Category Archives: Reviews S-Z (Archiv)

Sally Brown – El sonido del manana…hoy!!! CD (23.05.2013)

SALLY-BROWN_El-sonido-del-mañana​.​.​.-¡¡hoy​​--150x150(Redstar73 Records / www.redstar73.com)
Sally Brown haben sich im Jahr 2004 in Madrid gegründet. Die Kombo aus 2 Mädels und 6 Jungs haben ein neues Album am Start. „ El sonido del manana …hoy“, heißt soviel wie „ Der Klang des morgens…heute“, bei Beginn des Intros war ich noch hochmotiviert, doch nach ca. der Hälfte der CD war irgendwie die Luft raus. Ich hatte Schwierigkeiten mir die CD ganz anzuhören und hab sage und schreibe 4 Anläufe gebraucht bis ich den Player mal nicht genervt ausgemacht hab. Die Band mischt verschiedene Stilrichtungen: Rocksteady, Jazz und Jamaican Ska. Das Ziel der Band ist es, 2-Tone Ska aufleben zu lassen, allerdings gibt’s da leider diverse Bands die dies einfach besser umsetzen. Das Saxophon hat eine dominante Rolle. Allerdings klingt das Ganze mehr und mehr nach langweiligem Popjazz, der auch in einer versnobten Cocktailbar im Hintergrund laufen könnte. Lisi und Luis haben geniale Stimmen, können das Ganze dadurch aber leider auch nicht mehr retten. Ein paar Lichtblicke, wie „El sonido del manana…“, „ Madrid“ und „ Libertad en las ondas“, sind dabei, wodurch das Album im Endeffekt ok aber nicht unbedingt empfehlenswert ist. Note 4 +  MIRA

The Sensitives – Boredom fighters CD (16.05.2013)

the-sensitives-boredem-fighters (Sunny Bastards / www.sunnybastards.de)
Reife Leistung für ein Debut! Was die noch recht unbekannten Schweden hier abliefern kann sich mehr als hören bzw. sehen lassen. Im schniecken Digipack werden hier (inkl. 3 Bonustracks) insgesamt 14 Songs raus gehauen die sich den Titel Boredom Fighters auf alle Fälle auf die Fahne schreiben dürfen. Langeweile kommt hier jedenfalls nicht auf, denn die Schweden rangieren angenehm in ihrer Abwechslung hin und her. Da geht es mal recht erfrischend und schwungvoll in den Bereich Pop-Punk, aber genauso oft blinzelt hier auch der ein oder andere Funken Rock`n´Roll durch um nicht direkt von Punk-a-billy zu reden. Der mal männliche und mal weibliche Gesang wechselt sich auch harmonisch ab und an manchen Stellen macht sich sogar ein bisschen Folk-Punk-Feeling breit. „Boredom Fighters“ ist definitiv was anderes als der übliche Einheitsbrei, das steht schon mal fest. Zu allem Überfluss wird das ganze dann aber auch noch mit einer eleganten Leichtigkeit runter gespielt, die wirklich erfrischend wirkt. Kein künstlich zusammengebasteltes Soundkonstrukt, sondern ein gut rein laufender Mix aus all den genannten Zutaten sorgen für sauberen Punkrock mit eingängigen Melodien und der nötigen Raffinesse. Da laufen Songs wie das nach vorne treibende „No Way“ genauso gut rein wie das Ska-lastige  „How The Fuck“, um ein paar Songs weiter einen anständigen Haken zu schlagen und mit „Suburbs Of Vilnius“ seine Rock`n`Roll-Seite zu präsentieren. Mit „Fashion Show Of Rock`n`Roll“ kommt dann sogar ein bisschen Country mit ins Spiel und bei „The Ugly Song“ wird es dann wiederum etwas folkiger. Wie man liest hier wird mit Abwechslung nicht gegeizt und trotzdem kommt das alles sauber in einem Rutsch durch die Boxen. Um einen eigenen Stil brauchen sich die 2 Jungs und das Mädel ebenfalls keine Gedanken machen, denn schon allein durch das facettenreiche bedienen verschiedener Elemente hängen sie so manche Genrekollegen locker ab. Egal wie man das ganze jetzt nennt ob Punk-Rock oder Punk`n`Roll, mit „Bordeom Fighters“ ist den Sensitives ein gelungenes Debutalbum geglückt, das fröhlich und unverkrampft gute Laune verbreitet und ein rein hören zur Pflicht werden lässt!  Note: 2  Daniel

