Category Archives: Reviews S-Z (Archiv)

Versus The World – Drink Sing Live CD (15.05.2012)

(Concrete Jungle Records / Edel)
Auch wenn hier der Gitarrist der California-Punklegende Lag Wagon seine Finger mit im Spiel hat, geht es auf dem vorliegenden Album nicht in die typische Liga schneller Punkrocksongs, sondern eher in die Richtung Alternativ Rock. Für diesen bleibenden Eindruck sind mit Sicherheit die drei weiteren Mitstreiter Mike Davenpoort (ehemaliges Mitglied bei The Ataris) und 2 Leute von den mir gänzlich unbekannten Crooks And Liars verantwortlich. Versus The World touren momentan durch Europa und stellen ihr neues bzw. 2. Album vor. Unter anderem waren sie auf dem Groezrock zu sehen und ich denke, auf genau diesen Bühnen dürften sich die Amis aus Santa Barbara sehr wohl fühlen. Den Zeitgeist moderner Rockmusik ziemlich genau treffend, gibt es auf „Drink. Sing. Live. Love.“ das volle Brett Alternativ-Rock mit leichten und dezenten Pop-Punk-Anteilen, ohne dabei kantig zu wirken. Melodiöse Rock-Songs die keinem weh tuen, mich aber auch nicht vom Hocker reißen, sind das Grundrezept der neuen Scheibe. Für meine Begriffe sehr glatt rutschen Versus The World hier durch insgesamt 13 Songs die auf Albumlänge ziemlich gleichbleibend durchrauschen. Obwohl man sich mit seinen musikalischen Qualitäten sehr hoch positioniert, vermisse ich ein bisschen die Höhepunkte die das ganze besonders machen. Stimmlich kann der Sänger einiges bieten und musikalisch auch, aber leider fehlt einfach oftmals Druck in den Songs. Versus The World erinnern mich immer wieder an eine ausgedünnte Version von Rise Against, die auf die hardcorelastigen Parts zwischen den gefühlvolleren Passagen verzichtet hat. Schade, etwas mehr Schmackes an den richtigen Stellen hätte der Scheibe sicherlich gut zu Gesicht gestanden und damit auch den ein oder anderen weiteren Punkt raus holen können. So bleibt es bei einem angenehm durchzuhörenden Rock- Album, das mich aber nicht wirklich mitnehmen oder ergreifen kann. Note: 3-4 Daniel

Simon Chainsaw – Tearing Out My Heart EP (11.05.2012)

(Still Unbeatable Records, www.still-unbeatable -records.de)
“He’ll never be truly famous ….. but ain’t that the way we like our heroes?” Dieser Satz aus der Biografie von SIMON CHAINSAW bringt es auf den Punkt. Es gibt sie ja mittlerweile wie Sand am mehr, die großen Punkrockstars, die jeder kennt und die ihre Erfolge (teilweise völlig zu Unrecht) feiern. Da ist es doch schön, sich seine Helden dort zu suchen, wo die Masse nicht hinschaut. Jeder wird das kennen, er hört eine Band oder einen Künstler und es haut einen einfach um. Dann macht man alles, um diese armen Seelen seinen Freunden usw. schmackhaft zu machen und ihnen ein wenig Ruhm zu gönnen. So ging es mir jetzt mit der „Tearing Out My Heart“ Single von SIMON CHAINSAW, denn diese Single ist ganz großes Kino. Also versuche ich dem Australier mit diesem Text ein klein wenig mehr Öffentlichkeit zu geben, denn er hat es verdient. „Tearing Out My Heart“ ist eine Punkplatte, die vom ersten bis zu letzten Ton absolut überzeugen kann. Ganz klar stehen hier alte Bands wie die DEAD BOYS, MC-5 oder auch THE CLASH Pate und die 4-Track-Single klingt, als ob sie aus den Anfangstagen des Punk kommt. Daran kann ich aber rein gar nichts Schlechtes finden, zumal die Mucke frisch und unverbraucht klingt. Los geht es mit „Before I Could Think“ einer schnellen Punkrocknummer, die ihre Rock’n’Roll Wurzeln mehr als nur zur Schau stellt. Erinnert mich stark an das Debutalbum der REVOLVERS, auf dem sie auch noch schön dreckig, rotzig und punkig klangen. Die zweite Nummer bremst dann etwas ab, besticht aber durch die schöne Melodie. Trotzdem ist „Giant For Everyone“ der schwächste Song der Platte, wobei wohl eine Menge Bands für einen solchen Track über Leichen gehen würden. Die B-Seite eröffnet dann mit „So Complicated“ einem klasse Mid-Tempo Smasher, bei dem der Gesang von SIMON CHAINSAW richtig gut zur Geltung kommt und auch dem Faible für ausgewachsene Gitarrensolo wird wieder freien Lauf gelassen. Die EP endet dann schließlich wie sie begonnen hat, mit einem schnellen Punkrocksong, der förmlich danach schreit, die Scheibe sofort noch eine Runde rotieren zu lassen. Angesichts der lediglich 300 Exemplare dieses Vinyls sollte man sich also ranhalten, wenn man auch in den Genuss dieser Single kommen will. Außerdem bin ich mir sicher, dass viele mit dieser Scheibe einen neuen kleinen Helden – der für den Punkrock kämpft – entdecken werden. Note: 1 East Side Daniel

