Category Archives: Reviews

The Dirty Nil – Minimum R&B CD/LP+digital (28.05.2017)

(Fat Wreck Chords)
Ich persönlich finde es immer gut wenn Menschen Musik machen und grundsätzlich bekommt jede Live Band von mir auch Applaus, weil ich größten Respekt davor habe wenn sich zusammengeschlossen wird um was auf die Beine zu stellen. Was ich allerdings nicht nachvollziehen kann ist die Tatsache das es jede Kapelle für notwendig hält , dass man ihre musikalischen Ergüsse auf CD oder Platte scheißt und auf die Welt loslässt. Noch unverständlicher ist es für mich wenn ein Label wie Fat Wreckdahinter steht, welches schließlich dafür bekannt ist sauberen und hörbaren Punk unters Volk zu bringen. Es ist natürlich nur meine subjektive Meinung, aber auch nach mehrmaligen hören ist das Teil absoluter Schrott in meinen Ohren.Sorry aber das war absolut nix. 5/Mark

Paranoya – Dämonen Vinyl EP (26.05.2017)

(www.facebook.com/Paranoyapunk)
Ganze zwei Jahre ist es jetzt her, seit ich mich mit ihrem letzten Album „Fragmente“ beschäftigt habe. Damals kam die Scheibe relativ gut bei mir weg, aber ich muss gestehen, dass ich sie seither nicht mehr aus dem CD-Regal genommen habe. Die aktuelle Single bot aber den perfekten Anlass, dies nachzuholen und was soll ich sagen, meiner damaligen Einschätzung pflichte ich heute immer noch bei. Umso mehr war ich auf diese Single gespannt, denn wenn einer Band auf Albumlänge etwas die Luft ausgeht, haut sie einen bei zwei Tracks meistens vom Hocker. Das packen PARANOYA zwar nicht ganz, aber sie machen eine mehr als gute Figur. „Dämonen“ und „End///lich“ sind zwei interessante Tracks geworden, die von ihren abwechslungsreichen Elementen leben und die Band von einer neuen Seite zeigen. Zum klassischen Deutschpunk packen die Jungs noch etwas Western und Surf und schaffen es, zumindest dem Titeltrack, einen mysteriösen Anstrich zu verleihen. Hier kann man behaupten, dass sich die Band weiterentwickelt hat und das zu ihrem Vorteil. Einzig dem Cover kann ich so gar nichts abgewinnen – da gab es schon bedeutend bessere „Dämonen“-Bilder. Sehr angenehm überrascht war ich hingegen von den Melodien, die bereits nach Runde eins auf dem Plattenteller im Ohr hängen blieben. Die „Dämonen“-Single von PARANOYA ist ein schönes Stück (Deutsch)Punk, mit zwei überzeugenden Songs und darf durchaus gekauft werden. Note: 2- East Side Daniel

Direct Hit! – Domesplitter CD/LP+digital (26.05.2017)

(Fat Wreck Chords / www.fatwreck.com)
Erneut habe ich das Vergnügen diese Band zu besprechen und obwohl ich beim letz ten mal eine glatte 1 vergeben habe, hatte ich die Amis nach kurzer Zeit nicht mehr auf dem Schirm. Dieser Fauxpas wird mir aber sicherlich nicht noch ein weiteres mal passieren, da auch dieses Machwerk nicht von schlechten Eltern ist. So wie ich das ganze verstanden habe, ist Domesplitter lediglich eine Wiederveröffentlichung ihres Debütalbums aus dem Jahre 2011 , aber mit neuem Artwork und diesmal rausgebracht beim legendären Label FAT WRECK CHORDS. Scheinbar waren die Jungs aus Milwaukee in ihren Anfangstagen nicht ganz so poppig wie auf dem aktuellen Album „Wasted Mind“. Dennoch gehen die 10 Songs gut ins Ohr und man bekommt ordentlichen und flotten Punkrock serviert, der Freunde von NoFX, Teenage Bottlerocket oder All American Rejects gefallen dürfte. Von den insgesamt 10 Songs konnten mich speziell die beiden Auftaktstücke „Snickers or Reese’s“ und „Satan Says“ begeistern. Ganz so wohlwollend wie beim letzten mal bin ich diesmal zwar nicht , aber für ne gute Zwei reichts allemal. 2/Mark

Stanley – s/t 7″ EP (25.05.2017)

