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Berlins neues Punkrock-Festival geht in die zweite Runde. Wieder hat man sich nicht lumpen lassen und ein paar richtige Größen der Szene in die Hauptstadt gekarrt. Wenn man an das Line-Up vom letzten Jahr denkt – NOFX, Descendents, Millencollin, Jingo De Lunch, etc. – hätte sich das Publikum aber auch nicht mit 08/15 Bands zufrieden gegeben. Also hat man kurzerhand eine der wichtigsten Hardcore/Punk-Bands der Neunziger reaktiviert und als Headliner hingestellt. Okay, REFUSED haben sich jetzt nicht extra fürs Monster Bash wiedervereint, aber für mich war es die erste Gelegenheit, die Schweden live zu erleben. Dazu später aber mehr.
Als ich gegen 17:30 Uhr auf dem Columbiagelände eintraf, spielten DRITTE WAHL bereits ihre ersten Songs. Da hieß es für mich, auf dem schnellsten Weg in die große Halle und meine Lieblings-„Deutschpunk“-Band anfeuern. Ich war positiv überrascht, wie voll die C-Halle war, um die Uhrzeit hätte es auch ganz anders kommen können. So feierten die Rostocker mit ihren Fans und überzeugten wieder auf ganzer Linie. Nach ein paar Liedern begab ich mich auf die oberen Ränge, um dieses Szenario auf mich wirken zu lassen. Es sah ganz schön beeindruckend aus, eine Band – die ich nun schon seit fast 20 Jahren begleite – in so einer großen Location zu sehen. Spätestens bei ihrer Hymne „Greif ein“ lief es mir eiskalt den Rücken runter, als alle im Saal die Zeile „weg mit dem Nazipack“ brüllten. Danach war erst einmal Umbaupause angesagt und das erste kühle Blonde lief mir die Kehle hinunter und erfrischte angenehm, bei diesen hohen Temperaturen.
Bei den folgenden ANTI-FLAG hielt es mich nicht das ganze Set in der Halle. Eine gute Show lieferten die Herren zwar ab, aber auf Dauer war es ein wenig eintönig. Das Schöne am MONSTER BASH ist, dass man diese Zeit gut überbrücken kann. Als erstes schaute ich am Signierstand vorbei und da saßen die drei Jungs von DRITTE WAHL und ihre Verstärkung (Keyboarder). Der erste Andrang am Stand schien nachgelassen zu haben und so quatschte man ein wenig über dies und das und über die Zukunft der Band – ich bin gespannt, ob sie alles so umsetzten können wie sie sich das vorstellen. Danach schlenderte ich an den zahlreichen Fressbuden vorbei, bei der eine leckerer als die andere roch. Der Blick in das Merchandisezelt eröffnete ein recht überschaubares Programm und so ging es wieder zurück in die Dunkelheit der Halle. Da fällt mir glatt ein Verbesserungsvorschlag fürs nächste Jahr ein, PLATTENSTÄNDE! Mal schauen, ob das umgesetzt wird. Zurück vor der Bühne enterten die Jungs von ZSK selbige und legten mit ihrem Skatepunk los. Ordentlich Druck haben die vier und dazu noch die guten Songs, da macht es einfach nur Spass zuzuschauen. Auch wenn man sie sich mit ihrer Reunion nicht ganz so viel Zeit gelassen haben wie die später auftretenden Schweden, so ist es doch schön zu sehen, dass eine Wiedervereinigung einer deutschen Band auch auf Interesse stoßen kann. Ehrlicherweise muss ich aber sagen, dass das Publikum bei DRITTE WAHL mehr abging, eine umgedreht Reinfolge bei der Running-Order hätte also Sinn gemacht. Trotzdem freute ich mich wie Bolle, dass ich ZSK endlich einmal live gesehen hatte. Auf die danach spielenden HOT WATER MUSIC freute ich mich ebenfalls, denn ich hatte aus verschiedenen Ecken nur Gutes über die Band gehört. Allerdings waren meine Erwartungen wohl ein wenig zu hoch gesteckt, denn so richtig überzeugen konnten sie mich nicht.
Lediglich die Stimme von Chuck ist unvergleichlich und sorgt für den Wiedererkennungswert.
Warum alle Welt HOT WATER MUSIC als Hardcore einordnet, konnte ich auch nicht wirklich nachvollziehen, denn was wirklich Hardcore ist, sollten die Headliner des Abends erst noch beweisen. Bevor jedoch REFUSED die Bretter erklommen, spielten sich LAGWAGON schnell und kompromisslos durch ihr Set. „LAGWAGON Putting Music In Its Place“ stand da in großen Lettern hinter der Band und das kann ich nur so unterschreiben. Auch wenn die Jungs optisch nicht so viel hergaben, musikalisch konnten sie mich überzeugen. Kurz vor der Geisterstunde hatten sich dann fast alle Anwesenden in der großen Halle versammelt, um dem ersten Gig der legendären REFUSED nach unendlich vielen Jahren zu lauschen. Die fünf Schweden legten mit einem ordentlichen Brett los und machten – wie es so schön heißt – keine Gefangenen. Mein Begleiter wollte eigentlich nach ein paar Songs gehen, da er REFUSED bisher nicht kannte, aber daraus wurde nichts. Staunend ließen wir dieses Musikgewitter über uns hereinbrechen und waren fasziniert, was man für einen Krach erzeugen kann. REFUSED haben eindrucksvoll bewiesen, warum sie zu Recht als legendär gelten und der unangefochtene Headliner des MONSTER BASH 2012 waren.
Auf dem Weg ins gemütliche Bett fiel mir auf, dass ich dem C-Club dieses Jahr gar keinen Besuch abgestattet hatte, obwohl dort auch interessante Bands spielten. Beim nächsten Mal kann ich das aber nachholen. Bin nämlich schon sehr gespannt, was das MONSTER BASH 2013 für Überraschungen bereithält! East Side Daniel
Wenn mir jemand vor zehn oder fünfzehn Jahren erzählt hätte, dass ich die BOYS mal in London in einem kleinen Club sehen werde und dass halb Norwegen sowie ein paar verrückte aus Deutschland auch anwesend sein würden, hätte ich ihm einen Vogel gezeigt. Noch utopischer war es für meinen Mitreisenden, der in der Zone aufgewachsen, sich so etwas nie zu träumen gewagt hätte. Aber alles der Reihe nach…
Als vor einigen Monaten der Gig der BOYS am 4. Februar 2012 in London im New Cross Inn feststand, wurden wir schon hellhörig. Als dann noch HARD LUCK STREET als Support bestätigten, gab es kein Halten mehr und flux wurde das Internet nach günstigen Flügen durchsucht. Nachdem wir fündig wurden hieß es noch eine bezahlbare Unterkunft zu finden, was mit dem New Cross Inn Hostel, direkt über dem Club, auch auf Anhieb gelang. Also stand unserem Kurztrip in die britische Hauptstadt nichts mehr im Weg. Die Vorfreude stieg mit dem Jahreswechsel und dem immer näher rückenden Termin ins Unermessliche. An diesem arschkalten (-16 °C) Samstagmorgen machten wir uns dann auf den Weg nach Berlin zum Flughafen, um ins nicht ganze so unterkühlte London zu fliegen. Dort angekommen ging es mit dem Bus in die City, um den ersten Abschnitt der Reise – das Hardcore-Sightseeing – zu absolvieren. Den Anfang machte der Buckingham Palace, doch die Queen muss meine E-Mail überlesen haben, sodass wir dieses Bauwerk lediglich von außen betrachten durften, nicht aber zum Tee eingeladen waren – was soll’s, Schwamm drüber.
Durch einen Park, mit merkwürdigen zutraulichen grauen Eichhörnchen, bahnten wir uns unseren Weg zum Big Ben, dem House of Parliament, vorbei am Londen Eye, hin zur Tower Bridge. Davon abgesehen, dass London eine – auch im Vergleich zu Berlin – sehr dreckige Stadt ist, hatten wir einen mehr als lohnenswerten Nachmittag. Die kurze Verschnaufpause in einem Café hatten wir uns somit redlich verdient. Dann folgte die erste große Herausforderung: die öffentlichen Verkehrsmittel! Erste Hürde war schon mal das Auffinden einer U- oder S-Bahnstation. Als das geschafft war, kauften wir uns Tickets und wurden zu einem Servicemitarbeiter geschickt, der uns weiterhelfen sollte. Dieser nette Herr schickte und dann auf den Bahnsteig 9. Dort angekommen, fuhren aber keine Züge, woraufhin uns ein weiterer Mitarbeiter wieder aus der Station hinaus zur Bushaltestelle schickte, um den Ersatzverkehr zu nutzen. Dieser fuhr dann auch tatsächlich zur New Cross Inn Station, wo wir völlig erschöpft gegen 18:00 Uhr eintrafen.
