Category Archives: Tourberichte

A DAY TO REMEMBER Oberhausen, 30. JANUAR 2017 mit MOOSE BLOOD & NECK DEEP (06.02.2017)

Wie ich ja Montags Konzerte liebe. Schön nach Überstunden auf der Arbeit, sich schnell fertig gemacht und direkt weiter Richtung Oberhausen. Natürlich wie immer pünktlich vor Beginn der ersten Band, laut Aushang hieß es 19:00 geht’s los mit der ersten Band. Aber auch nach sieben hat die erste Band noch nicht angefangen, keine Ahnung was da los war.

Irgendwann mit ca 40 min Verspätung ging es dann endlich mit MOOSE BLOOD los, ich muss dazu sagen, das sich mich schon mehr auf die Verbands gefreut hab als auf ADTR, welche ich schon öfters gesehen hab, dazu später mehr. MOOSE BLOOD legten auf jeden Fall ein super Set hin, wobei die Band glaub ich in kleineren Locations 1000x geiler rüber kommt als in so einer großen Halle. Die übrigens schon sehr sehr gut gefüllt war. Der Funke wollte aber nicht so aufs Publikum überspringen, die glaube ich zum größten Teil eh nur wegen dem Hauptact da, wie so oft bei so großen Veranstaltung und keiner kennt die Vorbands, auch wenn es sich lohnt!!

Weiter ging es dann, nach kurzer Umbaupause, mit den Jungs von NECK DEEP. Die im übrigen in den USA und ich glaube sogar in den UK auch, riesige Headliner Touren spielen und hier noch ziemlich unbekannt sind. Hier kommt Pop-Punk ala Blink-182, richtig gute Stimmung. Obwohl ich die Stimme ein bisschen schwach fand., aber es war trotzdem mein Highlight des Abends. Diese Band kann einfach überzeugen. Love wie auf Platte für mich einer der besten Bands der aktuellen Zeit. Wer auf Pop-Punk steht ist hier an der richtigen Adresse, auch wenn es diese Band noch nicht wirklich lange gibt, sind sie in so einer kurzen Zeit so krass gewachsen, wie man es von kaum einer anderen Band kennt.

Nach einer etwas längeren Umbaupause und Wartezeit ging es dann endlich mit dem Headliner A DAY TO REMEMBER weiter, die auch die letzten Jahre so ziemlich steil gehen und immer größer werden. Sei es ihnen gegönnt. Super professionelle Band, die richtig gut Stimmung macht und mittlerweile eine Bühnenshow auffährt, die sich sehen lassen kann. Auch wenn ich die Jungs schon viel besser gesehen habe, haben sie trotzdem ordentlich Gas gegeben und konnten mal wieder überzeugen. Für war und ist es immer noch einer der besten Bands ihres Genres.
Was mir aber negativ auffiel, die überteuerten T-shirts für 25€, finde ich schon sehr happig. Aber so ist das halt, wenn sich ein Produkt verkauft… schade eigentlich, aber heutzutage leider normal.

David

Dritte Wahl Konzertbericht (06.11.2016)

Berlin (28./29.10.2016)

Als DRITTE WAHL eine Tour zu ihrem großartigen Album „Nimm drei“ ankündigten, hüpfte mein kleines Punkerherz vor Freude bis an die Decke. Mit dieser Scheibe fing damals für mich alles an. Ich kenne noch jeden einzelnen Song vom ersten bis zum letzten Ton und von der ersten bis zur letzten Zeile in und auswendig. Als es dann noch hieß, es wird zwei Abende in Berlin geben, klang das nach einem super Wochenende, was es im Endeffekt auch wurde. Mit ein paar Wegbieren in der Hand ging es am Freitagabend ab in Richtung Astra, vor dem sich schon einige illustre Gesellen tummelten. Was aber bereits hier auffiel, das Publikum bestand größtenteils aus der älteren Generation. Sicherlich gab es auch genügend Jungpunker, aber es war, im Vergleich zu anderen Konzerten, schon recht auffallend. Den Anheizer übernahmen am ersten Tag RANTANPLAN, die ihren Job mehr als gut erfüllten. Ihre Mischung aus Ska und Punkrock schafft es einfach, Spaß zu verbreiten und das Tanzbein zu lockern. Als dann DRITTE WAHL die Bühne enterten, hatten sie leichtes Spiel. Nach einem kurzen Intro, inklusive Vorhang, legten sie los und brachten die Hütte mit „Rausch“ sofort zum Kochen. Um es interessanter zu gestalten, mischten die Rostocker die „Nimm drei“ Kracher mit Hits aus der jüngeren Vergangenheit und ein paar ganz alten Kamellen. Auf Drängen des Publikums gaben sie auch „Mainzer Straße“ zum Besten, was eigentlich erst am nächsten Tag auf dem Programm stand. Das Schöne an zwei Abenden ist, dass es genug Zeit gab, auch die Bonustracks mit einzubauen, was auch mein Lieblingstrack „Tobias“ beinhaltete. Einzig „Keine Angst vor Deutschland“ gab es an keinem von beiden Tagen zu hören. Fand ich etwas schade. Nach einem mehr als gelungenen ersten Auftritt folgte dann der Samstag. Natürlich wiederholten sich einige unverzichtbare Sachen wie „Greif ein“ oder „So wie ihr seid“, aber damit konnten ich und wohl auch alle anderen, die beiden Konzerten beiwohnten, sehr gut leben. Das sie aber auch relativ viele der eingestreuten Songs wiederholten, war nicht ganz so geschickt, denn es gibt in der Bandgeschichte noch viel mehr großartige Sachen, die es verdient hätten, gespielt zu werden. Nichtsdestotrotz war auch Tag Nummer zwei mehr als gelungen und meine hohen Erwartungen an eine „Nimm drei“ Tour wurden mehr als erfüllt. Als Ausklang eines schönen zweiten Abends gab es noch eine tolle Aftershowparty, bei der das Tanzbein weiter geschwungen wurde bis tief in die Nacht. DRITTE WAHL haben gezeigt, dass es einfach drauf haben und hoffentlich kommt bald neuer Stoff für die Fangemeinde.
East Side Daniel

5.-17.04.2016 – Berlin, Astra Kulturhaus – PUNK AND DISORDERLY FESTIVAL (23.04.2016)

Endlich wieder PUNK AND DISORDERLY! Wie jedes Jahr zog es im April „Gesocks“ aus aller Herren Länder nach Berlin, um drei Tage ausgelassen zu feiern und die Umgebung des Astra Kulturhauses unsicher zu machen. Schon bei meiner Anreise erfüllte mich ein Gefühl der Geborgenheit, denn für jemanden der am äußersten Rand Berlins wohnt – nicht gerade bekannt für seine alternative Szene – ist es immer wieder schön in das Nachtleben, mit all seinen Gestalten, einzutauchen.
Eintauchen ist an dieser Stelle leider das richtige Wort, denn als ich aus der S-Bahn stieg, fing es dermaßen an zu regnen, dass ich bis auf die Knochen nass war. SCHEISSE! Also machte ich mich schnell auf den Weg ins Astra, in der Hoffnung, dass dort die „Heizung“ an war. An der Tür hieß es allerdings erst einmal anstellen – brrr! Hatte ich von den letzten Jahren gar nicht so in Erinnerung, aber was soll’s. Drinnen in der Halle strömte dann tatsächlich von irgendwoher warme Luft und bei einsetzender Trocknung des Körpers schmeckte das erste Bier umso besser.

 
Anschließend war dann Händeschütteln an der Reihe und das Austauschen von News. Da aber bereits die ersten beiden Bands zu dieser Zeit gespielt hatten, musste ich auch mal einen Blick ins Innere riskieren. Da waren gerade die ACIDEZ am Werkeln. Hatte ich noch nie gehört und nach ein paar Songs für uninteressant eingestuft. Also fix wieder raus und weiter quatschen, denn hier und da tummelten sich bekannte Gesichter. Zu meinem Bedauern muss ich gestehen, dass ich keine der darauffolgenden Bands wirklich intensiv angeschaut habe und mir zu THE LAST RESORT, ANTI PASTI, BOOZE & GLORY und STOMPER 98 kein richtiges Urteil anmaßen möchte. Es klang alles sehr nett und mal mehr und mal weniger spannend. Drinnen war jedenfalls immer ordentlich was los, was für die Bands spricht. Der Heimweg gestaltete sich als unproblematisch und mein Bettchen freute sich schon auf mich.

 
Der Vorsatz für Tag 2 lautete: Mehr Bands, mehr Bier, weniger quasseln und POGO! Trotzdem verpasste ich, dank den „überaus zuverlässigen“ Berliner Verkehrsbetrieben, die ersten Bands. Leider auch die RAZORS, die ich liebend gern wieder mal gesehen hätte. LION’S LAW ließ ich mir dann aber um keinen Preis entgehen und genau wie letztes Jahr konnten sie auf ganzer Linie überzeugen. Gute Band, großartiges erstes Album und ein gutes Aufwärmprogramm für das, was da noch kommen sollte. Danach kam eine der Bands, auf die ich mich im Vorfeld am meisten gefreut hatte – THE MEMBERS. Bei den alten Combos gibt es meist nur die zwei Extreme, absolut beschissen oder richtig klasse. Auf die MEMBERS trifft definitiv zweiteres zu. Alleine schon für „Solitary Confinement“ und „The Sound of the Suburbs“ muss man diese Band feiern und als sie die Songs live super rübergebracht hatten, war mein kleines Punkerherz zufrieden. Auf das erste Highlight folgte dann gleich ein Tiefpunkt, denn zu DISCIPLINE spar ich mich jeglichen Kommentar. Das Gute daran war, dass man noch mal Bier nachtanken konnte, um fit zu sein, für den Höhepunkt des Festivals – COCK SPARRER. Sie sind einfach eine sichere Bank und es gibt nur wenige, die ihnen das Wasser reichen können. Wenn diese Jungs die Bühne entern, gibt es kein Halten mehr. Sie sind sofort präsent und es folgt ein Klassiker dem anderen. Keine Verschnaufpause für alle Anwesenden und auch ich ließ mich zu einem meiner mittlerweile seltenen Ausflüge in den pogenden Mob hinreißen. Ein perfektes Finale für den zweiten Tag.