Torian – Dawn CD (03.05.2012)

(Sound Guerilla / DA / Gordeon Promotion)
TORIAN stehen seit knapp 10 Jahren für Power Metal aus deutschen Landen. Genauer gesagt aus Paderborn. Mit “Dawn” veröffentlichen die fünf Jungs ihr bereits ihr drittes Album. Mit Power Metal aus Deutschland verbindet man natürlich hohe Geschwindigkeit, Chöre und Ohrwurm Melodien. Und TORIAN geizen mit keiner dieser Eigenschaften. Was direkt positiv auffällt, ist aber die Wucht die in den Songs steckt. Die haben echt Druck, könnten aber noch etwas fetter klingen. Es gibt schon eine ziemlich harte Kannte in den Songs (teilweise schon recht thrashig), gepaart mit viel Melodie. Das verträgt sich gut miteinander und die Stimme von Sänger Marc passt auch sehr gut dazu. Keine hohe “Eunuchen-Stimme” sondern Kraftvoll und auch an den passenden Stellen mal etwas rauher. Bei meinem Geschmack steht und fällt ja viel mit dem Gesang. Der hier ist aber echt gut und hebt die Songs noch etwas an. Mich erinnert die Stimme auch teilweise an einen bekannteren Sänger, aber ich komm beim besten Willen nicht darauf um wen es sich handelt. Egal! Die zwölf Lieder sind auch nicht gerade “08/15″, sondern schon relativ komplex komponiert und arrangiert. Geschwindigkeit und härte wechseln mit den klassischen Power Metal-Melodien und in den Refrains kommen dann die fetten, epischen Chöre zum Einsatz. Klasse gemacht. Klingt natürlich teilweise etwas kitschig, aber das hat diese Metal-Spielart nun mal so an sich. Es klingt aber nie wirklich peinlich oder auch zu soft, wie bei anderen Genre-Bands. Das Cover-Artwork gefällt mir zwar leider in keinster Weise, und bildet mit der Produktion die noch etwas fetter hätte sein dürfen den einzigen nennenswerten Schwachpunkt, aber auch das ist ja nörgeln auf hohem Niveau. Dafür stimmt ja der Inhalt, sprich die Songs sind wirklich gut.Für Freunde von Blind Guardian, Helloween oder auch Gamma Ray (wobei letztere um längen kitschiger sind) dürfte der Griff zu TORIAN´s “Dawn” durchaus Sinn machen. Einfach mal antesten! 2-  Domme

Split – Mattless Boys / The Stiffs / Boss Martians / Arctic Depression EP (28.04.2012)