Schnell die Sachen ins Hostel geschafft und ab in den Club. Dort wartete schon Strange? Gentle (Ex-Trashcan Darlings), der Sänger von HARD LUCK STREET auf uns. Die Begrüßung war herzlich und die ersten Biere flossen während des Soundchecks der BOYS. Mit einem umherstreifenden Blick entdeckte man auf Anhieb eine Horde Norweger, in dessen Mitte sich die Bandmitglieder von HLS und kein geringerer als Ronny Pøbel tummelten. Wer Ronny Pøbel bisher noch nicht kennt, sollte dies schleunigst nachholen, denn dieser Typ ist eine wahre Bombe. Er strotzt nur so vor Energie und ein Konzert von ihm muss einem wie eine Urgewalt vorkommen. Mal schauen, wann es dieser „Freak“ nach Deutschland schafft und hiesige Clubs in Schutt und Asche legt. Neben ein paar Vertrauten Gesichtern aus dem hohen Norden, wurde uns noch ein BOYS-Fan aus Leipzig vorgestellt und wir trafen einen alten Bekannten aus Darlings-Tour-Tagen. Im Gespräch erfuhren wir, dass er jetzt in London lebt und seine Zelte in Hagen in Deutschland abgebrochen hat. So klein ist halt die Welt! Gegen 20:00 Uhr legten dann THE PAPERJETS los und unterhielten den sich langsam füllenden Club mit Punkrock der Marke Green Day. Anschließend spielten THE GRISWALDS ihren rauen 77er-Punk, der seeehr stark nach den Ramones klang. Obwohl die zweite Band schon etwas besser war, konnten beide nicht wirklich überzeugen. Die folgenden HARD LUCK STREET machten ihre Sache dafür aber mehr als spitze.
Es war so schön, nach alle den Jahren der Abstinenz, endlich wieder die Stimme von Strange? Gentle zu hören. Auch wenn die Mucke nicht viel mit den der Trashcan Darlings gemein hat, konnten die fünf Osloer mich von der ersten bis zur letzten Sekunde mitreißen. Der mitgereiste norwegische Fanblock tat noch sein Übriges zur Stimmung und so wurden HLS zu Recht ordentlich abgefeiert. Und dann war es endlich soweit, mein erstes BOYS Konzert. Ich hatte ein paar der Jungs schon als Mattless Boys und als Last Rock’n’Roll Band gesehen, doch noch nie als BOYS. Es war ein grandioses Konzert, die Stimmung kochte, die Songs waren erste Sahne und der Club war voll. In einem kurzen Moment der Besinnlichkeit stand ich am Rand der Bühne und sah am tobenden Publikum und der Band vorbei in die kalte verschneite Londoner Nacht. Um es mit den Worten von Dritte Wahl zu sagen: „Das sind die Moment, wo ich, wenn ich es könnte, mir wünschen würde, dass sie nie vergehn!“ Die BOYS machten an diesem Abend alles richtig, die spielten ihre Hits, hatten sichtlich Spass auf der Bühne und zogen so alle Anwesenden in ihren Bann. Nach einem Absackerbierchen ging es dann hinauf ins Hostel und K.O., aber überglücklich, holten wir uns unseren verdienten Schlaf.
Der Sonntagmorgen begann mit einem schrecklichen Frühstück und dem bekannten Chaos mit den Öffentlichen – Züge die nicht fuhren, Busstationen die geschlossen waren etc. Das hinderte uns jedoch nicht daran, das am Vortag begonnene Kulturprogramm fortzusetzen. Der Besuch im Tate Modern entpuppte sich als wahre Fundgrube. Neben Gemälden von Roy Lichtenstein, Pablo Picasso und Andy Warhol konnten wir eine Installation des chinesischen Künstlers Ai Weiwei bewundern. Damit wir aber keinen kulturellen Schock bekommen hieß es die verbleibende Zeit bis zum Rückflug mit dem Stöbern nach Platten zu verbringen, was sich auch mehr als lohnte. Auf dem Weg zu einem Record Store fanden wir dann noch einen Handtaschenladen mit dem schönen Namen „Oi!“, was uns in erhebliche Heiterkeit versetzte. Dank des Kältechaos verspätete sich unser Flieger am Abend etwas und gegen 22:00 Uhr kamen wir wieder im viel zu kalten Deutschland an, mit der Gewissheit, London sieht uns wieder.
East Side Daniel
mit MOLOTOW SODA, FAHNENFLUCHT, KOTZREIZ, AUF BEWÄHRUNG
Nachdem ich den neuen AGGROPUNK Sampler an dieser Stelle schon ordentlich abgefeiert habe und nach einem mehr als sympathischen Labelchef Matze im Interview, war es eigentlich die logische Konsequenz, dass ich der ersten AGGROPUNK FESTIVAL TOUR einen Besuch abstattete. Pünktlich zum 1. Dezember öffnete sich angesichts des großartigen Line-Ups für mich die erste Tür am Adventskalender. Als ich an jenem Abend im SO36 ankam, hielt sich der Andrang an Leuten allerdings in Grenzen, was ich nicht wirklich nachvollziehen konnte. Aber ich ließ mich nicht beirren und trat ein um mir eine ordentliche Packung Deutschpunk abzuholen. Auch zu späterer Stunde füllte sich der Club nur mäßig und ich bin von Berlin echt enttäuscht! Welche Bands sollen denn noch zusammen auf Tour gehen, damit die Leute ihren Arsch hoch bekommen? Als erstes spielten AUF BEWÄHRUNG aus dem Norden dieser schönen Republik. Bisher hatte ich die Jungs gar nicht auf´m Zettel und kannte sie lediglich vom oben erwähnten Sampler. Was ich dann geboten bekam überzeugte mich aber allemal – guter, moderner Deutschpunk mit vielerlei Anleihen von Klassikern wie Slime oder Toxoplasma. Einzig die Präsenz auf der Bühne war etwas dürftig. Die Musik klingt aggressiv, aber die vier wollen einfach nicht böse aussehen und geben so einen schönen Kontrast. Aber die Jungs haben ordentlich Potential und waren somit zu recht in Berlin mit dabei. Das ganze Gegenteil – in Bezug auf die Bühnenpräsenz – bilden da die nachfolgenden KOTZREIZ aus Berlin. Diese Jungs sehen auch so aus, wie sie klingen – abgefuckt! Ich hatte die Band in den letzten Monaten gefühlte 20 Mal gesehen, aber ich muss sagen, sie werden immer besser. Die Songs sind sowieso großartig, aber auch die Spielchen mit dem Publikum kommen echt gut, wirken auflockernd und unterhaltend. Der neue Hit „Punk bleibt Punk“ wurde natürlich auch zum Besten gegeben. Würde sich doch eigentlich gut für eine Vinyl-Single-Veröffentlichung eignen, oder!? Wenn das neue Album nur halb so gut wird, wie dieser Song, dann ist alles in Ordnung. Ich jedenfalls freu mich auf die neue Scheibe! Danach prügelten sich FAHNENFLUCHT durch ihr Set. Die Jungs haben genau wie KOTZREIZ mit ihrem Album bewiesen, dass sie es mehr als drauf haben. Daher war es auch ein leichtes mit einer Mischung aus alten und neuen Songs die Anwesenden zum Tanzen zu bewegen. Da ich ihren diesjährigen Auftritt beim Resist To Exist Festival aufgrund meines recht hohen Alkoholspiegels sehr verschwommen in Erinnerung habe, war ich froh noch einmal die Chance zu bekommen. Diesmal war ich nüchterner und konnte FAHNENFLUCHT richtig abfeiern. Mit ihrem Punk-Medley hatten sie mich dann endgültig auf ihrer Seite. Der eigentliche Höhepunkt folgte aber noch mit MOLOTOW SODA. Etwas Angst hatte ich schon, da die Jungs nicht so oft live spielen und auch nichts Neues am Start haben, hätte es auch leicht peinlich werden können. Das war aber keineswegs der Fall. Tommy und Co. haben es immer noch drauf. Mein letztes Liveerlebnis liegt nun schon über 11 Jahre zurück (damals in Dresden auf einem Festival mit Angelic Upstarts) und ich wollte endlich mal wieder die Hits der Bonner Jungs hören. Damit geizten sie an diesem Abend auf keinen Fall. Gleich als zweite Nummer kam „1000 Lügen“, wohl einer ihrer bekanntesten Songs. Es ging dann aber Schlag auf Schlag „Ich brech aus“, „Meine Mutti ist ein Hool“, „Maßlos“ usw. Sie alle aufzuzählen hab ich jetzt keine Lust. Entweder ihr kennt sie oder ihr habt was verpasst! Mir stellte sich allerdings noch die Frage, warum MOLOTOW SODA auf der AGGROPUNK Tour spielten. Sie sind weder mit einer Veröffentlichung auf dem Label vertreten, noch sind sie auf einem der Sampler?! Laut Homepage arbeiten die Jungs an neuen Aufnahmen und haben noch kein Label. Da bin ich aber mal gespannt! Bleibt zu hoffen, dass das nächste MOLOTOW SODA Konzert nicht wieder so lange auf sich warten lässt! East Side Daniel
PRESSEINFORMATION
OI! PUNKROCK GERMANY
facebook.com/oipunkrockgermany
beinhaltet:
Information rund ums Thema Oi! & Punkrock
Links zu Fanzines, Shop’s, Label, Festivals…
gliedert sich wie folgt:
Pinnwand: Musikbeiträge momentan ca. 500
Information: Wissenswertes reichhaltig
Tracklist: Alphabetisch geordnet
Die Wahrhaftigkeit ist die größte List.
