.
Die Stimmung war von Anfang an sehr angenehm und ausgelassen. Die erste Band, die ich nebenbei mitbekommen habe, war NEAERA eine Metalcore Band aus Münster, die vor der Bühne schon ne ordentlich Menge an Leuten einheizen konnte. Und dies auch mit voller Energie gelang. Direkt im Anschluss folgte dann die SONDASCHULE, die rein musikalisch ja nicht unbedingt, auf ein Festival wie das Vainstream passen, mich aber ein paar Jahre zurück versetzt haben. Super coole Show, irgendwie ging das ganze Publikum, welches schon so früh da war und schön in der Sonne bruzelte, richtig gut mit und bescherten dem Jungs eine großartige Kulisse, dass sogar ein Sanitäter (so um die 40 Jahre alt) sich nicht mehr zu halten
wusste und anfing zu tanzen. Übrigens bringen die Sondaschüler jetzt bald ein neues Album raus, auf welches man sich getrost freuen kann, nach dem was ich bis jetzt gehört hab!! Nahtlos ging es dann über zu SUICIDE SILENCE, krasser Metalcore der guten Anklang gefunden hat, aber mich leider nicht überzeugen konnte, da für mich einfach der original Sänger, der bei einem Motorrad Unfall ums Leben kam, fehlte. Danach ging es für uns erstmal in den Schatten, um uns von der doch heftigen Sonne zu erholen und den Wasserhaushalt im Körper wieder auszugleichen. Dazu muss ich leider sagen, dass ich es oft nicht versteh, warum man für ein einfaches Wasser, ich glaub es war ein 0,5L Becher, 2,50€ nehmen muss… Und das bei so einem Wetter!! Dafür hab ich letztes Jahr auf dem Pfingst Open Air in Essen Werden eine 1L Flasche bekommen und wer das Festival kennt, weiß das es sich hauptsächlich durch den Verkauf von Getränken finanziert… Schade aber kann man leider nichts machen.
image5Um 15 Uhr ging es für uns dann in der Sputnikhalle (Club Stage) mit EXPIRE weiter, auf die ich mich mit am meisten freute. Anfangs war es noch sehr angenehm in der Halle, als noch nichtsoviel los war. Doch das änderte sich ziemlich schnell nach dem EXPIRE angefangen hatte zu spielen. Es war wie zu erwarten für mich das Highlight des Festivals. Und sie haben förmig den Laden abgerissen. Richtig gute Show, mit einer super Stimmung, sodass man nach dem Set, die Halle triefend nass vom eigenen Schweiß verlasen hat xD
Das einzige was mich an der Club Stage gestört hat, war der Wellenbrecher bzw. Graben vor der Bühne, der so ein bisschen die Stimmung genommen hat. Direkt im Anschluss folgte dann MADBALL, wieder draußen in der prallen Sonne. Die wie immer ne ziemlich fette Show abgeliefert haben. Obwohl mir irgendwie so vorkam, dass es irgendwie nicht das richtige Publikum für Old School Hardcore war….Auf der Bühne nebenan machte sich dann FEAR FACTORY bereit, der Sound war ganz cool, das Publikum ging besser mit als bei MADBALL, aber zu mir konnte der Funke nicht überspringen. Im Gegensatz zu TERROR, die danach gespielt haben. Auch ohne ihren Hauptsänger Scott Vogel, der aus gesundheitlichen Gründen die komplette EU Tour nicht mitfahren konnte. Den Gesang hatDavid Wood, der sonst immer Bass bei TERROR spielt und bei DOWN TO NOTHING singt, übernommen. Dadurch hat TERROR zwar nur mit einer Gitarre gespielt, konnten dennoch noch nen fettes Brett LA HC abliefern und ich muss sagen mir hat es fast besser gefallen, als mit Scott Vogel. Die Band strotze vor Energy, dass aber ähnlich wie bei MADBALL leider nicht so beim
Publikum ankam, meiner Meinung nach… Sehr sehr schade. Die Mächtigen KASSIERER eroberten danach die kleine THROW DOWN STAGE, welche vor Andrang der Massen ziemlich überfüllt war und wir selbst kein Platz mit Sicht auf die Bühne ergattern konnte. Die hätten sicherlich auch auf einer der Hauptbühnen super gepasst. Die Stimmung war überragend und was ich mitbekommen habe war es eine rundum solide Show.
Wobei ich mich auch noch gefragt habe, warum man extra ne dritte Open Air Bühne aufstellt, wenn da nur drei Bands spielen?
image3ARCHITECTS eine Band, die für mich locker einen Headliner Charakter haben, hätten meiner Meinung nach ruhig was später noch spielen können. Eine der besten live Bands, die ich seit langen gesehen hab und live teilweise noch viel geiler als auf Platte klingen, haben einfach eine krasse Show abgeliefert, mit der jeder Besucher mehr als zufrieden seien dürfte. Langsam merkte man, wie einem die Hitze zu schaffen machte und man nicht mehr so ganz fit ist, wie Morgens noch.Auf die Architekten folgten dann noch CALLEJON mit ihrem deutschsprachigen Metalcore geballer.
Die ich früher mit ihren ersten Album noch gehört habe, aber mittlerweile einfach nicht mehr somein Ding ist. Legten trotz alle dem ne ziemlich fette Show hin. Bei den DONOTS ging es leider direkt mit einem Kratzen in den Boxen los, sodass es anfangsanstrengend war, zu zuhören. Doch mit der Zeit, ich glaub es waren die letzte vier Lieder oder so,haben die Techniker, den Fehler behoben und die fast Münsteraner Wissen zu überzeugen, auch wenn mir die neuen deutschen Sachen nicht so gefallen wie die Alten. Während nach den DONOTS, SICK OF IT ALL noch mal ordentlich für Dampf kurz vor demMainact sorgten, haben wir noch die letzten Getränke Marken untere Folk gebracht und warteten mit voller Erwartung auf den Headliner PARKWAY DRIVE, welche mit einer absolut unvergleichbaren Bühne Kulisse und Pyroshow Münser nochmal ordentlich Beben ließen. Einfach bei eine ultra Fette Show, die dem 10. Vainstream einen würdigen Abschluss gewährten. Wer PARKWAY DRIVE noch nie live gesehen hat, sollte dies umbedingt nach holen. Bei denen lohnt sich jeder Cent des Eintritts. Mein Fazit für das ausverkaufte 10. Vainstream, geiles Festival, die Organisation ist die letzten Jahre immer besser geworden, es war ultra heiß, egal wo man auch hin ging. Aber es hat sich all der Schweiß gelohnt. Sichtlich geschafft ging es für mich leider vor der Aftershow Party nach Hause, da einem die Sonne und die heißen Temperaturen so zuschaffen gemacht hat, dass irgendwann die Energie raus war. Aber wer sehen uns nächstes Jahr bestimmt wieder!!!
David