(Still Unbeatable Records, www.still-unbeatable -records.de)
Nach den ersten Veröffentlichungen auf Still Unbeatable Records von den Boys, The Stiffs und Boss Martians, setzt das Label hier noch einen drauf und knallt uns vier bisher unveröffentlichte Stücke dieser Combos vor den Latz. Auf diesem Sampler gibt es Punkrock von 1977 bis 2010. Er bietet somit einen sehr schönen Querschnitt, zumal die Protagonisten aus aller Herren Länder stammen. Den Anfang machen THE MATTLESS BOYS mit „Talk To Me“. Natürlich klingt das hier wie die BOYS, denn im Prinzip handelt es sich ja auch um die Punkurgesteine, nur fehlt halt einer. In Anbetracht dieses richtig guten Songs kann man das aber gut verschmerzen. Außerdem handelt es sich bei „Talk To Me“ sowieso um einen alten BOYS Song, der hier das erste Mal eingespielt wurde. Die Aufnahme klingt auch stark nach den alten Sachen der Jungs, nur einen Ticken frischer und besser produziert. Dabei verliert man aber nie aus den Augen, was die Engländer auszeichnet – eine kreischende Gitarre, zuckersüße Melodien, ein dezentes Klavier und ohrenumschmeichelnder Gesang. Wer also die BOYS liebt, wird THE MATTLESS BOYS auch lieben und schon allein wegen diesem Song sollten sich alle 77er-Punkrocker diese Scheibe zulegen! Danach kommt die nächste Urgewalt in Sachen UK 77 Punkrock um die Ecke, THE STIFFS. Auch wenn ich die Band bis vor kurzem nicht kannte, konnten sie mich schon mit ihrer Single „Innocent Bystander“ (ebenfalls Still Unbeatable Records) begeistern. Mit „Radio Calling S.O.S.“ haben sie mich endgültig überzeugt, denn dieser Song hat Hitpotential. Eine schöne Melodie – die auch ohne Probleme im Radio laufen könnte –, ein guter Sound, ein super Schlagzeug und jede Menge Charme aus den Anfangstagen! Damit reihen sich THE STIFFS perfekt an die MATTLESS BOYS an und Seite A ist viel zu schnell vorbei. Schon jetzt ist klar, dieser Sampler ist eine wahre Perle für jeden Musikfreund. Man sollte aber nicht den Fehler machen und angesichts der geballten Alt-Helden-Power die Seite B dieses schicken Tonträgers ignorieren. Denn auf der zweiten Seite verstecken sich wieder zwei Perlen. Zum einen wären da die amerikanischen BOSS MARTIANS mit ihrem Song „Storm Front“, der wie eine flotte Hardrockversion klingt. Man fühlt sich gleich 10-20 Jahre in der Zeit zurückversetzt. Angesichts des hohen Tempos, der fetten Gitarren und des 100%igen-Mitgrölenfaktors will man gleich losspringen und feiern. Vom Song her würde ich es mal mit den späten Sachen der Hellacopters vergleichen, allerdings mit dem Power der Anfangstage der Schweden. ARCTIC DEPRESSION bilden schließlich den Abschluss der Platte. Mit „I Want Back My Baby“ hauen die Grönländer hier einen richtig geilen Song raus. Es geht ein wenig in die Richtung der heutzutage so angesagten Indierockbands, verliert aber nie den guten alten Punkrock aus den Augen. Mit seinem eher ruhigeren Tempo, Handclappings in der Mitte und einem groovigen Schlagzeug bilden die ARCTIC DEPRESSIONs einen ganz angenehmen Kontrast zum Track davor. Somit runden sie die musikalische Seite dieser Single perfekt ab und wer kann schon behaupten, eine Punkrockband aus Grönland im Schrank stehen zu haben? Die optische Komponente kommt hier natürlich auch nicht zu kurz und besticht mit seiner Schlichtheit – schwarz/weiß Optik – und einem schicken Klappcover. Eine rundum gelungene Sache, die in einigen Jahren sicher schwer gesucht sein wird. Mehr Kaufargumente konnte ich auf Anhieb „leider“ nicht finden, aber ich denke mal es sollte reichen, um sich animiert zu fühlen, eine der auf 500 Stück limitierten weißen Vinylperlen zu holen! Note: 1 East Side Daniel

Stick To Your Guns – Diamond CD (27.04.2012)

(Sumerian / Soulfood / Gordeon Promotion)
Obwohl die Amis ganz klar unter der Rubrik Hardcore mit Metal Schlagseite laufen, haben sie schon immer eine große Portion Melodie bzw. Pop in ihren Songs gehabt. Diese Richtung bauen sie auf Album Nummer vier auch weiter aus. Songs wie “Against Them All” oder “Bringing You Down” erinnern eher an „Story Of The Year“ als an üblen Beatdown. Was aber gar nicht schlimm ist. So wirkt der dick produzierte Stuff etwas abwechslungsreicher als monotones Geballer. Auch vor cleanen “Ohhouos” schreckt die Band nicht zurück. Alle Dancfloor Karate Sportler müssen sich aber dennoch keine Sorgten machen. Dicke Parts zum abgehen und moshen gibt es reichlich. So kann man während der ruhigen Passagen ja mal sein Mädel in den Arm nehmen. Leider sind nicht nur Diamanten auf dem Album enthalten. Gegen Ende geht den Jungs ein bissken die Luft raus. “D( I am )ond” und “Build Upon The Sand” schwächeln im Vergleich zu den restlichen Songs etwas. Macht unterm Strich aber dennoch eine coole Platte. Note: 3  Marcel

Split: Maraboots & Stomper 98 CD (25.04.2012)