Georg Christoph Lichtenberg
BESCHREIBUNG
Beweggründe der Betreiber diese Seite auf die Menschheit loszulassen.
Auf die Idee die Seite zu erstellen kam ich Anfang September diesen Jahres.
Wohl einer der ausschlaggebenden Gründe dafür war das sich bei meinen Recherchen, im ach so umfangreichen und alles an Information beherbergenden Internetnetzes, zum Thema „oi punk“ nirgendwo eine umfangreiche Informationssammlung finden ließ! Sicher fand sich hier und da auch einiges interessantes sowie unzählige sogenannter Threads zum Thema die aber für meinen Geschmack alle sehr fade daher kamen und die teilweise in den üblichen niveaulosen Debatten endeten! Auch wurde ich zunehmend verärgerter darüber das mehr und mehr Seiten im Wahnsinn auftauchten die der unseren Bewegung nicht gerecht wurden ja teilweise sogar wissentlich realitätsferne Sachverhalte ja sogar wissentlich Lügen verbreiteten!
Die absolute Krönung dessen ist Zweifels ohne eine hier nicht näher benannte Plattform die alles und jeden an den Pranger stellt wobei man ungeachtet dessen was man munter anprangert, um genau zu sein wirft man dort einfach pauschal nach und nach jedem Rechtsoffenheit vor, nebenher bewirbt man dort jedoch fröhlich regelmäßig alle anstehenden Rechtsrockkonzerte weit über die Landesgrenzen hinaus mit präzisen Termin/Orts-angaben, Line-Ups und bunten Werbeflyern wer ist da nun bitte Rechtsoffen/er?
“Man schlag dem ganzen Lumpenpack das Maul mit einem Hammer kurz und klein!” Klaus Kinski
Da ich dies keinesfalls, womit ich offensichtlich nicht alleine dastand, weiter so hinnehmen wollte zog ich mich in mein stilles Kämmerlein zurück und begann zu grübeln wie dem wohl Abhilfe zu schaffen wäre! nach längeren Überlegungen und des in Betracht ziehen verschiedenster Möglichkeiten entschloss ich mich zu dem Schritt ein öffentlich zugängliches Profil in einem sozialen Netzwerk zu kreieren. Auch schöpfte ich hierbei aus bereits gemachten Erfahrungen die ja beinah ein jeder von uns heute hat in diesen bekannteren Netzwerken auch hatte ich bereits für Bands des Genres bereits solche Internetpräsentationen zusammengeschustert was mir nun zu Gute kam.
Also überlegte ich mir ein Konzept welches definitiv die Musik im Vordergrund stehen lassen sollte jedoch nahm ich mir auch von Anfang an vor den Fokus auf Informationen rund um die Bewegung zu richten nun startete am 15.09.2011 das Projekt Oi! Punkrock Germany welches sich ab diesem Zeitpunkt nun den illustren Fans des bunten Genres darbot. Guten Mutes und vom Eifer gepackt ging es also los…die ersten Musikbeiträge waren fix gepostet, der Informationsbereich füllte sich ansehnlich, nicht jedoch sollte der Humor auch zu kurz kommen was denk ich bei näherer Betrachtung ganz gut gelungen ist.
KUNTERBUNTKARIERT GEGEN EINFARBIGE MATTE DEVIANZ
Bald schon fanden sich die ersten begeisterten Nutzer ein die natürlich geschickt akquiriert waren und von nun an war „Oi! Punkrock Germany“ nicht mehr zu stoppen und verbreitete sich in Windeseile im Internetz auch kann man wohl getrost behaupten das es sich bei dieser Internetpräsentation zu der zum umfangreichsten mutierten Informationssammlung in diesem Genre handelt die sicher hierzulande ihres gleichen sucht.
Schnell wurde klar das hier Verstärkung gebraucht wird also bot ich meinem heutigen Komplicen die Möglichkeit bei der Einstellung von Musikbeiträgen mitzuwirken was dieser begeistert annahm und welches sich als sehr wertvoll erwies da auch der Komplice, den selben Musikgeschmack teilte und darüber hinaus vom zu vorgenannten beste Kenntnisse besaß und die ganze Sache somit enorm bereicherte sowie erleichterte!
Nun schon waren wir zu zweit, was auch für die Zukunft vorerst so bleiben soll, da also wären Lars(34) aus Dortmund & Lars(36) aus München sozusagen von nun an der „Sozial Networkingclass“ zugehörig, was uns auch zu der Entscheidung kommen ließ uns keinesfalls festzulegen wann Musikbeiträge veröffentlicht werden dies geschieht nach gut dünken unsererseits dann und wann, wenn eben die Zeit dies zulässt! Auch möchte ich hier klarstellen das keiner von beiden erst seit gestern dieser Bewegung als Fan beiwohnt, und wie so viele in dieser stets trendiger werden Bewegung herumirren, nein ein jeder von uns beiden ist seit guten 20 Jahren selbiger anhängig! Des Weiteren ist niemand von uns irgendeiner Partei, einer Band oder sonsteiner Organisation zugehörig! Wie wir alle wissen und mitbekommen ist die von uns gelebte und geliebte Bewegung seit vielen Jahren Mode geworden und wächst in rasanten Tempo zu ungeahnten Ausmaßen an, sprich massig Konzerte die niemand mehr alle beehren geschweige denn noch überschauen kann, Festivals die sich zu Megaevents entwickeln, ja ganze Parallelkulturen haben sich bereits aus ihr heraus entwickelt. Sicher kein schöner Zustand, aber nun leider auch nicht mehr mit leichtigkeit zu ändern denke ich!
Top5 Bands Lars (München) Top 5 Bands Lars (Dortmund)
Toxpack Daily Terror
Bierpatrioten Oxo86
Daily Terror Schusterjungs
KrawallBrüder Pöbel & Gesocks
Stomper98 Roimungstrupp
Top Newcommer Top Newcommer
Halbstarke Jungs Dörpms
BEWEGUNGSANALYSEVERSUCHSANSATZ
Die Oi! Punkrock Bewegung versteht sich als Protestbewegung gegenüber der bürgerlichen Gesellschaft
Ein ganz großes Problem der Neider und nicht freundlich gesinnten scheint jedoch der für mich nicht existente Begriff “unpolitisch” zu sein. Warum nicht existent? Fragt sich nun sicher der eine oder andere und würde wohl am liebsten heiße Diskussionen lostreten wollen, aber Froinde, mal ganz ehrlich, wenn man mal genauer darüber nachdenkt wird ein jeder feststellen müssen, da bin ich mir ganz sicher sehr wohl ganz klare politische Ansichten haben wird zu verschiedenen Dingen die das Leben uns so bringt. Ja ich weiß schwieriges sensibles Thema was mich lang schon zum Nachdenken animiert.
Also ich bin persönlich der Meinung das unpolitisch eine Fehlinterpretation des Zustands unseres Lebensgefühls zu sein scheint sich aber zum Leidwesen der gesamten Bewegung über nun schon Generationen von Skins und Punkrockern verbreitet hat und tief im inneren der Materie verwurzelt ist, also ich fände es besser diesen Begriff zu entstauben und neu zu interpretieren ich denke das dieses gesamte Materium in dem wir uns bewegen, sprich Gruppierungen, Veranstaltungen eben alles was diese für uns so wundervolle Sache „Oi! Punk“ so ausmacht eben nicht unpolitisch daherkommt sondern treffender als frei von Politik verstanden werden sollte! Ganz sicher ein schwieriges Unterfangen eben wegen des Mangels an eigenständigen Denkprozessen in unserer ach so toleranten und vorbildlichen Gesellschafft!
Unser Fazit: unpolitisch gibt es nicht, Oi!Punkrock ist frei von Politik…was es denken wir ja auch punktgenau trifft!
Da ich nun schon einmal dabei bin mir hier sprichwörtlich das Maul zu verbrennen möchte ich nun auch nicht innehalten wollen und zum Leid einiger weniger Unbelehrbarer hier nun verkünden:
Antifaschismus ist eine Selbstverständlichkeit!
Da einige auch von der Bedeutung dieses Begriffes keine oder nur unzureichend Ahnung zu scheinen haben, hier nun die Definition dazu:
Antifaschismus bezeichnet die politische Ablehnung des Faschismus und möglicher Entwicklungen dorthin!
Die Musik ehemaliger und jetziger Bands der “Oi!-Punk”-Szene werden oft mit rechter Musik gleichgesetzt, doch diese Meinung fußt oft auf Missverständnisse.
Thomas Leinweber
„Sie [die Wahrheit] wird definiert als Eigenschaft der Aussagen,
mit dem widergespiegelten Sachverhalt übereinzustimmen.”
