Category Archives: Reviews

Waterdown – Into The Flames LP (21.02.2012)

(Uncle M)
Nach dreizehn Jahren nehmen die Osnabrücker Hardcore-Recken WATERDOWN ihren Hut und verabschieden sich mit dem neuen Album “Into The Flames”. Mir persönlich tut es nicht weh., und um es auch direkt vorweg zu nehmen, ich finde auch nicht, dass man sich mit einem starken Album verabschiedet.
Der Eröffnungstitel “Get What You Give” ist dermaßen sperrig und vertrackt, weshalb ich mich frage warum man nich etwas eingängeriges als einstieg gewählt hat?! Kein wirklich gelungener Einstieg. Song Nr.2 trägt den Titel “We Are Not The Children” und kommt mit einer sehr melancholischen Melodie daher, die recht eingängig ist, aber vom klassischen Hardcore-Gebrülle in Grund und Boden gekeift wird. Klar, das gehört zum Handwerk, aber klingt hier äußerst nervig. Vllt. liegt es an der Stimme? Ich weiss es nicht.
Der Titeltrack bringt dann den ersten, ersehnten Lichtblick. Sauberer Gesang, gute Melodie und coole heavy-Parts. Gute Nummer! Warum nicht gleich so? “Saving Private Honesty” geht als Nummer 4 ins Rennen und bringt endlich mal etwas Geschwindigkeit ins Geschehen (oder besser ins “nicht Geschehen”). Flott, heavy Riffs und wieder ne gute Melodie. Als ob ich es geahnt hätte wird dann aber ordentlich die Bremse getreten und auch die heavyness nimmt komplett ab. “Anchor Lost” und “Dragged Through The Dirt” kommen sehr balladesk daher und sollen vermutlich weibliches Publikum ansprechen, oder Leute denen wirkliche andauernde Härte einfach zu hart ist?! Bis auf ein kurzes, hörenswertes Gitarren-Solo in “Dragged…” wirklich sehr lahm.Der vorletzte Track “Kiss It Goodbye Watch It Die” kommt zwar wieder etwas härter daher (als die zwei vorgänger Songs, nich im Sinn von Härte) aber macht es im Grunde nicht besser. Sorry, aber das ist Musik die könnte auch bei 1Live laufen. Das knallt nicht, tut nicht weh und macht einfach keinen Spass! Okay, letzter Song. Noch mal 3.38 Minuten durchhalten. Den Abschied macht dann “Homecoming”, eine akkustik-Ballade, was dann sogar als Abschluss ganz gut passt. Aber für mich persönlich auch keine besonders starke Nummer.
Fazit: Kein reinrassiges Screamo/Hardcore-Album, 2 gute Songs, gute Produktion (da gibt es nix zu meckern) aber wirklich ziemlich viel Langeweile. Nicht meine Art von Musik. Aber wird bestimmt bestimmt einigen Leuten gefallen. Sei es drum. 5+  Domme

New Hate Rising – Prayer From The Ashes CD (20.02.2012)

(Swell Creek / www.swellcreek.de)
Habe ich mich etwa vertan und das letzte “Final Prayer” Album in den CD Schacht geschoben??? Ne, handelt sich doch um das zweite Album der Jungs aus Sachsen – Anhalt. Das Intro und der Übergang zu “Proved Wrong” erinnern nämlich stark an die letzte Scheibe der Berliner. Aber wenn es geil klingt? Sei`s drum. „NHR“ kommen direkt auf `n Punkt. Fette Produktion, dicke Riffs und coole Hooks bieten dem “HC” Fan eigentlich alles was er braucht. Egal ob das “Sick Of It All” lastige “Bound By Life” oder etwas derbere Songs wie “Gravemaker” oder “Your Choise”. Die (einfachen) Texte drehen sich auch um Hardcore im Allgemeinen oder das Leben auf  Tour. Bei “Paradise City” gibt es sogar ein kurzes Guns `N` Roses Zitat, welches gut zu dem Text passt .Kurzum: New Hate Rising machen auf “Prayer To The Ashes” nix falsch und jeder der „Hatebreed“, „Sick Of It All“ oder was auch immer aus dieser Ecke mag, sollte hier einfach zugreifen. Note: 2  Marcel

Bonsai Kitten – welcome To My World CD (20.02.2012)