The Shanes – Road Worrier  CD (15.05.2013)

The Shanes(Sumo Rex / Broken Silence)
Was ist es denn nun? Folk-Rock, Folk-Punk, Country oder doch eher Hard-Polka? Irgendwie ist hier von allem ein bisschen dabei. Eigentlich nicht verwunderlich, denn laut Infozettel gibt es die Band mittlerweile seit 20 Jahren. Vor geraumer Zeit wurde das Ende der Band bekanntgegeben, doch totgesagte leben dementsprechend meistens länger und so melden sich die Shanes 2013 mit einem neuen Album zurück. Ehrlich gesagt, wäre es auch zu schade gewesen, wenn die Gruppe aus dem deutschen Trier das zeitliche gesegnet hätte. „Road Worrier“ besteht aus 12 Songs die geschickt die ausgetretenen Pfade  umfahren und definitiv ihr eigenes Süppchen kochen. Fernab von dem was man sonst so unter dem Banner der üblichen modernen Folksachen geboten bekommt, bewegen sich die Shanes auf qualitativ absolut hohem Niveau. Dabei wird der Bereich Folk-Punk, aber auch nur ansatzweise angekratzt. Der Großteil der Songs bewegt sich eher im Bereich Folkrock, der eben nicht wie so oft durch hohes Tempo bereichert wird, sondern mit musikalischem Können glänzt. Das Hauptaugenmerk wird dabei sehr oft in Richtung Country und Americana gerichtet und erinnert dadurch stellenweise oftmals an die Soloscheiben von  Mike Ness. Songs wie „Fremantle Doctor“ oder auch „The Girl Who Lives On Heaven Hill“ werden damit sehr smooth und relaxt vorgetragen. Die Produktion wirkt dabei sehr ausgereift und gibt dem ganzen dadurch einen beruhigten Eindruck mit auf den Weg. Ich habe hier jetzt absichtlich nicht das Wort glatt benutzt denn, das ganze passt wirklich gut zusammen. Der Punkrockeinfluss ist entsprechend auch nur sehr dezent und trotzdem besitzt das alles Ecken und Kanten durch denen die Songs ordentlich flüssig wirken. Melancholische Countrynummern im Uptempo wie bspw. „The Train“ finden hier ebenso ihren Platz wie die bereits erwähnten Stücke die sich dann eher auf die  Polka-Elemente fokussieren. Polka und Country-Songs geben sich auf „Road Worrier“ nicht nur die Klinke in die Hand, sondern gehen teilweise auch eine angenehme Symbiose miteinander ein. Es finden sich also nicht nur reine Country-Songs oder Polka-Stücke, sondern auch ein Gemisch aus beidem das dann wieder als zündende Fusion gut funktioniert. Das sorgt zum einen für Abwechslung und zum andern wird die Scheibe gerade dadurch sehr gut abgerundet und läuft so angenehm am Stück durch. Wer hier die üblichen Drinking-Folk-Songs erwartet ist auf dem Holzweg. Wer aber einer Folk-Scheibe mit erstklassigen Musikern nicht abgeneigt ist, dürfte mit The Shanes genau richtig fahren. Ich denke der Vergleich zu den Solo-Sachen von Mike Ness ist definitiv nicht unangebracht. Das Tempo ist häufig recht ähnlich und auch die Gitarrenarbeit auf „Road Worrier“ ist von einem ähnlichen Schlage, lediglich die Stücke mit mehr Polka entfernen sich da wieder etwas aus diesem Rahmen. Wer jetzt neugierig geworden ist sollte auf jeden Fall mal in Stücke wie dem dunklen „The Darkside Of My Soul“ oder auch dem treibenden „Bunn It Down“ rein hören. „Road Worrier“ ist definitiv ein recht vielschichtiges Werk geworden das manchmal angenehm aus dem Rahmen fällt und mich absolut positiv überrascht hat, vor allem weil ich noch nie von der Band gehört habe. Note: 2-3  Daniel

VIDUNDER – Vidunder CD (14.5.2013)