DANKSAGUNGEN & GRÜSSE
gehen an alle Aktivisten der Oi!Punkrock-Bewegung allen voran an die Fans!, Bands!, Fanzines!, Labels!, Veranstalter! halt an alle die dabei waren, die dabei sind und die dabei sein werden, macht weiter und lasst euch nicht beirren!!!
“eine Szene lebt von Leuten die sich auch arrangieren” (Textzeile Roimungstrupp)
In diesem Sinne ein fröhliches AHOi! an euch von uns Lars & Lars (“Oi! Punkrock Germany!”)
KONTAKTMÖGLICHKEIT FÜR JEDERMAN
Fressekontakt: oipunkrockgermany@googlemail.com
Webseite: http://www.facebook.com/oipunkrockgermany
Egulk Onne – Oi! Punkrock Germany – Dortmund den 26.11.2011
VOPO Records ist seit Jahrzehnten eine DER Anlaufstellen in Sachen Punk, Hardcore, Rock’n’Roll, etc. in Berlin. Einer der wenigen Läden, wo man immer noch Vinyl kaufen kann und eine nette Atmosphäre vorfindet. Nicht umsonst finden sich ebendort Leute wie die Beatsteaks für Autogrammstunden ein. Dieses Jahr feiert Vossi und sein VOPO Laden 20-jähriges Bestehen und da haben sie sich natürlich nicht lumpen lassen. Anfang des Jahres folgten dem Ruf die Lokalmatadore und sollten eine unvergleichliche Sause abliefern. Nachdem die Band ihren Gig krankheitsbedingt absagen musste, spielte Fisch kurzerhand solo und man holte die Feierlichkeiten zu einem späteren Zeitpunkt nach. Doch eine großartige Combo reicht natürlich bei weitem nicht aus um diesen Anlass gebührend zu feiern, also wurden für den Herbst die nicht weniger genialen BOXHAMSTERS für eine zweite Party engagiert.

Als ich kurz nach neun im Manget Club ankam, spielten zunächst SHUTCOMBO noch ein paar Songs. Der Sound erinnerte mich irgendwie ein bisschen an alte Muff Potter Tage, nur eben nicht ganz so gut. Hinzu kam noch, dass die Band optisch nicht sonderlich viel zu bieten hatte. Der Sänger stand oft etwas verloren in der Gegend rum und machte den Eindruck, dass er nicht recht weiß was er jetzt machen soll. Es ist ja nicht so, dass die nachfolgenden BOXHAMSTERS Rampensäue wären, aber sie wirken einfach viel entspannter und cooler. Jedenfalls kamen SHUTCOMBO bei einigen wenigen im Publikum dennoch recht gut an und spielten ihr Set inkl. kleiner Zugabe runter. Als Support sind sie allemal eine gute Wahl, aber mehr in meinen Augen eben nicht.
War der Club bei meinem Eintreffen noch recht dürftig gefüllt, änderte sich das anschließend recht schnell und nach kurzer Umbaupause legten die BOXHAMSTERS los. Zunächst etwas gemächlicher mit Sologitarre, was aber nach und nach, durch das Hinzukommen der restlichen Bandmitglieder, zum typischen BOXHAMSTERS Sound ausartete. Sie schafften es auch gleich mich und einen Großteil der Angereisten mitzureißen. Die ersten Songs der Setlist fielen eher ruhiger aus, doch die schnellen Punkrocknummern kamen im Laufe des Konzertes natürlich auch nicht zu kurz. So entstand eine angenehme Abwechslung, bei der man zwischendurch mal aufs Klo konnte oder sich ein frisches Bierchen bestellte. Jedenfalls machten die BOXHAMSTERS wieder einmal alles richtig: kaum schnöseligen Ansagen, dafür mehr Musik, wenig Performance, dafür abwechslungsreiche Songauswahl und vier durch und durch sympathische Typen! Gegen Ende des Gigs flog dann ein bunter Luftballon auf der Bühne hin und her und auf und ab. Da sich einzelne Bandmitglieder dazu animiert fühlten dieses Spielchen mit dem Publikum gemeinsam bis zum Ende des Konzerts fortzusetzen, sorgte das sogar dafür, dass sich etwas mehr bewegten, he he. Auf jeden Fall spielten die BOXHAMSTERS inklusive Zugabe über eine Stunde ihre Hits und begeisterten nicht nur mich. Einzig mein Lieblingslied „Farben“ fehlte, aber das können wir ja beim nächsten Gastspiel nachholen! Somit sind und werden die vier Jungs in meinen Augen immer eine der besten deutschen Punkbands sein. Außerdem sind sie eine der wenigen Combos, bei denen sowohl die Platten als auch die Konzerte wahre Erlebnisse sind. 
Im Anschluss an das Konzert folgte die 10-Jahres Manget Feier mit verschiedenen Floors und Musikstilen. Schon gegen Ende des BOXHAMSTERS Sets waren mir einige Subjekte aufgefallen, denen ich irgendwie nicht recht zutraute, dass sie diese Band kennen, geschweige denn aktiv hören. Also nahm ich die Laufschuhe in die Hand und machte, dass ich davon kam. Auf Disco hatte ich eh keinen Bock und einen klasse Abend hatte ich allemal bis dahin schon gehabt.
East Side Daniel
02.07. 2011 – 90i! Treffen / Konzert in Berlin mit O.B. feat. Hacker, Voice of Hate, Wiens No.1, Bierpatrioten.
Was haben O.B., Voice of Hate, Panzerknacker und die Bierpatrioten gemeinsam? Es gibt sie nicht mehr? Sie bringen keine Platten mehr raus? Es wird sie nie wieder live zu sehen geben? Stimmt fast alles. Fast! Es war der 10.01. 2011 als ein gewisser Schulle mit anderen Mitstreitern und Weggefährten wie Hacker (Shock Troops) und Prösel (Maul Halten / Voice of Hate) einen Club gründete, der auf den bezeichnenden Name „90i! Club“ hörte. Die Idee war es sich mal wieder mit alten Weggefährten auf ein Bier in der Kneipe zu treffen und die alten Zeiten Revue passieren zu lassen. Nur leider wählte man als Kommunikationsplattform für diesen Club das Noie Medium Fratzenbuch, besser bekannt als Facebook, und ab da an ging der Wahnsinn los. Es blieb nicht dabei, dass sich die alte Prenzlauer Berg Bande unter sich traf, sondern schnell wurden aus allen Himmelsrichtungen Bekannte zu diesem Club hinzugefügt. So dauerte es nicht lange und auf einmal waren die Horden aus allen Teilen der Republik vertreten und sogar aus Österreich fanden sich Leute ein.
Einige Stammtische wurden organisiert und am Ende war schnell klar, ein gemeinsames Veteranen Treffen & Konzert muss her. Und so geschah es, dass auf einmal eine Menge Loite damit beschäftigt waren das Event des Jahres, wenn nicht sogar des Jahrzehnts, zu planen. Es sollte ein stressiger aber dennoch schöner Weg der Vorbereitung werden. Leider fielen an Bands aus den 90ern so einige Wunschkandidaten aus, da man nicht mehr alle Leute von damals zusammen bekam. So kam es das O.B. sich mit Hacker zusammen Taten und wir somit als erste Band O.B. feat. Hacker (Shock Troops) bestätigen konnten. Als zweite und garantiert die am meisten in der Optik veränderte Band, sagten Voice of Hate zu. Dann sollten Panzerknacker spielen, was auch bestätigt wurde von Österreicher Seite und als Headliner sagten die Jungs von Bierpatrioten noch mal zu, was natürlich zu absoluten Vorfroide beitrug. Leider gab es dann doch noch eine kleine Änderung, da nicht alle von den Panzer knackenden Kollegen mehr Lust oder Zeit hatten und somit als mehr als gleichwertigen Ersatz Wiens No.1 aufspielten. Das Line-Up stand also. Als Termin einigte man sich auf den 02.07.2011 und die Location war auch schnell gefunden mit dem Eastend Berlin in Hellersdorf, welche uns genug Platz gab um mit an die 400 Loiten einen der legendärsten Abende zu erleben. Pünktlich um 18 Uhr fiel eine Horde von Oi! Fans, Skins und Punks über den Stadtteil ein und belagerte die Spielstätte.