(Wolverine Records / www.wolverine-records.de)
Nach wie vor ist es mir unerklärlich wieso die Bonsai Kitten, mit der charmanten Frontfrau Tiger Lilly Marlen, mehr Erfolg auf dem asiatischen Kontinent haben als bei uns. Schon der Vorgänger „Done With Hell“ war ein sauber rein gehendes Psychobilly-Album mit modernen Ecken und Kanten die einen eigenen Stil nicht verleugnen konnten und trotzdem war hier noch nicht der große Durchbruch zu verzeichnen, warum weiß der Henker. Auch wenn die letzte Scheibe dafür schon alles nötige mit an Bord hatte, so haben die Berliner auf „Welcome To My World“ erneut in die Trickkiste gegriffen und einen netten Nachfolger eingespielt. Im Gegensatz zum Vorgänger wurden diesmal deutlich mehr Akzente im Bereich Rockabilly gesetzt. Sprich auf dem dritten Album wird der Rockabilly-Einfluss bei  manchen Stücken noch etwas deutlicher und so ergibt sich hier eine nette Schnittmenge aus Psychobilly, Rockabilly und einem spritzigen Schuss Punkrock. Abgerundet wird das ganze mit einem bisschen Pop-Flair der für eingängige Melodien sorgt, ohne dabei jedoch zu sehr in die Richtung von Bands wie Creepshow oder den Horrorpops ab zu driften. Ähnlichkeiten sind schon vorhanden, allein durch den weiblichen Gesang, aber Tiger Lilly Marleen und ihre Jungs wirken dann doch nicht ganz so zahm wie die amerikanischen Gegenstücke. Die Bonsai Kitten gehen da um einiges straighter und direkter zur Sache und machen einen Bogen um zu viele Spielereien in denen man sich verzetteln könnte. Düster angehauchte Songs wie „ „Until It Sleeps“ stellen die tiefe Stimme der Sängerin gekonnt in Szene und auch die Coverversion „Hanging On The Telephone“ von Blondie zeigt positiv das Potenzial der Berliner. Mit klapperndem Bass wird dem einstigen Hit neues Leben ein gehaucht, ebenso wie bei dem Stück „Zombie Mafia“ wo ganz dezent bei Ina Deter  geklaut wurde.  Nach nur wenigen Runden setzen sich gerade Songs wie „Welcome To My World“ oder „Cat Scratch Fever“ in den Gehörgängen fest und so bietet auch das neue Album wieder jede Menge Psychobilly mit modernen Charakter und dem ein oder anderen Hit. Wirklich ernsthaft zu bemängeln ist hier eigentlich nur die recht kurze Spielzeit von knapp 30 Minuten, aber ansonsten sind die Bonsai Kitten das beste was Deutschland im Bereich Female Fronted Psychobilly zu bieten hat. Logischerweise ist es eigentlich auch gar nicht nötig zu erwähnen das es bei einem Song Unterstützung vom Psycho-Urgestein  Mark „Mad Dog“ Cole gab. Die Bonsai Kitten hätten das definitiv nicht nötig. Überzeugt euch selbst und hört hier gefälligst rein. „Welcome To My World“ ist eine nette Scheibe geworden die positiv zwischen Gas geben und musikalischem Können rangiert! Note: 2  Daniel

Hudson Falcons – Sleep, Drive, Rock`n`Roll, Repeat CD (16.02.2012)