(Contra Records)
Stanley ist eine relativ neue Oi! Band aus Mailand, wurden 2016 gegründet, und bringen jetzt bei Contra ihre Debut 7“ raus. Und die hat es in sich, Stanley spielen, nicht wie von den meisten Italienern sonst, melodischen Oi!mit Zuckermelodien, sondern eher amerikanischen Ostküsten Sound. Die Jungs könnten auch aus Boston und Umgebung kommen oder, in der guten alten Zeit, auf TKO Records veröffentlicht haben. Vier Songs gibt es auf die Lauscher, alle vier sind Hits. Der Opener „Burst out Laughing“ teilt gleich gut aus, direkt aufs Fressbrett, das folgende „Reason“ ist eher hymnisch getragen, bei „1984“ gehen die Fäuste wieder in die Luft, das abschliessende „SOS“ macht dann noch mal Gas. Der Gesang ist angenehm rauh, die Produktion fett und alles mit einer kleinen RnR Kante. Tolle Platte, die Lust auf mehr macht. Ich hoffe, dass man auf eine vollständige Lp nicht zu lange warten muss. 2+ ROLAND

Alms of the Giant – Oracles EP (25.05.2017)

Irgendwie habe ich heute eine italo Tag, drittes Review zu schreiben und schon wieder eine Combo aus dem Pizza State. Diesmal Alms of the Giant, die sich, nach eigenen Angaben, dem Mathcore widmen. Ich fühle mich eher an die Screamo Welle aus dem letzten Jahrzehnt erinnert, wo Labels wie Hydrahead die Szene regierten. Alms of the Giant machen schöne Musik, spielen mit Atmosphäte, guter laut/leise Dynamik und einem Sänger, der nicht nur kreischt, sondern auch mal singen kann, ohne nach 08/15 Emoheini zu klingen. „My inner Voice“ erinnert mich etwas an AYS, was ja keine schlechte Referenz ist. Generell gilt aber das obige Konzept für alle fünf Songs, die alle ein gleichwertiges Niveau haben und mir einfach Spaß machen. Wenn ich was meckern möchte, dann, das die Songs für mich ruhig epischer, breitwandiger hätten ausfallen dürfen und die Platte mit fünf Songs einfach zu kurz ist. Mövchte gerne mehr von den Jungs hören. 2 ROLAND

Elyne – Alibi CD (22.05.2017)

(White Tower Records)
Elyne sind Italiener, die diesen typischen Impericon Metal spielen. Es gibt Growls, es gibt Clean Vocals für den Refrain und alles wird in poppiger Härte durchgenudelt. Hier könnte das Review aufhören, die Zielgruppe ist umrissen, der wird es gefallen. Ich bin dezent gelangweilt. Spannend geht anders. Was jedoch positiv zu Buche schlägt ist der Gitarrist. Der Junge hat schon gute Ideen und gerade in ruhigen, atmosphärischen Momenten kann er glänzen. Die Produktion ist auch nicht schlecht, ordentlich transparent, aber mit genug Druck. Wenn die Band es in Zukunft schafft Songs abseits von Stangenware zu schreiben und der Sänger eigenen Charakter entwickelt kann das definitv noch was werden. So ist es leider nur belangloser Durchschnitt. 4 ROLAND

Mammoth Mammoth – Mount the Mountain CD (21.05.2017)

(Napalm Records)
Australien und gute Rockmusik haben schon immer zusammengepasstm sei es der Prototyp AC/DC, Rose Tattoo oder neuere Bands wie Blacklist oder Airbourne. Mammoth Mammoth kommen auch von Down Under und passen mit ihrer vierten Platte ganz gut in diese Liste. Geboten wird High Energy Rock n Roll der Peter Pan Speedrock Schule, der jedoch nicht nur auf Volllgas setzt, sondern desöfteren starke Abbiegungen Richtung Stoner- und Siebzigerrock macht. Das verspricht Abwechslung und Flexibilität. Nichtsdestotrotz gefällt mir die Band doch am besten, wenn sie das Tempo wie in „Hard Way down“ etwas anziehen. Aber überwiegend regiert hier Midtempo mit rhytmischen Hymnen. Ich muss manchmal an die Spätphase der Donnas denken. Hits schreiben können die Jungs auf jeden Fall, „Spellbound“ oder „Kickin my Dog“ beweisen das. Dazu kommt dann noch ein schönes Retro Cover mit einer halbnackten Ollen drauf und eine knarzige Produktion und schon hat man eine grundsolide Platte. Das ist Ding ist kein Straßenfeger, aber macht Durst. Fans der Hellacopters, PPSR oder auch Fu Manchu dürfen ein Ohr riskieren.3+ ROLAND

Blinker Links – Achterträger Kronkorken mit Schraube 12” Vinyl + DL (19.05.2017)

