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27th Satanic Stomp Speyer, Germany 2014 (25.05.2014)

Wie fast jedes Jahr wird bei uns regelmäßig die Festivalsaison des beginnenden Frühjahrs im beschaulichen Speyer mit standesgemäßen Psychobilly kultiviert und schonungslos eröffnet. Sicherlich gibt es auch das ein oder andere Festival in den Wintermonaten, aber mal ganz ehrlich, was ist ein Festival ohne ein paar Bier die angenehm im freien genossen werden können? Eben, eher nur ein Abend mit Konzert, denn das interessanteste ist ja dann doch alles zusammen, sprich gutes Wetter mit gutem Konzert und ein paar freie Tage und da steht das Satanic Stomp zu Ostern garantiert ziemlich weit oben im Kurs. Angefangen von Parkplatzpartys die stets gut abgingen bis hin zu gemeinsamen Ausflügen in eines der lecker spiessigen Lokalen rund um den Dom zu Speyer!

Während daheim gerade an den Osterfeiertagen eher langweiliges rumgammeln angesagt ist, geht in Speyer generell die Post ab und so stand bei uns schon lange im Vorfeld fest das 2014 wieder 2 Tage lang gewreckt und gepogt wird. Von langer Hand geplant waren also die Zimmer in der Jugendherberge längst gebucht, die Tickets gesichert und der Urlaub rechtzeitig beim Arbeitgeber eingereicht. So stand also einem herrlich entspannten Wochenende nichts mehr im Wege. 2 Tage vorher, von der Langeweile des tristen Alltags beflügelt, haben wir in der Jugendherberge nochmal nachgefragt, ob ein früheres anreisen möglich wäre und so machten wir uns sogar schon Freitag auf den Weg in Richtung Speyer. Das Festival beginnt eigentlich erst am Samstag, aber so haben wir uns den stressigen Anreisetag gleich im Vorfeld etwas entspannt und waren damit Samstag, wenn der Großteil des Mobs anreist, schon längst in Feierlaune und bereit für die Party. Der Freitag wurde also ganz relaxt angegangen und nachdem wir unser Zimmer in der Jugendherberge bezogen hatten war mir auch gleich wieder klar warum ich mir jedes Jahr vornehme beim nächsten mal ein Hotel zu wählen. Neben den absolut unromantischen und für Paare nur bedingt geeigneten Etagenbetten, fehlt mir hier der Fernseher den man normalerweise im Hotel stets am flimmern hat, ungemein. Naja Schwamm drüber, denn dafür ist jetzt erstmal nach der langen Autofahrt ein Nickerchen angesagt. Kaum die Augen zu gemacht, fängt im Zimmer nebenan ein Baby an zu kreischen und wollte auch nicht mehr aufhören. Nach ca. 20 Minuten vergebene Mühe einzupennen, beschlossen wir dann, es mit dem Schlafen auf später zu verschieben und sich den Magen im direkt zur Festivalhalle angrenzenden Flaming Star zu füllen. Startklar gemacht und beim raus gehen kehrte nebenan plötzlich Ruhe ein. Egal, denn nach schlafen war uns eh nicht mehr, der Magen knurrte und auf dem Weg zum Flaming Star wurde eifrig diskutiert warum wir nächstes mal das Hotel nehmen werden. Jugendherberge bei allem Willen, aber letztendlich ist man längst nicht mehr jugendlich und man möchte auf gewissen Komfort auch einfach nicht mehr verzichten. Fürs nächste Jahr so hoffe ich wird definitiv anders geplant. Letztendlich aber alles kein Beinbruch und garantiert nichts was uns daran hindern könnte ein gutes Wochenende zu erleben.

Kaum Im Flaming Star angekommen traf man die ersten Bekannten, wo ich direkt mal ein paar nette Grüße in Richtung Bodensee schicke. Stilecht gab es dann leckere Burger, dazu ein paar Bier und somit war der erste Abend auch schon geritzt. Es wurde noch ein bisschen gequatscht und erzählt und danach ging es dann mit angenehmer Bettschwere in Richtung Jugendherberge. Der nächste Morgen wurde dann erstmal ausgeschlafen und mit einem lockeren Bummel durch die City von Speyer begonnen. Von Stunde zu Stunde tauchten in der Stadt immer mehr Psychobillys und Rock`n`Roller auf und so war recht schnell klar das man hier längst nicht mehr alleine war. Der Dom von Speyer wurde noch kurz besichtigt und dann trudelten auch so langsam weitere Bekannte ein die es galt zu begrüßen. Nachdem wir vollzählig waren machten die ersten Biere auch schon die Runde und so wurde das ganze zu einer netten Partie mit der man dann spontan das erste Ausflugslokal in Beschlag nehmen konnte.
Das Wetter spielte das gesamte Wochenende mit und so saßen wir zwischen lauter Touristen und ein paar anderen Psychobillys in einem angenehmen Gartenrestaurant und bereiteten uns esstechnisch eine gute Grundlage für den Abend. Gegen Fünf Uhr wurde es dann auch langsam Zeit in Richtung Festivalgelände aufzubrechen.
Die erste Band eröffnete den Abend und da wir nicht wussten wer drinnen spielt waren wir damit beschäftigt weitere Bekannte zu begrüßen und zu quatschen. Fataler Fehler, denn die Band war aus dem Ruhrpott und wir haben leider kein einziges Lied von den Diggerz gesehen. Schade, aber das wird demnächst garantiert auf einem Konzert bei uns in der Nähe nachgeholt. Ich muss hier jetzt eh einen kleinen Sprung machen, denn irgendwie habe ich durch lauter quatschen einige Bands verpasst und mich dafür auf meine persönlichen Highlights konzentriert. Die erste Band die ich für mich persönlich dann richtig gefeiert habe, war die Rockabilly Mafia der ich ja eh schon lange verfallen bin. Ich mag diese Einfachheit der Musik, den Humor in den Texte und dazu die absolut sympathische Art von Ted Harbeck, Bassist und Sänger. Leider war das ganze ein relativ kurzes Set was aber nicht davon abhalten konnte lauthals mitzusingen. Die Band ist lange genug am Start und weiß wie sie das Publikum für sich gewinnt. Dazu kommt das die Band einfach das ganze mit viel Herzblut zelebriert und dadurch auch sehr authentisch rüber kommt. Für mich ein gelungener Auftakt zur Eröffnung des Abends. Nächste Band die ich mir komplett reingezogen hab, waren dann die Senkrechtstarter von Sir Psyko and His Monster. Junge was ging der Sound steil ab. Es dauerte nicht lange und es wurde das erste Tänzchen gewagt. Ab in den Pit und Gas geben war da angesagt. Die Jungs kamen auch schon vorher in der Szene verdammt gut an und die Unterstützung konnte man dem Publikum angenehm anmerken. Roher Psychobillysound mit einem angenehmen 80er Jahre Einschlag und ordentlicher Ausdruckskraft führte hier den Ton jedes Songs an. Sir Psyko stehen damit schonmal komplett oben auf meiner Favoritenliste des Festivals. Das T-Shirt klebte danach, roch nach Bier und schrie nach mehr Psychobilly. Weiter ging es dann für mich mit den Long Tall Texans die natürlich leichtes Spiel hatten. Mark ist ein absolut sympathischer Zeitgenosse und weiß ebenso gut wie man die Maße in Bewegeung setzt. Es wurden Songs vom neuen Album gespielt das ich hier nebenbei bemerkt jedem uneingeschränkt empfehlen kann, so wie auch der ein oder andere Klassiker der Jungs. Damit schien die Party für den ersten Abend auch schon fast perfekt. Es wurde noch ein bisschen getrunken und erzählt nebenbei haben natürlich noch mehr Bands gespielt, aber wie bereits erwähnt habe ich bei einem Festival immer das Problem das mir die ein oder andere Band aufgrund der Menge durch die Lappen geht. Es haben noch die Cravans gespielt, Damage Done By Worms, Blue Rockin und als letzte Band des Abends dann Frenzy die wir uns aber gespart haben da wir sie erst vor kurzem bei einer Clubshow im Pott gesehen haben. Wie ich Frenzy aber kenne, werden auch sie garantiert gut Stimmung gemacht haben. Bei den anderen Bands habe ich jeweils immer nur ein paar Versatzstücke mitbekommen so das ich da nicht wirklich viel zu sagen kann. Auch wenn wir nicht alle Bands an dem Abend gesehen haben sind wir doch mit einer elegant ausgeloteten Bettschwere zufrieden in Richtung Jugendherberge bzw. Etagenbett geschwankt. Vorm schlafen wurde kurz noch eine Aspirin eingeworfen und so konnte man sich getrost auf den nächsten Tag gefasst machen, um den nächsten Nachteil einer Jugendherberge zu konkretisieren.

Frühstück heißt hier nicht nur so, sondern ist auch verdammt früh zumindest wenn man bis nachts ordentlich gefeiert hat. Frühstück gibt es hier also nur bis maximal 9:30 Uhr und das kann dann schonmal Probleme verursachen. Egal, man traf sich beim frühstücken tauschte die Erlebnisse der vergangenen Nacht aus und ging danach erneut zum pennen. Gegen Mittag traf man sich dann wieder und wir zogen in die Stadt um auch heute wieder ein gute Grundlage für den Abend zu schaffen. Überall in Speyer traf man auf nett zurecht gemachte Psychobellas und jede Menge Psychobillys die sich die Zeit vertrieben bis zum Beginn des zweiten Festivalabend. Nach einem ordentlichen Pommes mit Schnitzel und ein paar leckere vom Laden selbst gebraute Biere gab es nochmal einen kleinen Abstecher auf die Speyerer Maikirmes und dann machten wir uns auch schon auf den Weg zum Festivalgelände. Ich weiss nicht mehr so Recht wer als erstes am spielen war, aber als wir ankamen, kamen aus der Halle schon die ersten vertrauten Klänge. Ich habe mich persönlich wieder an die gleiche Taktik wie am Vortag gehalten und habe draußen angenehme Zeit mit Quatschen und jeder Menge nette Menschen verbracht und mir nur wieder meine selbst ausgesuchten Highlights raus gepickt und mir diese dafür auch komplett angesehen. Angefangen habe ich an dem Tag mit den Jungs von den Bloodsucking Zombies From Outer Space, die neben einem ordentlichen Set auch eine ordentliche Bühnenshow zum besten gaben. Als nächstes waren dann die Astro Zombies am Start, die mich in Null Komma Nix überzeugen konnten. Auch wenn ich mit den Studioalben der Jungs nicht ganz so warm werde, haben sie auf der Bühne ordentlich Gas gegeben und für mächtig Stimmung gesorgt. Kein Wunder eigentlich, denn auch auch hier hat Mark von den Long Tall Texans seine Finger am Bass und das garantiert von vornherein für sympathische Gesichter vor und vorallem auf der Bühne. Danach gab es für mich wieder eine Auszeit bis Mad Sin die Bühne klar machten. Schon Tage vorher lief bei mir zuhause voller Vorfreude das letzte Album der Berliner rauf und runter. Mad Sin sind natürlich neben verdammt guter Musik, absolute Entertainer und hatten das Publikum fest im Griff. Es gab einen ganz angenehmen Wrecking-Pit, es wurde Tanzbein geschwungen und zurück blieben zufriedene Gesichter. Bands die an diesem Tag an mir vorbeigerauscht sind waren dann noch The Silver Shine aus Ungarn, die Holländer von Peter Pan Speedrock die so überhaupt nicht in mein musikalisches Raster fallen, die Neo-rockabillys von Restless und als Abschluss die Sharks die ich mir als letzte Band aus zeitlichen Gründen gespart habe. Die Sharks haben wir erst letztes Jahr in Pineda gesehen, da waren sie wirklich gut, aber man kann eben nicht alles haben und manchmal muss man eben auch aufhören wenn es am schönsten ist. Auch hier gingen wir wieder mit einem mehr als zufriedenem Eindruck zurück ins Zimmer und waren am nächsten Morgen auch nur halb so kaputt wie der Rest der noch bis morgens um 4 gefeiert hat. Man saß noch relativ lange am Frühstückstisch und sinnierte über ein mehr als gelungenes Wochenende, bevor wird gegen 11 Uhr die Heimreise antraten. wir verabschiedeten uns reichlich von wirklich netten Leuten die man leider viel zu selten sieht, aber letztendlich wird mir auch dieses Wochenende dafür wieder lange im Gedächtnis bleiben. Speyer ist für mich neben dem Ruhrpottrodeo und dem Psychobilly-Meeting/Pineda nach wie vor eines meiner Lieblingsfestivals bei dem ich jetzt schon sagen kann, das wenn mir nichts unerwartetes dazwischen kommt, 2015 wieder nahezu oberste Priorität besitzt. Es hat wieder absolut Spaß gemacht und ich komme ganz sicher gerne wieder!! Jetzt steht bei uns als nächstes erstmal Pineda und das Ruhrpottrodeoauf dem Plan und wir werden sehen welches Festival zum Ende des Jahres als Gewinner durchs Ziel geht. Der Satanic Stomp hat somit aber die Messlatte schonmal sehr hoch gesteckt und hat wie auch die Jahre zuvor mächtig Spaß gemacht!

