Category Archives: Reviews 0-9 (Archiv)

6 Feet Down – Strange CD (23.04.2013)

6-FEET-DOWN-Strange-150x150(Wolverine Records / www.wolverine-records.com)
Wer mal wieder Bock auf nicht so ganz typischen Psychobilly hat, der sollte die Franzosen einmal antesten. Zwar gibt es auf dem zweiten Album auch die Klassischen Elemente wie einen Slapbass und die „üblichen“ Psychobilly Hooks und Gitarren Riffs, jedoch mischen 6 FEET DOWN diese  mit einer guten Prise Punk und geben dabei verdammt viel Gas. Somit überzeugen Songs wie „Suck My Blood“ oder das relativ harte „Born Bad“ auf ganzer Linie. Leider gibt es bei den Elf Tracks auch den ein oder anderen Durchhänger. Für mich fehlen hier und da einfach ein paar geilere Hooks, wie eben bei den genannten Titeln. Das ist aber nur ein kleiner Schönheitsfehler. Davon ab knallt die Produktion und die Jungs verstehen ihr Handwerk.Und man merkt, das sie mit 100 % bei ihrer Sache sind. Und so soll es ja schließlich auch sein oder? Note: 2-  Marcel

150 Jahre Alt – Oberhausen (15.09.2012)

(Klartext Verlag / www.klartext-verlag.de / ISBN 9 783837 508253)
Als ich von diesem Buch erfuhr, war die Vorfreude groß, da Ich doch ein Mensch bin, der immer gerne viele alte Geschichten zu seiner Geburtsstätte liest und das wird hier in diesem Band bestens erfüllt. Hier erfährt man, das 1862 die Bürgermeisterei Oberhausen gegründet wurde. Anfangs bestand Alt Oberhausen nur aus einem Bahnhof und ringsum gab es nur kargen und unfruchtbaren Boden. Nach und nach wurde gebaut und schon 1915 war Oberhausen mit knapp 100.000 Einwohner eine Großstadt. Dieses, mit sehr vielen, alten Fotos, bebilderte Buch erzählt Oberhausener Geschichte. Historiker und (alte) Oberhausener Bürger kommen zu Wort und erzählen uns Ihre (Oberhausener) Geschichte, was sich gerade als geborener Oberhausener, wunderbar & hochinteressant liest. Viele alte Fotos erinnern auch Bildlich ein wenig an alte Zeiten und viele Fotos sind selbst mir noch bekannt. Viele Neu-Oberhausener werden z.B. gar nicht wissen, das sich im Oberhausener Bahnhof früher das „Bali Kino“ befand, in der Ich viele Bruce Lee Filme und auch meine ersten Sexfilme sah,hahahahaha. Das Kino war fast rund um die Uhr geöffnet und man musste nur 1x Eintritt zahlen und konnte praktisch dann den ganzen Tag im Kino verweilen, was nachher missbraucht wurde, da sich dort viele Obdach & Arbeitslose aufhielten, die nicht gerade förderlich für das Kino Geschäft waren. Es wird über den Anfang des City Kaufhofes geschrieben, der ja leider dieses Jahr in der Oberhausener City schließen musste. Weitere Themen sind u.a. die Geschichte des Theaters, die internationalen Kurzfilmtage, der Gasometer, Schloss Oberhausen.
Wie Ich eingangs schon erwähnte, ein sehr interessantes Buch, das Ich fast in einem Rutsch durch hatte und nicht nur für Oberhausener von Interesse sein könnte.  1  FRANK

45 Adapters – Collected Works Vol. 1 CD (14.06.2012)

(Rebellion Records / www.rebellionrecords.nl)
Einer der Senkrechtstarter in Sachen Oi! und Streetpunk aus den U.S.A. finden hier zum ersten Mal Platz auf einer CD. Soweit ich informiert bin haben die Jungs bisher nur einige Singles aufs Volk losgelassen und hier hat der geneigte Hörer nun die Möglichkeit sich alles auf einmal zu besorgen. Macht definitiv Sinn, denn so wie ich das mitbekommen habe ist allein die erste Single schon Ratz Fatz ausverkauft gewesen und wird garantiert demnächst für einiges an Kohle bei Ebay zu ersteigern sein. Ebenso wie die Singles sind hier die Songs von der Split mit Stomper 98 und 4 neue Songs enthalten. Hier wird wie man sieht also nicht gegeizt und so kommt man auf insgesamt 15 Songs feinstem Streetpunk, versetzt  mit einem Schuss 60er Mod-Sound, aber oftmals auch 77er Punkrock-Anleihen. Das was die New Yorker hier abliefern geht auf jeden Fall sauber rein und erinnert stellenweise wie bei „Metropolitans“ auch schon mal an die Templars. Schlechte Kritiken habe ich von den Jungs bisher noch keine gelesen und so kann ich hier auch nichts wirklich negatives finden. Solide Songs wie „Don´t Trust Anyone Who Doesn´t Dance“ oder auch „Not One More Day“ beglücken mit eingängigen Refrains die sich ruckzuck im Ohr festsetzen. Hinzu kommen nette Songs die angenehm an die 60er erinnern wie allen voran „Nothing To Prove“. Die 45 Adapters haben sich schon mit der zweiten 7“ bei mir einen festen Platz im Plattenregal reserviert und mit dieser Zusammenstellung ihren Status noch einmal ordentlich untermauert. Wer keine Lust hat sich die ganze Veröffentlichungen aus irgendwelchen Mailordern auf Vinyl zusammen zu kratzen, kommt hier zu mehr als hundert Prozent auf seine Kosten, denn mit den 4 neuen Songs ist hier ja selbst für diejenigen die schon alles von den Jungs besitzen noch ein  Kaufanreiz vorhanden. Diejenigen die bisher noch nichts mit den 45 Adapters zu tun hatten, sei die Band sowie die CD auch gleich nochmal empfohlen,  denn hier gibt es hervorragenden Streetpunk mit einer gehörigen Portion Eigenständigkeit und man hat die Möglichkeit sich auf einen Schlag den gesamten Backkatalog der Jungs zu zu legen. Im Beipackzettel steht was von Vintage Rhythm `n`Oi! was ich da als interessante Beschreibung auch so weitergeben kann.  Die Cd kommt im schicken Digipack und ist auf 300 Stück limitiert. Also ganz so lange würde ich auch mit der CD nicht warten, denn das ganze ist definitiv eine lohnende Investition.  Note: 2  Daniel