Vidunder(Crusher / Code 7 / Gordeon / www.facebook.com/vidunder)
Ich weiss ja nicht, was da oben im Norden Europas, so zum Tee gereicht wird, aber solang immer wieder erstklassige Retro-Rock Alben dabei herauskommen, dürfen die gern alles weiter so treiben. Das schwedische Trio VIDUNDER reiht sich nahtlos in die Welle der von Rock-Kapellen ein, die in den letzten 2 Jahren hervorragende Platten veröffentlichen. Stark 70er Jahre beeinflusster Blues-Rock, ohne viel Schnörkel und Fierlefanz, sondern sehr puristisch und einfach gehalten. Man zelebriert recht düstere, radiountaugliche und intensive Musik, die sicherlich nichts für Partys ist, sondern eher für den Heimgebrauch. “Vidunder” ist eher eine Platte für die man sich mal Zeit nehmen sollte. Wenn ich einzelne Songs hervorheben sollte, würde ich den Opener “Summoning The Not Living”, “Into Her Grave” und “Your Ghost” als Anspieltipps wählen. Hier bekommt man einen ziemlich guten Einblick in die Musik der drei Jungs aus Malmö. Stimmlich erinnert mich Sänger und Gitarrist Martin Prim stellenweise an Robert Plant und generell scheinen Led Zeppelin ein großer Einfluss auf VIDUNDER zu sein. Freunde und Fans von klassischem Blues-Rock alá Led Zeppelin oder Cream könnten hier neues Weideland für sich entdecken. Starkes und wirklich schönes Album.
2+  Domme

V.A.: Smiling Shadows CD (13.05.2013)

ML_060_SMILING_SHADOWS_15_Jahre_ML-150x150(Major Label / www.majorlabel.de)
Label-Sampler zu besprechen sind immer eine 50:50 Sache. Sagt einem die grobe Ausrichtung eines Labels zu, macht das hören Spass. Handelt es sich bei der Plattenfirma aber um einen Vertreiber, von Musik die einem eher wenig bis gar nicht liegt, hat man ein Problem. Leider trifft bei mir, bei “Smiling Shadows”, der zweite Punkt zu. Ich frage mich bereits beim 2. Durchlauf, wie man mit dieser Art von Musik überhaupt 15 Jahre im Musik-Business überleben konnte. Es herrscht leider die pure Langeweile. Auch das es sich bei den meisten Stücken wohl um exklusive Beiträge handelt, steigert mein interesse nicht im geringsten. Kein Stück packt mich, im Gegenteil. Musik zum abgewöhnen. Ich möchte den Bands (Fliehende Stürme, Kaltfront, Leatherface… um nur drei zu nennen) und dem Label auch nicht zu nahe treten oder an den Karren pissen, denn dazu steckt zuviel Arbeit in der Musik oder einer Plattenfirma, aber ich kann einfach nichts damit anfangen. Depri-Mukke, teilweise auch noch elektronisch aufgepeppt und einfach nur langweilig. Sagte ich das bereits? Naja, ich wünsche dem “Major Label” jedenfalls alles gute zum Jubiläum und weiterhin Erfolg (wie, warum und womit auch immer). 5  Domme

Subrockers – s/t CD (10.05.2013)

Subrockers(Rebellion Records / www.rebellionrecords.nl)
Rebellion Records aus den Niederlanden bleiben weiterhin am Ball und führen ihre streng limitierte  Cd-Serie mit allerhand frischen und jungen Bands weiter fort. Auf 250 Einheiten begrenzt gehen die die Jungs von den Subrockers mit ihrem Debut-Werk hier diesmal an den Start. Insgesamt kommen die Niederländer zwar nur auf knappe 7 Songs, aber die werden dafür umso solider dargeboten. Beschreiben würde ich den Sound irgendwo zwischen Punkrock, Oi! und dem ein oder anderen dezenten Spritzer Rock ala Rose Tattoo, wie gerade beim Song „Controlling The Machine“. Die Jungs selbst nennen ihren Stil Sub Rock und wollen sich laut Infoschreiben nicht wirklich auf ein bestimmtes Genre festlegen lassen. Das gelingt ihnen zuweilen auch ganz gut, allerdings so abwechslungsreich wie es sich dort liest ist das ganze dann aber wiederum auch nicht. Der Punkrock dominiert hier definitiv die Szenerie, auch wenn hier Worte wie Garage Rock oder auch Pub-Rock fallen.  Die Hauptbasis ist und bleibt generell Punkrock der lediglich mal mit dem ein oder anderen dezenten Ausflug liebäugelt. Weitere Kategorien die die Jungs ankratzen bestehen aus Elementen aus dem Bereich Hard-Rock und auch dem ein oder anderen Funken Glam-Rock der mal kurz durchschimmern kann. Soweit so gut bieten die Jungs hier dementsprechend 7 mal soliden Punkrock der mich jetzt zwar nicht sofort umhaut, aber trotzdem ganz gut umgesetzt wurde. Auch wenn der ganz große Hit hier noch fehlt, platzieren sich die Subrockers mit ihrer Debutscheibe im guten und gesunden Mittelmaß. Vielleicht einfach mal selbst antesten! Note: 3  Daniel

