Category Archives: Reviews

Pornscars – Memento Mori CD (08.08.2017)

(https://www.facebook.com/PornscarsBerlin)
Ne internationale Band aus England, Irland, Spanien und Russland, beheimatet in Berlin. Irgendwie bin ich hin-und hergerissen und werde nicht richtig warm mit den Jungs. Auf´m Beipackzettel steht was von Murder Garage Punkrock!. Würde es eher als räudiger Punk bezeichnen, der bei manchen Songs einfach nach schönem Punkrock mit viel Melodie klingt. Die melodischen Songs sind die klaren Gewinner. Stimmlich erinnert mich das Ganze entfernt etwas an Jello von DK. Nach der dritten Runde im Player werden die Pornonarben immer besser und ich meine etwas Steakknife zu hören. Einen kleinen Textauszug: If i can’t have you, no one will. Although secrecy provides such a thrill. True love will fuel my need to kill. -nasty-

Cult Of The Psychic Fetus – s/t 7″ Vinyl (08.08.2017)

(Killjoy Records)
4 Track EP der Band aus Ohio,die sich 1992 gegründet haben. Beim ersten durchhören der EP musste ich unweigerlich an John Carpenter Filme oder Serien wie Munsters und Co denken. Liegt vielleicht an der verdammt guten Mischung aus Goth, Horrorpunk, Surf & Psychobilly. Dazu der extrem düstere Gesang, der einem teilweise wie bei Carpenter Filmen einen gewissen kalten Schauen über den Rücken laufen lässt. Ganz ehrlich, völlig überrascht von der Band. Leider gibt es den alten Output nur auf CD, sehr Schade. Vielleicht liegt der Gedanke an Horrorfilme auch einfach an der dunklen Aufmachung? Jedenfalls ist das gute Stück auf 450 schwarze und 50 transparente limitiert. -nasty-

Legion 76 – s/t CD (08.08.2017)

(Contra Records)
Legion 76 kommen aus Philadelphia und tauchten letztes Jahr beim Psk Festival in Stockholm zum ersten Mal auf meinem Radar auf. Sie spielten da als erstes oder zweites und das Wenige, das ich von ihnen mitbekommen habe, überzeugte auf Anhieb. Danach waren sie nochmal mit Bonecrusher bei uns unterwegsu und wussten auch da zu überzeugen. Generell passt das mit Bonecrusher sowieso, da Legion 76 einen ähnlichen Stil spielen. Rauhe Vocals treffen auf fette Backups, der Sound ist treibend und alle Songs kleine Hymnen. Was auch desöfteren durchscheint sind Stars and Stripes, auch keine schlechte Referenz. Die hier vorliegende Cd ist die bisherige Werksschau der Band, angefangen beim 2016er Demo, über die „Brick and Bone“ Single, die Split Single mit den Seaside Pirates und der aktuellen Ten Inch. Alles zusammen 14 Streetpunk Knaller ohne Ausfall. Anspieltipps sind, nur mal als Beispiel genannt, „Into Darkness“ oder „Kicked Out“, aber auch alle anderen Songs sind Granaten. Super Band, live auf jeden Fall auch empfehlenswert, die jede Unterstützung verdient hat. Die Cd kommt als Digipack mit allen Texten und sollte, bei Nichtbesitz der Vinyls, in jeden ordentlichen Punkhaushalt Einzug halten. 2+ ROLAND

 

Inwiefern – Irgendwas ist immer 12″ Vinyl inkl. DL (08.08.2017)

(Bakraufarfita Records / www.bfr-records.de)
In letzter Zeit kommen über Bakraufarfita Records immer wieder mal ein paar richtig schicke Releases raus, bei denen ich schon die eine oder andere schnieke Band kennengelernt habe. Mit INWIEFERN verhält sich das ähnlich, denn „Irgendwas ist immer“ ist ein knorke Album von einer Combo, von der ich bisher noch nichts gehört hatte. Fünf Jungs aus Strausberg haben sich hier zusammengetan, um dem alten (Deutsch-)Punk ein wenig auf die Sprünge zu helfen. Das ist ihnen auf eine ganz charmante Art und Weise auch gelungen. Irgendwo zwischen KNOCHENFABRIK und SUPERNICHTS hauen sie 15 (+1 Bonustrack) angenehm krachend-scheppernde und kompromisslose Tracks raus, die gut durchlaufen. Die Gefahr bei einer solchen musikalischen Mixtur, mit einem kreischenden Gesang, ist in erster Linie auf Dauer zu nerven. INWIEFERN schaffen es aber dem mit klasse Melodien entgegenzuwirken. Hier mag man mitsingen und abfeiern. Inhaltlich bietet „Irgendwas ist immer“, wie der Plattentitel es schon sagt, ein buntes Potpourri an Themen. Von Social Media, über Kotze und „(Adolf) Hipster“, bis hin zur Schwester vom Freund ist hier alles vertreten und man kann mal schmunzeln, mal nachdenken und mal feiern. Am Ende möchte ich gern noch den Promozettel zitieren, der es ganz gut auf den Punkt bringt: „Mit dem Scharfsinn eines MacGyver und den Fähigkeiten einer Holzkatze werden hier schöne Nummern im Stil von CHEFDENKER oder SUPERNICHTS aus dem Sack gelassen.“ Fazit: Kaufen lohnt sich! Note: 2 East Side Daniel