PUNK & DISORDERLY VORBERICHT (17.03.2015)

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PUNK & DISORDERLY Festival
17.04. – 19.04.2015
Location: ASTRA Kurlturhaus (Revalerstraße 99; 10245 Berlin)
Auch dieses Jahr heißt es wieder PUNK & DISORDERLY! Dass legendäre Festival geht in die nächste Runde und wird auch 2015 wieder hunderte von Punk-, Ska- und Oi!-Fans aus aller herren Länder nach Berlin ziehen. Es ist mittlerweile zur Tradition geworden, im April in die Hauptstadt zu kommen, um gemeinsam zu trinken, zu feiern und zu pogen. Da es in den vergangenen Jahren oft hieß „sold out“ und ich einige geknickte Gesichter am Einlass sehen musste, sollte sich wohl jeder Interessierte dieses Mal ein Ticket im Vorfeld holen, denn an gewohnter Stelle – im Astra Kulturhaus – wird es wieder ein Line-Up geben, das sich gewaschen hat. Neben alten Hasen wie THE EXPLOITED, PETER AND THE TEST TUBE BABIES, THE TOY DOLLS oder DISCHARGE, bekommen auch etwas jüngere und – im Vergleich zu oben genannten – frisch geschlüpfte Bands ihre Chance – DIE TORNADOS, LIONS LAW, BIERPATRIOTEN, STRONG BOW, JENNY WOO, um nur einige zu nennen. Also, man sieht sich!
Das komplette Line-Up sollte keine Wünsche offen lassen und sieht wie folgt aus:

Freitag:
00:00 – 01:00 PETER AND THE TEST TUBE BABIES
22:55 – 23:40 BIERPATRIOTEN
22:00 – 22:40 VARUKERS
21:05 – 21:45 SHATTERED FAITH
20:15 – 20:50 THE VIRUS
19:30 – 20:00 STRONG BOW
18:45 – 19:15 LORD JAMES

Samstag:
00:00 – 01:00 THE EXPLOITED
22:55 – 23:40 ARGY BARGY
22:00 – 22:40 DARKBUSTER
21:05 – 21:45 TORNADOS
20:15 – 20:50 LIONS LAW
19:30 – 20:00 THE BAR STOOL PREACHERS
18:45 – 19:15 JENNY WOO

Sonntag:
23:00 – 00:00 THE TOY DOLLS
21:55 – 22:40 DISCHARGE
21:00 – 21:40 MARK FOGGO
20:05 – 20:45 BISHOPS GREEN
19:15 – 19:50 MAID OF ACE
18:30 – 19:00 LA GACHETTE

DRITTE WAHL / Berlin – Astra Kulturhaus (27. / 28.02.2015) 17.03.2015

Endlich mal wieder DRITTE WAHL live sehen! Wurde auch Zeit, denn das letzte Mal scheint eine gefühlte Ewigkeit her zu sein. Nach dem die Jungs vor ein paar Wochen ihr neues großartiges Album „Geblitzdingst“ rausgebracht haben, musste das Baby natürlich gebührend gefeiert werden. Nach einem kleinen Gastspiel in Rostock, stieg dann die offizielle Release-Party im Astra Kulturhaus in Berlin. Da sich bereits vor zwei Jahren ein Abend als zu wenig herausgestellt hatte, wurde auch dieses Mal an zwei Abenden gefeiert. Beim letzten Auftritt ließen die Jungs noch ihre Fans entscheiden, welche Songs sie hören wollen und spielten dann jeden zweiten aus dem Ranking. Das Konzept ging wohl nicht ganz auf und auch in meinem Bekanntenkreis stieß es auf ein geteiltes Echo. Das ist aber Vergangenheit und diesmal spielten DRITTE WAHL, neben ein paar gesetzten Songs, größtenteils Material vom neuen Album. Die restliche Setlist wurde flexibel gestaltet, so dass sich auch die Leute nicht langweilten, die an beiden Abenden zugegen waren. Außerdem befanden sich zwei Neuralisatoren auf der Bühne, so dass Teile des Abends oder eben der ganze Abend weggeblitzdingst werden konnten. Sehr elegant auch der Nebel vorn an der Bühne, der in die Luft gepustet wurde. In bester Rockstarmanier standen Gunnar und Stefan da und ließen sich feiern. Vorab schon mal Sorry, wenn ich in meinem kleinen Bericht einige Songs, der Playlist oder Abende durcheinander haue, liegt wahrschein am erhöhten Alkoholspiegel.