Soviel Freude und Liebe auf einen Haufen und bei so einer Veranstaltung hat man nie gesehen. Jeder kennt noch die Erfahrungen bei Konzerten der 90er mit `ner Menge Prügeleien ect. Dies war alles Fehlanzeige an diesem Abend. Überall lachende Gesichter und herzliche Umarmungen. Kodderschnauzen brüllten sich an, lachten und einige „böse“ Scherze wurden über manch äußerliche Veränderungen einiger alten Haudegen gemacht um diese dann mit reichlich Bier zu betrinken. Dann betrat O.B. die Bühne. Und so wie die Grundstimmung von der ersten Minute an war, so war sie auch bei den Bands. Vergesst die Konzerte von heute, wo keiner sich die Vorband wirklich anschaut und lieber erstmal an der Bar steht. Von der ersten Note an, standen alle bezahlenden Besucher vor der Bühne und heizten den Leuten ein. Kein Lied was nicht vom schönsten Background-Chor mitgesungen wurde. Nummern wie „Menschliche Ziele“, Skins & Punks“ heizten ordentlich ein. Als Hacker uff die Bühne ging und gemeinsam mit O.B. dann auch noch einige Shock Troops Klassiker spielten, war dieser Auftritt an seinem Höhepunkt. Der Mob feierte Songs wie „Working Class“ und „Wir leben jetzt“. Ich selbst hatte bei „Marktsektor One“ Tränen in den Augen und meine, dass bei vielen der anwesenden noch & (Ex) Skinriche und Punks gesehen zu haben. Zur Krönung & Abschluss gab es noch einen lokalen Kiezgesöx Oi! Klassiker „Prenzlauer Berg“ wo sich alle noch mal verausgabten. Nach kurzer Umbauphase hing auf einmal die altbekannte weiße Flagge mit roten Buchstaben, welche uns verkündete, dass jetzt Voice of Hate kommen. Und jeder der die Jungs seit ihrem gemeinsamen letzten aktiven Auftritt vor 17 Jahren nicht mehr gesehen hatte, musste sich erstmal die Augen reiben. Auf einmal stand da ein Rock´n´Roll Gitarrist mit Tolle und eine härtere Berliner Version des langhaarigen Stephan Weidners am Bass und einen etwas in Masse geratenen Mr. Bean aus Halle an der Saale. Aber wer dachte die Jungs können es nicht mehr, der wurde vom ersten Song an eines besseren belehrt. Die Jungs haben so gut es ging für diesen Event geprobt und haben sogar neue Songs geschrieben. Und eine positive Nachricht vorab, sie wollen weiter Musik machen. Also Augen und Ohren offen halten ob es nicht vielleicht bald neues Material geben wird. Zurück zum Konzert. Henschi schmetterte eine lautes: „Lustig sind die anderen“ und zurück ging die Zeitreise.
Auch hier waren wieder alle Gäste vor der Bühne vertreten und feierten jedes einzelne Lied der Bande ab. Allein die Gassenhauer „Ein Freund“, „Domina“, „Nordland“, „Medien & Skinheads“ und der kleine „Ficker“ sorgten für Exzesse im Publikum. Unsere Riesen Party nahm somit seinen Lauf und war nicht mehr aufzuhalten. In der Zwischenzeit mussten wir die Verantwortlichen vom Eastend Bier holen schicken fahren, da die nicht mit gerechnet hatten, dass alte Säcke und Säckinnen soviel saufen. Während der zweiten Band war das Bierlager das erste Mal alle. Was den Abend noch zweimal passieren sollte. Nach dem Voice of Hate mit ihrem nordischen Krieger Henschi das Schlachtfeld ruhmreich verlassen hatten, stand auf einmal eine berühmte Schaufensterpuppe ohne Arme auf der Bühne und jeder wusste was jetzt folgt. Mein lieber Österreicher Freund Stefan forderte zum Tanz auf , mit seiner Kapelle Wiens No.1, und ich kann nach diesem Abend nur eines sagen, sie werden diesem Namen gerecht. Die Wiener Jungs spielten sich in die Berliner Herzen und teilten ihr Liveset in zwei Hälften auf. Zuerst hörte man aktuelle eigene Songs, dann war es Zeit für die ganzen alten Nummern aus einer berühmt berüchtigten Zeit. Stefan und seine Mannen gaben alles, man feierte zu: „Skinhead love affair“ „Werkstück“ „Randale bei McDonalds“ „Besoffen Autofahren“ und wurden abschließend applaudierend von der Bühne entlassen.
Wie schon erwähnt, wurden die Bierreserven sowohl für die Bands als auch für die Gäste wieder mal leer und es wurde Nachschub geordert für das Highlight des Abends. Highlight? Bisher waren alle Bands und auch das Publikum einfach ein Highlight, da es verdammt noch mal unsere Party war. Eine Party für die Jugend der 90er.
Aber dennoch muss man sagen, dass als die Bierpatrioten noch mal die Bühne bestiegen es kein Halten mehr gab. Ein alt bekanntes Intro mit den letzten Worten: „Licht aus und Kamera ab! Didelidi dadeldi du – Aktion vom Fleckchen“ leitete alles ein. Die Hits „Kranke Welt“, „Asi oder Millionär“, „Aus der Traum“ knallen so was von heftig und glaubt mir eins, die Jungs klangen so als ob sie nie aufgehört hatten zu spielen. Klar haben alle mittlerweile ihren musikalischen Hafen gefunden (Toxpack und Turbolover) aber man hatte ganz schnell den Wunsch auf die Bühne zu gehen und die Jungs zu bitten das sie wieder weiter machen. Schulle wurde von den Fans der ersten Stunde während des Konzerts mit gefühlten 5 Litern Bier überschüttet. Männer und Mädels, die bald die 40 erreichen oder erreicht haben, benahmen sich in der erste Reihe wie pubertierende Kids bei „Take That“. Es wurden alle Gassenhauer rausgehauen. 2 Stunden standen die Jungs auf der Bühne, viele alte Berliner Prunkstücke wurden gespielt. Ich selber vermisste die aktive Bühnenshow der anwesenden Mädels bei „Titten raus“. Bei „Arbeitslos und einer Flasche Bier“ kam noch eine Überraschung hinzu. Sören gab seinen Bass ab und Jana von der originalen Urbesetzung zupfte zu diesem Lied noch mal die 4 Saiten. Hammer!!!! Der Gig wurde nur von so einem Lebensmüden unterbrochen, der der Meinung war bei unserem 90er Oi! Veteranen Treffen seiner eigenen Lebensplanung die Krone aufzusetzen, und machte in aller Öffentlichkeit seiner Liebsten einen Heiratsantrag. Im Hochzeitsjubel kündigt Schulle die Suff-Hymne „Immer breit“ an. Bei den Songs „Hausverbot“ & „Abschied“ war glaube ich die gefühlte Hälfte des Publikums auf der Bühne. Dadurch fielen zwar einige Sachen aus oder gingen zu Bruch, wie Steißbeine, Beckenknochen und Gitarrenverstärker. Aber es war einfach nur ein Fest.
Wenn ihr euch fragt ob ihr da was verpasst habt? Ja – habt ihr! Definitiv! Zum Glück wurde dieser legendäre Abend professionell in Ton & Bild festgehalten. Wir planen in naher Zukunft eine DVD gefüllt mit Interviews von diesem Abend zu produzieren. Es ist noch zu sagen, dass wir zum einjährigen Bestehen eine Geburtstagsparty des „90i! Club“ planen. Also seid wachsam. Es wird garantiert wieder eine legendäre Show. Kurz, noch: Frontmann Hacker hat beschlossen seine Band Shock Troops wiederzubeleben. Es gibt also auch noch gutes in der Welt.