( I Hate People Records)
Kaum einer Band nimmt man den Titel so ehrlich ab wie den Hudson Falcons aus New Jersey. Seit Ende der 90er Jahre sind die Amis ständig auf Tour und das nicht nur auf der anderen Seite des großen Teichs, sondern auch bei uns in Deutschland. Passend zur diesjährig anstehenden Tour im Frühjahr hauen die Jungs eine Retrospektive ihrer letzten 12 Jahre raus, gespickt mit sämtlichen Hits und Hymnen ihrer Band-Karriere. Das ganze einfach als Street-Punk zu deklarieren wäre gerade nach den späteren Jahren definitiv zu grob umrissen, denn die Hudson Falcons stehen für mehr als nur Punkrock. Das reicht von Einflüssen aus dem Rock´n´Roll über Punkrock bis hin zu Country und Southern Rock. Da blinzelt, gerade wie bei den späteren Sachen, mal ein bisschen Bruce Springsteen durch, aber auch Bands wie Stiff Little Fingers haben durchaus ihre Spuren in dem Sound hinterlassen. Letztere werden ziemlich deutlich beim Song „Scab“. Ebenso stehen die Amis aber für lupenreinen Street-Punk, garniert mit einer messerscharfen Reibeisenstimme und ordentlich treibenden Songs, die strikt nach vorne gehen. Auf der vorliegenden Best Of ist so ziemlich alles vertreten. Angefangen von einer ansteckenden Working Class Attitüde  im Song „ Working Class War“ über die mächtig eingängige Hymne „Free Lori“,  die bei jedem mit Gefühl für anständigen Street-Punk länger im Ohr verweilen dürfte, bis hin zu entspannten Songs mit leichtem amerikanischen Folk-feeling wie „Latin Knights“. Die Hudson Falcons setzen sich damit positiv vom Einheitsbrei des sonst üblichen Klischee-Street-Punk ab und beweisen erneut, dass sie zu einem der besten Importe in diesem Bereich zählen. Insgesamt finden sich auf dem Album 19 Songs und während die erste Hälfte pures Vollgas gibt, wird in der zweiten Hälfte die Geschwindigkeit ein wenig gedrosselt und die Jungs zeigen sich hier von ihrer abwechslungsreichen Seite. Beide Teile des Albums laufen vorzüglich rein und beweisen ein verdammt großes Potential, so dass die 77 Minuten Spielzeit generell nicht langweilig werden. Nebenbei sei erwähnt, während andere Bands nur von Working Class singen, wird hier nicht nur davon gesungen, sondern für den sympathischen Sänger Mark Linskey ist das auch die Berufung als Gewerkschaftssekretär.  Wer bisher nichts von den Hudson Falcons besitzt, kann hier bedenkenlos zugreifen. Auf „Sleep, Drive, Rock´n´Roll, Repeat“ wird die komplette Bandbreite der Jungs präsentiert mit einer abgehenden Mischung aus eingängigen Street-Punk-Hymnen, die sich mit entspannten rockigen Songs angenehm die Klinke in die Hand geben. Ein „Must have“ für jede gut sortierte amerikanisch geprägte Punkrock-Sammlung. Ich freue mich schon auf die anstehende Tour und werde definitiv auf mindestens einen der Gigs vor Ort sein.  Allen anderen kann ich mit ruhigem Gewissen dieses Album empfehlen und ebenfalls auch die Tour nochmal ans Herz legen. Note: 1  Daniel

The Von Erich Suicide Mission – s / t 12“ VINYL (16.02.2012)

(Hundemann Records / www.hundemannrecords.de)
Der Christian hat sich lange Zeit gelassen für sein Label, zählt er schon stolze 40 Lenze. So merkwürdig der Name der Debutband, um so merkwürdiger der Name seines Labels, Hundemann Records…
Das Label mit dem ominösen Namen will also die Szene ein bisschen aufmischen, und dieser Ihren „Stempel“ aufdrücken. Das Erstlingswerk vom Hundemann, ebenso wie von TVESM, hat das Zeug dazu.  Das Trio aus den Staaten hat es verstanden den Einfluss von Turbonegro, Peter Pan und den Heartdrops zu vermengen und 9 Songs in allerhöchster Qualität einzuspielen. Wenn man auf diese Sorte Musik abfährt sollte unbedingt diese Band antesten, aber Beeilung, die Auflage beträgt 500 Stück, davon 100 in weißem Vinyl direkt beim Hundemann, wuff, wuff.   2+  sickguy77

Oldfashioned Ideas – Promises Mean Nothing CD (15.02.2012)