Daniel

11. – 13.04.14 Berlin / Astra Kulturhaus – Punk And Disorderly (11.05.2014)

Angelic_Upstarts_01Bevor die Open-Air-Festivalsaison eingeläutet wird, gibt es für alle Punks und Skins noch einen Pflichttermin, das PUNK & DISORDERLY. An altbewährter Stelle, dem Astra Kulturhaus in Berlin, ließen sich MAD Tourbooking auch dieses Jahr nicht lumpen und holten das Who is Who der Oi!- und Punkszene in die Hauptstadt. Für die Leber hieß das drei Tage Schwerstarbeit, aber nüchtern sein kann man ja auf Arbeit.
So begab es sich, dass wir uns am Freitagabend in einer kleinen Gruppe auf machten ins Astra, um das Wochenende einzuläuten. Da bis zum späten Nachmittag Maloche angesagt war, verpassten wir „natürlich“ wieder die ersten Bands in Form von FRONTKICK und CRASHED OUT, aber pünktlich zu KLASSE KRIMINALE hatten wir es dann doch geschafft. Die Italiener legten wie gewohnt ein super Set hin und spielten sich durch ihre Platten. Einzig auf das obligatorische „If the kids are united“ Cover wurde diesmal verzichtet. Warum nur? Die Auflösung folgte etwas später. Dafür gab es eine Version von CLASHs „White Riot“, die auch nicht von schlechten Eltern war. Die folgenden TROTSKIDS straften wir ignoranten Säcke mit nicht anwesend sein. Man musste schließlich der Unterhopfung entgegenwirken und mal einen Blick ins Merchandisezelt werfen. Aber dort gab es wenig Interessantes bzw. nur neue Platten zu erstehen. Kaum Second Hand Sachen und für mich nix Interessantes zu kaufen. Ist aber auch nicht schlimm, bleibt mehr Geld für Getränke. So langsam kamen wir auch auf Betriebstemperatur und spielten Niveaulimbo. Ein dummer Spruch jagte den nächsten. So hätten wir fast noch THE CASUALTIES verpasst, schafften es aber gerade noch so. Ich muss allerdings sagen, von den Amerikanern hatte ich mir mehr erhofft. Zu viel Gedresche und zu eintönig. Danach folgte dann das erste richtige Highlight des PUNK & DISORDERLYs, die ANGELIC UPSTARTS.

Casualties_02Das letzte Mal, als ich die Band live gesehen habe, muss inzwischen über 15 Jahre her sein und damals waren sie großartig, so auch an diesem Abend. Die Band zog ihr Ding durch und dank des charismatischen Mensi brodelte das Astra und alle Hits wurden mitgesungen. Erstaunt war ich über die ganz klaren politischen Aussagen der Jungs auf der Bühne. So hatte ich sie gar nicht in Erinnerung. Da hätten mal einige der Vollidioten im Publikum besser hinhören und nach Haus kacken gehen sollen. Ein Onkelz Shirt oder ein Pulli mit dem Aufdruck „Good Night Any Side“ hat auf einem solchen Konzert einfach nichts zu suchen! Aber bevor ich mich wieder künstlich aufrege, weiter im Text, denn als Abschluss des ersten Abends folgten SHAM 69. Nachdem in den letzten Jahren einige Konzerte, u.a. auch beim PUNK & DISORDERLY abgesagt wurden, hat es nun endlich geklappt und das sogar mit olle Jimmy. Darauf hatte ich soooo lange gewartet und offensichtlich auch viele im Publikum, denn als es losging, gab es kein Halten mehr. Als geborener Entertainer wickelte Pursey die Anwesenden spielerisch um den Finger. Natürlich folgte hier Hit auf Hit auf Hit auf Hit… Es wäre müßig alle aufzuzählen. Wer eine der seltenen Gelegenheiten bekommt SHAM live zu erleben, dem sei ans Herz gelegt, NUTZT SIE! So klang der erste Abend aus und alle gingen selig nach Hause.
Die Pogoschlacht der letzten Nacht noch in den Knochen zog es mich am Samstag wieder ins Kulturhaus, allerdings mit dem beruhigenden Wissen, dass es an diesem Tag für mich weniger anstrengend werden würde. Auf gerade Mal eine Band freute ich mich und die enttäuschten mich auch noch. LION’S LAW werden im Moment überall gehypt und auch ich finde die Songs gar nicht so schlecht. Demzufolge war ich auch gespannt, wie die Franzosen sich auf der Bühne schlagen würden. Doch was sie darboten war eher uninspirierend und folgte den typischen Stereotypen einer ach so harten Band. Schade eigentlich. OHL schenkte ich mir dann, denn Deutscher W. ist mir von jeher unsympathisch und wenn man sie einmal gesehen hat, hat man wirklich genug gesehen. BOOZE & GLORY konnten mich ebenfalls nicht überzeugen, aber dafür BUSTER SHUFFLE.

Klasse_Kriminale_04Bisher hatte ich die Band nicht für voll genommen, aber was die Combo auf der Bühne abzieht, ist echt klasse. Dazu noch einen super Sound, der zugegebenermaßen nicht jedermanns Geschmack sein wird, aber mich hat es echt umgehauen. Anschließend war der Samstag für mich gelaufen, denn THE BUSINESS und STOMPER 98 konnte ich mir nicht mehr anschauen. Was ich aber durchaus verschmerzen kann. Für mich ging es in Richtung Alte Kantine zur Best-Of 80ies, 90ies usw. Party. Wenn die Frau Geburtstag feiert, muss man halt auch mal Kompromisse eingehen.
Dafür hieß es am Sonntag wieder volle Dröhnung Oi!-Punk auf die Ohren. Am Eingang dann aber die erste Überraschung, denn DISCHARGE mussten aufgrund gecancelter Flüge kurzfristig absagen. Obwohl bedauerlich, freute ich mich, denn nach zwei kräfteraubenden Tagen, sehnte ich mich nach einer früheren Heimreise. Doch weit gefehlt, denn die Spielzeiten der Bands wurden so verlegt, dass der Abend trotzdem erst um Mitternacht endete. Also von meiner Seite ein Tipp an den Veranstalter, bitte das nächste Mal lieber eher Schluss machen. Aber sei’s drum, denn der letzte Tag versprach noch Mal eine ordentliche Sause. Erstes Highlight waren THE CRACK, die mit ihrem großartigen „My World“ für erste Verzückungen sorgten. Danach enterten die von mir heißgeliebten THE BONES die Bühnenbretter. Leider schien das Publikum ausgelaugt oder ignorant, denn so richtig Stimmung wollte nicht aufkommen. Mehr als bedauernswert, denn die Jungs gaben alles und rockten sich den Arsch ab. Für einen mehr als würdigen Abschluss des PUNK & DISORDERLY 2014 sorgten dann THE ADICTS. Ihre Show in Worte zu fassen ist zu schwer. Wer sie schon mal gesehen hat, weiß was ich meine und wer noch nicht, sollte sie sich dringend anschauen!
Sham_69_10Dass der nächste Arbeitstag nicht unbedingt mein produktivster war, versteht sich wohl von selbst. Aber die blauen Flecken, müden Knochen, schmerzenden Füße und die allgegenwärtige Müdigkeit waren es auf jeden Fall wert. Danke MAD und ich bin echt gespannt, wie sie nächstes Jahr wieder so ein großartiges Festival hinbekommen oder das diesjährige sogar toppen wollen!?
East Side Daniel

10 Jahre PUKE MUSIC / Berlin – K17 (04.05.2014)

An diesem Ostersonntag im Jahr 2014 sollte ein langgehegter Jugendtraum von mir in Erfüllung gehen, denn endlich sollte ich sie live erleben – DIE ABSTÜRZENDEN BRIEFTAUBEN. Okay, nach dem Tod von Konrad K. sind es zwar nur noch 50%, aber hey, besser als nichts. Ich nehme es meinem Dad nämlich heute noch übel, dass er mich damals nicht mit ins Tommyhaus genommen hat zum letzten Gig der TAUBEN. „Vielen Dank“ noch mal an dieser Stelle! Doch immer eins nach dem anderen.
Am Anfang war das Bier. Diesmal aus dem Zapfhahn des altehrwürdigen Feuermelders. Nach einem kleinen Pläuschchen machten wir uns dann zu viert auf den Weg ins K17, um gemeinsam mit hunderten von Leuten und Bernd von PUKE MUSIC das 10 jährige Bestehen seines Ladens / Mailorders zu feiern. Dank Bernd gab es schon einige geile Konzerte in Berlin, aber zu diesem Anlass ließ er es richtig krachen. Insgesamt 18 Bands auf 3 Bühnen! Da war wirklich für jeden was dabei und man konnte ordentlich feiern. Auch wenn ich eigentlich kein Fan davon bin, Bands parallel spielen zu lassen, muss ich sagen, dass es an diesem Abend gut funktionierte. Ich konnte mir alles anschauen, was ich sehen wollte und noch ein paar neue Bands für mich entdecken. Zunächst stand aber ungläubiges Staunen auf dem Programm. Das K17, wahrscheinlich als einer von wenigen Läden in Berlin, nimmt die Antidrogenpolitik wirklich ernst. Sogar meine Kippenschachtel wurde ganz professionell mit einer Taschenlampe durchleuchtet. Nicht das ich vor hatte Gras oder ähnliches mit reinzunehmen, aber komisch war es schon.
Doch jetzt zum eigentlichen Sinn und Zweck eines Festivals – der Musik. Los ging’s bei mir mit LEFT CULTURE, die mich aber nicht wirklich überzeugen konnten. Punkrock mit Streetpunkanleihen, den man schon tausend Mal gesehen hat. Anschließend ließ es sich Bernd natürlich nicht nehmen, mit seinen „legendären“ BERMONES aufzutreten. Nach einem Intro erwartete die Zuschauer absoluter Trash. Los ging’s mit Vollplayback und aufblasbaren Gitarren. So wie einst HBW, nur etwas unprofessioneller und chaotischer, wenn das überhaupt möglich ist. Aus den Boxen dröhnten dazu Songs wie zum Beispiel „Straßenbahn“, ein Cover von den SKEPTIKERN („Straßenkampf“). Als dann noch ein kleines Mädchen ihre Version von „An Tagen wie diesen“ zum Besten gab, musste ich kapitulieren und den Saal verlassen. Aber immerhin, ihre Version war kein bisschen schlechter als das Original. Zusammenfassend muss ich sagen, dass es eine Erfahrung war, die BERMONES zu sehen, aber ob ich diese Erfahrung noch ein zweites Mal machen muss, weiß ich nicht. Nach einem kleinen Abstecher zu HÖRINFARKT, ging’s direkt weiter zu BOCKWURSCHTBUDE. Perfektes Timing kann ich da bloß sagen, denn pünktlich zu „O.S.T.“ kam ich an der kleinen Bühne an. Einer meiner absoluten Lieblingssongs im Moment, den man zumindest als Ossi kennen muss. Dann folgte die Überraschung des Abends, die MADLOCKS. Guter alter Punkrock, gepaart mit Hardcore und Metal und dazu eine mehr als sympathische Band. Ein druckvolles Soundgewitter dröhnte da aus den Lautsprechern und obwohl ich nur kurz reinschauen wollte, ließen mich die vier nicht vor Ende ihrer Show los. Wenn ihr mal die Gelegenheit habt die Berliner zu sehen, nutzt sie! Direkt darunter auf einem anderen Floor spielten derweil POGOEXPRESS, die laut Aussage von einem meiner Mitstreiter ganz gut gewesen sein sollen. Was für Krach es gewesen sein muss, ließ sich zumindest in den Pausen zwischen den Songs der MADLOCKS erahnen, denn der Boden vibrierte unter den Füßen. Danach ging’s wieder ab in die große Halle zum Heimspiel von NO EXIT. Dass die Jungs das Publikum im Griff haben werden, war abzusehen und so ließen sie sich feiern und feierten ihre Fans. Zu hören gab’s die Klassiker und ich hoffe mal, dass da demnächst was Neues kommen wird. Anschließend brachten die TORNADOS den Saal zum Kochen. Ich hab die Combo seit meiner Jugendzeit nicht mehr gesehen und muss sagen, sie sind nach wie vor echt spitze. Wer hier nicht tanzt ist selber schuld! Und dann war es endlich soweit, die ABSTÜRZENDEN BRIEFTAUBEN betraten die Bühne. Ohne Instrumentenwechsel ließ Micro einen Hit nach dem anderen ab. Bei einer Spielzeit von ca. 1 Stunde war das angesichts des Backkatalogs der Band, eine leichte Übung. Auch sie hatten die Angereisten spielerisch im Griff und der Saal grölte Klassiker wie „Räubermärchen“, „Das Grauen kehrt zurück“, „Betsy Freitag“ etc. mit. Auch mich zog es wie so viele in den pogenden Mob und das will was heißen. Wenn man über dreißig ist überlegt man sich schließlich, wobei man sich die Knochen versaut. Sie haben es eben noch drauf, also schaut sie euch an! DANKE Bernde, dass du mir einen Traum erfüllt und uns einen schönen Ostersonntag beschert hast. In diesem Sinne Prost und auf die nächsten 10 Jahre! East Side Daniel

ROTZ & WASSER STUDIO TAGEBUCH (04.05.2014)

++Puhh++Fertig++Ende++Finito —> Alles ist im Kasten!!!

Unsere neue CD „Assi & Charmant“ ist unsererseits fertig.
Chris hat die letzten zwei Tage noch einmal ordentlich Gas gegeben und seine Stimmbänder strapaziert.
In den kommenden Tagen werden alle Songs durch die Vorproduktion laufen.
Bis zum endgültigen Mastering aber werden noch ein paar Ruhetage vergehen, damit die Gehörgänge etwas pausieren können.

Die neue Platte wird 14 Song`s + einen Bonus enthalten und im Herbst 2014 auf Bandworm Records (Spirit of the Streets) erscheinen. Dazu wird sicherlich wieder einen Vorbestellungslink geben, den wir euch selbstverständlich früh genug mit allen Informationen mitteilen.

Dieses Mal haben wir etwas mehr Zeit in den Vocals von Paul, Chris sowie den Chören investiert, um hier noch ein optimaleres Ergebnis zu erzielen. Auch hinsichtlich der Texte betrachten wir vieles wieder durch die Hintertür, beweisen Galgenhumor und auch einen kleinen Seitenhieb konnten wir uns wieder nicht verkneifen. Sodass für jeden etwas dabei ist, haben wir die Platte wieder etwas abwechslungsreich gestaltet, ohne aber zur experimentell zur wirken.

Außerdem haben wir es geschafft endlich mal einen Hamburg-Song mit „Mein Hamburg“ zu vertonen. hr bekommt wieder ein volles Pfund Oi-Punk in die Fresse aber auch für`s Herz. Zu der CD gestalten wir wieder ein aufwendiges Booklet mit allen Texten und frivolen Bildern. Für ein paar besondere Gimmicks haben unsere Gastmusiker (Ferdy & Mike), aber auch Oma Gärtner und Pfandpirat Erich gesorgt.