(UVPR, www.uvpr.fr)
Hier der 3. Streich vom französichen Label UVPR Vinyles Records. Dieses mal mit deutscher Beteiligung, mit der zur Zeit beliebtesten Skinheadband Deutschlands Stomper 98. Die andere Seite dieser Split 7“ ist eine französische OI! Band aus Paris zu höre, Maraboots. Diese Band ist das französische Gegenstück von Stomper 98, der Sound kling sehr ähnlich. OI! Punk mit Saxophon  sag ich da nur.  Zum auf der 7“ enthaltenem Song Crepuscule gibt es ein cooles Video, welches Ihr Euch anschauen müsst.  Dann werdet Ihr meinen Vergleich mit Stomper verstehen.Mit den beiden Songs von Stomper zollen diese 2 alten Punk/OI“! Bands aus Frankreich Tribut. Einmal werden Komintern Sect (Ihr d oben) gecovert, ein sehr politischer klassenbewusster Song, working class eben. Der andere Song stammt von Camera Silens (Realität) und ist fast noch besser als der vorherige Song. Vor allem der Text hat es mir angetan, tiefgehend, zum Nachdenken anregend. OI! The Lyrics…Stomper haben es gewagt französiche Punkrocksongs zu übersetzen und neu zu gestalten und dieses ist Ihnen hervorragend gelungen. Ohne die Originalsongs zu kennen, behaupte ich da die hier gecoverten besser sind. Da hat das Label aus Frankreich ein ganz starkes Stück Vinyl produziert. Pflicht!!   1   sickguy77

Zwakkelmann – Briefmarkenalbum CD (20.04.2012)

(RilRec / www.rilrec.de)
ENDLICH habe ich mein erstes ZWAKKELMANN Album und bin restlos begeistert. Live habe ich den ZWAKKELMANN schon des Öfteren gesehen, aber bisher fehlte meiner Plattensammlung noch ein Silberling dieses großartigen Entertainers. Mit dem „Briefmarkenalbum“ legt Herr Schlaffke sein mittlerweile fünftes Album vor und beschert dem Hörer 17 Songs irgendwo zwischen Punk und Pop. Jeder einzelne Track kommt mit einer klasse Melodie um die Ecke, so dass es hier doch tatsächlich keine Ausfälle gibt. Ohne Probleme bleiben alle Tonfolgen im Ohr hängen und man kann schon nach kurzer Zeit alles mitsingen – okay bis auf das „Instru-nonverbal“. Die Texte haben allesamt ebenfalls einen hohen Unterhaltungswert. Geschichten aus dem alltäglichen Leben, wie sie wohl jeder nachvollziehen kann, begleiten den Zuhörer durch dieses tolle Album. Mit „Wunderbarer Wintermorgen“ ist ZWAKKELMANN ein richtiger Hit gelungen, der es eigentlich verdient hätte in jedem Radio gespielt zu werden. Bei der Covergestaltung hat man sich auch noch richtig Mühe gegeben und neben der beiliegenden Briefmarke (wieso gibt es die noch nicht bei der teutschen Post?), kann man alle Texte im Booklet nachlesen und in der Mitte findet man viele kleine Kunstwerke, die manchmal zum Schmunzeln animieren. Mehr will ich dazu jetzt nicht schreiben, denn ich will mir noch mal ZWAKKELMANN reinziehen! Note: 1 East Side Daniel

Soldbrud – s/t CD (19.04.2012)