(Switchlight Records / www.switchlight-records.com)
Rau, kompromisslos und direkt, geht auch der zweite Longplayer der Schweden geradlinig nach vorne los. Nur relativ kurz nach erscheinen des Debuts „We’re In This Together“ schiebt das Trio aus Ex- Skunks United und Vindicate This! Leuten einen nochmal leicht verbesserten Sound hinter her. Schon das erste Album konnte mit seinem schlichten Oi! Punk teilweise überzeugen und auf „Promises Mean Nothing“ hat man nun sein Augenmerk noch genauer auf den Mitgröhlfaktor der einzelnen Songs gelegt. Musiktechnisch wird hier nichts neues erfunden, aber gerade diese Einfachheit die bei den Schweden angenehm unverkrampft rüber kommt, gibt der Scheibe den richtigen Dreh. Diesmal wird mit einprägsamen Refrains nicht gegeizt und gerade Songs wie „No Authority“ bieten gleich für beiderlei Subkulturen genügend Textmaterial zum mitsingen. Egal ob Punkrocker oder Skinhead, die Oldfashioned Ideas sind für beide Seiten offen und erinnern damit an eine Mischung aus Funeral Dress und den Amis von Toughskins. Mit „A Nice Little Pub“ haben die Jungs eine entspannte ruhige Hymne an Bord,  die trotz des niedrigen Tempos auch nach dem Hören der Scheibe noch in den Ohren klingelt. Der Großteil der Songs tritt dann allerdings dafür um so mächtiger aufs Gaspedal und geht ebenso schön straight rein. War auf dem Debut trotz guter Mucke ein richtiger Hit nicht so leicht zu erkennen, so gibt es hier doch gleich mehrere Stücke die nach kurzen Durchläufen länger in den Ohren verweilen. Songs wie „Rejected“ oder auch “Excuses“  überraschen gerade zu mit ihrem eingängigen Mittelteil  und animieren zu einem Blick ins nett aufgemachte Booklet um die Texte mit zu lesen. Als ordentliche Hits entfalten sich dann zum einen „Grown Ups Of Today“ und auch „Got My Back“. Beide Songs bestechen mit einem guten Funken Energie gepaart mit eingängigen Melodien.  Zum Großteil bewegt sich das Trio, schon allein durch die relativ hohe Geschwindigkeit, eher im Bereich Streetpunk/Punkrock ,aber trotzdem kommt der Oi! hier nicht zu kurz. Gut platzierte Background-Chöre runden die Songs ebenso fein ab, wie die raue leicht angepisste Stimme des Sängers. Die Scheibe hat Wut, Druck und gutes Sonwriting gepaart mit angenehmen Melodien zu bieten und verdeutlicht einen klaren Schritt nach vorne für die Schweden. Note: 2+  Daniel

Fourth Autuum – Mock The Weak CD (15.02.2012)

(Rising Records / Gordeon Promotion)
FOURTH AUTUMN aus Newport/ England legen hier mit “Mock The Weak” ihr erstes Album vor. Die vier Jungs von der Insel beschreiben ihren Stil selber als Black / Death Metal und das trifft Ohrenscheinlich auch so zu. Und genau da liegt leider schon mein Problem. Nicht das man diese Stile nicht mixen kann, aber hier werden zwei Gesangsstile auf einmal verwendet und genau das stört mich leider. Einerseits tiefe Death Metal-Growls und dazu keifende Black Metal-Schreie. Das nervt mich leider echt extrem und ist schade, da mir die rein instrumentale Verarbeitung gut gefällt. Wuchtige Riffs, Black Metal – Harmonien, teilweise Hochgeschwindigkeits Passagen oder auch melodische und groovende Parts. Die Mischung stimmt und bringt viel Abwechslung rein. Dann setzt aber wieder der Gesang ein, und ich verstehe wieder nicht warum man sich nicht auf einen Stil einigen konnte. Denn der jeweilige Gesang allein wäre völlig okay, aber bitte nicht beides auf einmal. Die zehn Stücke haben es wie gesagt musikalisch in sich. Die Produktion ist ebenfalls gut und man beweist sogar Humor mit Songtiteln wie “Rotting Hill” oder “Don´t Stop Bereaving”. Wer generell nicht soviel auf Gesang achtet wie ich, und auf die Musik von zB. Behemoth oder Cradle Of Filth steht, kann ja mal zugreifen und den Jungs ne Chance geben. 3-  Domme

4Arm – Submission For Liberty CD (14.02.2012)

(Rising Records / Gordeon Promotion)
Denkt man an Rock/Metal aus Australien, fallen einem wohl zuerst Kneipen-taugliche Gruppen wie AC/DC, Rose Tattoo oder Airbourne ein. Aber aus dem härteren Sektor? Klar, die grandiosen Deströyer 666. Aber sonst? Aufgepasst! Seit 2004 lärmen sich 4ARM beharrlich durch den fünften Kontinent. Das Quartett bietet keinen Aussie-Hardrock sondern lupenreinen Thrash Metal.
Nach einem besinnlichen Intro mit dem deutschen Titel “Sinn macht frei” startet man direkt erfreulich unfreundlich mit “”While A Lie Awakes”. Messerscharfe Riffs, hohe Geschwindigkeit und aggressiver Gesang geben direkt den Fahrplan für die kommende, neun Songs dauernde Reise an. Wer hier allerdings nur stumpfes Geballer erwartet wird wohl enttäuscht. Denn 4ARM bauen auch gerne ruhigere, sehr melodische Parts in ihre Songs ein. Diese Tempowechsel bereichern die Tracks und geben etwas mehr Tiefgang als purer highspeed-Thrash, wodurch sich auch die härteren parts besser absetzen. Nichtsdestotrotz gibt es natürlich ordentlich “was vor den Latz”. “Raise A Fist” und der Titeltrack machen absolut keine Gefangenen. Mir fehlt allerdings ein bisschen der böse Unterton und die Aggressivität der/die bei Bands wie Slayer oder Exodus vorherrscht. Musikalisch und Produktionstechnisch gibt es aber fast nichts zu bemängeln. Ab und zu (zB. “Taken Down”) blitzen auch mal die Vorbilder durch, aber im großen und ganzen klingen 4ARM schon selbstständig. Für die groovigeren Momente sind “I Will Not Bow” und “My Fathers Eyes” zuständig. Da geht man etwas vom Gaspedal. Den Abschluss machen (mein Favorit) “The Warning” und das sieben minütige, von akkustischen Gitarren eingeleitete “Blood Of Martyrs”, dass dann zugegebenermaßen sehr an Metallica erinnert. Laut Label-Info hat man 2010, mit der Thrash Metal-Legende Testament, Australien beackert und es würde mich nicht wundern, wenn man die Herrschaften auch hier demnächst als Support-Act von größeren Bands begutachten könnte. Wer sich gerne einen kleinen Vorgeschmack auf die Platte holen möchte: http://vimeo.com/34757864  Es lohnt sich!  2-   Domme