Danke an alle, die bis hierher mitgewirkt oder die Mitteilung geteilt haben!

Rotz & Wasser

Anhang 1 (6)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Studiotagebuch Teil 4 (Gesang und die Helden des Alltags)

Moin alle zusammen,
wir neigen uns langsam aber sicher dem Ende unserer Aufnahmen zu “Assi & Charmant” entgegen.
Und zum jetzigen Zeitpunkt können wir Döner nicht mehr sehen und sind auf Pizza (crazy dog) umgestiegen.
Außer Alex, der bevorzugt die vegetarische Variante.

Heute hat Paul seine kompletten Gesangsparts erledigt, sodass er heute Abend wieder bei seiner kleinen Familie ist.
Hierfür möchten wir uns natürlich auch bei Anna bedanken.
Wir wissen selber, dass die letzte Zeit nicht immer ganz einfach war. Aber was blieb uns anderes übrig?
Die meisten der Songs und Ideen dafür standen schon seit längerem fest und brannten nur darauf aufgenommen zu werden.

Der heutige Tag läßt sich am besten wie folgt zusammenfassen: O-Ton Chris: “Oma Gärtner hat meine Motivation gerade um mind. das doppelte gesteigert!” Auch mit der neuen Platte wollen wir unserer plattdeutschen Attitüde treu bleiben.
Deshalb haben wir jemanden gesucht und mit Oma Gärtner gefunden, der mit platt objungt is. Oma Gärtner hat noch nie ein Tonstudio von innen gesehen. Sie war aber sofort bereit den Spaß mit uns zu machen. Seit heute haben wir wohl eines der ältesten Gastbeiträgen auf Tonspuren festgehalten.

Hierfür gilt unser Dank natürlich auch Loreen, die sich im Arbeitsalltag um Menschen wie Oma Gärtner aufopferungsvoll kümmert.
Und als wir gerade dabei waren, haben wir kurzerhand “Erich, den lokalen Pfandpiraten” als weiteren Gast mitverpflichtet.
Erich hat uns sofort mit seiner derben und geraden Linie überzeugt, dass er einfach mit auf die Platte mußte! Ihr dürft euch freuen, wir feiern beide jedenfalls immer noch ab!!!

Aktueller Status, Paul`s Gesang, unsere Chöre und alle Gastbeiträge stehen. Morgen ist frei und kommende Woche wird Chris mit seinen Gesängen die neue Platte komplettieren.

Cheers und Gruß aus Hamburg

Rotz & Wasser

Anhang 1

 

 

 

 

 

 

 

Teil 3 (Gesang und unsere Gäste)

Unser Fotoshooting mit Agnes haben wir gestern erfolgreich hinter uns gebracht. Wir haben uns für euch dafür wieder in edelsten Zwirn gezwängt. Aber keine Angst, für`s Auge ist auch wieder etwas dabei. Wir freuen uns daher schon auf die lasziven und pornösen Bookletbilder.

Die Musik unserer neuen CD „Assi & Charmant“ ist soweit aufgenommen. Ab dem heutigen Tag machen wir uns mit ersten Gästen an die Feinheiten und widmen uns den Anfängen aller Gesangsparts. Wir haben doch keine Zeit!

Heute Nachmittag haben keine geringeren als Ferdy Dornberg und Mike Mandel den Weg zu uns ins Studio gefunden.

Ferdy haben wir bereits vor einiger Zeit auf einem unserer Konzerte kennenlernen dürfen und seitdem pflegen Ferdy und Chris eine freundschaftliche Beziehung. Euch dürfte Ferdy als Mitglied diverser Bands sowie sein Zutun an unzähligen Produktionen für Film, Funk und Fernsehen von Begriff sein. Und weil Ferdy sowieso gerade wieder unterwegs ist, hat er gleich noch seinen Kumpel Mike (Bassist von Gonzo Röhr) mit eingepackt.

Der Vormittag gehörte aber Paul, der als erstes mit seiner klassisch ausgebildeten Stimme unseren Song`s erstes Leben einhauchte. Chris passte derweil wie ein Schießhund darauf auf, dass Paul die richtigen Stellen ausfüllt. Das Album „Assi & Charmant“ wird 14 Songs sowie wieder einen kleinen Bonus für euch enthalten.

Ferdy hat uns eine kleine Auswahl seiner gefühlten 65 Instrumente, die er beherrscht eingepackt. Mehr gingen in seinem kleinen Auto auch nicht hinein.

Sowie ihr es von uns kennt wollen wir auch hin und wieder die ausgelatschten Pfade verlassen und einige Song`s etwas interessanter, einfach mal anders gestalten, als das man es zuhauf vorgesetzt bekommt.

Wir danken Ferdy & Maik, für ihr Zutun bei Songs wie „Mein Hamburg“ (Akkordeon), „ABM“ (Mike Mandel Contra-Bass, Ferdy: Banjo und Steel- und Hawaii Gitarre) und „Immer wieder Montags“ (Klavier und Trompete).

Im nächsten Teil erfahrt ihr warum Oma Gärtner mit über 80 Jahren quasi ihre ganze Erziehung für euch noch einmal über Bord geschmissen hat.

Euch ein schickes Wochenende, unser wird noch arbeitsreich!

Rotz & Wasser

Anhang 1 (4)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Teil 1

Moin Freunde,

ab sofort lassen wir euch an der Entstehung unseres neuen Albums: “Assi & Charmant” teilhaben.

Zu diesem Zweck haben wir wiederholt das Monochrom Tonstudio hier in Hamburg/ Bahrenfeld (www.facebook.com/monochromstudio) aufgesucht.

Der “Tausendsassa” Alex Henke ist bereits für die Produktion unseres aktuellen Albums “Nur Für Mich” verantwortlich.

Da uns das Beste gerade gut genug ist, haben wir uns ein edles Drum-Set bei den Jungs von “Rückkopplung, Vintage Music Equipment” (www.facebook.com/Rueckkopplunghamburg?fref=ts) ausgeliehen. Von selbst trommeln konnte es aber denn doch noch nicht.

Dafür ist bei uns ja bekanntlich auch Phil zuständig. Die letzten 2 Tage hat er ca. 5 T-Shirts klatternass geschwitzt und mit viel Biss gegen eine akute Sehnenscheidenentzündung angekämpft. Chris stand ihm immer zur Seite, auch wenn er bei diesem Kaiserwetter lieber die Nord- und Ostsee mit seinem Wohnmobil unsicher gemacht hätte.

Seit unserem ersten Album haben wir festgestellt, dass gerade während des Studioaufenthaltes den Song`s ein eigener Charakter gegeben wird und ein gewisses Flair um das Ganze entsteht.

Eigentlich solltet ihr dabei sein, wenn unsere Ideen die seit den ersten Akkorden eines Songs, in unserem Kopf herumgeistern endlich in die Tat umgesetzt werden.

Deshalb können wir auch mit gutem Gewissen sagen, dass unsere Songs nicht am berühmten Reißbrett nach Schema „Blablabla“ entstehen.

Jedes Mal stellen wir uns die Frage: Was macht Rotz & Wasser eigentlich aus?

Auch nach bereits 4 Studioalben entdecken wir immer wieder neue Facetten, mit denen wir euch auch dieses Mal wieder begeistern werden.

Fakt ist, die Drums sind im Kasten, danke Phil, und wir freuen uns auf die Gitarren!

Studiotagebuch 1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Teil 2

Ahoi und weiter gehts im Text, ähm im Studio!

Die letzten drei Tage standen ausschließlich im Zeichen der Saiteninstrumente. Die zentrale Rolle spielten ausschließlich die Gitarren und der Bass.Natürlich waren hier Paul, Chris und Heidi gefragt.

Für den für uns optimalen Sound haben wir verschiedene Gitarren und Amps ausprobiert. Das Ergebnis hat uns schon ungemixt fast aus dem Sulky gehauen. Angelehnt an unsere “Nur Für Mich” Platte haben wir bewußt auf zuviel Gefiedel und Herumzauberei verzichtet und uns auf das Wesentliche konzentriert. Trotzdem werden wir es wieder schaffen, die Platte so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Schließlich wollen wir vermeiden, dass man meint die Platte schon nach den ersten 4 Songs komplett zu kennen. Aus diesem Grund werden wir auch dieses Mal wieder mit einer Reihe von Überraschungen aufwarten.
Morgen lassen wir ausnahmsweise das Studio “Studio” sein und widmen uns mit der Hilfe unserer Freundin Agi (www.agnes-nickel.de) den zukünftigen Bookletbildern und neuen Bandfotos. Denn zur eigentlichen CD wollen wir euch als Ergebnis auch wieder ein mit Liebe gestaltetes CD-Booklet abliefern.

Im Folgenden 3. Teil werden wir euch verraten, wer außer uns noch an der Entstehung unserer neuen CD beteiligt sein wird.
Beste Grüße aus dem Monochrom Tonstudio aus Hamburg

Rotz & Wasser

Anhang 1 (3)

SON OF A BASTARD FESTIVAL RÜCKBLICK (06.04.2014)

Nachdem es beim Bericht für das Endless Summer Festival 2013 schon so einen Spaß gemacht hat, den Bericht in Co-Moderation mit Dirk vom Nameless Magazin zu schreiben, haben wir uns auch für den Bericht zum Son of a Bastard – The Ride 2014 dazu entschieden. Dirks Teile haben sind FETT markiert. Den Bericht findet ihr auch im Nameless Magazin. Viel Spaß beim Lesen. Cheers Mira

So ein Festival sorgt ja immer gerne für eine riesige Vorfreude, ganz besonders aber das große Treffen der Sunny Bastards Familie. Am Festivalfreitag habe ich zum Glück bereits frei, so dass ich ganz entspannt in dieses Wochenende starten kann. Nach einer letzten Stärkung geht es gegen 15 Uhr mit Saskia Richtung Turbinenhalle. Christian und Sunny sind auch schon da und so können wir gleich damit beginnen den Merch-Stand aufzubauen. Unsere Nachbarn von United Kids Records sind auch schon am Start, nur die neuen Nachbarn von Hidden Needles lassen noch etwas auf sich warten. Ach und da ist ja auch noch der Moppa, der zwar bei uns am Stand steht, sich aber alleine durch den Vier Promille-Merch kämpft! Respekt! Die Zeit bis zum Einlass vergeht wie gewohnt viel zu schnell und so wird es am Ende noch richtig hektisch, als sich die ersten Leute schon an der Kasse anstellen. Damit hat auch schon die erste Arbeitsschicht begonnen und wenig später beginnt auch der offizielle Teil des Abends: die Brigade S. betritt die Bühne. Da mache ich mich doch auch mal wenigstens für 1-3 Lieder auf den Weg in die Halle für ein paar Fotos. Aber sag mal Mira, wo bleibst du eigentlich?

BrigadeGerade angekommen. Ich sag dir, dass war ein Stress! Leider hatten wir nicht alle frei heute und konnten deswegen erst später los….Trotzdem schaffen Phil, Jazzmin, Frank und ich es pünktlich zu Brigade S.am Start zu sein.
Ihr wart am Merch-Stand ja schon richtig fleißig, wie ich sehe…So jetzt aber erstmal fix in die Halle und den ersten Akkorden von Brigade S. lauschen. Auf diesen Moment hab ich nun schon seit Wochen hingefiebert. Ein grandioses Wochenende steht uns bevor, dass uns sicherlich den ganzen Alltagsstress auf einen Schlag vergessen lässt. Die Jungs aus Wanne- Eickel sind ein super Opener für unser Familientreffen und der Auftritt gefällt mir bislang richtig gut. Die Halle ist noch nicht brechend voll, aber es sind doch schon n paar Leute hier um Brigade S. zu unterstützen. Bevor dann gleich Rogers auf der Bühne stehen, bin ich mal Backstage die Thekencrew, Frank, Gawo, Stefan und Oliver begrüßen. Die Jungs sorgen dafür, dass dieses Wochenende keiner von uns nüchtern bleiben wird…..Wie gefällt dir denn der Auftritt? Genug von Hackfleisch, Bier und Titten?

Hackfleisch, Bier und Titten? Ich bin schon wieder am Stand. Brigade S. habe ich nur kurz gesehen, das hat mir aber gefallen. Wirklich cool, dass die Halle schon einigermaßen gefüllt ist. Meine erste Schicht geht jetzt auch gleich zu Ende. Gerade hat so’ne Madame ihr Bier über unsere CDs gekippt und nun muss ich erstmal putzen. Super Sache! Zu Rogers schaffe ich es genau so in die Halle, dass ich es noch auf 2 Fotos und ein halbes Lied bringe! Naja, zum Glück gibt es ja die „4 von der Tankstelle“ und die versorgen mich ja schon etwas länger. OHL haben mittlerweile angefangen und können mich irgendwie nicht so wirklich begeistern. Dieses neue Zeux geht mir aber auch eher auf die Nerven. Aber OHL waren ja auch schon immer eher was für kleine Läden. Es gibt ja zum Glück noch Bier. Bei euch am Stand scheint ja auch alles zu laufen. Haste also endlich mal angefangen zu arbeiten? Bist ja nicht zum Vergnügen hier!

OHLNa klar! Ich unterstütze Saskia und Wiebke, gerade allerdings nur als Springer, heißt ich versorge die beiden mit reichlich Bier. OHL haben mich irgendwie auch nicht wirklich begeistern können. Berserker bekomm ich ebenfalls nur am Rande mit, was ich ehrlicherweise nicht ganz sooo tragisch finde. Ist keine schlechte Band, aber nicht ganz meine Welt. Da organisier ich doch lieber mal ne Rolle Zewa von den Tattoogirls, falls noch ein Besoffski Bier verschüttet.
Gleich hab ich hier auch Feierabend und werde mir 4 Promille angucken gehen. Da fällt mir ein, ich bekomm ja noch n Shirt von den Düsseldorfern, da deren Merch ja ne Zeit in meinem Keller gelagert wurde, ich bin dann mal bei Moppa…
Wo treibst du dich grade rum?