 
Der dritte Tag war dann insgesamt etwas entspannter, denn spürbar weniger Leute tummelten sich im Astra. Heute schaffte ich es sogar pünktlich vor Ort zu sein, um die erste Band LUCKY PUNCH zu sehen. Im Nachhinein war das allerdings ein ganz großer Fehler und ich hätte lieber doch ein günstiges Bier vor der Halle trinken sollen. Was für eine Grütze war das denn? Fäkalhumor kann ja manchmal ganz witzig sein und es gibt einige Kollegen, die das super machen, aber die hier haben es ganz sicher nicht drauf. Bitte, bitte, nie wieder einladen, es sei denn als Rausschmeißer, wenn man die Halle leeren will. Direkt darauf folgte dann mit THE BAR STOOL PREACHERS das Kontrastprogramm. Echt guter Ska-Punk, mit einem Sänger, der dem Duracell Hasen Konkurrenz macht. Er hüpfte mit einer Energie über die Bühne, die ansteckend war und Dank einer ebenfalls überzeugenden Band, lieferten sie eine sehr gelungene Show ab. Der Entertainmentfaktor vom Frontmann liegt wohl in den Genen. Danach folgten dann OHL und ich hatte eine schöne Pause zum Trinken und Reden, denn Deutscher W. und seine Mannen gehören für mich zu einer der musikalisch und inhaltlich grausamsten Bands. Die darauf folgenden PIPES & PINTS fand ich dann wieder besser, aber die große Offenbarung waren sie nicht. Dafür freute ich mich auf mein letztes Highlight des PUNK & DISORDERLY 2016, die ANGELIC UPSTARTS. Wie zu erwarten, lieferten sie wieder ein klasse Konzert ab und entließen mich glücklich in den Sonntagabend. (THE PARTISANS schenkte ich mir.)

 
Mein Fazit des Festivals fällt wie die Jahre zuvor mehr als positiv aus, denn es war wieder einmal großartig. Danke an MAD Tourbooking!
East Side Daniel

Back to Future Fest 2015 (26.07.2015)

11055374_882203348518051_1681137404833911382_nDie Vorfreude stieg schon als wir planten dort dies Jahr hinzufahren und so wurde der Flyer mit neuen Bandbestätigungen immer fein säuberlich überprüft, obwohl man auch dort blind hinfahren kann da es immer ein super Line Up ist! Naja nach 2 Jahren pause wa es auch höchste zeit wieder nach Glaubitz zufahren da es vom ganzen drum herum eins meiner lieblings Festivals ist, vielleicht sogar platzt 1! Da wir es nicht abwarten konnten wurd ich schon von der `Cocktailpunx 4 Life Crew` morgens um 4 in Essen abgeholt und et ging auf in den Wilden Osten! Gegen 11 waren wir dann mit einigen Pausen und Eissuche (für kühle Drinks) aufem Campingplatz und das Camp wurde aufgebaut! Als alles stand ging es direkt in das Waldbad um die Ecke (ca. 10 min zu Fuß). Der Eintritt koste pro Tag 2,50 € und laut Bademeister sind über die Festival Tage alle Regeln außer kraft gesetzt, da sich eh keiner dran hält! Man kann alles wat dat Herz begehrt mitnehmen sodass der Vormittag ganz entspannt im Bad verbracht werden kann. Nach etwas plantschen und ein paar Bier ging es dann auch wieder zurück zu den Zelten und dann ging es auch schon fast Richtung Festivalgelände!

Den Start Schuß zum Wochenende wurde von der Party Truppe Fightball aus Berlin gegeben. Bei den Jungs wird immer lauter der Vergleich zu Ihren Stadt Bodys von den Beatsteaks! Punk Rock mit viel Pop Einflüßen und vielen Mitsingparts. Da gibt es für die Jungs auf jedenfall schlimmere Vergleiche! Im Anschluß gingen The Tips auf die Bühne und spielten Ihren sehr Sublime lastigen Punk, Reaggae … Mir persönlich gefällt es sehr, obwohl ich in dieser Musikrichtung nicht oft unterwegs bin. Beim Dicken Polizist und Rezurex wurd die Zeit dann genutzt viele alte bekannte Gesichter zu begrüßen und in Erinnerungen zu schwelgen.

11694974_882202935184759_8322041053761547059_nHier nochmal nen schönen Gruß an die hübschen Bengels von der Contra Crew! Es ist immer wieder löblich zu erwähnen wo der verrückte Haufen sich überall blicken läßt! Sie unterstützen auf dem ganzen Kontinent Ihre Freunde und Label Bands! Das sind die Leute die die Scene am leben halten und verstecken sich nicht hintern PC Bildschirm oder machen einen auf dicke Hose! Unterstützt die Ganoven wo Ihr nur könnt ! So schluß mit der Werbung und weiter geht’s mit Anti – Flag! Schon lang nicht mehr gesehen haben aber richtig Spaß gemacht! Teilweise typischer Ami Punk aber gut rüber gebracht! Zum Ende der Show wurd dat Schlagzeug mit in die menge genommen und dort weiter gespielt. Am nächsten Tag wurd man dann von durch Nass – Geschwitzter Kleidung geweckt da im Zelt gefühlte 60 Grad waren! Der erste Gedanke wurd dann auch befolgt und es ging wieder ins Waldbad! Bei herrlicher Temperatur wurd geschwommen und die Frisbee durch die Luft geschleudert. Nach den sportlichen Aktivitäten ging et wieder zum Gelände um Faz Waltz so sehen. Am Gelände angekommen sah man das der komplette Nachmittag verschoben wurde da Jaya the Cat aus Krankheitsgründen kurzfristig absagten (nix neues beim BTF)!

Kurz bei Faz Waltz reingehört wa ganz nett hat mich aber nicht gepackt dat ich dort geblieben bin. Wieder der Rückmarsch zum Zelt Platz. Etwas erholen da der Abend durch gehend mit guten Bands besetzt wa! Baboon Show und Buster Shuffel sind ja bekann für Ihre gute Live Performance und diese wurd beim Back to Future wieder unter beweiss gestellt! Die Engländer von Buster Shuffle hatten nach kurzen Soundproblemen wieder zu sich gefunden und haben richtig Gas gegeben! Troz dat de hier gefühlt alle 3 Monate im Pott spielen hat ich die auch schon 1-2 Jahre nicht mehr bewust gesehen und ich wurd wieder überzeugt ! Die haben et einfach drauf! An Pascow kann ich mich garnicht mehr so recht erinnern entweder wurden wieder feine Gespräche geführt oder die Cocktails zeigten Ihre Wirkung! Bei Lions Law waren alle Sinne wieder beisammen und et wurd ne unglaubliche Live Show geboten! Mit den ganzen Stagedivern, Crowedsurfern und nen ordentlichen Pit kann so manche Hardcore Show Neidisch auf den Auftritt gucken! Top Typen, top Show, top Stimmung! Danach kam noch die Trink- und Sing Gemeintschaft neues Projekt aus der Oxo 86 Familie! Ganz cool aber für mich zuspät und ich mußte ins Bett! Achja fast vergessen die Katalonen von Secret Army! Eine Band die meiner Meinung viel zu unterschätzt ist! Ich Glaub die müßt ich nochmal in den Pott holen das der feine Leser von umme Ecke sich das Live Spektakel nochmal anschauen und sich selbst überzeugen kann! Dann kommt es schon zum Samstag wie erwartet traf man alle Leute im Waldbad ganz gleich ob Bands, Team, Standbesitzer oder der ´normale´ Pöbel! Hier nochmal erwähnt, es ist echt schön zusehen welche ´Scene Prominenz´sich zum Back to Future privat auf den Weg macht. Da sieht man das es nen Festival von der Scene für die Scene ist! Coole Leute, keine Troublemaker und kein Ballermann – Party – Festival Besucher (wie in den letzten Jahren vermehrt zum Rodeo gelangen)!

11755868_882203885184664_963955487904683377_nDer Samstag Mittag gehörte ganz klar der Karaoke im Schwimmbad! Bomben Stimmung und für jeden was dabei! Viele kennen wohl die Karaoke till Death hier eine mehr als gelungene Alternative und mit na super Set Liste! Gegen Späten Nachmittag ging es auch wieder um bei Abfukk und M.D.C. reinzuschauen! Abfukk gefallen mir im kleinen Laden auf jedenfall besser und M.D.C. hat ich vor Jahren schonma gesehen wa ganz ok aber dat reicht auch wieder für die nächsten 5! Auch am Samstag wurd wieder an dem Zeitplan gedreht da , was ich sehr bedauert hab, Giuda absagten! The Offenders wa schicke Hintergrund Musik um ma die Stände genauer unter die Lupe zunehmen. Evil Conduct trotz große Diskussionen und Hetzte haben gespielt! Ne gute Äußerung wa vom Veranstalter schon im Festival Heftchen zu lesen und so wa der Ring frei. Leider hat man gemerkt das die Proben fehlen und so wurd nur nen mittelprächtiger Auftritt geboten (sorry aber dat könnt Ihr besser).

Zu Ihrer 2. Heimat nach Mülheim haben die Lokalmatadore Ihr Heim Spiel im Osten bestritten und es ist nen Traum! Wenn sie nicht aus Mülheim kämmen dann definitive aus Glaubitz! Der letzte Große Headliner war dann Terrorgruppe und den Namen haben se alle Ehre gemacht! Mega gute Songs gespielt und echt viel aus der ´guten, alten´Zeit mit am Start gehabt. Als letztes die ich mir angeschaut hab waren Angelic Upstertsgute aylte Herren Musik die Leute hatte Spaß die zusehen! Dann ging es auch wieder ins Bett da ich der auserkorende Fahrer wa! Der Rückblick über das Fest ist einfach nur Positiv immer wieder gerne!