Wigsville Spliffs – Born To Ride/Eyes On My Baby 7″ (07.08.2017)

(Killjoy Records)
Laut Beipackzettel sind die Jungs Urgesteine des Psychobilly und haben bereits auf der Bühne des legendären Klub-Foot gestanden. Von den Briten hab ich noch nix gehört, bin aber auch nicht so arg tief in der Szene zuhause. Mit Born To Ride auf Seite A startet die Single recht schleppend und langatmig. Für meinen Geschmack zuviel Geschnörkel in der Mitte und etwas spärlichem Gesang. Auf der Flip geht es mit Eyes On My Baby gleich energiegeladener weiter und bietet den perfekten Soundtrack, um mit den Kumpels am Beckenrand nach den Mädels zu schauen. Insgesamt klingt das ganze eher nach Rockabilly mit leichtem Psychobillyeinschlag. Interessant wäre ein ganzes Album, da Fifty Fifty bei den beiden Songs herrscht. Noch ein paar kleine Fakten: Limitiert ist das Ganze auf 400 schwarze, 50 rote und 50 graue. Die Aufmachung für ne Single ist recht einfach und leider ohne Texte. Übrigens gibt es von dem Trio ein Album aus 1996 und 2011, also nicht sehr produktiv und kein Wunder wenn man recht wenig von ihnen gehört hat. -nasty-

LA CRY – Songs About Shitshaking & Heartbreaking CD (07.08.2017)

(www.lacry.de)
Meine erste Bekanntschaft machte ich damals mit der geilen 333 Up & Down Serie auf Barneys Icgnoito Records. Man trennte sich recht früh wieder und nun ist die Band seit 2015 wieder am Start. Bei ihrem nun 3 Album handelt es sich allerdings nicht um ein neues Album, vielmehr wurde es bereits 1997 eingespielt und erst heute durch die Band veröffentlicht – also nicht so frisch. Gespielt wird schöner schneller snotty Punkrock, der auch mal etwas härter und rockiger klingt. Hätten damals gut auf Lookout! gepasst und erinnert mich daher vielleicht an etwas härtere und schnellere Screeching Weasel. Die Stimme von Uwe ist sicherlich nicht jedermanns Sache, aber passt wie ich finde, wie die Faust aufs Auge. Jetzt noch ein Konzert mit den Richies zusammen und ich würde endlich zwei alte Punkbands, mit denen ich großgeworden bin, mal Live sehen. -nasty-

Lazy Class – Pressure Rising 7″ Vinyl (06.08.2017)

(Spirits of the Streets)
Lazy Class kommen aus Polen und spielen melodischen Streetpunk. Geboten werden auf ihrer neuen 7“, die hier schön rot leuchtet, drei Songs, die mich etwas an die Prager Saints and Sinners erinnnern. Gute Referenzen also schon mal. Der Titeltrack kommt etwas getragen daher, stompt eher als das es auf die Glocke gibt. Danach geht es mit „Before the Dawn“ schon zackiger zu und zum Abschluss mit „Remote Control“ nochmal zwei Minuten Gas gegeben wird. Das ist Alles ganz nett, aber mehr als der dicke Zeh zuckt bei mir nicht. Gerade im Gegensatz zur Amerikanischen Konkurrenz klingt das hier alles etwas holprig und unausgegoren. Ist nicht schlecht, aber nicht zwingend. Klarer Fall von alles geht, nichts muss. Neutrale 3 roland

Teenage Bottlerocket – Stealing The Covers CD (06.08.2017)