Berserker sind auch nicht so ganz meine Welt! Aber da ich die Berliner mag und Schröder grad schon so böse von der Bühne runterguckt, sag ich da mal weiter nix zu! Lieber wieder Bier! Die Mädels am Merch-Stand wollen mich auch irgendwie nicht dahaben und das obwohl ich Bier mitgebracht habe. Da geh ich doch mal ein wenig im Backstage spazieren. Dort macht Christian gerade höchst persönlich eine Runde Mexikaner fertig, der dann vor den Augen des Schulermittlers vertilgt wird. Tja, man kann halt nicht alle Schäfchen retten! Jetzt aber mal endlich wieder Musik: 4 Promille stehen auf der Bühne und da gehe ich jetzt auch hin. In der hinteren Ecke (der Bühne – um hier keine Missverständnisse zu erzeugen) wird nämlich ganz ordentlich gefeiert und da habe ich jetzt auch Lust drauf. Schön das auch das Publikum ordentlich mitfeiert. 4 Promille geben zwar wieder ordentlich Gas, aber irgendwie hab ich vermutet, dass die Leute eher wegen Berserker und Toxpack da sind. Aber das mit dem Denken ist ja häufiger mal so’ne Sache! Ich gehe jetzt auf jeden Fall erst mal in den Graben und fotografiere die feierwütige Meute! Und wo feierst du?

4PromilleIch schau mir 4 Promille zuerst von oben und dann auch aus der Ecke auf der Bühne an und für mich ist es bislang einer der besten Auftritte an diesem Tag. Allerdings bin ich da wohl auch etwas befangen, da ich sowohl die Musik als auch die Musiker ganz gut leiden kann. Übrigens vergeht mir die Zeit schon wieder viel zu schnell…
4 Promille beenden ihren Auftritt natürlich wie gewohnt mit dem Dauerbrenner „Ich werd mich ändern“. Ein Partyklassiker der erwartungsgemäß richtig gut ankommt. In unserer Ecke singt nun auch jeder mit absoluter Hingabe mit. Wunderbarer Moment!
Gleich kommen dann Toxpack – auf die freu ich mich wie Sau! Eins meiner Highlights auf diesem Festival! Ich bin da auch ganz subjektiv… is eine meiner Lieblingsbands und deswegen is der Auftritt für mich auch der absolute Knaller! Jeder einzelne Song wird abgefeiert und lauthals mitgesungen. Ich habe die Befürchtung das wird sich morgen rächen!! Das Publikum feiert bei Toxpack ordentlich und die Stimmung ist großartig. Wie schauts denn bei dir aus? Bist du auch so begeistert wie ich?

Ich hänge noch dem 4 Promille Auftritt etwas hinterher. Ich bin durch die Meute gewandert und auch wieder auf der Bühne gewesen, um den Auftritt so richtig auszukosten. Denn leider ist bei Toxpack meine große Pause zu Ende und ich muss nach ein paar Songs zurück zum Stand. Es ist aber einfach jedes Jahr immer wieder geil mit Leuten von der Crew, ein paar Bandmitgliedern sowie Freunde von denen und mit wem auch immer, der gerade Zeit hat, auf der Bühne oder im Graben zu feiern. Großartige Momente sind dort schon geschehen und verdeutlichen mir immer wieder, dass das hier wirklich ein Familienfest ist. Bevor das mit Toxpack losgeht, gehe ich noch mal am Stand vorbeischauen und schaue mir die ersten Alkoholopfer an, wie sie von Freunden aus der Halle getragen werden. Da ist Toxpack aber dann doch interessanter und viel Zeit habe ich ja nicht mehr! Die Stimmung in der Halle ist wirklich großartig und die Band ist es sowieso. Aber ich muss nu zum Stand zurück! Mal gucken was die Vorhalle so an Unterhaltung bietet! Und bei dir? Suff und wilde Spiele?

ToxpackIch kann dir nur zustimmen, es ist einfach ein tolles Gefühl, Teil dieser Familie zu sein. Der Auftritt von Toxpack ist wie schon erwähnt einfach nur saugeil! Schade, dass die Zeit so schnell vergeht und der erste Tag sich schon dem Ende neigt. Von mir aus könnte der Abend noch ewig weitergehen! Nachdem Toxpack ihren Auftritt beendet haben, mach ich noch ne kleine Runde durch die Halle und verabschiede mich so langsam von den bekannten Gesichtern… morgen will ich ja fit sein! Ein bis drei Schnaps bei der besten Thekencrew der Welt sind aber definitiv noch drin! Hier sei mal erwähnt, dass der selbstgemachte Schnappes von Ivo ziemlich süffig und lecker war….Zum Schluss schau ich nochmal am Merch-Stand vorbei und dann geht’s auch schon los Richtung Heimat… ich freu mich schon auf morgen! Du bist noch fleißig?

Na aber sicher! Hier geht die Arbeit erst los. Es ist noch gut was los in der Vorhalle. Tim Hackemack erklärt und verkauft fleißig seine Bilder, ein paar Leute pennen auf den Treppen, bei Hidden Needles Tattoo wird gerade ein Arsch mit nem „Hallo Kitty“-Tatto verschönert und wir am Merch-Stand haben auch noch ein bisschen was zu tun. Als dann endlich mal alle rausgeschmissen wurden, geht es im Backstage noch weiter mit Bier und Schnaps (wer mag oder sich nicht gegen Ivo wehren kann)! Irgendwann lösen wir auch diese Runde auf und es geht kuschelig im Van zum Hotel. Dort treibt es allerdings noch nicht alle ins Bett. Mike, Phil, Jazz, Saskia und ich machen es uns noch in Mikes Zimmer gemütlich bis auch diese Party von Sunny beendet wird… So eine Spielverderberin!!

Am nächsten Morgen bin ich Sunny dann doch recht dankbar für das Beenden der Party ein paar Stunden zuvor. Mir geht es gut, ich bin motiviert und mache mich recht zügig fertig und auf den Weg zu Halle. Da dort noch keiner ist, gehe ich erst mal in einer der nahe gelegenen Burgerbratereien frühstücken. Als ich wieder an der Halle ankomme, kommen auch Christian sowie Gimp Fist an, mit denen es dann gleich wieder zurück zur Burgerbraterei geht. Als wir zurückkommen, können wir endlich rein und können den Tag vorbereiten. Saskia hat es bisher noch nicht aus dem Bett geschafft und in einer Stunde ist schon Einlass! So langsam könnte ich mal Hilfe gebrauchen! Auch wenn ich weiß, dass du noch nicht dran bist aber: WO BLEIBST DUUUU?

Ich fliege! Ich kann Saskia aber verstehen, ich bin heute auch ewig nicht aus dem Bett gekommen. Nach ca. 10 Kaffee, die mir Frank freundlicherweise ans Bett gebracht hat, hab ich es dann auch endlich geschafft aufzustehen. Dann musste ich aber noch zu Jazz und Phil, Katzen-Ersatz-Mama spielen und die beiden süßen Stubentiger versorgen. Zu guter Letzt hab ich via Handy auch noch ne Essensbestellung bekommen, die ich freundlicherweise samt Cola mit in die Halle nehmen konnte.
Ich bin dann auch tatsächlich pünktlich zum Auftritt von Aggressive da. Ich möcht die Jungs bei ihrem ersten Auftritt aber auch definitiv unterstützen und deswegen gibt’s nur ein kurzes Hallo am Merch-Stand. Meine Schicht beginnt ja auch erst später. Daniel, Gawo, Timo und David rocken ganz gut ab und ich freu mich für die Band, dass schon ein paar Leute es geschafft haben, pünktlich da zu sein. Wer Aggressive verpasst hat, hat ja bald nochmal die Gelegenheit sich von dem Talent der Jungs zu überzeugen. Am 12.04. in Essen. Bevor Control anfangen bin ich mal Backstage um alle zu begrüßen und mir was zu trinken zu holen… halt dich fest… es wollte mir erst keiner glauben… ich hab mir mal n Wasser bestellt! Vielleicht wird dadurch meine Stimme auch mal wieder n bisschen besser. Wo treibst du dich rum?

Gimp FistIch arbeite natürlich fleißig. Schließlich soll ja auch der Merch von Gimp Fist und The Senstives an den Mann und die Frau gebracht werden. Die haben ihren nämlich eben bei uns abgegeben und für die macht man das doch gerne. Aggressive und Control habe ich mir jeweils nur für ein paar Fotos angeschaut. Was ich gesehen habe, hat mir aber ganz gut gefallen. Nun stehen Hounds & Harlots auf der Bühne und liefern einen verdammt geilen Auftritt ab. Die haben mich letztes Jahr mal direkt schwer begeistert – erst mit deren Auftritt im Tube und dann mit ihrem Album. Ich muss auf jeden Fall gleich noch daran denken, mir die neue Split mit Gimp Fist zu holen. Leider ist es bisher immer noch sehr leer in der Halle. Das haben die Bands absolut nicht verdient. Aber irgendwer muss ja anfangen…! Nach ein paar weiteren Minuten am Stand gehe ich zu den Eastside Boys in meine erste „Pause“. Die Band macht einfach immer wieder Spaß. Ich verstehe einfach nicht, warum die Ostseitenjungs auf der Westseite nicht mehr Anklang finden. Einfach eine geile und sympathische Band. Immerhin hat die Band auf der Bühne Spaß und einige Leute vor der Bühne feiern ja auch mit. So… und jetzt gehe ich mal gucken, ob du auch ordnungsgemäß deinen Dienst angetreten hast, bevor es gleich mit Emscherkuve 77 und The Sensitives weitergeht.

H&HHounds & Harlots gefallen mir unheimlich gut. Ich fand die ja letztes Jahr in der Punkeria schon klasse. Die Split hab ich mir ebenfalls schon gesichert! Ich werd auch nach Münster fahren und mir die Band nochmal ansehen. N bisschen schade, dass die drei Jungs so früh dran sind heute, finds aber gut, dass die Meute schon richtig abgeht. Jetzt beginnt meine Schicht, ich bin dann mal am Merch-Stand. Dadurch bekomm ich von Eastside Boys leider nicht wirklich was mit. Emscherkurve 77 und Sensitives seh ich ebenfalls nicht wirklich. Ist mittlerweile ja echt was los hier. Mit Jazzmin macht arbeiten richtig Spaß und so verfliegt die Zeit hier am Stand. Gimp Fist seh ich leider auch nur einen Teil, aber das was ich noch gesehen habe, gefällt mir sau gut. Ich mag die Band ja sowieso ziemlich gern und freu mich immer, wenn ich se live sehen kann. Gleich kommen dann Evil Conduct, auf die freu ich mich ja auch schon total. Auch wenn schon oft gesehen, immer ein Erlebnis und immer ne Garantie für ne geile Party. Mir geht’s mittlerweile auch schon wieder richtig gut, ich denke es ist Zeit für Pfeffi. Ich bin dann mal schnell mit Björn und Lea Backstage und trink mir einen, bevor die Holländer die Bühne rocken. Du bist schon im Graben vor der Bühne?

Soviel zu tun? Jaja… is klar! Apropos „Genug zu tun“ – Emscherkurve 77 (let’s go) stehen auf der Bühne und machen wieder mal ordentlich Spaß. Die Halle ist immer noch nicht wirklich voller geworden, es feiern aber trotzdem einige Leute. Leider wird es nach Emscherkurve 77 dann erst mal richtig leer. Gibt’s am Stand Freibier? Jetzt kommen doch The Sensitives! Auch die gehen wieder von der ersten Minute an ab und stören sich mal überhaupt nicht an der großen Bühne und den wenigen Zuschauern. Es scheint mir aber so, dass von Lied zu Lied doch immer mehr Leute mal ein Blick in die Halle werfen und die scheinen auch nicht abgeneigt zu sein von dem was sie sehen und hören. Gute Musik überzeugt halt einfach! Nun muss ich mir noch schnell ein paar Lieder von Gimp Fist anhören, denn gleich geht es für mich wieder zurück an den Stand. Einfach nur geil, was die 3 Jungs da abliefern, wieder und wieder! Auch so eine Band, die einfach deutlich viel mehr Publikum verdient hat. Wo seid ihr denn immer alle wenn es um gute Musik geht? Zu Evil Conduct verlasse ich den Stand dann mal kurz für ein paar Lieder. Huch, was ist denn hier passiert? Die Halle ist deutlich voller geworden und die Stimmung ebenfalls ordentlich gestiegen. Sehr schön! Das Evil Conduct wieder mal verdammt gut sind, muss ja jetzt nicht unbedingt schon wieder erwähnt werden! Ha ha! Dann gehe ich mal wieder arbeiten! Und du?

E.ConductJa wir haben uns jetzt nicht zu Tode geschuftet, aber ab und an haben wir schon was an den Mann bzw. an die Frau bringen können. Ich persönlich freu mich ja schon auf Gumbles und Volxsturm! Jetzt aber erstmal Dutch Ska Express! Mal n bisschen Abwechslung und die scheint auch richtig gut beim Publikum anzukommen. Die Halle ist deutlich voller als noch heute Mittag, aber es würden schon noch n paar Menschen hier Platz finden. Der Stimmung merkt man das zum Glück nicht an. Ich schau mal bei den Mädels vorbei, die diversen Besuchern Farbe unter die Haut jagen und guck mir die mitgebrachten Bilder an, schließlich hab ich ja auch noch freie Fläche, die bunt werden soll….
Schnell den fleißigen Bienen am Merch-Stand noch n Bier bringen und dann wieder in die Halle. Ich hab ja erst zur letzten Band wieder ne Springerschicht, deswegen nutz ich mal meine Zeit für einige Konversationen und den ein oder anderen Schnaps. Hast du mittlerweile wieder frei oder musst du noch n bisschen?