11696467_882206125184440_2418329659874439463_oTop Securites, WC´s waren ok und bei längerer Warte Zeit hat die ´Toileten Oma´ nen schwang aus der Jugend erzählt, dat ganze ding ist mit viel Liebe aufgezogen worden und dat merkt man auch! Ich hoff es wird immer so bleiben und nicht irgendwann immer größer werden und so ´Mainstream ´Bands mit reingezogen! Dann kann man auch zu anderen Festen fahren! BTF Crew mach so weiter Ihr seid auf nem sehr guten weg der mir gefällt. Was ich noch sagen wollte ; ich hab noch nie so gut gespeist auf nem Festival besten Dank an die `Köchin` Unterstüzt das Festival bleibt auf dem laufenden und nen schönen Gruß an alle die es möglich machen freunde und Bekanntschalten die Ich am Wochenend traf und an die Cocktail Punk Crew.

-machtet jut Max –

Alle hier abgebildeten Fotos wurden uns freundlicherweise von Arne Marenda zur Verfügung gestellt.

Vainstream 2015 (17.07.2015)

image1Das 10. Mal Vainstream, ausverkauft und dann auch noch der heißeste Tag des Jahres, was kann es besseres geben? Die Geburtstagssause dieses Mal auf vier Bühnen, anstatt sonst auf drei. Es wurd ordentlich aufgefahren, was der Musik der „härtere“ Musikmarkt so herzugeben hat, mit dabei waren u. a. TERROR, SICK OF IT ALL, PARKWAY DRIVE, DONOTS und und und…
Aber der Reihe nach. Wir sind ca. gegen zwölf Uhr am Festival Gelände angekommen und anders wie erwartet, bzw. wie die Jahre davor ist diesmal die Mega Schlange vor der Bändchenausgabe ausgeblieben. Man hat wohl aus den letzten Jahren gelernt und es lief, meiner Meinung nach super ab.
Erstmal vor Ort, das diesjährige Festival Gelände erkundigen, dieses Jahr wurden extra noch mehr Schattenplätze und sogar Wasserstellen aufgebaut. Was bei diesen Temperaturen von 38 Grad, auch bitter notwendig war und sehr dankend von vielen Festival Besuchern angenommen wurde.
Die Stimmung war von Anfang an sehr angenehm und ausgelassen. Die erste Band, die ich nebenbei mitbekommen habe, war NEAERA eine Metalcore Band aus Münster, die vor der Bühne schon ne ordentlich Menge an Leuten einheizen konnte. Und dies auch mit voller Energie gelang. Direkt im Anschluss folgte dann die SONDASCHULE, die rein musikalisch ja nicht unbedingt, auf ein Festival wie das Vainstream passen, mich aber ein paar Jahre zurück versetzt haben. Super coole Show, irgendwie ging das ganze Publikum, welches schon so früh da war und schön in der Sonne bruzelte, richtig gut mit und bescherten dem Jungs eine großartige Kulisse, dass sogar ein Sanitäter (so um die 40 Jahre alt) sich nicht mehr zu halten
wusste und anfing zu tanzen. Übrigens bringen die Sondaschüler jetzt bald ein neues Album raus, auf welches man sich getrost freuen kann, nach dem was ich bis jetzt gehört hab!! Nahtlos ging es dann über zu SUICIDE SILENCE, krasser Metalcore der guten Anklang gefunden hat, aber mich leider nicht überzeugen konnte, da für mich einfach der original Sänger, der bei einem Motorrad Unfall ums Leben kam, fehlte. Danach ging es für uns erstmal in den Schatten, um uns von der doch heftigen Sonne zu erholen und den Wasserhaushalt im Körper wieder auszugleichen. Dazu muss ich leider sagen, dass ich es oft nicht versteh, warum man für ein einfaches Wasser, ich glaub es war ein 0,5L Becher, 2,50€ nehmen muss… Und das bei so einem Wetter!! Dafür hab ich letztes Jahr auf dem Pfingst Open Air in Essen Werden eine 1L Flasche bekommen und wer das Festival kennt, weiß das es sich hauptsächlich durch den Verkauf von Getränken finanziert… Schade aber kann man leider nichts machen.
image5Um 15 Uhr ging es für uns dann in der Sputnikhalle (Club Stage) mit EXPIRE weiter, auf die ich mich mit am meisten freute. Anfangs war es noch sehr angenehm in der Halle, als noch nichtsoviel los war. Doch das änderte sich ziemlich schnell nach dem EXPIRE angefangen hatte zu spielen. Es war wie zu erwarten für mich das Highlight des Festivals. Und sie haben förmig den Laden abgerissen. Richtig gute Show, mit einer super Stimmung, sodass man nach dem Set, die Halle triefend nass vom eigenen Schweiß verlasen hat xD
Das einzige was mich an der Club Stage gestört hat, war der Wellenbrecher bzw. Graben vor der Bühne, der so ein bisschen die Stimmung genommen hat. Direkt im Anschluss folgte dann MADBALL, wieder draußen in der prallen Sonne. Die wie immer ne ziemlich fette Show abgeliefert haben. Obwohl mir irgendwie so vorkam, dass es irgendwie nicht das richtige Publikum für Old School Hardcore war….Auf der Bühne nebenan machte sich dann FEAR FACTORY bereit, der Sound war ganz cool, das Publikum ging besser mit als bei MADBALL, aber zu mir konnte der Funke nicht überspringen. Im Gegensatz zu TERROR, die danach gespielt haben. Auch ohne ihren Hauptsänger Scott Vogel, der aus gesundheitlichen Gründen die komplette EU Tour nicht mitfahren konnte. Den Gesang hatDavid Wood, der sonst immer Bass bei TERROR spielt und bei DOWN TO NOTHING singt, übernommen. Dadurch hat TERROR zwar nur mit einer Gitarre gespielt, konnten dennoch noch nen fettes Brett LA HC abliefern und ich muss sagen mir hat es fast besser gefallen, als mit Scott Vogel. Die Band strotze vor Energy, dass aber ähnlich wie bei MADBALL leider nicht so beim
Publikum ankam, meiner Meinung nach… Sehr sehr schade. Die Mächtigen KASSIERER eroberten danach die kleine THROW DOWN STAGE, welche vor Andrang der Massen ziemlich überfüllt war und wir selbst kein Platz mit Sicht auf die Bühne ergattern konnte. Die hätten sicherlich auch auf einer der Hauptbühnen super gepasst. Die Stimmung war überragend und was ich mitbekommen habe war es eine rundum solide Show.
Wobei ich mich auch noch gefragt habe, warum man extra ne dritte Open Air Bühne aufstellt, wenn da nur drei Bands spielen?
image3ARCHITECTS eine Band, die für mich locker einen Headliner Charakter haben, hätten meiner Meinung nach ruhig was später noch spielen können. Eine der besten live Bands, die ich seit langen gesehen hab und live teilweise noch viel geiler als auf Platte klingen, haben einfach eine krasse Show abgeliefert, mit der jeder Besucher mehr als zufrieden seien dürfte. Langsam merkte man, wie einem die Hitze zu schaffen machte und man nicht mehr so ganz fit ist, wie Morgens noch.Auf die Architekten folgten dann noch CALLEJON mit ihrem deutschsprachigen Metalcore geballer.
Die ich früher mit ihren ersten Album noch gehört habe, aber mittlerweile einfach nicht mehr somein Ding ist. Legten trotz alle dem ne ziemlich fette Show hin. Bei den DONOTS ging es leider direkt mit einem Kratzen in den Boxen los, sodass es anfangsanstrengend war, zu zuhören. Doch mit der Zeit, ich glaub es waren die letzte vier Lieder oder so,haben die Techniker, den Fehler behoben und die fast Münsteraner Wissen zu überzeugen, auch wenn mir die neuen deutschen Sachen nicht so gefallen wie die Alten. Während nach den DONOTS, SICK OF IT ALL noch mal ordentlich für Dampf kurz vor demMainact sorgten, haben wir noch die letzten Getränke Marken untere Folk gebracht und warteten mit voller Erwartung auf den Headliner PARKWAY DRIVE, welche mit einer absolut unvergleichbaren Bühne Kulisse und Pyroshow Münser nochmal ordentlich Beben ließen. Einfach bei eine ultra Fette Show, die dem 10. Vainstream einen würdigen Abschluss gewährten. Wer PARKWAY DRIVE noch nie live gesehen hat, sollte dies umbedingt nach holen. Bei denen lohnt sich jeder Cent des Eintritts. Mein Fazit für das ausverkaufte 10. Vainstream, geiles Festival, die Organisation ist die letzten Jahre immer besser geworden, es war ultra heiß, egal wo man auch hin ging. Aber es hat sich all der Schweiß gelohnt. Sichtlich geschafft ging es für mich leider vor der Aftershow Party nach Hause, da einem die Sonne und die heißen Temperaturen so zuschaffen gemacht hat, dass irgendwann die Energie raus war. Aber wer sehen uns nächstes Jahr bestimmt wieder!!!
David

DRITTE WAHL / Berlin – Astra Kulturhaus (27. / 28.02.2015) 17.03.2015

Endlich mal wieder DRITTE WAHL live sehen! Wurde auch Zeit, denn das letzte Mal scheint eine gefühlte Ewigkeit her zu sein. Nach dem die Jungs vor ein paar Wochen ihr neues großartiges Album „Geblitzdingst“ rausgebracht haben, musste das Baby natürlich gebührend gefeiert werden. Nach einem kleinen Gastspiel in Rostock, stieg dann die offizielle Release-Party im Astra Kulturhaus in Berlin. Da sich bereits vor zwei Jahren ein Abend als zu wenig herausgestellt hatte, wurde auch dieses Mal an zwei Abenden gefeiert. Beim letzten Auftritt ließen die Jungs noch ihre Fans entscheiden, welche Songs sie hören wollen und spielten dann jeden zweiten aus dem Ranking. Das Konzept ging wohl nicht ganz auf und auch in meinem Bekanntenkreis stieß es auf ein geteiltes Echo. Das ist aber Vergangenheit und diesmal spielten DRITTE WAHL, neben ein paar gesetzten Songs, größtenteils Material vom neuen Album. Die restliche Setlist wurde flexibel gestaltet, so dass sich auch die Leute nicht langweilten, die an beiden Abenden zugegen waren. Außerdem befanden sich zwei Neuralisatoren auf der Bühne, so dass Teile des Abends oder eben der ganze Abend weggeblitzdingst werden konnten. Sehr elegant auch der Nebel vorn an der Bühne, der in die Luft gepustet wurde. In bester Rockstarmanier standen Gunnar und Stefan da und ließen sich feiern. Vorab schon mal Sorry, wenn ich in meinem kleinen Bericht einige Songs, der Playlist oder Abende durcheinander haue, liegt wahrschein am erhöhten Alkoholspiegel.

