Kent Nielsen – Wie Aus Mir Kein Tänzer Wurde Buch (06.04.2019)

(Ventil Verlag/ www.ventil-verlag.de)

Irgendwie fühl ich mir bei der Buchrezension in meine Schulzeit zurückversetzt. Einleitung, Hauptteil und Schluss? Wäre die Pflichtlektüre damals dieses Buch oder eines dieser Art gewesen, wäre aus mir ein Autor geworden und mir wäre die mündliche Prüfung erspart geblieben. Kent ist gebürtiger Däne/Jahrgang 65. Er hat die frühe dänische Punkszene aktiv miterlebt und gestaltet. Das Buch beginnt im Teenageralter, wie er zum Punk kam. Die ersten Erinnerungen an diese Zeit, die erste Band, Punkerfreunde, Konzerte, Drogen und viel zu viel Alkohol, der erste Fick, Ausbildung… eine Geschichte die in der Art so ähnlich jeder erlebte – allerdings in Dänemark. Viel bzw. eigentlich gar nichts wusste ich bis dato über diese Szene. Nachdem ich die ersten Seiten gelesen hatte, musste natürlich der entsprechende Soundtrack beschafft werden. Die Originale aus der Zeit sind heute unbezahlbar, zumindest für mich. Also kurzerhand den „Pære Punk“ und „Bloodstains Across Denmark“ Sampler besorgt – beide absolut zu empfehlen. So geht die Reise durch das bewegte Leben von Kent als Sänger von L.U.L.L., Mordzeuge, Label und Mailorderbetreiber… mit vielen kleinen Details, köstlichen Anekdoten zum Schmunzeln. Normalerweise kenne ich aus anderen Büchern, dass es oft seitenlange Kapitel gibt. Hier sind immer kleine Überschriften mit kleinen Anmerkungen und kurzen Geschichten – so macht Lesen echt Spaß. Wenn ich mehr Zeit hätte wäre es innerhalb eines Tags verschlungen. Aufgelockert wird das ganze durch einige Fotos und kleine Plattentipps (ich werde bald Pleite sein). Übrigens kennt man seine Geschichten aus älteren Ox Heftchen. -nasty-

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