(VME / Soulfood / Gordeon)
SOLBRUD aus Dänemark legen hier mit der gleichnamigen CD ihr Debüt-Album vor. Der erste Blick auf die CD-Hülle überrascht etwas. Nur vier Songs? Aber wenn der Blick auf die Länge der Songs fällt, wird schnell klar warum. Überlänge ist angesagt. Der kürzeste Track, “Dodemandsbjerget”, geht immerhin schon über sieben Minuten. So kommen SOLBRUD trotz nur vier Songs auf eine Albumspielzeit von über 46 Minuten. Muss man ja auch erstmal schaffen. Zur Musik passt das ganz gut, denn die Dänen spielen sehr epischen Black Metal. Und seit Bathory weiss man, das man sich dafür ruhig zeit nehmen sollte. Der Opener des Albums “Bortgang” kommt sehr heavy daher, schleppendes, sich langsam steigerndes Riff und eine eiskalte Atmosphäre. Diese zieht sich übrigens erfreulicherweise durch das gesamte Album. Damit kommen wir schon zu einem Hauptkriterium der Musik von SOLBRUD. Atmosphäre. Keine Musik zum “mal eben nebenbei zu hören”. Man sollte sich Zeit nehmen und drauf einlassen. Dann funktioniert das wunderbar. Das zweite Lied “Ode Lagt” bleibt knapp unter 12 Minuten und schlägt in die gleiche Kerbe wie schon der Eröffnungssong. Tempovariationen und ein gewisser rauher Charme, der bei Black Metal ja nicht zu kurz kommen sollte. Dazu gibt es ein astreines, wenn auch kurzes, Gitarren-Solo welches perfekt passt. Das Quartett schafft es wirklich sehr gut diese eiskalte Klangwelt zu erschaffen. Der Wechsel zwischen den Geschwindigkeiten tut dem keinen Abbruch. Es gibt Raserei, aber auch schleppendes. Das passt alles gut zusammen, und der heisere röchel-Gesang passt auch perfekt zum Sound. In richtig guten Momenten erinnern die Jungs mich mit ihrem fast majestätischen Sound an die bereits oben genannten Bathory oder auch an I. Song Nr. 3 ist der bereits besagte kürzeste Track. Aber auch der fällt mit seinen über sieben Minuten überaus episch aus. Den Abschluss macht der längste Song “Skyggeriget”. Hier wird noch mal alles in die 15 Minuten reingepackt was epischen Metal ausmacht. Getragenes Intro mit akkustischen Gitarren, bevor man sich in ungebremste Raserei steigert. Verdammt schwere und schleppende Riffs treffen auf hohe Geschwindigkeit. Metalheads die dieser Art von Musik etwas abgewinnen können, sollten hier einfach mal zugreifen. Ein sehr starkes Album, für das man sich wie bereits gesagt aber Zeit nehmen sollte. 2+ Domme

Strenght Approach – With Or without You CD (09.04.2012)

(GSR / Gordeon Promotion)
Das erste was mir direkt auffällt, als ich die neue STRENGTH APPROACH Scheibe höre, ist der richtig fette Sound. Der ist dermaßen warm, live und echt, da wird man sofort in den Bann gezogen. So fängt die Sache fängt ja schon mal gut an. Schon der Opener “Eye For An Aye” zeigt ganz klar wo die Hausordnung hängt und was uns noch erwarten wird. Bereits seit 15 Jahren rödeln, pöbeln und brettern sich sich die vier Italiener schon durch die Hardcore-Szene und haben dabei nichts an Frische eingebüßt. Der neue Longplayer “With Or Without You” versprüht eine derart herrliche Frische, die durch eine gehörige Portion Punk-Attitüde getragen wird. Es klingt nichts gestellt, angestrengt aggressiv und auf hart getrimmt, sondern einfach sehr direkt und natürlich rausgeholzt. Die elf Songs gehen wirklich zielgenau in die Tanzstiefel und versprühen für mich richtig viel Live-Energie. Ob bei durchgetretenem Gaspedal oder bei schweren stampfenden Parts, hier passt wirklich alles sehr gut zusammen. Songs wie “Stand Your Ground”, “The Living Proof” oder “In Your Face” machen einfach nur Laune und keine Gefangenen. So muss Hardcore klingen. Kann mir gut vorstellen das die Tracks auch live einen ordentlichen Punch haben. Dieses Energie-Level wird auch auf der ganzen Scheibe durchgehalten und gibt kein Song-Gefälle. Das Niveau bleibt wirklich durchgehend hoch. Mit “Dance Hard Or Die” gibt es zum Abschluss noch eine gelungene Coverversion von Warzone. Durch und durch ein starkes Album. 2+  Domme

The Used – Vulnerable CD (27.03.2012)

(Hopeless / Soulfood / Gordeon Promotion)
Bei dieser Platte würden sich wohl die Fußnägel meines Kollegen Domme mehrfach nach oben rollen. Ich hingegen mag solchen Stuff. The Used spielen 100% Radio tauglichen Pop mit ein paar harten Gitarren. Punkt. Das alles perfekt insziniert und produziert von  John Feldmann (Goldfinger, Escape the Fate u.a.) Hier reiht sich ein Ohrwurm an den nächsten. “Movin On”, “Getting Over You” oder “This Fire” um nur ein paar zu nennen. Das Hauptgewicht der Songs liegt ganz klar auf den Hooks und der Stimme von Sänger Bert McCracken, der auch mal mit Kelly Osbourne zusammen war. Wenn man eh nicht ganz so harten Acts wie “Escape the Fate” oder “Falling in Reverse” auch noch die letzte Power nehmen würde, bekommt man ungefähr  den Sound, welchen “The Used” zocken. Zu den 2,5 Millionen Cd´s, welche die Amis bis jetzt verkauft haben, werden ab dem 30.3.noch eine Menge hinzukommen. Da bin ich mir ganz sicher. Note: 2-  Marcel