Am ersten Abend galt es aber erst einmal 44 Leningrad zu lauschen. Schnell stellte sich bei mir aber die Erkenntnis ein, dass ich die Band aus meinen Jungendtagen viel besser in Erinnerung hatte. Schade eigentlich und daher hielt ich mich mit meinem Bekannten lieber am Tresen auf. Wir beide sehnten uns DRITTE WAHL herbei und die ließen sich auch nicht lange bitten. Stampfend dröhnte „Der Spiegel“ aus den Boxen, Konfetti regnete von der Decke und der Vorgang, der die Sicht auf die Bühne verdeckte, fiel theatralisch zu Boden. KISS hätten es nicht besser machen können. Von der ersten Sekunde an hatten DRITTE WAHL leichtes Spiel und rissen das gesamte Publikum mit. Obwohl Gunnar krankheitsbedingt angeschlagen war, ließ er es sich nicht nehmen, hier und heute auf der Bühne zu stehen. Kann sein, dass ich nur den Eindruck hatte, aber der Rest der Band schien ihm daher gesangstechnisch öfter unter die Arme zu greifen als sonst. Der Stimmung tat dies jedenfalls keinen Abbruch und es wurde gefeiert, getrunken und gepogt. Neben alten Klassikern wie „Mainzer Strasse“ und „So wie ihr seid“ wurden auch die neuen Stücke lauthals vom Publikum mitgesungen und die Jungs schienen es zu genießen. Obwohl DRITTE WAHL seit Ende letzten Jahres einen neuen Mann (Holger) am Keyboard haben, kam auch ihr Rainer-Langhans-Double noch mal vorbei und gab einige Songs mit zum Besten. Ein sehr bewegender Moment war wieder einmal „Auf der Flucht“, denn unterstützt von Teilen von IN EXTREMO war der Song großartig wie lange nicht mehr. Nach einigen Zugaben verabschiedete sich die Band von einem glücklichen Publikum in die Nacht.

Am nächsten Abend ging es wieder auf in Richtung Astra, diesmal allerdings mit einer anderen, viel charmanteren Begleitung. Es versprach ein mehr als gelungener Abend zu werden. Angekommen mussten wir allerdings wieder eine schlechte Vorband über uns ergehen lassen. Auf HANS AM FELSEN hatte ich mich eigentlich gefreut, aber die Darbietung war nach wenigen Songs kaum noch auszuhalten. Lieber dann schon COR, die im Anschluss auf die Bühne kamen. Mit ihrem Intro, dem Video zu „Lampedusa Blues“, hielten sie unserer Gesellschaft den Spiegel vor und jeder sollte es sich auf youtube mal anschauen. Nach dem Friedemann dann das Mikro in die Hand nahm, wurde in gewohnter COR Manier der ganze Laden in Schutt und Asche gerockt. Wenn Hardcore-Punk immer so politisch und gut wäre, es wäre ein Traum. Dann waren aber wieder DRITTE WAHL an der Reihe und wenn die Stimmung am Vorabend schon super war, gab es noch eine Steigerung. Der Laden platzte aus allen Nähten und alle sangen aus voller Brust mit. Nach dem sich auf der letzten Tour „Zeit bleib stehen“ als Favorit herauskristallisiert hatte, lag der Fokus dieses Mal auf „Fliegen“. Es war echt unglaublich, wie lange dieser Song dauerte und das meine ich im positiven Sinn. Der gesamte Saal grölte den Refrain immer und immer wieder. Diese Chance ließen sich Stefan und Gunnar natürlich nicht nehmen und traten die Reise über das Publikum an, bis in die hinteren Reihen. Das Grinsen in ihren Gesichtern sagte mehr als tausend Worte. Anschließend gab es selbstverständlich noch einige Lieder als Zugabe. Auch „Greif ein“ wurde noch einmal zum Besten gegeben, obwohl die Rostocker es am Tag zuvor gespielt hatten und eigentlich nicht auch noch an diesem Abend spielen wollten. Nach Konzertende sah man nur glückliche Gesichter. Nachdem alle Konzertbesucher aus dem Saal befördert waren, wollten wir uns schon auf den Heimweg machen. Da wir allerdings während der Show noch ein paar Bekannte getroffen hatten, hieß es dann bei der Aftershowparty weiterfeiern und einen perfekten Abend ausklingen lassen. Danke DRITTE WAHL und bis zum nächsten Mal!

PS: Eine kleine Anmerkung möchte ich der Band allerdings noch mitgeben. Es gibt Songs, da passt das Keyboard hervorragend rein und es gibt Songs, wie bspw. das oben erwähnte „Greif ein“, da passt das Keyboard einfach überhaupt nicht! Bitte beim nächsten Mal weglassen!

East Side Daniel

Festival der Volxmusik & Stiff Little Fingers Konzertberichte

Festival der Volxmusik / Berlin – BiNuu (24.10.2014)
Fast 25 Jahre nach der ersten „Festival der Volxmusik“-Tour machen sich die damaligen Protagonisten, diesmal allerdings ohne SCHLIESSMUSKEL, erneut auf eine Reise durch die Republik. Die MIMMIS und natürlich die ABSTÜRZENDEN BRIEFTAUBEN wagen es, im gereifteren Zustand noch einmal die Sau rauszulassen. Allerdings besteht die Gefahr, dass es peinlich werden kann, wenn alte Fun-Punk-Bands als „alte Männer“ auf der Bühne über Themen singen, die eigentlich den jüngeren vorbehalten sein sollten. Nichtsdestotrotz machte ich mich an diesem Freitagabend auf den Weg in die Stadt, um mir ein eigenes Bild zu machen. Als ich dort ankam, spielten bereits die ELLYS. Allzu viel konnte ich vorab im Internet nicht rausfinden und in Anbetracht der Tatsache, dass sie mich nicht hinterm Ofen vorlocken konnten, werde ich mir auch keine weitere Mühe geben. Die belanglose Mischung aus Rock und Punk zieht einfach nicht mehr, denn weder Fleisch noch Fisch ist scheisse. Einzig die Ausstrahlung der Sängerin machte die Show erträglich. Recht schnell kamen im Anschluss die MIMMIS auf die Bühne. Ich hab Fabsi und Co. jetzt schon einige Male erlebt und bisher war es immer ein riesen Gaudi. Dementsprechend groß war meine Vorfreude, die Band nach ein paar Jahren endlich wieder live zu sehen. Allerdings verflog meine Freude relativ schnell, denn im Vergleich zu früheren Auftritten war das hier eine lahme Nummer. Entweder waren sie angeschlagen von den bisherigen Konzerten oder sie hatten einfach keinen richtigen Bock. Eher halbherzig wurden die Songs runtergerissen und der Zauber der damaligen Zeit schien völlig verflogen. Die Einlagen, zum Beispiel mit der Gegen Nazis Fahne, sind immer noch dieselben und auch die Ansagen wirken einstudiert. Schade eigentlich, aber vielleicht haben DIE MIMMIS das nächste Mal wieder mehr Spass daran vor ihrem Publikum zu stehen. So wie ich schienen das aber bei weitem nicht alle zu sehen, denn die Stimmung schien recht ausgelassen. Nach einer erneuten kleinen Pause kamen sie dann endlich auf die Bühne, DIE ABSTÜRZENDEN BRIEFTAUBEN! Nach Jahren der Entbehrung, lechzte das Publikum förmlich nach der Band, bzw. nach Micro. Und obwohl ich die Band erst vor einigen Monaten im Rahmen eines anderen Festivals live gesehen habe, war meine Vorfreude noch größer als damals. Gleich vom ersten Song an hatten die zwei leichtes Spiel, denn ein Klassiker folgte dem anderen. Dabei gelang sogar das Unmögliche. Wirklich jeder in den ersten Reihen, sei er noch so alt, sang lauthals jede einzelne Zeile mit, egal wie stumpfsinnig der Inhalt manchmal auch ist. So viele Männer im gesetzten Alter habe ich lange nicht vor einer Bühne springen sehen. Ich will gar nicht wissen, wie sehr ihnen die Knochen am nächsten Morgen schmerzten. Was soll ich noch weiteres sagen, die BRIEFTAUBEN waren schlicht und ergreifend großartig. Micro schmettert die alten Lieder aus voller Kehle, hopst als wäre er mindestens 20 Jahre jünger und scheint jede Menge Spass dabei zu haben. Die Ängste, dass es eine Veranstaltung zum Fremdschämen ist, die kann ich jedem nehmen. Also schaut sie euch unbedingt an und lasst auch in ein anderes Jahrzehnt Punkrock versetzen! East Side Daniel