Templeton Pek – Signs CD (06.05.2013)

Templeton_Pek_-_Signs(http://www.facebook.com/templetonpek)
Nach einem kleinen Vorgeschmack in Form einer Ep im letzten Jahr schieben die Engländer nun ein vollständiges Album hinterher. Was sich damals schon abzeichnete, wurde auf „Signs“ weiter perfektioniert und ausgearbeitet. Der Einfluss ist nach wie vor unüberhörbar. Schon im Jahre 2012 habe ich den Jungs einen deutlichen Hang zu Rise Against attestiert und auch die neue Scheibe muss sich diesen Vorwurf wieder gefallen lassen. Ob das positiv oder negativ ist kann ich im ersten Moment nicht wirklich beantworten. Bei  mir reicht Rise Against lediglich bis zur ersten Scheibe die ich mir gut und gerne von Zeit zu Zeit mal geben kann, aber alles was danach kam, war mir leider etwas zu glatt gebügelt und langweilig. Anders herum kommt meine Freundin gerade bei den späten Alben von Rise Against voll auf ihre Kosten und auch Templeton Pek konnten bei ihr schon mit der letzten Ep ungemein gut punkten. Sei’s drum, Templeton Pek besitzen also definitiv absolut ähnliche Eckpfeiler. Der Sound ist ein Gemisch aus emotionsgeladenen Gesangspassagen garniert mit dem ein oder anderen härteren Riff. Im Zusammenspiel kommt man dann auf eine recht poppige Melodycore-Variante die hier und da auch mal in Richtung Emo-Core tendiert. Versierte Gitarrenarbeit arrangiert sich hier mit ausgeklügelten Songstrukturen, wodurch das ganze für meine Ohren ziemlich durchproduziert wirkt. Andere würden vielleicht sagen ausgereift, aber mir fehlen bei solchen Geschichten immer so ein bisschen die Ecken und Kanten. Anders ausgedrückt, der Sound den die Birminghamer Combo zelebriert wirkt mir auf Dauer gesehen einfach zu brav. Womit wir auch wieder bei dem Problem der späteren Rise Against Alben angelangt wären. Um das ganze Hardcore zu nennen ist der Pop-Effekt einfach zu ausgeprägt und um noch einen Hauch vom Punkrock mitzubekommen einfach zu glatt und zu weit entfernt von der Basis. Würde ich das ganze aber aus der Sicht meiner Freundin betrachten, bin ich mir sicher das „Signs“ da genau ihren Nerv trifft und bei ihr zu 100 Prozent auf Gegenliebe stoßen wird. Templeton Pek sitzen also auch 2013 wieder irgendwo in der Schnittmenge zwischen sanft melodischem Hardcore und einer dicken Portion Alternativ, die Hörer von Ignite und auch Rise Against absolut beeindrucken dürfte. Meine Freundin würde der Scheibe garantiert wieder eine glatte 2 als Note verpassen, während ich mich da doch ein wenig zurückhalte  und aufgrund der genannten Problematik eine wohlwollende 3 verteile. Fans der beiden genannten Bands sollten sich da von meinem Geschreibsel jedoch nicht beeindrucken lassen und sich definitiv von den Jungs selbst ein Bild machen! Daniel

WARHOUND – Colder Than Ever CD (02.05.2013)

