LVGER – Fvull Villain 12″ LP (19.08.2020)

(Contra Records)

Tja, Lvger, was soll man zu der Band sagen? Das erste was mir beim hören einfiel war, kaputt. Im positivsten Sinne gemeint. Die Band klingt verdammt dreckig und brutal, wie eine vertontes Abbruchunternehmen.
Wenn ich nicht wüsste, dass die drei Herren, u.a. einer von den Templars, aus New York kommen, würde ich denken, sie wären Australier. Die sind ja für so versifften Rock bekannt. Lvger kann man nicht so einfach kategorisieren, natürlich denkt man bei dem dreckigen, fett in den Vordergrund gemischten Bass an Motörhead und auch der große RnR Anteil deutet auf eine große Vorliebe für Lemmy & Co hin, aber da steckt noch mehr drin. Doomige Parts ala New Orleans Sound und Siebziger Rock, teilweise fühle ich mich auch an die ähnlich gelagerten Under Pressure aus Kanada erinnert, die mit einem genauso kaputten Sound alles weg geballert haben. Dazu kommt noch eine schöne Dosis Asozialität und Aggression und schon passt das.

Mit „Get out“ und „BZKR“ sind auch zwei richtig geile Hits am Start. Alles Sonne also? Leider nicht so ganz. Lvger versinken leider total im Midtempo, die ganze Scheibe röhrt in der gleichen Geschwindigkeit vor sich hin, ein paar Geschwindigkeitsausbrüche täten den Songs gut. Es wirkt doch sehr gleichförmig auf Dauer und wenn die Soli kommen, fehlt mir definitiv eine zweite Gitarre, die die Soundlöcher stopft. Nichtsdestotrotz eine sehr hörenswerte Platte, mit einer gelungenen Version von Blitz „Never Surrender“, die allerdings nur auf der Vinylversion ist, digital gibt es sie nicht und mit „Angel Choke“ einem Venom würdiger Abschlußhymne. Musikalisch nicht 100% passeend, aber Leute, die z.B. auch Östra Aros mögen, müssen reinhören. Alle anderen aber auch! 2- ROLAND

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