Stiff Little Fingers / Berlin – SO36 (13.11.2014)
Nachdem ich das neue Album der STIFF LITTLE FINGERS an anderer Stelle bereits besprochen und für gute befunden hatte, lag es auf der Hand, dass ich ihnen auf der anstehenden Tour einen Besuch abstatten werde. Dass sie eine der wichtigsten frühen Punkbands darstellen, wird wohl niemand bezweifeln, aber ich kann auch diejenigen verstehen, die sich angesichts der musikalischen Entwicklung der Jungs von ihnen abgewandt haben. Jedenfalls scheinen die FINGERS immer noch genügend Anhänger zu haben, auch wenn diese mittlerweile in die Jahre gekommen sind. Dementsprechend lag der Altersdurchschnitt bei gefühlt Mitte 40 oder noch höher. Ab und an erblickte man aber auch Jungvolk. Zunächst mussten aber alle Altersklassen die Vorband überstehen. FIGHTBALL waren zwar nicht wirklich schlecht, aber überzeugend spielen sieht auch anders aus. Das bedeutete aber auch, dass es unmöglich war, eine rauchen zu gehen, denn das kleine Kabuff war angesichts der Massen, die aus dem Saal strömten, hoffnungslos überfüllt. Als der Auftritt der STIFF LITTLE FINGERS nahte, waren spätestens alle wieder im Club vor der Bühne. Als sie auf die Bühne kamen, hatten sie von der ersten Sekunde alle im Griff und recht schnell kam der erste Höhepunkt – „Nobody’s Hero“ dröhnte aus den Boxen und erzeugte Gänsehaut. Die Stimmung stieg und vor der Bühne wurde ausgelassen gepogt. Das weitere Set setzte sich aus alten, mittelalten und neuen Songs zusammen und lief solide durch. Natürlich musste ein Vollpfosten die Nerven von Sänger Jake testen, indem er ein volles Bier auf die Bühne warf. Mittlerweile dürfte sich bei vielen rumgesprochen haben, dass er darauf nun überhaupt nicht steht. Wer provozieren will, soll doch zu Hause bleiben. Nach kurzer Zeit war der kleine Zwischenfall aber vergessen und die Combo spielte mit gleichem Enthusiasmus weiter. Generell schienen alle Bandmitglieder auf der Bühne richtig viel Spass zu haben. Die alten Knochen wurden im Rahmen der Möglichkeiten durch die Luft geschleudert und mit Gitarren gepost. Zum großen Finale schmetterten sie dem Publikum natürlich noch Kracher wie „Suspect Device“ und „Alternative Ulster“ entgegen. Spätestens hier gaben sie noch mal alles. Der Sound stand dem der Platten in nichts nach und alte Männer mussten fast weinen. Wer Angst vor einer Rentnerveranstaltung hat, muss sich bei den STIFF LITTLE FINGERS definitiv keine Sorgen machen und einmal gesehen haben muss man sie! East Side Daniel

11. – 13.04.14 Berlin / Astra Kulturhaus – Punk And Disorderly (11.05.2014)

Angelic_Upstarts_01Bevor die Open-Air-Festivalsaison eingeläutet wird, gibt es für alle Punks und Skins noch einen Pflichttermin, das PUNK & DISORDERLY. An altbewährter Stelle, dem Astra Kulturhaus in Berlin, ließen sich MAD Tourbooking auch dieses Jahr nicht lumpen und holten das Who is Who der Oi!- und Punkszene in die Hauptstadt. Für die Leber hieß das drei Tage Schwerstarbeit, aber nüchtern sein kann man ja auf Arbeit.
So begab es sich, dass wir uns am Freitagabend in einer kleinen Gruppe auf machten ins Astra, um das Wochenende einzuläuten. Da bis zum späten Nachmittag Maloche angesagt war, verpassten wir „natürlich“ wieder die ersten Bands in Form von FRONTKICK und CRASHED OUT, aber pünktlich zu KLASSE KRIMINALE hatten wir es dann doch geschafft. Die Italiener legten wie gewohnt ein super Set hin und spielten sich durch ihre Platten. Einzig auf das obligatorische „If the kids are united“ Cover wurde diesmal verzichtet. Warum nur? Die Auflösung folgte etwas später. Dafür gab es eine Version von CLASHs „White Riot“, die auch nicht von schlechten Eltern war. Die folgenden TROTSKIDS straften wir ignoranten Säcke mit nicht anwesend sein. Man musste schließlich der Unterhopfung entgegenwirken und mal einen Blick ins Merchandisezelt werfen. Aber dort gab es wenig Interessantes bzw. nur neue Platten zu erstehen. Kaum Second Hand Sachen und für mich nix Interessantes zu kaufen. Ist aber auch nicht schlimm, bleibt mehr Geld für Getränke. So langsam kamen wir auch auf Betriebstemperatur und spielten Niveaulimbo. Ein dummer Spruch jagte den nächsten. So hätten wir fast noch THE CASUALTIES verpasst, schafften es aber gerade noch so. Ich muss allerdings sagen, von den Amerikanern hatte ich mir mehr erhofft. Zu viel Gedresche und zu eintönig. Danach folgte dann das erste richtige Highlight des PUNK & DISORDERLYs, die ANGELIC UPSTARTS.

Casualties_02Das letzte Mal, als ich die Band live gesehen habe, muss inzwischen über 15 Jahre her sein und damals waren sie großartig, so auch an diesem Abend. Die Band zog ihr Ding durch und dank des charismatischen Mensi brodelte das Astra und alle Hits wurden mitgesungen. Erstaunt war ich über die ganz klaren politischen Aussagen der Jungs auf der Bühne. So hatte ich sie gar nicht in Erinnerung. Da hätten mal einige der Vollidioten im Publikum besser hinhören und nach Haus kacken gehen sollen. Ein Onkelz Shirt oder ein Pulli mit dem Aufdruck „Good Night Any Side“ hat auf einem solchen Konzert einfach nichts zu suchen! Aber bevor ich mich wieder künstlich aufrege, weiter im Text, denn als Abschluss des ersten Abends folgten SHAM 69. Nachdem in den letzten Jahren einige Konzerte, u.a. auch beim PUNK & DISORDERLY abgesagt wurden, hat es nun endlich geklappt und das sogar mit olle Jimmy. Darauf hatte ich soooo lange gewartet und offensichtlich auch viele im Publikum, denn als es losging, gab es kein Halten mehr. Als geborener Entertainer wickelte Pursey die Anwesenden spielerisch um den Finger. Natürlich folgte hier Hit auf Hit auf Hit auf Hit… Es wäre müßig alle aufzuzählen. Wer eine der seltenen Gelegenheiten bekommt SHAM live zu erleben, dem sei ans Herz gelegt, NUTZT SIE! So klang der erste Abend aus und alle gingen selig nach Hause.
Die Pogoschlacht der letzten Nacht noch in den Knochen zog es mich am Samstag wieder ins Kulturhaus, allerdings mit dem beruhigenden Wissen, dass es an diesem Tag für mich weniger anstrengend werden würde. Auf gerade Mal eine Band freute ich mich und die enttäuschten mich auch noch. LION’S LAW werden im Moment überall gehypt und auch ich finde die Songs gar nicht so schlecht. Demzufolge war ich auch gespannt, wie die Franzosen sich auf der Bühne schlagen würden. Doch was sie darboten war eher uninspirierend und folgte den typischen Stereotypen einer ach so harten Band. Schade eigentlich. OHL schenkte ich mir dann, denn Deutscher W. ist mir von jeher unsympathisch und wenn man sie einmal gesehen hat, hat man wirklich genug gesehen. BOOZE & GLORY konnten mich ebenfalls nicht überzeugen, aber dafür BUSTER SHUFFLE.

Klasse_Kriminale_04Bisher hatte ich die Band nicht für voll genommen, aber was die Combo auf der Bühne abzieht, ist echt klasse. Dazu noch einen super Sound, der zugegebenermaßen nicht jedermanns Geschmack sein wird, aber mich hat es echt umgehauen. Anschließend war der Samstag für mich gelaufen, denn THE BUSINESS und STOMPER 98 konnte ich mir nicht mehr anschauen. Was ich aber durchaus verschmerzen kann. Für mich ging es in Richtung Alte Kantine zur Best-Of 80ies, 90ies usw. Party. Wenn die Frau Geburtstag feiert, muss man halt auch mal Kompromisse eingehen.
Dafür hieß es am Sonntag wieder volle Dröhnung Oi!-Punk auf die Ohren. Am Eingang dann aber die erste Überraschung, denn DISCHARGE mussten aufgrund gecancelter Flüge kurzfristig absagen. Obwohl bedauerlich, freute ich mich, denn nach zwei kräfteraubenden Tagen, sehnte ich mich nach einer früheren Heimreise. Doch weit gefehlt, denn die Spielzeiten der Bands wurden so verlegt, dass der Abend trotzdem erst um Mitternacht endete. Also von meiner Seite ein Tipp an den Veranstalter, bitte das nächste Mal lieber eher Schluss machen. Aber sei’s drum, denn der letzte Tag versprach noch Mal eine ordentliche Sause. Erstes Highlight waren THE CRACK, die mit ihrem großartigen „My World“ für erste Verzückungen sorgten. Danach enterten die von mir heißgeliebten THE BONES die Bühnenbretter. Leider schien das Publikum ausgelaugt oder ignorant, denn so richtig Stimmung wollte nicht aufkommen. Mehr als bedauernswert, denn die Jungs gaben alles und rockten sich den Arsch ab. Für einen mehr als würdigen Abschluss des PUNK & DISORDERLY 2014 sorgten dann THE ADICTS. Ihre Show in Worte zu fassen ist zu schwer. Wer sie schon mal gesehen hat, weiß was ich meine und wer noch nicht, sollte sie sich dringend anschauen!
Sham_69_10Dass der nächste Arbeitstag nicht unbedingt mein produktivster war, versteht sich wohl von selbst. Aber die blauen Flecken, müden Knochen, schmerzenden Füße und die allgegenwärtige Müdigkeit waren es auf jeden Fall wert. Danke MAD und ich bin echt gespannt, wie sie nächstes Jahr wieder so ein großartiges Festival hinbekommen oder das diesjährige sogar toppen wollen!?
East Side Daniel