Was? Wie? Warum bringst du mir eigentlich nie Bier? Pah! Ich hab zu Dutch Ska Express wieder frei und schaue mir mal an, was die so können. Recht viel muss ich sagen! Ein wenig Ska tut, zwischen dem ganzen Krach hier, ja wirklich mal gut. Ja es ist voller geworden und es wird getanzt, aber bei Evil Conduct waren dann doch vorhin mehr Leute in der Halle, oder? Zum Schluss gibt es dann noch eine kleine Kurz-Reunion von Mr. Review. Dr. Rude hat kurz vor dem Festival noch schnell mitgeteilt, dass er mit Dutch Ska Express zusammen ein paar Mr. Review Songs spielen will. Das tut er nun auch und es ist wieder verdammt geil! Die Band wird auf jeden Fall fehlen. Fehlen tut mir auch was, nämlich „Rainy Day“, aber man kann ja nicht alles haben. Hat mir beides gut gefallen. Und nun heißt es Biervorrat auffüllen und ab auf die Bühne: Die Gumbles Punkrockshow startet. Party, Bier, Gesang, Party, …! So soll datt sein! Im Graben, auf der Bühne und vor der Bühne wird ordentlich gefeiert. Diana hat gleich auch mal eine Abordnung lebender Litfaßsäulen in Randale Records Shirts auf die Bühne geschickt! Schleichwerbung!!! Während die Band fleißig ihre Hits vorspielt, rennt Mike noch fleißiger über die Bühne und versorgt alle mit seinem Rhabarberschnaps. Da trinkt man auch schon mal während des Gitarrespielens. Leider ist der Auftritt wieder mal viel zu schnell vorbei! Apropos schnell: Ich geh mal schnell Bier holen bevor Volxsturm loslegen…

Anscheinend verpassen wir uns immer allerdings warst du auch meistens schon versorgt… Volxsturm find ich großartig, gefallen mir live immer gut und liefern auch heute wieder n super Auftritt ab. Sag mal, kommt es mir nur so vor, oder ist die Halle nach dem Auftritt von Evil Conduct immer leerer geworden? Also klar es sind noch einige Menschen da, aber das meiste Publikum hatten heute die Holländer… Gleich kommen dann noch Vogelfrei und dann is es mit Livemusik auch schon wieder vorbei… viel zu schnell! Für alle, die aber noch nicht den Weg nach Hause antreten wollen, gibt’s ja noch n bisschen Konservenmusik. Ich für meinen Teil könnte echt noch Tage weiterfeiern. Ich freu mich jetzt schon wieder aufs nächste Jahr. Gleich beginnt dann auch meine letzte Schicht am Merch-Stand. Du bist unterwegs um Erinnerungen in digitaler Form festzuhalten?

Volxsturm„Anscheinend verpassen wir uns immer allerdings warst du auch meistens schon versorgt…“ Du merkst vielleicht selbst, dass deine Argumentation gewisse Schwächen aufweist!? Es sei dir aber verziehen! Ja, Volxsturm sind immer wieder großartig anzusehen. Macht auch mir Spaß. Wieder wird ordentlich gefeiert. Aber mir ist auch aufgefallen, dass es schon leerer wird. Dabei geht die Party doch gleich erst los! Das ist doch Quark wenn du erst Feierabend hast, wenn alle schon weg sind! Feierabend ist aber ein gutes Stichwort: die letzte Schicht beginnt. Die anderen Stände haben sich schon länger mit dem Abbau beschäftigt, es wird immer leerer im Vorraum. Da schaue ich mir noch mal ein wenig vom Vogelfrei-Auftritt an. Die treffen ja auch mal gar nicht meinen Geschmack, was allerdings noch an Publikum für die Band übrig geblieben ist, ist schon etwas traurig. Wirklich Schade! Nun gut dann mal zurück zum Stand und langsam mit dem Abbau beginnen und dann mal auf zur Aftershowparty… Kommst du helfen?

Bin schon zur Stelle, ganz schön schwer das Zeug! Mir wird auch ganz schwindlig, wenn ich da auf den Aufzug steigen muss um die Kisten abzuladen, Höhenangst plus wackliges Konstrukt…keine coole Mischung! Dank zahlreicher, starker Hände ist ja alles fix im Aufzug! Mittlerweile ist echt kaum noch jemand da. Ich schau mal was auf dem Nighter noch los ist! Wenn ich allerdings ehrlich bin, bin ich super müde und irgendwie total platt und positiv angetrunken! Ich glaub ich such mal meine Dortmunder Reisegruppe und dann plädier ich fürs nach Hause fahren! Schade, dass alles hier so schnell vorbei ist. Ich freu mich schon wahnsinnig aufs nächste Jahr und hoffe alle anderen haben jetzt noch ordentlich Spaß mit dem Kaiser. Wie siehts bei dir aus? Bist du noch in Feierlaune?

GumblesOh, ja! Jetzt geht’s doch erst richtig los und du willst schon weg? Nee, nee! Nachdem der komplette Merch-Stand im Auto verstaut ist, gehe ich erst mal auf die Aftershowparty. Wieder eher traurig, was hier los ist. Natürlich beweisen die Gumbles und auch The Sensitives ihre Feierfestigkeit und natürlich sind auch die Rudeboys Dortmund noch am Start. Des Kaisers neuer Jens sorgt für perfekte Untermalung der Feierei. Und so wird fleißig getanzt, gesungen und gelacht, äh und natürlich auch getrunken. Zwischendurch schaue ich mal im Büro vorbei. Dort wird gerade ein ganzer Schinken am Knochen fachmännisch von Volxturms Tost zerlegt und an die Umstehenden verteilt. Den Schinken haben Volxturm auch mitgebracht. Sehr lecker! Gut das Tost schneller schneidet als alle anderen Essen wollen: Im Notfall immer zu mir, Danke! So langsam fehlt mir jegliches Gespür für die Zeit. Ich bin auf jeden Fall noch mal zurück zum Nighter bis dieser endgültig beendet wird. Es gestaltet sich allerdings recht schwierig Leute rauszuschmeißen neben denen man geraden noch getrunken und getanzt hat. Das klappt aber auch irgendwann und wir können die Turbinenhalle endgültig für dieses Jahr abschließen… Ähm, nein, das macht jemand anderes. Im Hotel trinken wir noch ein Bier in Mikes Zimmer, sind dann aber doch irgendwann zu platt und gehen ins Bett…

Alle hier abgebildeten Fotos wurden uns von www.knipsmack.de zuur Verfügung gestellt. Danke Tim!

SON OF A BASTARD FESTIVAL RÜCKBLICK (06.04.2014)

 

Nachdem es beim Bericht für das Endless Summer Festival 2013 schon so einen Spaß gemacht hat, den Bericht in Co-Moderation mit Dirk vom Nameless Magazin zu schreiben, haben wir uns auch für den Bericht zum Son of a Bastard – The Ride 2014 dazu entschieden. Dirks Teile haben keine Formatierung und meineTeile sind kursiv. Den Bericht findet ihr auch im Nameless Magazin. Viel Spaß beim Lesen. Cheers Mira

So ein Festival sorgt ja immer gerne für eine riesige Vorfreude, ganz besonders aber das große Treffen der Sunny Bastards Familie. Am Festivalfreitag habe ich zum Glück bereits frei, so dass ich ganz entspannt in dieses Wochenende starten kann. Nach einer letzten Stärkung geht es gegen 15 Uhr mit Saskia Richtung Turbinenhalle. Christian und Sunny sind auch schon da und so können wir gleich damit beginnen den Merch-Stand aufzubauen. Unsere Nachbarn von United Kids Records sind auch schon am Start, nur die neuen Nachbarn von Hidden Needles lassen noch etwas auf sich warten. Ach und da ist ja auch noch der Moppa, der zwar bei uns am Stand steht, sich aber alleine durch den Vier Promille-Merch kämpft! Respekt! Die Zeit bis zum Einlass vergeht wie gewohnt viel zu schnell und so wird es am Ende noch richtig hektisch, als sich die ersten Leute schon an der Kasse anstellen. Damit hat auch schon die erste Arbeitsschicht begonnen und wenig später beginnt auch der offizielle Teil des Abends: die Brigade S. betritt die Bühne. Da mache ich mich doch auch mal wenigstens für 1-3 Lieder auf den Weg in die Halle für ein paar Fotos. Aber sag mal Mira, wo bleibst du eigentlich?

Gerade angekommen. Ich sag dir, dass war ein Stress! Leider hatten wir nicht alle frei heute und konnten deswegen erst später los….Trotzdem schaffen Phil, Jazzmin, Frank und ich es pünktlich zu Brigade S.am Start zu sein.

Ihr wart am Merch-Stand ja schon richtig fleißig, wie ich sehe…

BrigadeSo jetzt aber erstmal fix in die Halle und den ersten Akkorden von Brigade S. lauschen. Auf diesen Moment hab ich nun schon seit Wochen hingefiebert. Ein grandioses Wochenende steht uns bevor, dass uns sicherlich den ganzen Alltagsstress auf einen Schlag vergessen lässt.

Die Jungs aus Wanne- Eickel sind ein super Opener für unser Familientreffen und der Auftritt gefällt mir bislang richtig gut. Die Halle ist noch nicht brechend voll, aber es sind doch schon n paar Leute hier um Brigade S. zu unterstützen. Bevor dann gleich Rogers auf der Bühne stehen, bin ich mal Backstage die Thekencrew, Frank, Gawo, Stefan und Oliver begrüßen. Die Jungs sorgen dafür, dass dieses Wochenende keiner von uns nüchtern bleiben wird…..

Wie gefällt dir denn der Auftritt? Genug von Hackfleisch, Bier und Titten?

Hackfleisch, Bier und Titten? Ich bin schon wieder am Stand. Brigade S. habe ich nur kurz gesehen, das hat mir aber gefallen. Wirklich cool, dass die Halle schon einigermaßen gefüllt ist. Meine erste Schicht geht jetzt auch gleich zu Ende. Gerade hat so’ne Madame ihr Bier über unsere CDs gekippt und nun muss ich erstmal putzen. Super Sache! Zu Rogers schaffe ich es genau so in die Halle, dass ich es noch auf 2 Fotos und ein halbes Lied bringe! Naja, zum Glück gibt es ja die „4 von der Tankstelle“ und die versorgen mich ja schon etwas länger. OHL haben mittlerweile angefangen und können mich irgendwie nicht so wirklich begeistern. Dieses neue Zeux geht mir aber auch eher auf die Nerven. Aber OHL waren ja auch schon immer eher was für kleine Läden. Es gibt ja zum Glück noch Bier. Bei euch am Stand scheint ja auch alles zu laufen. Haste also endlich mal angefangen zu arbeiten? Bist ja nicht zum Vergnügen hier!

Na klar! Ich unterstütze Saskia und Wiebke, gerade allerdings nur als Springer, heißt ich versorge die beiden mit reichlich Bier. OHL haben mich irgendwie auch nicht wirklich begeistern können. Berserker bekomm ich ebenfalls nur am Rande mit, was ich ehrlicherweise nicht ganz sooo tragisch finde. Ist keine schlechte Band, aber nicht ganz meine Welt. Da organisier ich doch lieber mal ne Rolle Zewa von den Tattoogirls, falls noch ein Besoffski Bier verschüttet.

Gleich hab ich hier auch Feierabend und werde mir 4 Promille angucken gehen. Da fällt mir ein, ich bekomm ja noch n Shirt von den Düsseldorfern, da deren Merch ja ne Zeit in meinem Keller gelagert wurde, ich bin dann mal bei Moppa…

Wo treibst du dich grade rum?

Berserker sind auch nicht so ganz meine Welt! Aber da ich die Berliner mag und Schröder grad schon so böse von der Bühne runterguckt, sag ich da mal weiter nix zu! Lieber wieder Bier! Die Mädels am Merch-Stand wollen mich auch irgendwie nicht dahaben und das obwohl ich Bier mitgebracht habe. Da geh ich doch mal ein wenig im Backstage spazieren. Dort macht Christian gerade höchst persönlich eine Runde Mexikaner fertig, der dann vor den Augen des Schulermittlers vertilgt wird. Tja, man kann halt nicht alle Schäfchen retten! Jetzt aber mal endlich wieder Musik: 4 Promille stehen auf der Bühne und da gehe ich jetzt auch hin. In der hinteren Ecke (der Bühne – um hier keine Missverständnisse zu erzeugen) wird nämlich ganz ordentlich gefeiert und da habe ich jetzt auch Lust drauf. Schön das auch das Publikum ordentlich mitfeiert. 4 Promille geben zwar wieder ordentlich Gas, aber irgendwie hab ich vermutet, dass die Leute eher wegen Berserker und Toxpack da sind. Aber das mit dem Denken ist ja häufiger mal so’ne Sache! Ich gehe jetzt auf jeden Fall erst mal in den Graben und fotografiere die feierwütige Meute! Und wo feierst du?

4PromilleIch schau mir 4 Promille zuerst von oben und dann auch aus der Ecke auf der Bühne an und für mich ist es bislang einer der besten Auftritte an diesem Tag. Allerdings bin ich da wohl auch etwas befangen, da ich sowohl die Musik als auch die Musiker ganz gut leiden kann. Übrigens vergeht mir die Zeit schon wieder viel zu schnell…

4 Promille beenden ihren Auftritt natürlich wie gewohnt mit dem Dauerbrenner „Ich werd mich ändern“. Ein Partyklassiker der erwartungsgemäß richtig gut ankommt. In unserer Ecke singt nun auch jeder mit absoluter Hingabe mit. Wunderbarer Moment!

Gleich kommen dann Toxpack – auf die freu ich mich wie Sau! Eins meiner Highlights auf diesem Festival! Ich bin da auch ganz subjektiv… is eine meiner Lieblingsbands und deswegen is der Auftritt für mich auch der absolute Knaller! Jeder einzelne Song wird abgefeiert und lauthals mitgesungen. Ich habe die Befürchtung das wird sich morgen rächen!! Das Publikum feiert bei Toxpack ordentlich und die Stimmung ist großartig. Wie schauts denn bei dir aus? Bist du auch so begeistert wie ich?