Am ersten Abend galt es aber erst einmal 44 Leningrad zu lauschen. Schnell stellte sich bei mir aber die Erkenntnis ein, dass ich die Band aus meinen Jungendtagen viel besser in Erinnerung hatte. Schade eigentlich und daher hielt ich mich mit meinem Bekannten lieber am Tresen auf. Wir beide sehnten uns DRITTE WAHL herbei und die ließen sich auch nicht lange bitten. Stampfend dröhnte „Der Spiegel“ aus den Boxen, Konfetti regnete von der Decke und der Vorgang, der die Sicht auf die Bühne verdeckte, fiel theatralisch zu Boden. KISS hätten es nicht besser machen können. Von der ersten Sekunde an hatten DRITTE WAHL leichtes Spiel und rissen das gesamte Publikum mit. Obwohl Gunnar krankheitsbedingt angeschlagen war, ließ er es sich nicht nehmen, hier und heute auf der Bühne zu stehen. Kann sein, dass ich nur den Eindruck hatte, aber der Rest der Band schien ihm daher gesangstechnisch öfter unter die Arme zu greifen als sonst. Der Stimmung tat dies jedenfalls keinen Abbruch und es wurde gefeiert, getrunken und gepogt. Neben alten Klassikern wie „Mainzer Strasse“ und „So wie ihr seid“ wurden auch die neuen Stücke lauthals vom Publikum mitgesungen und die Jungs schienen es zu genießen. Obwohl DRITTE WAHL seit Ende letzten Jahres einen neuen Mann (Holger) am Keyboard haben, kam auch ihr Rainer-Langhans-Double noch mal vorbei und gab einige Songs mit zum Besten. Ein sehr bewegender Moment war wieder einmal „Auf der Flucht“, denn unterstützt von Teilen von IN EXTREMO war der Song großartig wie lange nicht mehr. Nach einigen Zugaben verabschiedete sich die Band von einem glücklichen Publikum in die Nacht.

Am nächsten Abend ging es wieder auf in Richtung Astra, diesmal allerdings mit einer anderen, viel charmanteren Begleitung. Es versprach ein mehr als gelungener Abend zu werden. Angekommen mussten wir allerdings wieder eine schlechte Vorband über uns ergehen lassen. Auf HANS AM FELSEN hatte ich mich eigentlich gefreut, aber die Darbietung war nach wenigen Songs kaum noch auszuhalten. Lieber dann schon COR, die im Anschluss auf die Bühne kamen. Mit ihrem Intro, dem Video zu „Lampedusa Blues“, hielten sie unserer Gesellschaft den Spiegel vor und jeder sollte es sich auf youtube mal anschauen. Nach dem Friedemann dann das Mikro in die Hand nahm, wurde in gewohnter COR Manier der ganze Laden in Schutt und Asche gerockt. Wenn Hardcore-Punk immer so politisch und gut wäre, es wäre ein Traum. Dann waren aber wieder DRITTE WAHL an der Reihe und wenn die Stimmung am Vorabend schon super war, gab es noch eine Steigerung. Der Laden platzte aus allen Nähten und alle sangen aus voller Brust mit. Nach dem sich auf der letzten Tour „Zeit bleib stehen“ als Favorit herauskristallisiert hatte, lag der Fokus dieses Mal auf „Fliegen“. Es war echt unglaublich, wie lange dieser Song dauerte und das meine ich im positiven Sinn. Der gesamte Saal grölte den Refrain immer und immer wieder. Diese Chance ließen sich Stefan und Gunnar natürlich nicht nehmen und traten die Reise über das Publikum an, bis in die hinteren Reihen. Das Grinsen in ihren Gesichtern sagte mehr als tausend Worte. Anschließend gab es selbstverständlich noch einige Lieder als Zugabe. Auch „Greif ein“ wurde noch einmal zum Besten gegeben, obwohl die Rostocker es am Tag zuvor gespielt hatten und eigentlich nicht auch noch an diesem Abend spielen wollten. Nach Konzertende sah man nur glückliche Gesichter. Nachdem alle Konzertbesucher aus dem Saal befördert waren, wollten wir uns schon auf den Heimweg machen. Da wir allerdings während der Show noch ein paar Bekannte getroffen hatten, hieß es dann bei der Aftershowparty weiterfeiern und einen perfekten Abend ausklingen lassen. Danke DRITTE WAHL und bis zum nächsten Mal!

PS: Eine kleine Anmerkung möchte ich der Band allerdings noch mitgeben. Es gibt Songs, da passt das Keyboard hervorragend rein und es gibt Songs, wie bspw. das oben erwähnte „Greif ein“, da passt das Keyboard einfach überhaupt nicht! Bitte beim nächsten Mal weglassen!

East Side Daniel