Cheers ´n´ Oi! the Koslowski (90i! Club Reporter)
Tag 1:
Gerade erst haben wir die Sun of a Bastard Tour beendet,und nun geht es,knapp einen Monat später,schon wieder on the Road.Diesesmal zwar nicht im Nightliner,aber wenn man mit den mächtigen Kassierern unterwegs ist,weiß man das es einen gewissen Standart gibt,der das Leben „on Tour“ doch durchaus angenehm macht.Wir haben Mittwoch Abend.Morgen geht es also los.Drei Tage quer durch Süddeutschland.Aber bis dahin wird es noch ein ganz ganz weiter Weg sein.Das weiß in diesem Augenblick jedoch niemand.Ich kann nicht wirklich einschlafen.Was macht man in solchen Momenten???Genau,man sieht sich Bloodsport mit Jean Claude Van Damne an.Ein großartiger Film,lange nicht gesehen und genau das richtige vor`m einschlafen.Der Wecker klingelt früh.Schnell fertig gemacht,Tasche gepackt und auf geht`s Richtung Proberaum.Ich fühle mich ein wenig wie ein Rockstar.Alle anderen fahren zur Arbeit,nur ich bin auf dem Weg zur Tour.Wenn auch nur in der Straßenbahn,aber was soll`s…..Schnell die Sachen in den Bus gepackt,alle anderen eingesammelt,und schwups sind wir schon auf der Autobahn.Wir liegen super in der Zeit,sind gut gelaunt und auch der ein oder andere Stau kann uns nicht`s anhaben.Böhle erzählt uns die Geschichte von einem Klassenkameraden, der vor dem Unterricht ins Waschbecken geschissen hat,es natürlich nicht vor dem Lehrer zugibt,und somit muss die ganze Klasse in eben jenem Raum sitzen bleiben,bis die Stunde um ist.Ich hoffe nicht,das es Sommer war und die Heizungen voll aufgedreht wurden.Aber das nur am Rande.So,ungefähr Ecke Ulm,es wird langsam dunkel,wir müssen tanken.Das klappt auch ganz gut,doch unser Bus springt plötzlich nicht mehr an.Zuerst dachten wir,wir hätten falsch getankt,aber nix da,alles korrekt.Es tut sich einfach nicht`s mehr.Also bleibt uns nicht`s anderes übrig als den ADAC anzurufen,welcher auch ne knappe halbe Stunde später kommt.Noch liegen wir gut in der Zeit.Der ADAC Mann bekommt die Kiste auch wieder schnell ans laufen,und wir sind froh wieder auf der Bahn zu sein.Zumindest für die nächsten 150 Meter,denn da geht der Motor erneut aus.Da der gute Helfer noch nicht weit weg ist,kommt er schnell noch mal zurück,und stellt fest,das die Benzin Pumpe völlig kaputt ist.Also bleibt uns nicht`s anderes übrig als uns abschleppen zu lassen.Das passiert auch alles recht reibungslos.Nun sitzen wir bei einem VW Händler in Uffenheim.Noch nie gehört???Wir auch nicht.Es handelt sich um ein kleines Kaff,irgendwo zwischen Würzburg und Augsburg.Hier gibt es nur diesen VW Händler,eine Tankstelle in welcher eine Videothek untergebracht ist,ein Hotel und ein China Restaurant,für welches wir noch sehr dankbar sein werden.Der ADAC bestellt uns einen Leihwagen,denn unser Bus kann aufgrund einer Inspektion ausgerechnet heute nicht mehr repariert werden.Nun stehen,bzw.sitzen wir in unserem kaputten Bus,es ist dunkel,und die Temperatur fällt schnell unter den Gefrier Punkt.Es kommt und kommt kein Wagen,und die Zeit wird knapp.Also noch mal schnell telefonisch nachgefragt.Das Problem ist,das es Wochenende ist,und einfach kein Bus mehr aufzufinden ist,den wir natürlich brauchen,denn wir haben ja fast ne komplette Backline in der Karre.Auch zwei Kombis sind einfach nicht mehr aufzutreiben.Nach fast 4 Stunden Wartezeit wird klar,das wir die Show leider absagen müssen,da es zeitlich einfach nicht mehr machbar ist,bis nach Augsburg zu kommen.Gott sei dank holt uns Spiller,der ja mit den Kassieren vorgefahren war, dann ab.Wir gehen in der Zeit beim Chinesen essen und sind alle sehr froh über etwas wärme.Von Uffenheim bis nach Augsburg sind es auch fast zwei Stunden Fahrzeit.Es gibt noch die Option nach den Kassieren zu spielen,doch auch das wird zeitlich einfach zu knapp.Schade,denn es waren wirklich einige Leute wegen uns hier,die sogar extra noch gewartet haben.Wir sind froh als wir im Hotel ankommen und hauen uns in die Kojen.Ein gelungener Tourstart.
Tag 2:
Etwas geschlafen,ein sehr gutes Frühstück verputzt und auf geht`s zur Rezeption,denn schließlich sind EK ja immer noch ohne Auto.Die gute Frau am Empfang sucht uns eine Adresse heraus,verpeilt uns jedoch zu sagen,das die Autoverleihung in einem kleinen Nachbar Ort liegt,nur wenige Minuten entfernt,und nicht in Augsburg selbst.So fahren wir zur was weiß ich Straße 3,um festzustellen das es dort zwar Autos gibt,aber eben keine Leihwagen.Die ganze Aktion kostet locker ne Stunde Zeit.Zu allem Überfluß muss erwähnt werden,das kein einziges Navi am Start ist,da es jeder der eins mitnehmen wollte,vergessen hat.So,Autovermietung gefunden,und dank Daniel`s ADAC+ und meiner Kreditkarte haben wir zwei schicke Kombis am Start,die dann auch schnell beladen werden,und auf geht es Richtung Zwiesel.Die Fahrt ist aufgrund der neuen Autos natürlich recht angenehm,und es geht quer durch den Bayrischen Wald.Hier sieht es genau so aus,wie in den Weißblauen Geschichten mit Gustl Bayrhammer,die ich mir erst kürzlich auf DVD geholt habe.Eine wunderbare Natur.Hier könnte ich meinen Lebensabend verbringen.Der Club in Zwiesel ist cool.Eine Art Disco mit kleiner Bühne.Es folgt der übliche Tourablauf.Ausladen,
Soundcheck,essen,kickern,abhängen und auf die Show warten.Der Laden füllt sich recht schnell.Bunt gemixtes Publikum,im Durchschnitt sehr junge Besucher.Wir gehen um 21 Uhr auf die Bretter und freuen uns endlich spielen zu dürfen.Wir legen einen guten Auftritt hin und auch ein Teil des Publikums geht bereits gut mit.Spiller bekommt aus versehen sein Mikro ins Gesicht,und man kann im Laufe der Tage merken,wie seine linke Gesichtshälfte immer dicker wird.Was danach bei den Kassieren abgeht ist echt Wahnsinn.Die Bühne ist recht klein und ca.15 cm hoch,das heißt,es geht heiß her.Ich helfe ein wenig auf der Bühne,rücke Boxen gerade und kümmer mich ein wenig um den Bass von Mitch,der hier und da ein paar technische Probleme hat.Das Publikum geht ab,als hätte es in Zwiesel seid Jahren kein Konzert mehr gegeben.All in all ein gelungener Abend mit einer echt netten Crew,die man zwar kaum versteht,die aber wirklich bemüht ist,den Bands alle Wünsche zu erfüllen.Nachdem alles eingeladen ist,das Kassierer Backdrop wurde von irgendwelchen Spackos geklaut,werden wir zu einer Art Ranch gebracht,wo wir heute die Nacht verbringen werden.Ich habe Glück und kann mir mit unserem Basser Marc ein kleines Appartement angeln.Schön mit dunklem Holz vertäfelt,mit kleiner Küche,Badewanne und TV.So muss es sein.Einige trinken noch ein paar Bierchen,ich haue mich derweilen auf`s Ohr da ich auch morgen wieder fahren muss.
Tag 3:
Wow,perfekt gepennt,und auch mein Bettnachbar hat nicht geschnarcht.Nachdem sich nach und nach alle an den Autos eingefunden haben,geht es auch direkt wieder weiter auf die Autobahn Richtung Würzburg.Wir legen noch einen kurzen Stop bei dem Walhalla Denkmal ein,welches auf dem Weg liegt,und sind recht schnell in Würzburg angekommen.Die Posthalle ist wirklich riesig.Wir können die Autos sogar in der Halle parken,da die heute in der Hälfte abgetrennt ist.So spart man eine Menge Zeit beim ein und entladen.Auch hier ist die Crew sehr nett,es gibt leckeres Essen und der Sound stimmt auch.Man braucht allerdings gut eine Stunde vom Backstage bis zur Bühne,da die Posthalle aus einem Labyrinth von Gängen besteht.Wir entern um 21 Uhr die Bühne.Es ist zwar sehr voll,aber das Publikum reagiert nur sehr verhalten auf uns.Sie wollen eben die Kassierer sehen,was ja auch völlig normal ist.Wir haben trotzdem Spaß auf der großen Bühne und bringen unser Set zu Ende.
Bei den Kassieren steigt dann wie zu erwarten eine mächtige Party.Ich ziehe mir das komplette Set rein und es ist einfach immer wieder interessant sich die Kassierer anzusehen.Alleine Volker Kampfgarten ist das Eintrittsgeld wert.Da morgen ein Feiertag ist,ist strickt um O Uhr Schicht im Schacht.Wir packen die Klamotten ein,verabschieden uns von den Kassieren,da die heute ein anderes Hotel haben als wir,und machen uns auf den Weg Richtung Hotel,da dieses noch gut 20 Autominuten vom Club entfernt ist.Ich teile mir mit unserem Gitarristen Daniel ein Zimmer und wir freuen uns auf ein paar Stunden schlaf.
Tag 4:
Wir machen uns um 10 Uhr auf den Weg,um noch etwas vom Sonntag zu haben.Kurz noch beim Burger King rein und ab geht es auf die Bahn.Diese ist Gott sei dank frei und wir können gut Gas geben.Ich setzte Kassierer Nico noch in Köln,EK Basser Marc noch in Duisburg ab,und freue mich,als ich gegen ca.14 Uhr zu Hause eintreffe.Ist immer komisch.Gerade noch im Bayrischen Wald,und nun wieder im Pott.So ist das Leben…….. (Marcel 77 / Emscherkurve 77)
Alle Fotos von Spiller, die man sich komplett unter http://spilla67.meine-bilder.com/mygallery/browse.php?folder=82947 ansehen kann ;-)
Vienna Calling!!!