10 Jahre PUKE MUSIC / Berlin – K17 (04.05.2014)

An diesem Ostersonntag im Jahr 2014 sollte ein langgehegter Jugendtraum von mir in Erfüllung gehen, denn endlich sollte ich sie live erleben – DIE ABSTÜRZENDEN BRIEFTAUBEN. Okay, nach dem Tod von Konrad K. sind es zwar nur noch 50%, aber hey, besser als nichts. Ich nehme es meinem Dad nämlich heute noch übel, dass er mich damals nicht mit ins Tommyhaus genommen hat zum letzten Gig der TAUBEN. „Vielen Dank“ noch mal an dieser Stelle! Doch immer eins nach dem anderen.
Am Anfang war das Bier. Diesmal aus dem Zapfhahn des altehrwürdigen Feuermelders. Nach einem kleinen Pläuschchen machten wir uns dann zu viert auf den Weg ins K17, um gemeinsam mit hunderten von Leuten und Bernd von PUKE MUSIC das 10 jährige Bestehen seines Ladens / Mailorders zu feiern. Dank Bernd gab es schon einige geile Konzerte in Berlin, aber zu diesem Anlass ließ er es richtig krachen. Insgesamt 18 Bands auf 3 Bühnen! Da war wirklich für jeden was dabei und man konnte ordentlich feiern. Auch wenn ich eigentlich kein Fan davon bin, Bands parallel spielen zu lassen, muss ich sagen, dass es an diesem Abend gut funktionierte. Ich konnte mir alles anschauen, was ich sehen wollte und noch ein paar neue Bands für mich entdecken. Zunächst stand aber ungläubiges Staunen auf dem Programm. Das K17, wahrscheinlich als einer von wenigen Läden in Berlin, nimmt die Antidrogenpolitik wirklich ernst. Sogar meine Kippenschachtel wurde ganz professionell mit einer Taschenlampe durchleuchtet. Nicht das ich vor hatte Gras oder ähnliches mit reinzunehmen, aber komisch war es schon.
Doch jetzt zum eigentlichen Sinn und Zweck eines Festivals – der Musik. Los ging’s bei mir mit LEFT CULTURE, die mich aber nicht wirklich überzeugen konnten. Punkrock mit Streetpunkanleihen, den man schon tausend Mal gesehen hat. Anschließend ließ es sich Bernd natürlich nicht nehmen, mit seinen „legendären“ BERMONES aufzutreten. Nach einem Intro erwartete die Zuschauer absoluter Trash. Los ging’s mit Vollplayback und aufblasbaren Gitarren. So wie einst HBW, nur etwas unprofessioneller und chaotischer, wenn das überhaupt möglich ist. Aus den Boxen dröhnten dazu Songs wie zum Beispiel „Straßenbahn“, ein Cover von den SKEPTIKERN („Straßenkampf“). Als dann noch ein kleines Mädchen ihre Version von „An Tagen wie diesen“ zum Besten gab, musste ich kapitulieren und den Saal verlassen. Aber immerhin, ihre Version war kein bisschen schlechter als das Original. Zusammenfassend muss ich sagen, dass es eine Erfahrung war, die BERMONES zu sehen, aber ob ich diese Erfahrung noch ein zweites Mal machen muss, weiß ich nicht. Nach einem kleinen Abstecher zu HÖRINFARKT, ging’s direkt weiter zu BOCKWURSCHTBUDE. Perfektes Timing kann ich da bloß sagen, denn pünktlich zu „O.S.T.“ kam ich an der kleinen Bühne an. Einer meiner absoluten Lieblingssongs im Moment, den man zumindest als Ossi kennen muss. Dann folgte die Überraschung des Abends, die MADLOCKS. Guter alter Punkrock, gepaart mit Hardcore und Metal und dazu eine mehr als sympathische Band. Ein druckvolles Soundgewitter dröhnte da aus den Lautsprechern und obwohl ich nur kurz reinschauen wollte, ließen mich die vier nicht vor Ende ihrer Show los. Wenn ihr mal die Gelegenheit habt die Berliner zu sehen, nutzt sie! Direkt darunter auf einem anderen Floor spielten derweil POGOEXPRESS, die laut Aussage von einem meiner Mitstreiter ganz gut gewesen sein sollen. Was für Krach es gewesen sein muss, ließ sich zumindest in den Pausen zwischen den Songs der MADLOCKS erahnen, denn der Boden vibrierte unter den Füßen. Danach ging’s wieder ab in die große Halle zum Heimspiel von NO EXIT. Dass die Jungs das Publikum im Griff haben werden, war abzusehen und so ließen sie sich feiern und feierten ihre Fans. Zu hören gab’s die Klassiker und ich hoffe mal, dass da demnächst was Neues kommen wird. Anschließend brachten die TORNADOS den Saal zum Kochen. Ich hab die Combo seit meiner Jugendzeit nicht mehr gesehen und muss sagen, sie sind nach wie vor echt spitze. Wer hier nicht tanzt ist selber schuld! Und dann war es endlich soweit, die ABSTÜRZENDEN BRIEFTAUBEN betraten die Bühne. Ohne Instrumentenwechsel ließ Micro einen Hit nach dem anderen ab. Bei einer Spielzeit von ca. 1 Stunde war das angesichts des Backkatalogs der Band, eine leichte Übung. Auch sie hatten die Angereisten spielerisch im Griff und der Saal grölte Klassiker wie „Räubermärchen“, „Das Grauen kehrt zurück“, „Betsy Freitag“ etc. mit. Auch mich zog es wie so viele in den pogenden Mob und das will was heißen. Wenn man über dreißig ist überlegt man sich schließlich, wobei man sich die Knochen versaut. Sie haben es eben noch drauf, also schaut sie euch an! DANKE Bernde, dass du mir einen Traum erfüllt und uns einen schönen Ostersonntag beschert hast. In diesem Sinne Prost und auf die nächsten 10 Jahre! East Side Daniel

SON OF A BASTARD FESTIVAL RÜCKBLICK (06.04.2014)

Nachdem es beim Bericht für das Endless Summer Festival 2013 schon so einen Spaß gemacht hat, den Bericht in Co-Moderation mit Dirk vom Nameless Magazin zu schreiben, haben wir uns auch für den Bericht zum Son of a Bastard – The Ride 2014 dazu entschieden. Dirks Teile haben sind FETT markiert. Den Bericht findet ihr auch im Nameless Magazin. Viel Spaß beim Lesen. Cheers Mira

So ein Festival sorgt ja immer gerne für eine riesige Vorfreude, ganz besonders aber das große Treffen der Sunny Bastards Familie. Am Festivalfreitag habe ich zum Glück bereits frei, so dass ich ganz entspannt in dieses Wochenende starten kann. Nach einer letzten Stärkung geht es gegen 15 Uhr mit Saskia Richtung Turbinenhalle. Christian und Sunny sind auch schon da und so können wir gleich damit beginnen den Merch-Stand aufzubauen. Unsere Nachbarn von United Kids Records sind auch schon am Start, nur die neuen Nachbarn von Hidden Needles lassen noch etwas auf sich warten. Ach und da ist ja auch noch der Moppa, der zwar bei uns am Stand steht, sich aber alleine durch den Vier Promille-Merch kämpft! Respekt! Die Zeit bis zum Einlass vergeht wie gewohnt viel zu schnell und so wird es am Ende noch richtig hektisch, als sich die ersten Leute schon an der Kasse anstellen. Damit hat auch schon die erste Arbeitsschicht begonnen und wenig später beginnt auch der offizielle Teil des Abends: die Brigade S. betritt die Bühne. Da mache ich mich doch auch mal wenigstens für 1-3 Lieder auf den Weg in die Halle für ein paar Fotos. Aber sag mal Mira, wo bleibst du eigentlich?

BrigadeGerade angekommen. Ich sag dir, dass war ein Stress! Leider hatten wir nicht alle frei heute und konnten deswegen erst später los….Trotzdem schaffen Phil, Jazzmin, Frank und ich es pünktlich zu Brigade S.am Start zu sein.
Ihr wart am Merch-Stand ja schon richtig fleißig, wie ich sehe…So jetzt aber erstmal fix in die Halle und den ersten Akkorden von Brigade S. lauschen. Auf diesen Moment hab ich nun schon seit Wochen hingefiebert. Ein grandioses Wochenende steht uns bevor, dass uns sicherlich den ganzen Alltagsstress auf einen Schlag vergessen lässt. Die Jungs aus Wanne- Eickel sind ein super Opener für unser Familientreffen und der Auftritt gefällt mir bislang richtig gut. Die Halle ist noch nicht brechend voll, aber es sind doch schon n paar Leute hier um Brigade S. zu unterstützen. Bevor dann gleich Rogers auf der Bühne stehen, bin ich mal Backstage die Thekencrew, Frank, Gawo, Stefan und Oliver begrüßen. Die Jungs sorgen dafür, dass dieses Wochenende keiner von uns nüchtern bleiben wird…..Wie gefällt dir denn der Auftritt? Genug von Hackfleisch, Bier und Titten?

Hackfleisch, Bier und Titten? Ich bin schon wieder am Stand. Brigade S. habe ich nur kurz gesehen, das hat mir aber gefallen. Wirklich cool, dass die Halle schon einigermaßen gefüllt ist. Meine erste Schicht geht jetzt auch gleich zu Ende. Gerade hat so’ne Madame ihr Bier über unsere CDs gekippt und nun muss ich erstmal putzen. Super Sache! Zu Rogers schaffe ich es genau so in die Halle, dass ich es noch auf 2 Fotos und ein halbes Lied bringe! Naja, zum Glück gibt es ja die „4 von der Tankstelle“ und die versorgen mich ja schon etwas länger. OHL haben mittlerweile angefangen und können mich irgendwie nicht so wirklich begeistern. Dieses neue Zeux geht mir aber auch eher auf die Nerven. Aber OHL waren ja auch schon immer eher was für kleine Läden. Es gibt ja zum Glück noch Bier. Bei euch am Stand scheint ja auch alles zu laufen. Haste also endlich mal angefangen zu arbeiten? Bist ja nicht zum Vergnügen hier!

OHLNa klar! Ich unterstütze Saskia und Wiebke, gerade allerdings nur als Springer, heißt ich versorge die beiden mit reichlich Bier. OHL haben mich irgendwie auch nicht wirklich begeistern können. Berserker bekomm ich ebenfalls nur am Rande mit, was ich ehrlicherweise nicht ganz sooo tragisch finde. Ist keine schlechte Band, aber nicht ganz meine Welt. Da organisier ich doch lieber mal ne Rolle Zewa von den Tattoogirls, falls noch ein Besoffski Bier verschüttet.
Gleich hab ich hier auch Feierabend und werde mir 4 Promille angucken gehen. Da fällt mir ein, ich bekomm ja noch n Shirt von den Düsseldorfern, da deren Merch ja ne Zeit in meinem Keller gelagert wurde, ich bin dann mal bei Moppa…
Wo treibst du dich grade rum?

