Category Archives: Reviews J-R (Archiv)

The Prosecution – At The Edge Of The End CD (18.06.2013)

TheProsecution_AtTheEdgeOfTheEnd(Long Beach Records / Broken Silence)
Nachdem schon ganz ansprechenden Vorgänger bringen die Jungs nun mit „At The Edge Of The End“ einen gebührenden Nachfolger an den Start. Schon dem Vorgänger habe ich attestiert das es sich hier um ganz gut umgesetzten Ska-Core dreht. The Prosecution bleiben damit weiter auf ihrem eingeschlagenen Kurs der sich das Core definitiv auch vorne auf die Fahne schreiben darf, denn nach wie vor garnieren die Jungs ihren Cocktail mit einer ausgewogenen Mischung aus California-Punk und Ska der mit einer satten Portion Hardcore untermauert wird. Immer wieder blinzeln zwischen den Trompeten und dem eingestreuten Offbeat dezente Hardcore-Shouts und riffige Hardcore-Elemente durch. Mehr als einmal erinnern mich Songs wie beispielsweise das schon sehr nach Hardcore klingende Stück „Falling“ an Bands wie Anti-Flag. Aber selbst am Hardcore bleiben die Jungs nicht wirklich hängen, sondern genauso oft gibt es auch Ausflüge in Richtung Pop-Punk. Wobei man da aber auch gleichzeitig erwähnen muss, zu poppig wird es hier auf Dauer auch nicht. The Prosecution fahren da schon eine sehr angenehme Schiene die eine runde Melange aus all diesen Zutaten bietet. Man muss natürlich auch offen für hibbeligen Ska-Punk sein, aber selbst die Parts werden nicht überstrapaziert oder zu sehr ausgereizt. Wer eine gewisse Vorliebe für Melodycore oder wie schon erwähnt California-Punk hat, dürfte mit The Prosecution sehr gut bedient werden. „At The Edge Of The End“ ist ein netter Bastard aus Mad Caddies, Anti-Flag und den Voodoo Glow Skulls geworden. Während der Vorgänger noch ein bisschen holpriger gewesen ist und ich als Referenz damals Operation Ivy heran gezogen hatte, wurde auf dem neuen Album manche Ecke etwas feiner geschliffen und siehe da, kann man beim neuen Album sogar die Mad Caddies als Vergleich mit ins Boot holen wie beim Song „Still Friends“. Dafür das Ska-Core üblicherweise so überhaupt nicht meine Baustelle ist, gefällt mir die Scheibe dennoch ganz gut. Die Jungs können spielen, der Sound wirkt sehr ausgereift und die Aufmachung des Digipacks kommt ebenfalls sehr ansprechend rüber, sprich die Jungs wissen ihr Ding gut umzusetzen und ihren Sound ordentlich in Szene zu bringen. Wer mal wieder Bock auf eine kraftvolle und modern klingende Ska-Punk bzw. Ska-Core Scheibe hat, dem seien die Jungs mit ihrem neuen Album definitiv ans Herz gelegt. Note: 2-3  Daniel

Plastic Bomb # 83 (17.06.2013)