(Fat Wreck Chords)
Teenage Bottlerocket zeichnen sich zum einen durch Ihren typischen Punkrockstil im Ramonesstil, zum anderen durch die Gestaltung Ihrer Plattencover aus, die sich alleine durch die Farbauswahl des Totenkopflogos unterscheiden. Von Ihren Live Qualitäten durfte ich mich beim Ruhrpott Rodeo überzeugen, ein genialer Auftritt gespickt mit massenhaft Hits. So habe ich mich auch sehr über das Reinschneien des neuen Tonträgers ‚Stealing the covers‘ gefreut. Das neue Album ist ein Konzeptalbum, auf dem nur Coverversionen zu hören sind. ‚Och nö, nicht schon wieder‘ mögen viele denken, in der Annahme, man coverrt andere Speerspitzen des Punkrocks oder schnöde Schlager der 70er Jahre. Nichts da, Teenage Bottlerocket covern Songs von Bands, mit denen man selber auf Tournee war, oder mit denen man ein freundschaftliches Verhältnis pflegt. Fast alle gecoverten Bands sind völlig unbekannt, oder wer kennt ‚Varisty Wierdos‘ oder die ‚Onion Flavored Rings‘? Die einzigen Bands, welche mir bekannt sind, heißen Head und The Mugwumps. Das macht aber gar nichts, auch unbekannte Bands können Hits schreiben, welche jetzt von den Bottlerockets neu interpretiert wurden. Insgesamt 14 Songs von 14 Bands hat man zusammengetragen und sie in dem neuen Gewand des Bottlerocket Sounds gekleidet, was hervorragend klappt. Zu jedem Song gibt es eine Erklärung der Bandmitglieder warum dieser auf der Scheibe gelandet ist. Wer den Sound der Bottlerockets mag, kommt natürlich auch an dieser Scheibe nicht vorbei. 2 sickguy77

Karoshi – Rabauken und Trompeten LP+DL Code (05.08.2017)

(Rookie Records)
Das erste was mir einfiel als ich das neue Karoshi Album in die Hand bekam, war das ich die vor Ewigkeiten mal live gesehen habe und die band mir da schon recht gut gefallen hat. In der Hand halte ich nun also das 4te Album Rabauken und Trompeten, der 7 köpfigen Ska/Punk Band Karoshi. Beim ersten Hören, hat mir das Album aufgrund seines Abwechslungsreichtums sehr gut gefallen, schöne Melodien und auch der rauhe Gesang wissen zu gefallen. Auf dem Album befinden sich 10 Songs mit einer Gesamtspieldauer von 31 min. Bis auf 3 Songs ist Rabauken und Trompeten komplett auf Englisch gehalten, wonei die Texte leicht verständlich sind und direkt im Ohr bleiben, wie mein Anspieltipp “South of the Border“ . Bei den Stücken “Care about the onions“ und “Long time no see“ hatte ich als musikalischen Vergleich gleich Frau Doktor im Kopf – was sicher kein schlechter Vergleich ist. Ebenfalls gefallen hat mir auch der Instrumental Song “ Monkey Island Shuffle“ was,durch leichte Reggae parts aufgelockert ist, obwohl mir persönlich bei sowas immer der Gesang fehlt. Meanwhile ist durch seine Kölsch Passagen von Royal Eigelstein auch ein Song, der raussticht und zu gefallen weiss. Der einzig komplette Deutsche Song ist Stuntpolizei, gefällt mir auch ganz gut, finde aber die englischen Songs doch besser. Alles in.allem ist Rabauken und Trompeten ein locker, flockiges Ska/Punk Album was auch nach mehreren hören nicht langweilig wird. 2 Eddie Sharp

Hard Wax – Diamond In The Rough CD (05.08.2017)

(Contra Records)
Seventies styled Cover lässt bei Contra Records eher auf Glam als auf Streetpunk schliessen. Dem ist auch so, Hard Wax bewegen sich auf ihrem Longplayer Debut grob in dem musikalischen Dreieck Guida, 45 Adapters und Turbonegro. Dazu kommen (natürlich) noch Einflüsse von Slade und Kiss. Das Ganze kommt nicht so retro und weich rüber wie bei Guida, sondern ist eher die englische Straßenvariante davon. Der Sound ist bei aller Tanzbarkeit härter und viel Oi! lastiger. Auch geben die Jungs hier mehr Gas, der Titeltrack könnte wirklich auch auf einer alten Turbonegro oder Hellacopters Platte stehen, hat aber immer diese fiese, rauhe England Kante. Ergänzt wird das Alles von dezenten Pianoparts und manchmal auch Gebläse. Vom ersten Song „Bootboy Stomp“, bis zum abschliessenden „We`re here to stay“ reiht sich ein Hit an den nächsten. Alle Songs gehen sofort in die Hüfte und schreien nach einem Pint im nächsten Pub. So muss eine gute Partyplatte klingen. Das tolle Werk kommt im stylischen Digipack oder auf rotem Vinyl daher. Sollte man zuschlagen. 2 ROLAND