Ich hänge noch dem 4 Promille Auftritt etwas hinterher. Ich bin durch die Meute gewandert und auch wieder auf der Bühne gewesen, um den Auftritt so richtig auszukosten. Denn leider ist bei Toxpack meine große Pause zu Ende und ich muss nach ein paar Songs zurück zum Stand. Es ist aber einfach jedes Jahr immer wieder geil mit Leuten von der Crew, ein paar Bandmitgliedern sowie Freunde von denen und mit wem auch immer, der gerade Zeit hat, auf der Bühne oder im Graben zu feiern. Großartige Momente sind dort schon geschehen und verdeutlichen mir immer wieder, dass das hier wirklich ein Familienfest ist. Bevor das mit Toxpack losgeht, gehe ich noch mal am Stand vorbeischauen und schaue mir die ersten Alkoholopfer an, wie sie von Freunden aus der Halle getragen werden. Da ist Toxpack aber dann doch interessanter und viel Zeit habe ich ja nicht mehr! Die Stimmung in der Halle ist wirklich großartig und die Band ist es sowieso. Aber ich muss nu zum Stand zurück! Mal gucken was die Vorhalle so an Unterhaltung bietet! Und bei dir? Suff und wilde Spiele?

ToxpackIch kann dir nur zustimmen, es ist einfach ein tolles Gefühl, Teil dieser Familie zu sein. Der Auftritt von Toxpack ist wie schon erwähnt einfach nur saugeil! Schade, dass die Zeit so schnell vergeht und der erste Tag sich schon dem Ende neigt. Von mir aus könnte der Abend noch ewig weitergehen! Nachdem Toxpack ihren Auftritt beendet haben, mach ich noch ne kleine Runde durch die Halle und verabschiede mich so langsam von den bekannten Gesichtern… morgen will ich ja fit sein! Ein bis drei Schnaps bei der besten Thekencrew der Welt sind aber definitiv noch drin! Hier sei mal erwähnt, dass der selbstgemachte Schnappes von Ivo ziemlich süffig und lecker war….

 

Zum Schluss schau ich nochmal am Merch-Stand vorbei und dann geht’s auch schon los Richtung Heimat… ich freu mich schon auf morgen! Du bist noch fleißig?

Na aber sicher! Hier geht die Arbeit erst los. Es ist noch gut was los in der Vorhalle. Tim Hackemack erklärt und verkauft fleißig seine Bilder, ein paar Leute pennen auf den Treppen, bei Hidden Needles Tattoo wird gerade ein Arsch mit nem „Hallo Kitty“-Tatto verschönert und wir am Merch-Stand haben auch noch ein bisschen was zu tun. Als dann endlich mal alle rausgeschmissen wurden, geht es im Backstage noch weiter mit Bier und Schnaps (wer mag oder sich nicht gegen Ivo wehren kann)! Irgendwann lösen wir auch diese Runde auf und es geht kuschelig im Van zum Hotel. Dort treibt es allerdings noch nicht alle ins Bett. Mike, Phil, Jazz, Saskia und ich machen es uns noch in Mikes Zimmer gemütlich bis auch diese Party von Sunny beendet wird… So eine Spielverderberin!!

Am nächsten Morgen bin ich Sunny dann doch recht dankbar für das Beenden der Party ein paar Stunden zuvor. Mir geht es gut, ich bin motiviert und mache mich recht zügig fertig und auf den Weg zu Halle. Da dort noch keiner ist, gehe ich erst mal in einer der nahe gelegenen Burgerbratereien frühstücken. Als ich wieder an der Halle ankomme, kommen auch Christian sowie Gimp Fist an, mit denen es dann gleich wieder zurück zur Burgerbraterei geht. Als wir zurückkommen, können wir endlich rein und können den Tag vorbereiten. Saskia hat es bisher noch nicht aus dem Bett geschafft und in einer Stunde ist schon Einlass! So langsam könnte ich mal Hilfe gebrauchen! Auch wenn ich weiß, dass du noch nicht dran bist aber: WO BLEIBST DUUUU?

Ich fliege! Ich kann Saskia aber verstehen, ich bin heute auch ewig nicht aus dem Bett gekommen. Nach ca. 10 Kaffee, die mir Frank freundlicherweise ans Bett gebracht hat, hab ich es dann auch endlich geschafft aufzustehen. Dann musste ich aber noch zu Jazz und Phil, Katzen-Ersatz-Mama spielen und die beiden süßen Stubentiger versorgen. Zu guter Letzt hab ich via Handy auch noch ne Essensbestellung bekommen, die ich freundlicherweise samt Cola mit in die Halle nehmen konnte.

Ich bin dann auch tatsächlich pünktlich zum Auftritt von Aggressive da. Ich möcht die Jungs bei ihrem ersten Auftritt aber auch definitiv unterstützen und deswegen gibt’s nur ein kurzes Hallo am Merch-Stand. Meine Schicht beginnt ja auch erst später. Daniel, Gawo, Timo und David rocken ganz gut ab und ich freu mich für die Band, dass schon ein paar Leute es geschafft haben, pünktlich da zu sein. Wer Aggressive verpasst hat, hat ja bald nochmal die Gelegenheit sich von dem Talent der Jungs zu überzeugen. Am 12.04. in Essen.

Bevor Control anfangen bin ich mal Backstage um alle zu begrüßen und mir was zu trinken zu holen… halt dich fest… es wollte mir erst keiner glauben… ich hab mir mal n Wasser bestellt! Vielleicht wird dadurch meine Stimme auch mal wieder n bisschen besser. Wo treibst du dich rum?

Ich arbeite natürlich fleißig. Schließlich soll ja auch der Merch von Gimp Fist und The Senstives an den Mann und die Frau gebracht werden. Die haben ihren nämlich eben bei uns abgegeben und für die macht man das doch gerne. Aggressive und Control habe ich mir jeweils nur für ein paar Fotos angeschaut. Was ich gesehen habe, hat mir aber ganz gut gefallen. Nun stehen Hounds & Harlots auf der Bühne und liefern einen verdammt geilen Auftritt ab. Die haben mich letztes Jahr mal direkt schwer begeistert – erst mit deren Auftritt im Tube und dann mit ihrem Album. Ich muss auf jeden Fall gleich noch daran denken, mir die neue Split mit Gimp Fist zu holen. Leider ist es bisher immer noch sehr leer in der Halle. Das haben die Bands absolut nicht verdient. Aber irgendwer muss ja anfangen…! Nach ein paar weiteren Minuten am Stand gehe ich zu den Eastside Boys in meine erste „Pause“. Die Band macht einfach immer wieder Spaß. Ich verstehe einfach nicht, warum die Ostseitenjungs auf der Westseite nicht mehr Anklang finden. Einfach eine geile und sympathische Band. Immerhin hat die Band auf der Bühne Spaß und einige Leute vor der Bühne feiern ja auch mit. So… und jetzt gehe ich mal gucken, ob du auch ordnungsgemäß deinen Dienst angetreten hast, bevor es gleich mit Emscherkuve 77 und The Sensitives weitergeht.

H&HHounds & Harlots gefallen mir unheimlich gut. Ich fand die ja letztes Jahr in der Punkeria schon klasse. Die Split hab ich mir ebenfalls schon gesichert! Ich werd auch nach Münster fahren und mir die Band nochmal ansehen. N bisschen schade, dass die drei Jungs so früh dran sind heute, finds aber gut, dass die Meute schon richtig abgeht. Jetzt beginnt meine Schicht, ich bin dann mal am Merch-Stand. Dadurch bekomm ich von Eastside Boys leider nicht wirklich was mit. Emscherkurve 77 und Sensitives seh ich ebenfalls nicht wirklich. Ist mittlerweile ja echt was los hier. Mit Jazzmin macht arbeiten richtig Spaß und so verfliegt die Zeit hier am Stand. Gimp Fist seh ich leider auch nur einen Teil, aber das was ich noch gesehen habe, gefällt mir sau gut. Ich mag die Band ja sowieso ziemlich gern und freu mich immer, wenn ich se live sehen kann. Gleich kommen dann Evil Conduct, auf die freu ich mich ja auch schon total. Auch wenn schon oft gesehen, immer ein Erlebnis und immer ne Garantie für ne geile Party. Mir geht’s mittlerweile auch schon wieder richtig gut, ich denke es ist Zeit für Pfeffi. Ich bin dann mal schnell mit Björn und Lea Backstage und trink mir einen, bevor die Holländer die Bühne rocken. Du bist schon im Graben vor der Bühne?

Soviel zu tun? Jaja… is klar! Apropos „Genug zu tun“ – Emscherkurve 77 (let’s go) stehen auf der Bühne und machen wieder mal ordentlich Spaß. Die Halle ist immer noch nicht wirklich voller geworden, es feiern aber trotzdem einige Leute. Leider wird es nach Emscherkurve 77 dann erst mal richtig leer. Gibt’s am Stand Freibier? Jetzt kommen doch The Sensitives! Auch die gehen wieder von der ersten Minute an ab und stören sich mal überhaupt nicht an der großen Bühne und den wenigen Zuschauern. Es scheint mir aber so, dass von Lied zu Lied doch immer mehr Leute mal ein Blick in die Halle werfen und die scheinen auch nicht abgeneigt zu sein von dem was sie sehen und hören. Gute Musik überzeugt halt einfach! Nun muss ich mir noch schnell ein paar Lieder von Gimp Fist anhören, denn gleich geht es für mich wieder zurück an den Stand. Einfach nur geil, was die 3 Jungs da abliefern, wieder und wieder! Auch so eine Band, die einfach deutlich viel mehr Publikum verdient hat. Wo seid ihr denn immer alle wenn es um gute Musik geht? Zu Evil Conduct verlasse ich den Stand dann mal kurz für ein paar Lieder. Huch, was ist denn hier passiert? Die Halle ist deutlich voller geworden und die Stimmung ebenfalls ordentlich gestiegen. Sehr schön! Das Evil Conduct wieder mal verdammt gut sind, muss ja jetzt nicht unbedingt schon wieder erwähnt werden! Ha ha! Dann gehe ich mal wieder arbeiten! Und du?

E.ConductJa wir haben uns jetzt nicht zu Tode geschuftet, aber ab und an haben wir schon was an den Mann bzw. an die Frau bringen können. Ich persönlich freu mich ja schon auf Gumbles und Volxsturm! Jetzt aber erstmal Dutch Ska Express! Mal n bisschen Abwechslung und die scheint auch richtig gut beim Publikum anzukommen. Die Halle ist deutlich voller als noch heute Mittag, aber es würden schon noch n paar Menschen hier Platz finden. Der Stimmung merkt man das zum Glück nicht an. Ich schau mal bei den Mädels vorbei, die diversen Besuchern Farbe unter die Haut jagen und guck mir die mitgebrachten Bilder an, schließlich hab ich ja auch noch freie Fläche, die bunt werden soll….

Schnell den fleißigen Bienen am Merch-Stand noch n Bier bringen und dann wieder in die Halle. Ich hab ja erst zur letzten Band wieder ne Springerschicht, deswegen nutz ich mal meine Zeit für einige Konversationen und den ein oder anderen Schnaps. Hast du mittlerweile wieder frei oder musst du noch n bisschen?

Was? Wie? Warum bringst du mir eigentlich nie Bier? Pah! Ich hab zu Dutch Ska Express wieder frei und schaue mir mal an, was die so können. Recht viel muss ich sagen! Ein wenig Ska tut, zwischen dem ganzen Krach hier, ja wirklich mal gut. Ja es ist voller geworden und es wird getanzt, aber bei Evil Conduct waren dann doch vorhin mehr Leute in der Halle, oder? Zum Schluss gibt es dann noch eine kleine Kurz-Reunion von Mr. Review. Dr. Rude hat kurz vor dem Festival noch schnell mitgeteilt, dass er mit Dutch Ska Express zusammen ein paar Mr. Review Songs spielen will. Das tut er nun auch und es ist wieder verdammt geil! Die Band wird auf jeden Fall fehlen. Fehlen tut mir auch was, nämlich „Rainy Day“, aber man kann ja nicht alles haben. Hat mir beides gut gefallen. Und nun heißt es Biervorrat auffüllen und ab auf die Bühne: Die Gumbles Punkrockshow startet. Party, Bier, Gesang, Party, …! So soll datt sein! Im Graben, auf der Bühne und vor der Bühne wird ordentlich gefeiert. Diana hat gleich auch mal eine Abordnung lebender Litfaßsäulen in Randale Records Shirts auf die Bühne geschickt! Schleichwerbung!!! Während die Band fleißig ihre Hits vorspielt, rennt Mike noch fleißiger über die Bühne und versorgt alle mit seinem Rhabarberschnaps. Da trinkt man auch schon mal während des Gitarrespielens. Leider ist der Auftritt wieder mal viel zu schnell Gumblesvorbei! Apropos schnell: Ich geh mal schnell Bier holen bevor Volxsturm loslegen…

Anscheinend verpassen wir uns immer allerdings warst du auch meistens schon versorgt… Volxsturm find ich großartig, gefallen mir live immer gut und liefern auch heute wieder n super Auftritt ab. Sag mal, kommt es mir nur so vor, oder ist die Halle nach dem Auftritt von Evil Conduct immer leerer geworden? Also klar es sind noch einige Menschen da, aber das meiste Publikum hatten heute die Holländer… Gleich kommen dann noch Vogelfrei und dann is es mit Livemusik auch schon wieder vorbei… viel zu schnell! Für alle, die aber noch nicht den Weg nach Hause antreten wollen, gibt’s ja noch n bisschen Konservenmusik. Ich für meinen Teil könnte echt noch Tage weiterfeiern. Ich freu mich jetzt schon wieder aufs nächste Jahr. Gleich beginnt dann auch meine letzte Schicht am Merch-Stand. Du bist unterwegs um Erinnerungen in digitaler Form festzuhalten?