Vor fast jeder Tour pennt unser Gitarrist Daniel bei mir.So auch diesesmal.Die Koffer für Wien sind gepackt und wir beschließen den Abend mit einer Pizza und dem Film “Zwei wie Pech und Schwefel” ausklingen zu lassen.Bei einem Blick auf die Uhr stellen wir fest das es bereits 1 Uhr ist und um 6 klingelt bereits wieder der Wecker.Also ab in die Heia.Aufstehen,duschen,anziehen und auf gehts.EK77 zum ersten male in Österreich.Ob das wohl gut gehen kann???Wir treffen uns an einem Parkplatz in Oberhausen und können zeitig in Richtung Flughafen Köln/Bonn aufbrechen.Nur unser Drummer Alex ist nicht dabei.Da sein Bruder Hochzeit feiert wird er erst Samstag nachmittag in Wien eintreffen.Der Flug vergeht ohne größere Hindernisse und wir landen gesund in Wien.Wir werden freundlicherweise von Stefan,seines Zeichens Sänger von Wiens Nr.1 abgeholt.Seine Kinder sind auch am Start.Wir ziehen uns erstmal ein 72 Stunden Wien Ticket,mit dem wir kreuz und quer durch die Stadt fahren können.Und direkt im Zug Richtung Zentrum die erste Straftat.Wir fahren schwarz.Denn der Flughafen liegt in einem anderen Tarif.Eigentlich müssten wir nachzahlen,aber Stefan rettet die Situation sehr charmant.Danke nochmal!!!Daniel und ich ziehen bereits Richtung Hotel,da wir ja die Gitarren noch in der Hand haben und damit nicht durch Wien latschen wollen.Voller Freude stellen wir fest,das unser Hotel direkt auf der anderen Straßenseite der Arena ist,also dem Laden wo wir morgen Abend rocken werden.Besser gehts nicht.Während “Mr.Sightseeing” sich schon am Sissi Schloß rumtreibt, entschließen wir uns,erstmal Richtung Zentrum zu fahren.Es ist brechend voll.Dafür hauen uns die Häuser und Kirchen mit ihrer Architektur um.Wir bummeln ein wenig durch die City und treffen uns mit den anderen in einem Cafe.Unser Basser Marc ist bereits lattenstramm obwohl er noch nicht viel getrunken hat.Der Ober ist sehr kühl und ist sichtlich froh als wir den Laden verlassen.Wir fahren wieder zurück Richtung Arena,schauen uns den Laden mal an.Toxpack haben wir leider verpasst,aber es kommen ja noch Mad Sin.Schnell hier und da noch hallo gesagt und schwups ist der Tag vorbei.Daniel,Marc und ich quatschen noch ein wenig im Hotelzimmer während Spiller und Sarah noch in der Kneipe der Arena bleiben.Ich erwähne zufällig den Namen “Pit van Dongen” und unser Basser lacht sich die ganze Tour darüber schlapp.Überhaupt scheint dieser Name vielen Leuten Spaß zu machen.Nur kurz zur Auflösung:in einem alten Paukerstreifen spielte Heintje eine Rolle und hatte dort den Namen “Pit van Dongen”.So,früh aufgewacht.Bestes Wetter und gute laune.Da wir ja erst um 21 Uhr zocken geht es wieder ab Richtung Stadt.Als wir in die Bahn einsteigen fragt uns ein älterer Chinese nach dem Weg.Da wir uns ja schon bestens auskennen helfen wir natürlich gerne weiter.Dann steigen wir in die Bahn ein.Der Chinese auch.Er setzt sich neben eine Frau,übersieht allerdings die Tasche auf dem freien Sitz.So sitzt er die Tüte platt,lächelt freundlich dabei und sagt immer wieder “sorry sorry” womit er uns den nächsten running gag der Tour geliefert hat.Wir hoffen nur,das in der Tüte keine Torte war.Wir rennen wie die Irren durch die Stadt.Heldenplatz mit Blaskapelle,Naschmarkt mit einer nicht endenen Fressmeile und dem Wiener Prater mit einer coolen Runde Go Kart fahren.So macht das Leben doch Spaß.Wer hat an der Uhr gedreht???Wir müssen zurück,der Auftritt rückt näher.Unser Drummer Alex ist auch frisch eingetroffen.Es klappt alles viel zu gut.Schnell ein paar Top Teile klargemacht(danke nochmal an die Jungs aus Bayern) und auf den Gig vorbereitet.Ich muss gestehen das ich nicht all zu viele erwartungen hatte.Aber was dann auf und vor der Bühne abgeht ist Hammer.Die Leute haben Spaß,singen mit und feiern mit uns eine coole Party.Das Konzert ist wirlich die Sahne auf dem Kakao.Klatschnass verlassen wir die Bühne und man merkt direkt, daß uns eine dicke Last von den Schultern gefallen ist.Man fühlt sich viel befreiter.Kurz ins Hotel,geduscht,umgezogen und wieder ab ins Hotel.Echt praktisch der kurze Weg.Wir schauen uns noch ein paar Bands an,hängen mit den Toxpack Jungs ab und ziehen uns gegen ca.2 Uhr ins Hotel zurück.Es gibt noch eine kleine Zimmer Party bei Marc und Alex die dann gegen ca.4 Uhr endet.Platt aber glücklich fallen wir in die Betten.Das Wetter am Sonntag ist erneut top und da wir erst gegen Abend fliegen ziehen wir erneut los Richtung Stadt.Spiller will unbedingt in ein Kriegsmuseum.Machen wir doch glatt.Mir ist das ganze aber ein wenig zu langweilig.Ich hock mich mit Daniel darußen hin und schau mir die Panzer Show an die dort gerade stattfindet.So langsam kann man aber sehen, daß die Kräfte uns verlassen.Wir latschen noch ein wenig durch die Stadt und ruhen uns in einem Park etwas aus.In der prallen Sonne schleppen wir unseren Stuff erneut durch halb Wien in Richtung Flughafen.Wir haben irgendwie getrödelt,schaffen es aber noch rechtzeitig an Bord.Auch der Rückflug geht flott vorbei.Wir nehmen noch ein Taxi zu unserem EK Bus,den wir etwas auserhalb vom Flughafen geparkt haben.Dabei müssen wir uns vom Fahrer beschimpfen lassen das wir ihm seine Tour versauen würden.Unglaublich.Service Wüste Deutschland sage ich da nur.Wir sind aber viel zu gut drauf um uns dadurch das WE.versauen zu lassen.Und schon stehen wir wieder am Parkplatz wo alles los ging.Was sind schon 3 Tage???Todmüde falle ich gegen 0 Uhr ins Bett um um 7 Uhr wieder auf der Arbeit zu sein.Eigentlich wollte ich noch bei Daniel den Rasen mähen,doch das ist eine andere Geschichte…….Fest steht:Wien,wir kommen wieder!!!Danke an die Veranstalter des Teenage Riot Festivals,Stefan von Wiens Nr.1 und Sarah fürs Flüge buchen.
Lange Haare Bangen im Kino
Da läuft schon mal ein dicker Event wie die “Big Four” im Kino und keiner geht hin.Na,fast keiner.Als Metallica die Leinwand entern befinden sich vielleicht 50 Leute im Saal.Aber dazu später mehr.Die Big Four,für die dies es vielleicht nicht wissen,sind Anthrax,Megadeth,Slayer und Metallica und bildeten in den achzigern die Speerspitze des Thrash Metal.Nach diversen Streiteren unter allen Bands vergisst man das jetzt alles mal und geht zusammen auf Tour.Bevor das Sonisphere aus Sofia gezeigt wird, gibt es noch kurze Statements von Ulrich,Ian,Mustaine und King.Alle versichern das man sich ja immer vertragen hätte und es das beste sei nun zusammen auf Tour zu gehen.Na ja…..Anthrax eröffnen den Reigen vor einer dicken Kulisse.Ich bin ja eher der John Bush Fan,aber Ian steht wohl zur Zeit eher auf Belladonna,der seine Sache auch gut macht und das Publikum ordentlich anheizt.Der Typ neben mir faselt irgendwas von wegen “Alter Mann und Indianer”.Egal.Anthrax haben Spaß und das gehampel von Scott Ian ist nett anzusehen.
Megadeth haben ein cooles Bühnenbild.Getreu nach dem Motto “Rust in peace”.Die Band ist richtig tight und vor allem Chris Broderick glänzt durch superbe Leads.Leider nuschelt Mustaine zu sehr und Ansagen Richtung Publikum sind mangelware.Mag aber auch daran liegen,das Megadeth sehr lange Songs haben.Trotz derben Regens dreht das Publilum richtig durch.
Trotzdem ist es jetzt Zeit für Slayer.Die holzen ein cooles “Best of” durch die Boxen.Egal ob “Angel Of Death”,”Raining Blood” oder “War Ensemble”,die Leute drehen durch.Auch im Kino Saal gibt`s die ersten Hörner und Growls.Kerry King gewinnt den Preis für`s beste Bühnenoutfit.Hat er doch Zentimeter lange Nieten und Tonnenschwere Ketten anne Buchse.Old school as Fuck.Es werden auch neue Songs gespielt,aber die will irgendwie keiner hören.Lombardo glänzt an den Drums und Araya lächelt wie immer sehr diabolisch.Cooler Gig.