Power – file in the cake 7” VINYL (13.02.2012)

(Horror Business Records / www.horrorbiz.de)
Mal wieder eine Band aus dem nördlichsten Bundesland, Schleswig Holstein, genauer aus Kiel. Das Land und die Stadt fallen punkrock- und hardcoretechnisch angenehm auf, denn ein ganzer Rummel geiler Bands durften in den letzten Jahren meine Ohren beglücken. So auch die Band Power, deren Name Programm ist, denn sie spielen Hardcore. Dieser ist eine Mischung aus melodischen Teilen, wie von Destination Anywhere oder den ebenfalls aus Kiel kommenden Tackleberry, aggressiven Tough Guy Bandchören und etwas Metal. Der Song Pennsylvania 6-500 ist der melodischste Song, sprich am Punkrockigsten. Passend zur Musik gibt es kämpferisch, politische Texte, welcher Autoritäten und Machstrukturen hinterfragt. Power präsentieren 4 Songs, die dem Bandnamen alle Ehre machen. Bitte mehr davon!!  2   sickguy77

Vinterblot – Nether Collapse CD (12.02.2012)

(Rising Records / Gordeon Promotion)
Das die ganze Pagan-, Viking-Metal Welle auch an Italien nicht spurlos vorbei gezogen ist, haben bereits andere Bands, wie zB. Doomsword bewiesen. Nun legen VINTERBLOT mit “Nether Collapse” ihr Debüt vor, welches sich textlich ebenfalls auf nordische Mythen und Götter bezieht. Musikalsch wird hier allerdings eine Mischung aus Black- und Death Metal geboten und diese weiss durchaus zu gefallen. Klar, nun werden wieder einige Leute rufen “Amon Amarth!”, “Unleashed!”. Na und? Lasst sie rufen, denn VINTERBLOT brauchen sich da wirklich nicht hinter zu verstecken.Die fünf Jungs vom “Stiefel” schaffen es dabei genauso ihren Songs eine gewisse hymnenhaftigkeit zu geben. Trotz aller Härte und Brutalität klingt immer etwas Majestätisches mit. Dazu passt auch der sehr fette Sound. Egal ob wuchtige Drums, bei sägenden Riffs oder bei den Black Metal Harmonien alles klingt äußerst satt und hat irgendwie einen gewissen Live-Charme. Ich finde auch die Death Metal-Growls von Sänger Phanaeus ziemlich gelungen.Songs wie “Rememberance”, “Council Of Trees Beholder” oder der opener “Upon A Reign Of Ashes” seien hier mal als Anspieltipps empfohlen. In der Mitte des Albums gibt es, quasi zur Halbzeitpause, mit “Sol invictus” ein sehr atmosphärisches, akkustisches Stück. Gitarre, Schlagzeug und leise plätscherndes Wasser. Cool! Den Rest der Scheibe machen dann noch mal vier Songs im (ok, nicht ganz eigenem) Stil der der ersten Hälfte. Aber wie bereits gesagt, Keiner muss Musik oder einen Stil neu erfinden. Es reicht auch wenn man gute Songs schreibt. VINTERBLOT ist das mit “Nether Collapse” gut gelungen wie ich finde. Wer auf die oben bereits angesprochene Thematik steht sollte hier durchaus mal einen Durchgang “riskieren”. 2  Domme