Anscheinend verpassen wir uns immer allerdings warst du auch meistens schon versorgt…“ Du merkst vielleicht selbst, dass deine Argumentation gewisse Schwächen aufweist!? Es sei dir aber verziehen! Ja, Volxsturm sind immer wieder großartig anzusehen. Macht auch mir Spaß. Wieder wird ordentlich gefeiert. Aber mir ist auch aufgefallen, dass es schon leerer wird. Dabei geht die Party doch gleich erst los! Das ist doch Quark wenn du erst Feierabend hast, wenn alle schon weg sind! Feierabend ist aber ein gutes Stichwort: die letzte Schicht beginnt. Die anderen Stände haben sich schon länger mit dem Abbau beschäftigt, es wird immer leerer im Vorraum. Da schaue ich mir noch mal ein wenig vom Vogelfrei-Auftritt an. Die treffen ja auch mal gar nicht meinen Geschmack, was allerdings noch an Publikum für die Band übrig geblieben ist, ist schon etwas traurig. Wirklich Schade! Nun gut dann mal zurück zum Stand und langsam mit dem Abbau beginnen und dann mal auf zur Aftershowparty… Kommst du helfen?

Bin schon zur Stelle, ganz schön schwer das Zeug! Mir wird auch ganz schwindlig, wenn ich da auf den Aufzug steigen muss um die Kisten abzuladen, Höhenangst plus wackliges Konstrukt…keine coole Mischung! Dank zahlreicher, starker Hände ist ja alles fix im Aufzug! Mittlerweile ist echt kaum noch jemand da. Ich schau mal was auf dem Nighter noch los ist! Wenn ich allerdings ehrlich bin, bin ich super müde und irgendwie total platt und positiv angetrunken! Ich glaub ich such mal meine Dortmunder Reisegruppe und dann plädier ich fürs nach Hause fahren! Schade, dass alles hier so schnell vorbei ist. Ich freu mich schon wahnsinnig aufs nächste Jahr und hoffe alle anderen haben jetzt noch ordentlich Spaß mit dem Kaiser. Wie siehts bei dir aus? Bist du noch in Feierlaune?

VolxsturmOh, ja! Jetzt geht’s doch erst richtig los und du willst schon weg? Nee, nee! Nachdem der komplette Merch-Stand im Auto verstaut ist, gehe ich erst mal auf die Aftershowparty. Wieder eher traurig, was hier los ist. Natürlich beweisen die Gumbles und auch The Sensitives ihre Feierfestigkeit und natürlich sind auch die Rudeboys Dortmund noch am Start. Des Kaisers neuer Jens sorgt für perfekte Untermalung der Feierei. Und so wird fleißig getanzt, gesungen und gelacht, äh und natürlich auch getrunken. Zwischendurch schaue ich mal im Büro vorbei. Dort wird gerade ein ganzer Schinken am Knochen fachmännisch von Volxturms Tost zerlegt und an die Umstehenden verteilt. Den Schinken haben Volxturm auch mitgebracht. Sehr lecker! Gut das Tost schneller schneidet als alle anderen Essen wollen: Im Notfall immer zu mir, Danke! So langsam fehlt mir jegliches Gespür für die Zeit. Ich bin auf jeden Fall noch mal zurück zum Nighter bis dieser endgültig beendet wird. Es gestaltet sich allerdings recht schwierig Leute rauszuschmeißen neben denen man geraden noch getrunken und getanzt hat. Das klappt aber auch irgendwann und wir können die Turbinenhalle endgültig für dieses Jahr abschließen… Ähm, nein, das macht jemand anderes. Im Hotel trinken wir noch ein Bier in Mikes Zimmer, sind dann aber doch irgendwann zu platt und gehen ins Bett…

Alle Fotos dieses Berichtes wurden von Tim geknippst (www.knipsmack.de) und uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt

 

 

SON OF A BASTARD**THE RIDE 2014**VORBERICHT**(19.01.2014)

 

Kölle Alaaf und Düsseldorf Helau. Die Jecken sind los! Du brichst bei diesen Aussagen nicht in helle Begeisterung aus? Du hast keine Lust mit Cowboy und Indianer das Tanzbein zu schwingen? Dann kann ich dir ein lohnenswerten Alternativprogramm vorstellen.

 

Flyer_neuZum siebten Mal laden Sunny Bastard am 27. und 28. 02. 2014 zu ihrem Festival, Son of a Bastard – the Ride, in der Turbinenhalle in Oberhausen ein. Wie auch in den Jahren zuvor, verspricht es ein berauschendes Wochenende inklusive Pogo, Bier und guter Live- Musik zu werden. Das Familientreffen der etwas anderen Art.

 

Wenn man sich das grandiose Line up ansieht, kann man sicher sein, dass wieder viele Menschen den Weg ins wunderbare Ruhrgebiet finden werden.

 

 

Womit wir auch schon bei den diesjährigen Bands wären.

 

Premiere für OHL, sie spielen dieses Jahr das erste Mal beim Son of a Bastard.

 

Ganz im Gegensatz zu den Gumbles und Emscherkurve 77, die Bands sind schon alte Hasen wenn es um Auftritte bei diesem Festival geht und sind auch dieses Jahr wieder dabei.

 

 

Ich bzw.wir freuen uns schon sehr auf die Show. Es ist das erste Konzert nach unserer Live Pause. Diese haben wir ja gemacht,weil wir unser neues Album geschrieben und aufgenommen haben. Von daher sind wir wieder heiß auf Konzerte. Davon ab freuen wir uns darauf neues Material zu präsentieren. Und dann noch auf dem Label Festival mit all unseren Freunden. Was will man mehr???“ berichtet Marcel von Emscherkurve 77.

Nachdem Brigade S. seit dem 8.11.2013 ne neue Platte am Start haben, werden wir von den Jungs aus Wanne- Eickel wohl ein paar neue Songs auf die Ohren bekommen.

Die Band freut sich ebenfalls aufs Festival, Christian bringt das Ganze wie folgt auf den Punkt:

BrigadeDas Sunny Bastards Festival ist schon etwas Besonderes im Vergleich zu vielen anderen Großveranstaltungen. Zum einen liegt die Veranstaltung für uns ja quasi direkt umme Ecke vor der Haustür und ist wahrscheinlich das Größte seiner Art hier in der Region für den etwas dreckigeren, rauhen Streetpunk, den wir ja auch zum Besten geben – oder es zumindest versuchen ….
Zum anderen ist die Stimmung unter den Bands und im Publikum schon fast familiär zu nennen … für uns als auftretende Kombo ist es hinter der Bühne mitunter eine Art Klassentreffen, weil wir ja teilweise mit den Bands auch schon seit Jahren befreundet sind und natürlich auch vor der Bühne, weil wir uns die meisten Sachen ja auch selber anschauen wollen und mitbekommen, was da für ein Sammelsurium an Leuten von überall her anreist… das ist ganz entspannt miteinander verwoben.Stimmungsmässig fühle ich mich eher an die 90er Jahre erinnert – alles ist etwas bodenständiger, näher und geht ohne Allüren ab.Preislich ist das auch eine faire Sache, weil man ja mittlerweile die einzelnen Bands kaum noch für unter 10 € zu Gesicht bekommt und das Gesamtpaket auf jeden Fall in Ordnung geht.“

Aus Holland angereist kommen zum Einen Dutch Ska Express, bei deren Auftritt es eine kleine Sensation geben wird…es ist die allerletzte Chance Mr Review zu sehn! Auch wenn Mr. Review sich aufgelöst haben wird beim Dutch Ska Express -Auftritt, Rude Visser als Special Guest auftreten und mit seinen alten Bandkollegen letztmalig ein 6 Song-Set als Bonus spielen! Zum Anderen, treten Evil Conduct wieder auf. Neben der guten Musik von Evil Conduct lohnt es sich schon allein aufgrund von Han’s unverwechselbaren Grimassen, sich diesen Auftritt nicht entgehen zu lassen.

H&HHounds and Harlots haben wohl die weiteste Anreise. Die drei sympathischen Jungs fliegen über den großen Teich und freuen sich schon total auf ihren Auftritt, ein Jahr nachdem sie das erste Mal in Deutschland gespielt haben. Bryan teilte mir mit:

 Wir freuen uns nicht nur darüber, dass wir auf dem Festival spielen können sondern ganz besonders darüber, dass wir die Bühne mit tollen Bands teilen können. Wir freuen uns darauf viele Leute zu treffen. Außerdem sind ne Menge der Bands, die wir da treffen werden, ja ebenfalls auf unserem neuen Label Sunny Bastard.“


4 Promille haben ebenfalls gute Erinnerungen an das Festival in den letzten Jahren und freuen sich auch dieses Mal wieder dabei zu sein.

Dann, aus Berlin, erwartet uns drei Knaller….

E.BoysNe Release Show von Eastside Boys, deren neue Scheibe das erste Mal an diesem Wochenende aufm Son of a Bastard verkauft werden wird und meiner Meinung nach einer der absoluten Highlights dieses Jahr….Toxpack. Toxpack arbeiten momentan an einem neuen Album und ich bin mir sicher, wir können uns auf einige neue Kracher gefasst machen. Last but not least….ebenfalls noch dazugekommen: Berserker.

Moin, Moin heißt es aus Hamburg, Volxsturm geben sich die Ehre. Außerdem an Bord werden The Sensetives, Rogers, Gimp Fist, Vogelfrei und Control sein.

Wie man sieht, haben sich Sunny und Christian wieder richtig Mühe gegeben uns die Gelegenheit zu bieten, grandiose Bands live zu erleben.

Ein weiteres Highlight wird sein, dass Tim Hackemack, im Rahmen des “Son of a Bastard – The Ride 2014“ Konzertfotos, Porträts und alles was dazu passt, ausstellen wird. Eine super Gelegenheit sich die dynamischen Werke anzusehen.

Tim freut sich bereits auf das Festival:

Das SOB ist für mich immer sehr familiär, auch besonders wegen Sunny und Chris, die halt mit viel Herzblut dran arbeiten. Ich freue mich natürlich darauf neue Fotos präsentieren zu können und viele geile Bands zu sehen. Außerdem ist das einer der Anlässe an dem ich mal schön einen trinken gehen und dann ausschlafen kann, wenn ich nicht gerade Bands um 10 Uhr vom Flughafen Düsseldorf abhole, haha.“

Damit noch nicht genug, solltest du Lust auf neue Farbe unter der Haut haben, gibt es wieder die Möglichkeit , sich direkt vor Ort stechen zu lassen. Katja vom Studio FBI aus Oberhausen, ist wieder am Start. Kleiner Tipp nebenbei: am Besten schon vorher einen Termin ausmachen, damit du hinterher nicht enttäuscht feststellen musst, dass kein Termin mehr frei ist.

Im Vorraum, vor der Halle in der die Auftritte stattfinden, gibt’s wieder Merch, neue CDs, DVDs oder Platten en masse zu ergattern. Natürlich gibt es da auch wieder die Möglichkeit den Son of a Bastard Sampler für kleines Geld zu erwerben.

In diesem Zusammenhang eine kleine, aber wichtige Info am Rande, am Einlass gibts jetzt einen Wärmeschutz-Bereich, damit in der Zwischenhalle mit Merch und Co es diesmal warm ist.

Die Security ist entspannt und das Bier wird nicht irgendwann ausverkauft sein, versprochen. ;)

4PNatürlich werdet ihr nach der Live-Musik nicht direkt rausgeschmissen, am Samstag gibt’s n Ska, Reggea und Soul Niter, mit DJ Emperior als Special Guest. Natürlich wie immer, open end.

 

 

Das Festival wird wie immer über zwei Tage gehen. Ihr könnt also wählen, ob ich nur Freitags kommen wollt, dann kostet es schlappe 18 € oder nur Samstags, dann seid ihr mit 24€ dabei. Die Alternative zu den Einzeltickets ist das Kombiticket für beide Tage. Mit insgesamt 36 € für 19 Bands, handelt es sich um einen absolut fairen Preis. Der Vorverkauf hat bereits begonnen und als kleine Überraschung gibt es zu jedem Wochenendticket, ein kleines Gimmick.

Übrigens bekommt ihr dieses Jahr das Wochenendticket erstmalig als Hardcoverticket, damit ihr eine weitere schöne Erinnerung habt.

In diesem Sinne, wir zählen die Tage bis zum Öffnen der Türen und freuen uns auf euch! Hoch die Gläser, wir sehen uns auf dem Festival!