Berserker sind auch nicht so ganz meine Welt! Aber da ich die Berliner mag und Schröder grad schon so böse von der Bühne runterguckt, sag ich da mal weiter nix zu! Lieber wieder Bier! Die Mädels am Merch-Stand wollen mich auch irgendwie nicht dahaben und das obwohl ich Bier mitgebracht habe. Da geh ich doch mal ein wenig im Backstage spazieren. Dort macht Christian gerade höchst persönlich eine Runde Mexikaner fertig, der dann vor den Augen des Schulermittlers vertilgt wird. Tja, man kann halt nicht alle Schäfchen retten! Jetzt aber mal endlich wieder Musik: 4 Promille stehen auf der Bühne und da gehe ich jetzt auch hin. In der hinteren Ecke (der Bühne – um hier keine Missverständnisse zu erzeugen) wird nämlich ganz ordentlich gefeiert und da habe ich jetzt auch Lust drauf. Schön das auch das Publikum ordentlich mitfeiert. 4 Promille geben zwar wieder ordentlich Gas, aber irgendwie hab ich vermutet, dass die Leute eher wegen Berserker und Toxpack da sind. Aber das mit dem Denken ist ja häufiger mal so’ne Sache! Ich gehe jetzt auf jeden Fall erst mal in den Graben und fotografiere die feierwütige Meute! Und wo feierst du?

4PromilleIch schau mir 4 Promille zuerst von oben und dann auch aus der Ecke auf der Bühne an und für mich ist es bislang einer der besten Auftritte an diesem Tag. Allerdings bin ich da wohl auch etwas befangen, da ich sowohl die Musik als auch die Musiker ganz gut leiden kann. Übrigens vergeht mir die Zeit schon wieder viel zu schnell…
4 Promille beenden ihren Auftritt natürlich wie gewohnt mit dem Dauerbrenner „Ich werd mich ändern“. Ein Partyklassiker der erwartungsgemäß richtig gut ankommt. In unserer Ecke singt nun auch jeder mit absoluter Hingabe mit. Wunderbarer Moment!
Gleich kommen dann Toxpack – auf die freu ich mich wie Sau! Eins meiner Highlights auf diesem Festival! Ich bin da auch ganz subjektiv… is eine meiner Lieblingsbands und deswegen is der Auftritt für mich auch der absolute Knaller! Jeder einzelne Song wird abgefeiert und lauthals mitgesungen. Ich habe die Befürchtung das wird sich morgen rächen!! Das Publikum feiert bei Toxpack ordentlich und die Stimmung ist großartig. Wie schauts denn bei dir aus? Bist du auch so begeistert wie ich?

Ich hänge noch dem 4 Promille Auftritt etwas hinterher. Ich bin durch die Meute gewandert und auch wieder auf der Bühne gewesen, um den Auftritt so richtig auszukosten. Denn leider ist bei Toxpack meine große Pause zu Ende und ich muss nach ein paar Songs zurück zum Stand. Es ist aber einfach jedes Jahr immer wieder geil mit Leuten von der Crew, ein paar Bandmitgliedern sowie Freunde von denen und mit wem auch immer, der gerade Zeit hat, auf der Bühne oder im Graben zu feiern. Großartige Momente sind dort schon geschehen und verdeutlichen mir immer wieder, dass das hier wirklich ein Familienfest ist. Bevor das mit Toxpack losgeht, gehe ich noch mal am Stand vorbeischauen und schaue mir die ersten Alkoholopfer an, wie sie von Freunden aus der Halle getragen werden. Da ist Toxpack aber dann doch interessanter und viel Zeit habe ich ja nicht mehr! Die Stimmung in der Halle ist wirklich großartig und die Band ist es sowieso. Aber ich muss nu zum Stand zurück! Mal gucken was die Vorhalle so an Unterhaltung bietet! Und bei dir? Suff und wilde Spiele?

ToxpackIch kann dir nur zustimmen, es ist einfach ein tolles Gefühl, Teil dieser Familie zu sein. Der Auftritt von Toxpack ist wie schon erwähnt einfach nur saugeil! Schade, dass die Zeit so schnell vergeht und der erste Tag sich schon dem Ende neigt. Von mir aus könnte der Abend noch ewig weitergehen! Nachdem Toxpack ihren Auftritt beendet haben, mach ich noch ne kleine Runde durch die Halle und verabschiede mich so langsam von den bekannten Gesichtern… morgen will ich ja fit sein! Ein bis drei Schnaps bei der besten Thekencrew der Welt sind aber definitiv noch drin! Hier sei mal erwähnt, dass der selbstgemachte Schnappes von Ivo ziemlich süffig und lecker war….Zum Schluss schau ich nochmal am Merch-Stand vorbei und dann geht’s auch schon los Richtung Heimat… ich freu mich schon auf morgen! Du bist noch fleißig?

Na aber sicher! Hier geht die Arbeit erst los. Es ist noch gut was los in der Vorhalle. Tim Hackemack erklärt und verkauft fleißig seine Bilder, ein paar Leute pennen auf den Treppen, bei Hidden Needles Tattoo wird gerade ein Arsch mit nem „Hallo Kitty“-Tatto verschönert und wir am Merch-Stand haben auch noch ein bisschen was zu tun. Als dann endlich mal alle rausgeschmissen wurden, geht es im Backstage noch weiter mit Bier und Schnaps (wer mag oder sich nicht gegen Ivo wehren kann)! Irgendwann lösen wir auch diese Runde auf und es geht kuschelig im Van zum Hotel. Dort treibt es allerdings noch nicht alle ins Bett. Mike, Phil, Jazz, Saskia und ich machen es uns noch in Mikes Zimmer gemütlich bis auch diese Party von Sunny beendet wird… So eine Spielverderberin!!

Am nächsten Morgen bin ich Sunny dann doch recht dankbar für das Beenden der Party ein paar Stunden zuvor. Mir geht es gut, ich bin motiviert und mache mich recht zügig fertig und auf den Weg zu Halle. Da dort noch keiner ist, gehe ich erst mal in einer der nahe gelegenen Burgerbratereien frühstücken. Als ich wieder an der Halle ankomme, kommen auch Christian sowie Gimp Fist an, mit denen es dann gleich wieder zurück zur Burgerbraterei geht. Als wir zurückkommen, können wir endlich rein und können den Tag vorbereiten. Saskia hat es bisher noch nicht aus dem Bett geschafft und in einer Stunde ist schon Einlass! So langsam könnte ich mal Hilfe gebrauchen! Auch wenn ich weiß, dass du noch nicht dran bist aber: WO BLEIBST DUUUU?

Ich fliege! Ich kann Saskia aber verstehen, ich bin heute auch ewig nicht aus dem Bett gekommen. Nach ca. 10 Kaffee, die mir Frank freundlicherweise ans Bett gebracht hat, hab ich es dann auch endlich geschafft aufzustehen. Dann musste ich aber noch zu Jazz und Phil, Katzen-Ersatz-Mama spielen und die beiden süßen Stubentiger versorgen. Zu guter Letzt hab ich via Handy auch noch ne Essensbestellung bekommen, die ich freundlicherweise samt Cola mit in die Halle nehmen konnte.
Ich bin dann auch tatsächlich pünktlich zum Auftritt von Aggressive da. Ich möcht die Jungs bei ihrem ersten Auftritt aber auch definitiv unterstützen und deswegen gibt’s nur ein kurzes Hallo am Merch-Stand. Meine Schicht beginnt ja auch erst später. Daniel, Gawo, Timo und David rocken ganz gut ab und ich freu mich für die Band, dass schon ein paar Leute es geschafft haben, pünktlich da zu sein. Wer Aggressive verpasst hat, hat ja bald nochmal die Gelegenheit sich von dem Talent der Jungs zu überzeugen. Am 12.04. in Essen. Bevor Control anfangen bin ich mal Backstage um alle zu begrüßen und mir was zu trinken zu holen… halt dich fest… es wollte mir erst keiner glauben… ich hab mir mal n Wasser bestellt! Vielleicht wird dadurch meine Stimme auch mal wieder n bisschen besser. Wo treibst du dich rum?

Gimp FistIch arbeite natürlich fleißig. Schließlich soll ja auch der Merch von Gimp Fist und The Senstives an den Mann und die Frau gebracht werden. Die haben ihren nämlich eben bei uns abgegeben und für die macht man das doch gerne. Aggressive und Control habe ich mir jeweils nur für ein paar Fotos angeschaut. Was ich gesehen habe, hat mir aber ganz gut gefallen. Nun stehen Hounds & Harlots auf der Bühne und liefern einen verdammt geilen Auftritt ab. Die haben mich letztes Jahr mal direkt schwer begeistert – erst mit deren Auftritt im Tube und dann mit ihrem Album. Ich muss auf jeden Fall gleich noch daran denken, mir die neue Split mit Gimp Fist zu holen. Leider ist es bisher immer noch sehr leer in der Halle. Das haben die Bands absolut nicht verdient. Aber irgendwer muss ja anfangen…! Nach ein paar weiteren Minuten am Stand gehe ich zu den Eastside Boys in meine erste „Pause“. Die Band macht einfach immer wieder Spaß. Ich verstehe einfach nicht, warum die Ostseitenjungs auf der Westseite nicht mehr Anklang finden. Einfach eine geile und sympathische Band. Immerhin hat die Band auf der Bühne Spaß und einige Leute vor der Bühne feiern ja auch mit. So… und jetzt gehe ich mal gucken, ob du auch ordnungsgemäß deinen Dienst angetreten hast, bevor es gleich mit Emscherkuve 77 und The Sensitives weitergeht.