Metallica beginnen wie immer mit “The ecstasy of gold” und es gibt das erste mal Gänsehaut.Auch sie geben der Meute was sie braucht.”Nothing else matters”,”One”,”Harvester of sorrow” etc……auch einge Stücke der “Death Magnetic” werden geboten,wobei man deutlich merkt das der Stimmungspegel gen unten sackt.Ein paar Leute im Saal haben aber definitiv ihren Spaß und schütteln ihre Matte.Als sich bei dem Diamond Head Stück “Am I Evil” alle vier Bands auf der Bühne versammeln um diesen zu performen stellt sich doch eine Art Nostalgie ein,und man nimmt den Musikern ab,das sie sich wieder lieb haben.Metallica beenden ihr Set mit “Seek and Destroy” und entlassen uns in die Nacht.Bleibt anzumerken das der Sound bei allen vier Gruppen o.k. bis gut war,aber das Kino kann ja auch nur den Sound bieten,der aus dem Mischpult beim Festical rauskommt.Es hätte aber all in all noch einen kleinen Tacken lauter sein können.
Danke nochmal an die UCI Kinos in Duisburg für die freundliche Unterstützung und für den gelungenen Abend.Bleibt zu hoffen,das solche Events trotzdem weiterhin im Programm bleiben werden.
Marcel im Juni 2010
Mittwoch Abend.Wir machen noch ne` kurze Probe,einmal das Set durch.Fertig.Morgen geht unsere Tour mit Stomper98,Volxsturm und den Franzosen hard Times los.Vier Tage quer durch die Republik.Ich hatte mir noch 1000 Sachen vorgenommen,verschiebe allerdings das meiste davon,bestelle mir eine Pizza und haue mich vor die Glotze.Sachen packen kann ich auch morgen.Donnerstag morgen,Magdeburg..Los geht`s.Frühstücken,duschen und Sachen packen.Ratz fatz ist es auch schon 11 Uhr und der Bus steht vor unserer Tür.Ne,nicht der Nightliner,da fahren nur die arroganten Headliner mit ;-) Spaß beiseite.Auf der einen Seite ist es natürlich cool mit nem` Nightliner zu fahren aber ich find`s nicht ganz so schlimm.Da wir Hotels bekommen, können wir wenigstens duschen und in Ruhe auf`s Klo gehen.Im Nightliner muss man sich da ja manchmal bremsen.Die Fahrt nach Magdeburg verläuft ohne besondere Vorkomnisse.
Das HOT ist ein cooles Jugendzentrum.Schick eingerichtet und schön sauber.Stomper machen grad Soundcheck.Man begrüßt sich,baut Merch auf und freut sich auf das Catering,welches an allen Tagen wirklich spitze ist.Wir wechseln uns mit HT als Opener ab.Wir eröffnen quasi die Tour.Als wir anfangen ist es im Saal allerdings noch sehr leer und die Reaktionen tendieren gen null.Es wird nicht einmal geklatscht zwischen den Songs.Sind wir wirklich so schlecht heute???Als es bei HT ähnlich aussieht,mache ich das lahme Publikum dafür verantwortlich.Bei Volxsturm gibt es dann ersten Pogo und die Stimmung steigt.Es stinkt erbärmlich in der Halle,somit verziehe ich mich mit den anderen in den Vorraum wo wir gemütlich abhängen.0 Uhr!!! Ich bekomme ein Ständchen von allen,den heute werde ich 33.Was gibt`s schöneres als den eigenen Geburtstag mit den Freunden on the road zu verbringen?Bei Stomper brechen dann endlich die Dämme und es geht tierisch ab vor der Bühne.Die Jungs geben noch mehrere Zugaben und zum Schluß kommt Melanie noch mit auf die Bühne und singt zusammen mit Sebi “Watch Your Back”.Wir fahren relativ zügig Richtung Hotel,hängen noch was ab und hauen uns in die Koje.
Freitag.Weinheim.Um 10 Uhr gehts direkt weiter Richtung Weinheim.Wir kommen gut vorwärts,das Niveau sinkt von Stunde zu Stunde.Ich bekomme einen leckeren Kuchen mit Kerzen,schaffe es sogar,alle auszupusten.Dafür spendiere ich einen Kasten Bier und diverse Schnäpse.Da wir heute keinen Soundcheck machen,beschließen wir zuerst ins Hotel zu fahren.Eine gut bürgerliche Stube mitten in der Pampa.Ich mag so was ja.Ich zieh neue Saiten auf die Gitarre und wir hauen uns noch ne` Runde aufs Ohr.Das Cafe Zentral ist ein cooler Laden.Es ist prall gefüllt.HT machen Opener und kommen gut an.Mit ihrem Skinhead Old school Hardcore fallen sie ein wenig aus dem Rahmen,ziehen ihre Sache aber super durch.Wir spielen heute ein super Set.Vor der Bühne geht gut was ab und man ahnt, das Stomper später alles abräumen werden.Volxsturm sehe ich nicht,da ich mich am Merch erstmal ausschwitzen muss.Die Temperaturen steigen ins unermessliche.Ich übertreibe nicht.Die Leute gehen steil.Tommi Tox bittet kurz vor Ende des Sets um ein verfrühtes Ende,da er einfach nicht mehr kann,aber nichts desto trotz zieht er tapfer bis zum Ende durch.Wir fahren langsam Richtung Hotel,quatschen noch lange,machen eine Polonaise durch unser Zimmer und erfreuen uns an der endlos Werbung im TV,wo die “Kirmesmusikanten” ihre CD´S präsentieren.Wir sind uns einig,heute einen super Abend erlebt zu haben.Samstag.Leipzig.
Um 11 Uhr machen wir uns auf den Weg zurück.Zurück Richtung Osten.530 Kilometer.Die Fahrt heute ist top.Wir sind alle bestens gelaunt,freuen uns auf die Show.Vorm Cone Island steht ne` Tischtennis Platte,welche wir ausgiebig testen.Fast 2 Stunden lang spielen wir und werden immer besser.Heute machen wir Soundcheck weil Opener.Nachm Catering bereiten wir uns auf den Gig vor.Das CI ist schon gut gefüllt und wir merken das wir gut eingespielt sind.Die Leute haben ihren Spaß und wir gehen mehr als zufrieden von der Bühne.HT sehe ich nicht,weil wir direkt unsere Sachen in den Bus bringen und uns kurz entspannen.VS spielen heute einen super Gig und heizen perfekt für Stomper an.Das prall gefüllte CI gleicht bei Stomper einem Tollhaus.Fronter Sebi ist kaum zu bremsen und ich schau mir die Show komplett bis zum Ende an.Wir bringen kurz unseren Stuff ins Hotel und kehren nochmal ins CI zurück,wo Stomper Drummer Phil noch ein wenig Mucke auflegt.Gegen ca.4 Uhr verziehen wir uns aber in unsere Betten.
Sonntag.Dortmund.Ich fühle mich ausgeschlafen.Kurz geduscht,noch ein paar Möbel umgestellt und ab geht`s Richtung Heimat.Ist heute schon wirklich wieder der letzte Tag?Doch dann der Schock.Melanie hat den Bus aufgeräumt und gesäubert.Weg isset,das Tournee Feeling ;-) Wir beschließen in einem coolen Gasthof essen zu gehen.Das Essen dort ist spitze,wir schlagen übel zu und ich bin wirklich noch bis tief in die Nacht satt.Man freut sich doch immer wieder nach Hause zu kommen.Die Show heute geht früh los,da in der Kaktusfarm um 23 Uhr Curfew ist.Zudem spielt heute noch eine Lokale Band als Opener.Da heute wirklich alle Freunde und Bekannten vor Ort sind,verpasse ich HT,da man sich hier und da unterhält.Auch heute wird es sehr sehr heiß werden,so viel steht schon einmal fest.Wir spielen ein cooles Set,ich würde gerne noch mehr abgehen,kann es aber nicht,da ich klätschnass bin.Volxsturm rocken ohne Ende und Stomper spielen erneut ein Top Konzert. Dortmund liegt ihnen zu Füßen.Dann geht alles ganz schnell.Der Nightliner fährt bereits gegen 0 Uhr weiter Richtung Berlin und plötzlich kommt Melanie zu mir und sagt das wir nun auch fahren.Alles ist bereits im Bus.Man verabschiedet sich und ist eine Stunde später zu Hause.Die Tür fällt zu.Ruhe.Komisch.Ich habe das Gefühl ,ich muss jetzt noch meine Wohnung aufräumen um runterzukommen.Das lasse ich jedoch sehr schnell wieder sein und latsche noch kurz zum Döner Mann,ziehe ne` Falafel und schlafe irgendwann ein.Ist gar nicht so leicht,nach vier Tagen Reizüberflutung nun plötzlich alleine in seiner Wohnung zu sitzen.Klar,man ist froh wieder in einem schönen Bett zu liegen,aber gleichzeitig könnte ich auch schon wieder los.Das war natürlich nur ein ganz kleiner Teil der Tour.Vieles was auf so einer Tour passiert,ist einfach nicht lustig wenn man nicht dabei war.Punkt.Danke an Stomper,Volxsturm und HT für die geilen Tage.Danke auch an Schlumpf,Harris und die Techniker,welche durch die Bank weg super Arbeit geleistet haben und ohne die solch eine Tour nicht möglich gewesen wäre.Und natürlich an meine Bandkollegen von MSA,Bernhard und Hardy!!!
Marcel