(Bakraufarfita Records / www.bfr-records.de)
Seit über einem Jahrzehnt treiben Blinker Links Ihr Unwesen, und ‚Achterträger Kronkorken mit Schraube‘ ist eigentlich die wievielte Veröffentlichung? Keine Ahnung, macht aber nichts, denn wie immer gibt es hier schönen Punkrock mit deutschen Texten, die man nur im Suff zusammenschreiben kann. Das passt zu dem uringelben Vinyl, auf dem die 13 neuen Songs gepresst wurden, übrigens die erste Vinylveröffentlichung der Band. Diese wurde auf dem Label Bakraufarfita vollzogen, mir bis dahin völlig unbekannt. Blinker Links machen da weiter wo sie aufgehört haben, nämlich mit der Sorte Punkrock, die einem bekannt vorkommt, aber dennoch anders ist, da man gespannt erwartet, welche lyrischen Ergüsse da als nächstes auf einen zukommen. So sind Songs wie ‚Oma sagt geht lieber einen ballern‘, ‚Alles kostet hundert Mark‘ und ‚Keinen Bock aber Gästeliste‘ neue Songs für die Playlist im Auto, aber, jetzt kommt das ‚aber‘, an Hits wie ‚Pimmel raus, Mofa fahren‘ oder ‚ich steige in kein öffentliches Verkehrsmittel‘ kommen die neuen Songs nicht ganz ran. Macht aber nichts, die neue Scheibe ist trotzdem gut und ist für Liebhaber und Freunde von Bands wie Supernichts, Knochenfabrik oder Lokalmatadore natürlich Pflichtprogramm. 2- sickguy77

Seven Kingdoms – Decennium CD (18.05.2017)

(Napalm Records)
Puh, jetzt wird es haarig. Seven Kingdoms sind eine lupenreine Power Metal Band aus Florida, die ihre Wurzeln aber ganz klar in Europa hat. Helloween und Hammerfall sind wohl die Bands, die die Jungs und die Dame am häufigsten in ihrem Leben gehört haben. Hier stimmt einfach alles, ein buntes Fantasy Cover, cooles Bandfoto, zweistimmige Leads ohne Ende und eine Sängerin, die alles gibt. Das ist schön, das funktioniert songweise auch, aber ist auf einem Longplayer vollkommen überdimensioniert. Der ständig auf einer Tonlage liegende Gesang wird monoton, die Gitarren nerven irgendwann. Jetzt kommt aber das schlimmste, der Hit fehlt. Es ist von den zehn Songs auf „Decennium“ keiner dabei, bei dem ich denke, „geil, der knallt“, nein, alles wirkt gleichförmig, wirkt runtergeschrubbt, bleibt Stangenware. Abwechslung wäre hier wirklich willkommen, mal eine Ballade oder irgend so was. Sorry, was mir nach Genuß der Platte bleibt, sind Kopfschmerten ob des klirrenden Gesanges. Wird dem Wacken Metaller eventuell gefallen, aber ich bin raus hier. 4+ ROLAND

Hate – Tremendum CD (18.05.2017)

(Napalm Records)
Hate aus Polen gibt es auch schon seit Ewigkeiten, das erste Demo kam Mitte der Neunziger raus, aber irgendwie habe ich der Band nie wirklich Beachtung geschenkt. Sie standen bisher immer im Schatten der „großen“ polnischen Death Metal Bands Behemoth und Vader. Ob sich das jetzt mit „Tremendum“ ändern wird, wage ich nicht zu beurteilen, aber eine gelunge Scheibe haben sie da auf jeden Fall rausgehauen. Hate spielen dunklen, Black Metal angehauchten Death Metal, der, ähnlich wie bei Behemoth, sehr technisch ist und überwiegend schleppend mit einigen Blastausbrüchen ist. Das Ganze erinnert mich manchmal an die britischen Extremler Akerkocke oder Voices. Die Produktion ist auch fett, aber transparent und die ganze Scheibe bewegt sich auf gutem Niveau. Aber, es sind zu wenige Momente vorhanden, die im Ohr hängenbleiben. „Fidelis ad Mortem“ ist so mein persönlicher Hit, da er alle guten Ideen der Band verinnerlicht, aber die meisten Stücke bewegen mich zwar zum enthusiatischen Kopfnicken, hinterlassen aber (leider) keine bleibenden Schäden, die Songstrukturen ähneln sich zu sehr. Sympathisches Werk, aber leider, zumindest bei mir, ohne große Halbwertzeit. Fans wird es aber bestimmt gefallen. 3 ROLAND