H&HHounds & Harlots gefallen mir unheimlich gut. Ich fand die ja letztes Jahr in der Punkeria schon klasse. Die Split hab ich mir ebenfalls schon gesichert! Ich werd auch nach Münster fahren und mir die Band nochmal ansehen. N bisschen schade, dass die drei Jungs so früh dran sind heute, finds aber gut, dass die Meute schon richtig abgeht. Jetzt beginnt meine Schicht, ich bin dann mal am Merch-Stand. Dadurch bekomm ich von Eastside Boys leider nicht wirklich was mit. Emscherkurve 77 und Sensitives seh ich ebenfalls nicht wirklich. Ist mittlerweile ja echt was los hier. Mit Jazzmin macht arbeiten richtig Spaß und so verfliegt die Zeit hier am Stand. Gimp Fist seh ich leider auch nur einen Teil, aber das was ich noch gesehen habe, gefällt mir sau gut. Ich mag die Band ja sowieso ziemlich gern und freu mich immer, wenn ich se live sehen kann. Gleich kommen dann Evil Conduct, auf die freu ich mich ja auch schon total. Auch wenn schon oft gesehen, immer ein Erlebnis und immer ne Garantie für ne geile Party. Mir geht’s mittlerweile auch schon wieder richtig gut, ich denke es ist Zeit für Pfeffi. Ich bin dann mal schnell mit Björn und Lea Backstage und trink mir einen, bevor die Holländer die Bühne rocken. Du bist schon im Graben vor der Bühne?

Soviel zu tun? Jaja… is klar! Apropos „Genug zu tun“ – Emscherkurve 77 (let’s go) stehen auf der Bühne und machen wieder mal ordentlich Spaß. Die Halle ist immer noch nicht wirklich voller geworden, es feiern aber trotzdem einige Leute. Leider wird es nach Emscherkurve 77 dann erst mal richtig leer. Gibt’s am Stand Freibier? Jetzt kommen doch The Sensitives! Auch die gehen wieder von der ersten Minute an ab und stören sich mal überhaupt nicht an der großen Bühne und den wenigen Zuschauern. Es scheint mir aber so, dass von Lied zu Lied doch immer mehr Leute mal ein Blick in die Halle werfen und die scheinen auch nicht abgeneigt zu sein von dem was sie sehen und hören. Gute Musik überzeugt halt einfach! Nun muss ich mir noch schnell ein paar Lieder von Gimp Fist anhören, denn gleich geht es für mich wieder zurück an den Stand. Einfach nur geil, was die 3 Jungs da abliefern, wieder und wieder! Auch so eine Band, die einfach deutlich viel mehr Publikum verdient hat. Wo seid ihr denn immer alle wenn es um gute Musik geht? Zu Evil Conduct verlasse ich den Stand dann mal kurz für ein paar Lieder. Huch, was ist denn hier passiert? Die Halle ist deutlich voller geworden und die Stimmung ebenfalls ordentlich gestiegen. Sehr schön! Das Evil Conduct wieder mal verdammt gut sind, muss ja jetzt nicht unbedingt schon wieder erwähnt werden! Ha ha! Dann gehe ich mal wieder arbeiten! Und du?

E.ConductJa wir haben uns jetzt nicht zu Tode geschuftet, aber ab und an haben wir schon was an den Mann bzw. an die Frau bringen können. Ich persönlich freu mich ja schon auf Gumbles und Volxsturm! Jetzt aber erstmal Dutch Ska Express! Mal n bisschen Abwechslung und die scheint auch richtig gut beim Publikum anzukommen. Die Halle ist deutlich voller als noch heute Mittag, aber es würden schon noch n paar Menschen hier Platz finden. Der Stimmung merkt man das zum Glück nicht an. Ich schau mal bei den Mädels vorbei, die diversen Besuchern Farbe unter die Haut jagen und guck mir die mitgebrachten Bilder an, schließlich hab ich ja auch noch freie Fläche, die bunt werden soll….
Schnell den fleißigen Bienen am Merch-Stand noch n Bier bringen und dann wieder in die Halle. Ich hab ja erst zur letzten Band wieder ne Springerschicht, deswegen nutz ich mal meine Zeit für einige Konversationen und den ein oder anderen Schnaps. Hast du mittlerweile wieder frei oder musst du noch n bisschen?

Was? Wie? Warum bringst du mir eigentlich nie Bier? Pah! Ich hab zu Dutch Ska Express wieder frei und schaue mir mal an, was die so können. Recht viel muss ich sagen! Ein wenig Ska tut, zwischen dem ganzen Krach hier, ja wirklich mal gut. Ja es ist voller geworden und es wird getanzt, aber bei Evil Conduct waren dann doch vorhin mehr Leute in der Halle, oder? Zum Schluss gibt es dann noch eine kleine Kurz-Reunion von Mr. Review. Dr. Rude hat kurz vor dem Festival noch schnell mitgeteilt, dass er mit Dutch Ska Express zusammen ein paar Mr. Review Songs spielen will. Das tut er nun auch und es ist wieder verdammt geil! Die Band wird auf jeden Fall fehlen. Fehlen tut mir auch was, nämlich „Rainy Day“, aber man kann ja nicht alles haben. Hat mir beides gut gefallen. Und nun heißt es Biervorrat auffüllen und ab auf die Bühne: Die Gumbles Punkrockshow startet. Party, Bier, Gesang, Party, …! So soll datt sein! Im Graben, auf der Bühne und vor der Bühne wird ordentlich gefeiert. Diana hat gleich auch mal eine Abordnung lebender Litfaßsäulen in Randale Records Shirts auf die Bühne geschickt! Schleichwerbung!!! Während die Band fleißig ihre Hits vorspielt, rennt Mike noch fleißiger über die Bühne und versorgt alle mit seinem Rhabarberschnaps. Da trinkt man auch schon mal während des Gitarrespielens. Leider ist der Auftritt wieder mal viel zu schnell vorbei! Apropos schnell: Ich geh mal schnell Bier holen bevor Volxsturm loslegen…

Anscheinend verpassen wir uns immer allerdings warst du auch meistens schon versorgt… Volxsturm find ich großartig, gefallen mir live immer gut und liefern auch heute wieder n super Auftritt ab. Sag mal, kommt es mir nur so vor, oder ist die Halle nach dem Auftritt von Evil Conduct immer leerer geworden? Also klar es sind noch einige Menschen da, aber das meiste Publikum hatten heute die Holländer… Gleich kommen dann noch Vogelfrei und dann is es mit Livemusik auch schon wieder vorbei… viel zu schnell! Für alle, die aber noch nicht den Weg nach Hause antreten wollen, gibt’s ja noch n bisschen Konservenmusik. Ich für meinen Teil könnte echt noch Tage weiterfeiern. Ich freu mich jetzt schon wieder aufs nächste Jahr. Gleich beginnt dann auch meine letzte Schicht am Merch-Stand. Du bist unterwegs um Erinnerungen in digitaler Form festzuhalten?

Volxsturm„Anscheinend verpassen wir uns immer allerdings warst du auch meistens schon versorgt…“ Du merkst vielleicht selbst, dass deine Argumentation gewisse Schwächen aufweist!? Es sei dir aber verziehen! Ja, Volxsturm sind immer wieder großartig anzusehen. Macht auch mir Spaß. Wieder wird ordentlich gefeiert. Aber mir ist auch aufgefallen, dass es schon leerer wird. Dabei geht die Party doch gleich erst los! Das ist doch Quark wenn du erst Feierabend hast, wenn alle schon weg sind! Feierabend ist aber ein gutes Stichwort: die letzte Schicht beginnt. Die anderen Stände haben sich schon länger mit dem Abbau beschäftigt, es wird immer leerer im Vorraum. Da schaue ich mir noch mal ein wenig vom Vogelfrei-Auftritt an. Die treffen ja auch mal gar nicht meinen Geschmack, was allerdings noch an Publikum für die Band übrig geblieben ist, ist schon etwas traurig. Wirklich Schade! Nun gut dann mal zurück zum Stand und langsam mit dem Abbau beginnen und dann mal auf zur Aftershowparty… Kommst du helfen?

Bin schon zur Stelle, ganz schön schwer das Zeug! Mir wird auch ganz schwindlig, wenn ich da auf den Aufzug steigen muss um die Kisten abzuladen, Höhenangst plus wackliges Konstrukt…keine coole Mischung! Dank zahlreicher, starker Hände ist ja alles fix im Aufzug! Mittlerweile ist echt kaum noch jemand da. Ich schau mal was auf dem Nighter noch los ist! Wenn ich allerdings ehrlich bin, bin ich super müde und irgendwie total platt und positiv angetrunken! Ich glaub ich such mal meine Dortmunder Reisegruppe und dann plädier ich fürs nach Hause fahren! Schade, dass alles hier so schnell vorbei ist. Ich freu mich schon wahnsinnig aufs nächste Jahr und hoffe alle anderen haben jetzt noch ordentlich Spaß mit dem Kaiser. Wie siehts bei dir aus? Bist du noch in Feierlaune?

GumblesOh, ja! Jetzt geht’s doch erst richtig los und du willst schon weg? Nee, nee! Nachdem der komplette Merch-Stand im Auto verstaut ist, gehe ich erst mal auf die Aftershowparty. Wieder eher traurig, was hier los ist. Natürlich beweisen die Gumbles und auch The Sensitives ihre Feierfestigkeit und natürlich sind auch die Rudeboys Dortmund noch am Start. Des Kaisers neuer Jens sorgt für perfekte Untermalung der Feierei. Und so wird fleißig getanzt, gesungen und gelacht, äh und natürlich auch getrunken. Zwischendurch schaue ich mal im Büro vorbei. Dort wird gerade ein ganzer Schinken am Knochen fachmännisch von Volxturms Tost zerlegt und an die Umstehenden verteilt. Den Schinken haben Volxturm auch mitgebracht. Sehr lecker! Gut das Tost schneller schneidet als alle anderen Essen wollen: Im Notfall immer zu mir, Danke! So langsam fehlt mir jegliches Gespür für die Zeit. Ich bin auf jeden Fall noch mal zurück zum Nighter bis dieser endgültig beendet wird. Es gestaltet sich allerdings recht schwierig Leute rauszuschmeißen neben denen man geraden noch getrunken und getanzt hat. Das klappt aber auch irgendwann und wir können die Turbinenhalle endgültig für dieses Jahr abschließen… Ähm, nein, das macht jemand anderes. Im Hotel trinken wir noch ein Bier in Mikes Zimmer, sind dann aber doch irgendwann zu platt und gehen ins Bett…

Alle hier abgebildeten Fotos wurden uns von www.knipsmack.de zuur Verfügung gestellt. Danke Tim!