MIRA

 

IMPERIAL STATE ELECTRIC, DREGEN / Berlin – Magnet (09.12.2013) / 12.02.2013)

Als ich die Ankündigung für die Tour las, machte ich vor Freude fast einen Salto. Nicke Andersson und Dregen endlich wieder vereint! Okay, nicht in einer Band, aber auf einer Tour, immerhin. Natürlich machte ich mir im Vorfeld des Konzerts meine Gedanken und in Hirngespinsten sah ich die beiden auf der Bühne zusammen alte Klassiker spielen. Je näher der Termin rückte, umso mehr alte Skandinavien-Rock-Platten fanden den Weg auf den Plattenteller. Meine Vorfreude und auch meine Erwartungen an den Abend waren riesig. Doch das birgt natürlich immer die Gefahr, dass man enttäuscht wird. Wie dem auch sei, an diesem verregneten Montagmorgen machte ich mich auf den Weg ins Magnet. An gleicher Stelle hatte ich IMPERIAL STATE ELECTRIC bereits vor ein paar Jahren gesehen. Damals zusammen mit BLOODLIGHTS und es war ein großartiger Abend. Die Größe des Clubs ist ideal für so ein Konzert, denn man kann sich noch bewegen, aber bekommt die volle Packung eines familiären Miteinanders. Als ich eintraf, war der Konzertraum allerdings fast völlig leer und ich zweifelte schon an den Berlinern. Zugegeben, sich an einem Montag rauszuquälen kann schon schwer fallen, aber für diese Band würde ich fast alles in Kauf nehmen. Doch glücklicherweise stellte sich dann raus, dass die Herrschaften der Turbojugend und Co. sich im Raucherraum aufhielten. Zu späterer Stunde wurde diese Trennung dann nicht mehr ganz so ernst genommen. Mit einer kühlen Flasche in der Hand positionierte ich mich dann vor der Bühne und wartete auf die Dinge die da kommen sollten.
Gegen 21:00 Uhr ging das Licht aus und unter begeistertem Applaus betrat DREGEN mit seiner Band die Bühne. Mann soll es kaum glauben, aber ich habe ihn bisher nur ein einziges Mal live gesehen mit seiner eigentlichen Band, den BACKYARD BABIES. Damals spielten sie im Vorprogramm von AC/DC. Diesmal fiel die Location zwar „etwas“ kleiner aus, aber DREGEN ließ von der ersten Sekunde an keinen Zweifel aufkommen. Hier wird geklotzt, nicht gekleckert! Wie ein Duracell Hase auf Starkstrom rannte und hüpfte er durch die Gegend. Die Gitarre wurde gekonnt durch die Luft geschleudert. Das Posing hat er vielleicht nicht erfunden, aber er beherrscht es definitiv. Die alte Rockschule eben. Der perfekte Entertainer! Die ersten Songs zockte die Band super runter und auch wenn mich die Tracks auf dem Album nicht unbedingt vom Hocker gerissen hatten, live und mit ordentlich Druck kamen sie schon ganz gut. Natürlich durften auch Songs aus seinem bisherigen Schaffen nicht fehlen. Als die ersten Töne von „Star War“ erklangen streckte sich so manche Faust in die Höhe und der erste Stimmungshöhepunkt war erreicht. Danach folgten allerdings eine Reihe von eher schleppenden Songs und die Band, im speziellen DREGEN, verloren sich in endlosen Solos. Was beim ersten oder auch beim zweiten Mal noch unterhaltend ist, wird allerdings auch beim besten Gitarristen irgendwann langweilig. Die Stimmung sank dementsprechend, obwohl einige tapfere Recken ihrem Idol die Treue hielten. Mich konnte er damit an diesem Abend jedoch nicht überzeugen. Anstatt ewigem Rumgeklimper hätte ich mir eine flüssigere Setlist mit dem ein oder anderen Stück aus der Vergangenheit gewünscht. Da es sich um Co-Headliner Tour handelte hatte DREGEN mit seinen Mitstreitern dementsprechend über eine Stunde Zeit für ihr Programm. Gegen Ende wurde es für mich daher echt zäh und ich sehnte mir IMPERIAL STATE ELECTRIC herbei.
Meine Wünsche sollten dann nach einer kurzen Umbaupause auch erfüllt werden. Die Schweden betraten die Bühne und waren sofort präsent. Sie rissen sämtliche Anwesende augenblicklich mit, denn Nicke und Co. verstehen ihr Handwerk in Sachen Posing genauso gut wie ihr Kumpel vor ihnen. Sie wissen auch, was sie ihren Fans schuldig sind und so rockten sie ein Set, das gespickt war mit Hits der ersten beiden Alben und auch ein paar klasse Nummern vom aktuellen Longplayer „Reptile Brain Music“. Dankend feierte das Publikum jeden Song ab. Folglich waren auch IMPERIAL STATE ELECTRIC bestens gelaunt und kamen aus dem Grinsen gar nicht mehr raus. Im Vergleich zu den ersten Konzerten der Band fiel auf, dass sie mittlerweile immer mehr zu einer Einheit zusammengewachsen sind. Hieß es am Anfang von vielen Seiten noch Nicke mit seiner neuen Band, so muss das spätestens jetzt aufgehoben werden. Die vier Jungs sind perfekt eingespielt und verstehen sich auf der Bühne blind. Es macht einfach Spass ihnen bei der „Arbeit“ zuzuschauen. Der eigentliche Höhepunkt des Abends sollte aber noch kommen. Wie es sich wahrscheinlich alle erhofft hatten, kam nach dem regulären Ende noch DREGEN mit auf die Bühne, um gemeinsam „Throwing Stones“ zum Besten zu geben. Die letzte Nummer des Abends war dann aber ein HELLACOPTERS Klassiker und was für einer – „(Gotta Get Some Action) Now!“ An diesem Punkt gab es kein Halten mehr und der gesamte Magnet Club schrie und sprang. Es kann so toll sein, in alten Erinnerungen zu schwelgen und vielleicht kommen ja auch Nicke und Dregen wieder auf den Geschmack!? Mit einem fetten Grinsen im Gesicht machte ich mich anschließend auf den Heimweg und das Gitarrenintro von „Now!“ begleitete mich noch die nächsten Tage.  East Side Daniel

DIE SKEPTIKER, COR, MONKEY SUITE / Berlin – SO36 (19.10.2013)

 

Endlich wieder einmal DIE SKEPTIKER live sehen! Es war nämlich schon viel zu lange her, dass ich mir die alten Helden angeschaut habe. Außerdem haben sie gerade mit „Aufsteh’n“ eines der besten, wenn nicht sogar das beste Punkalbum des Jahres rausgebracht. Im SO36 war ich auch schon über zwei Wochen nicht mehr und ein paar Bekannte haben sich für den Abend auch angesagt. Obendrein hatten meine Süße und ich ein kinderfreies Wochenende. Mehr als genug Gründe also, sich an diesem Samstagabend auf den Weg nach Kreuzberg zu machen und mal wieder richtig zu feiern. Vorab hieß es gegenüber vom Kultladen im „Franken“ mit ein paar Kaltgetränken vorzuglühen und mehr oder weniger Sinnvolles vom Stapel zu lassen.

Als wir uns dann kurz nach neun aufgerafft hatten und das SO36 betraten, spielten MONKEY SUITE noch, was sich leider als wenig vorteilhaft herausstellte. Die Band stand so uninspiriert auf der Bühne und ihre Sängerin versprühte so viel Energie wie ein Faultier. Sorry, aber das war gar nix. Entweder sie hatten einen schlechten Tag, was ich mal hoffen will, oder sie sind bedauerlicher Weise immer so schlecht.

Danach stand für mich eine Premiere an, denn COR hatte ich bisher noch nie live gesehen. Beim diesjährigen „Resist To Exist“ hätte es eigentlich schon so weit sein sollen, aber damals kam den Jungs etwas dazwischen. Obwohl mir die Mucke auf Dauer zu heftig ist, haben sie in der Vergangenheit bei mir schon einige Pluspunkte sammeln können. Sei es mit ihrer „Cuba COR libre“-Aktion oder dem großartigen Video zu „Die Erlösung“, diese Jungs stehen auf der richtigen Seite und jammern nicht nur, sondern machen etwas für eine bessere Welt. Mit dieser positiven Grundstimmung war es zwar nicht sonderlich schwer, aber dennoch mussten sie mich erst einmal live überzeugen, was ihnen an diesem Abend mehr als gelang. Schon die Inszenierung bei Auftrittsbeginn fand ich super. Die Abschlussrede von Charlie Chaplins „Der große Diktator“ lief vom Band und die ist so zeitlos und klasse, die MUSS man einfach gehört haben. Wer den Film also immer noch nicht gesehen hat, ab in die Videothek oder im www gestöbert und schaut ihn euch an – es lohnt sich auf jeden Fall! Danach kamen Friedemann und Co. auf die Bühne des SO36 und legten alles in Schutt und Asche. Wie eine Dampfwalze überrollten sie den ausverkauften Club und fanden völlig berechtigt großen Zuspruch. Dass sie für eine Supportband relativ lange spielten, nahm ihnen daher keiner übel und als Anheizer waren sie hier einfach perfekt.

In der kurzen Umbaupause hieß es noch schnell ein Bierchen zischen und Kräfte sammeln für das Bevorstehende. Sichtlich gut gelaunt betraten Eugen und seine Mitstreiter die Bretter, die die Welt bedeuten und legten ein fulminantes Set hin. Eine großartige Mischung aus alten Hits wie „Strahlende Zukunft“, „Pierre und Luce“, „Sauerei“, „Titania“ und neuen Perlen wie „Wann oder wie“ und „Afrika“ schmetterten sie dem Publikum entgegen, so dass es nach kurzer Zeit kein Halten mehr gab. Als mir dann mein Mitstreiter – den ich all die Jahre noch nie im Pogomob gesehen hatte – Portemonnaie, Mütze und alle Wertgegenstände in die Hand drückte, wusste ich, dass wird ein denkwürdiger Abend. Ich konnte gar nicht so schnell schauen und weg war er, ab ins Pogogewitter. Diese einmalige Chance ließ ich mir natürlich nicht entgehen und so musste meine Frau als „Garderobe“ herhalten und alles sicher verwahren. Vor der Bühne angekommen ließen wir uns dann von der Menge treiben, feierten DIE SKEPTIKER ab und schunden unsere nicht mehr ganz so jungen Körper. Gänsehaut inklusive ist dann bei Songs wie zum Beispiel „Straßenkampf“ oder „Deutschland halt’s Maul“ angesagt. In solchen Momenten fühlt man sich, als ob man es mit der ganzen Welt aufnehmen und diesem scheiß Staat den Arsch bis ganz nach oben aufreißen könnte. Am Ende waren wir fix und fertig, aber überglücklich und DIE SKEPTIKER haben einmal mehr bewiesen, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören und einfach eine Macht sind!

East Side Daniel

THE BOYS LIVE IN BERLIN / 03.10.2013

THE BOYS & JUKE BOX PUSSY‘S / Berlin – SO36 / Ramones Museum (03.10.2013)

THE_BOYS_01 (Klein)Endlich kann ich den Tag der Übernahme der DDR auch mal gebührend feiern und zwar mit zwei richtig schicken Konzerten, von ein und derselben Band – THE BOYS. Es gibt wohl keine andere Band, die ich bisher in so vielen verschiedenen Varianten gesehen habe. Das erste Mal war in Oslo als THE LAST ROCK’N’ROLL BAND (inklusive einem kleinen YOBS Special), im Vorprogramm der TRASHCAN DARLINGS. Ein großartiger Abend, der mir noch lange in Erinnerung bleiben wird. Danach spielten sie in Berlin, als MATTLESS BOYS und legten eine ebenso fulminante Show hin. Mein erstes richtiges BOYS Konzert war dann in London zusammen mit den Norwegern von HARD LUCK STREET und ich war hin und weg. Die alten Herren mit ihren Sonnenbrillen rocken einfach jede Hütte und können sich vor genialen Melodien einfach nicht retten.

THE_BOYS_02 (Klein)Als es dann hieß, die BOYS machen auf ihrer Tour in Berlin halt und spielen gleich zwei Sets in der Hauptstadt, stellte sich mir die Frage gar nicht, ob ich hingehe. Also machte ich mich mit meinen Wegbegleitern zunächst auf ins Ramones Museum, welches ich jedem Punkrock interessierten Berlintouristen nur wärmstens ans Herz legen möchte. Ein wirklich tolles Museum mit einem netten kleinen Café dazu. In selbigem genehmigten wir uns zunächst ein paar alkoholische Getränke, um uns die Wartezeit bis zum Akustikset zu vertreiben. Eine halbe Stunde vor Showtime tauchten dann auch Casino Steel und Co. auf und der Laden füllte sich so langsam. Was die Jungs dann kurz nach sieben boten, war eine perfekte Einstimmung auf das anschließende Konzert im SO36. Ein Best-Of ihrer Hits und natürlich ein Ramones Cover gaben sie zum Besten und begeisterten alle Angereisten. Von geschätzten 6 bis 60 war hier jede Altersklasse vertreten und ich ärgerte mich nur, dass ich meine kleinen Quälgeister nicht mitgenommen habe. Ich hoffe sie werden es mir in 10 Jahren nicht vorhalten!

THE_BOYS_03 (Klein)Danach ging es weiter ins SO36 und bei unserer Ankunft war ich zunächst schockiert, denn kaum 5 Leute befanden sich im Kultladen. Zugegeben war der Preis etwas heftig, aber das letzte Headlinerkonzert der Engländer liegt nun schon ein ganz paar Jahre zurück, daher hätte ich mit mehr Resonanz gerechnet. Nur langsam füllte sich der Club und so spielte die Vorband JUKE BOX PUSSY’S vor gerademal einer Handvoll Zuschauer. Das war aber auch nur halb so schlimm, denn was die Band auf der Bühne ablieferte, war eine schlechte und langweilige Kopie der BONES. Da fehlte einfach Feuer unterm Hintern und speziell die Bassistin schaute so gelangweilt drein, dass ich fast eingeschlafen wäre. Die Songs waren teilweise gar nicht mal so schlecht, aber wie gesagt, etwas mehr Power wäre echt angebracht gewesen.

THE_BOYS_04 (Klein)Obwohl der Weg vom Ramones Museum zur Konzertlocation nicht allzu weit ist, erschien ein Teil der BOYS erst kurz vor Showbeginn, also als es auch schon Zeit für den Hauptakt des Abends war. Das SO36 hatte sich auch so langsam gefüllt, aber großer Andrang sieht anders aus! Schade eigentlich, denn Honest John Plain, Matt Dangerfield, Casino Steel und ihre Begleiter legten eine astreine Rock’n’Roll-Show mit Punkeinschlag hin. Von der ersten Sekunde an war das Publikum dabei und feierte jeden Hit der Band ab. Aus Gesprächen ließ sich erahnen, dass die Leute aus allen möglichen Ecken (u.a. Dänemark und Polen) angereist waren. Dementsprechend euphorisch war die Stimmung und auch die Band schien den Abend zu genießen. Was angesichts ihres Backkatalogs nicht schwierig ist, hauten sie eine Granate nach der anderen raus und wirkten dank ihrer Sonnenbrillen noch fast so jung wie vor 20 Jahren. Und THE BOYS wissen, was sie ihren Fans schuldig sind, sei es „Brickfield Nights“, „Terminal Love“ oder das grandiose „First Time“, sie spielten alles, was die Besucher hören wollten. Eine Hymne aus den letzten Jahren durfte natürlich auch nicht fehlen und jeder Anwesenden ging wohl am nächsten Tag mit den folgenden Zeilen im Kopf auf Arbeit: „I hate my fucking Job…“. Einfach klasse, was die Jungs ablieferten und die Stimmung war die gesamte Zeit auf dem Siedepunkt. Beim nächsten Mal wünsche ich mir nur eine ausverkaufte Hütte, denn wer hier nicht dabei war, hat wirklich was verpasst!
East Side Daniel