Warhound_Colder_Than_Ever(BDHW / Soulfood / Gordeon)
Das der Hardcore nicht nur durch Hip Hop Klamotten, sondern auch durch Rap an sich verseucht wurde ist traurig. Lässt sich aber leider nicht mehr ändern. Wenn man aber etwas weiter in die Vergangenheit schaut, also in eine Zeit wo die meisten von den heutigen Gangstern noch den KIKA geschaut haben, erinnert man sich, das es das schon einmal gab. Alle möglichen Metal und Hardcore Bands experimentierten mit Hip Hop Acts wie z.b. ONYX oder dem WU TANG CLAN. Selbst das ROCK HARD brachte ein Special darüber und interviewte sogar die Knast Rapper der LIFERS GROUP.WARHOUND aus Chicago haben sehr viel von diesem Stuff gehört. Doch es klingt verdammt gut was hier aus den Boxen wummert. Von der Musik her geht es grob in Richtung Biohazard, wenn man die Solis und schnellen Parts subtrahiert. Dann mischt man noch ein wenig FURY OF FIVE oder SON OF SKAM hinzu. Auch wenn die Mid Tempo mäßige Mucke sehr simpel ist; was die Platte hörenswert macht, sind die geilen Chöre, die Biohazard heute so nicht mehr hinbekommen würden. Hinzu kommt eine schön düstere Atmosphäre. Kalt, grau und hoffnungslos. Klasse Teil. Note: 2  Marcel

The Smoking Hearts – Victory CD (30.04.2013)

smoking-hearts-victory(Bomber Music / Broken Silence / Starkult)
Der Bandname lässt es schon erahnen. Hier dampfen und rauchen die Amps. Die Amis nehmen eine leichte Prise Motörhead, gestalten diese aber deutlich moderner. So etwa in Richtung Zeke. Fronter Ben Mills hat eine sehr charismatische Stimme. Schön aggressiv und rau. Nichts desto trotz nervt mich sein Organ nach einer Weile etwas. Die cleanen Gesangs Parts hat man sich unüberhörbar bei „Death By Stereo“ geliehen, was der ganzen Sache aber etwas Abwechslung verleiht. Auch die Instrumente kicken Ass. Vor allem die Solis sind klasse. Live wird diese Band sicherlich noch ein wenig mehr killen als auf der CD, der man aber mal ein Ohr schenken kann. Note: 3 Marcel

Pork Knuckles / The Glasses Split 7“ (29.04.2013)

pork_knuckles-_the_glasses_-_split-ep(www.theglasses.tk / www.porkknuckles.at)
Mit einem vorweg schon mal klaren Pluspunkt fürs Format, erreicht mich hier ein nettes Stück Vinyl aus Österreich. Beide Bands sagten mir im Vorfeld erst mal garnichts, bei genaueren Hinschauen jedoch stellt man fest das der Gitarrist von The Glasses schon bei den längst in der Versenkung verschwundenen Smelly Anchors ebenfalls die Saiten gezupft hatte. Die Smelly Anchors kamen damals aus dem Umfeld rund um das Fanzine Oi! The Print und so ist auch schon mal der Rahmen der Musik ein bisschen lokalisiert. The Glasses hauen garnicht schlecht in eine Street-Punk-Kerbe die stark nach amerikanischem Oi! riecht. Zwei Songs werden hier rausgehauen  die beide ganz stattlich runter laufen und durchaus angenehm mitreißen können. Die zweite Seite wird dann von den Pork Knuckles bestritten die ebenfalls mit zwei Street-Punk-Songs ihr Können unter Beweis stellen.  Musikalisch sind beide Bands definitiv ähnlich gelagert, wobei es auch bei beiden Bands Überschneidungen beim Personal gibt. Kein Wunder also, dass sich die Pork Knuckles und The Glasses auf einem recht ähnlichen Niveau befinden, unabhängig ob vom Stil oder dem durchaus gutem musikalischen Können. Auch wenn hier der ganz große Hit noch nicht an Bord ist, können beide Bands durchaus überzeugen und ergänzen sich vom Stil hervorragend, so dass da noch etwas Luft nach oben hin offen ist. Ich bin gespannt in welche Richtung sich das ganze weiter entwickelt, denn mit dieser Split haben sich die Österreicher schon mal einen soliden Grundstein gelegt und einen recht bleibenden Eindruck hinterlassen. Einen Gewinner kann ich bei dieser Split dieses mal nicht ausmachen. Die Pork Knuckles sowie auch The Glasses haben hier beide eine eine ganz angenehme Leistung abgeliefert. Wenn die Jungs am Ball bleiben, wird da sicherlich noch was kommen!  Note: 3+  Daniel