PB(www.plastic-bomb.de)
Fat Mike auf dem Cover vom PLASTIC BOMB sieht einfach gut aus und ich hoffe auf eine richtig fette Ausgabe der neuen Bombe! (Sorry, das Wortspiel konnte ich mir nicht verkneifen!) Voller Vorfreude stürze ich mich auf das Interview mit NOFX, aber schon das Vorwort dämpft meine Erwartungen, da es laut Aussage der Macher des Interviews im Vorfeld einige Schwierigkeiten gab. Inhaltlich merkt man das leider sehr deutlich, denn qualitativ gibt mir dieses Interview rein gar nichts. Ähnlich, wie vor ein paar Ausgaben das schwache Toten Hosen Interview zur Titelstory gemacht wurde, verhält es sich hier mit NOFX. Wenn ich einen Text auf dem Heft als Vorlage für das Cover der Ausgabe nutzen möchte, dann sollte dieser bitte schön auch was zu bieten haben. So aber macht man sich keine Freunde und enttäuscht die Käufer. Aus meiner Sicht wäre es besser gewesen, nicht auf ein paar zusätzlich verkaufte Hefte aufgrund des Titelbildes zu schielen, sondern ein gelungenes Interview wie zum Beispiel mit ZSK auszusuchen. Das Interview mit den mittlerweile in Berlin lebenden Skatepunkern ist nämlich richtig gut geworden und macht Spass beim Lesen. Joshi, seines Zeichens Sänger bei ZSK, kommt äußerst sympathisch rüber und gibt auf vier Seiten Auskunft über das neue Album, das Alter, die Band etc. An anderer Stelle schreibt Oberbombe Micha ein paar Zeilen zu alten Weggefährten und auch der zweite Teil vom „20 Jahre Plastic Bomb“ fehlt natürlich nicht. Sehr, sehr interessant finde ich den Artikel über „Virtuelles Wasser“, den sollte unbedingt jeder gelesen haben und mal über seine eigenen Gewohnheiten nachdenken. Meine heißgeliebte Propagandaecke ist selbstverständlich auch in dieser Ausgabe vertreten und lässt mein Herz aufgehen. Abgesehen von der Politik gibt es noch Interviews mit u.a. WHAT WE FEEL, Daniel Ryser (Autor vom neuen SLIME Buch), BAZOOKA ZIRKUS und Christian Nörtemann, verantwortlich für das ein oder andere Plattencover in eurem Schrank. Schreiberling Herder schaut noch über den Tellerrand des Punkrock hinaus und gibt Einblicke in die Welt des Hip Hop. Der Artikel ist gut zu lesen und genau deswegen liebe ich das Plastic Bomb so, wegen seiner gesunden Mischung aus Politik, Musik, Witz und Ernsthaftigkeit. Also demnächst nur bei der Auswahl des Covermotivs etwas mehr Weitsicht und alles wird gut. Note: 2 East Side Daniel

Kahlschlag  DVD (30.05.2013)

Flyer Front-WEB(Sunny Bastards / www.sunnybastards.de)
Auch wenn das Label Sunny Bastards mittlerweile für erstklassige Musik bekannt ist, gibt es nach wie vor den ein oder anderen Ausflug in Richtung Film. Nicht wirklich verwunderlich, denn ursprünglich begann die ganze Sache auch als Label für Filmproduktionen. Ich erinnere da nur an zeithistorische Bild-Dokumente wie „Verlierer“ oder auch „Brennende Langeweile“ die Sunny Bastards der jüngeren Generation wieder zur Verfügung gestellt hat. Das Label hält auch heute noch an dieser Tradition fest und so hat es dieses mal einen Film getroffen der mir noch bekannt ist aus dem Religionsunterricht in der Berufsschule. Man schrieb damals das Jahr 1993 und Deutschland wurde mit einer relativ großen Welle von fremdenfeindlichen Übergriffen konfrontiert.   Genau aus dieser Zeit resultiert der  Film und hatte damit auch einen ganz klaren Lehrauftrag. „Kahlschlag“ macht auf relativ einfache Art und Weise  begreiflich was passiert wenn man sich auf irgendwelche falschen Ideologien einlässt. Auch wenn der Inhalt des Films mittlerweile 20 Jahre alt ist, bleibt die Message unmissverständlich auch heute noch dieselbe und ist damit nach wie vor aktuell. Der junge Robin ist ein Aussenseiter dem die Anerkennung seiner getrennt lebenden Eltern fehlt. Ärger zuhause und ausländische Jugendliche die ihm die Jacke klauen bringen sein Fass zum überlaufen und er schließt sich den Fascho-Glatzen an seiner Schule an. Desillusioniert rutscht er so immer weiter in die Fänge der Neo-Nazis. Geblendet von der vermeintlichen Kameradschaft seiner neuen Freunde, gipfelt die ganze Sache in einem Überfall auf ein Jugendzentrum bei dem Robin plötzlich klar wird auf was er sich da eigentlich eingelassen hat. Robin merkt das er sich auf die falsche Seite gestellt hat und versucht sich wieder von den Neonazis zu lösen. Die aber wollen sich damit nicht zufrieden geben und drohen im selber Gewalt an und verfolgen ihn von nun an. „Kahlschlag“ zeigt wie schnell man damals sowie auch heute in so eine Gruppe rein rutschen kann und wie schwer man da unter Umständen wieder raus kommt. Inhaltlich ist der Film also nach wie vor absolut zeitgemäß, auch wenn die schauspielerischen Leistungen, unter anderem dargeboten von Willi Herren, etwas zu wünschen übrig lassen. Schwamm drüber, denn der Film hatte in meinen Augen erst einmal die Aufgabe jugendliche zu informieren und nicht der Unterhaltung zu dienen, was er auch sehr sinnvoll rüber bringt. Auch 20 Jahre nach seiner Veröffentlichung kann es nicht schaden diesen Film  im Schulunterricht zum Thema zu machen. Ob man den Film unbedingt zuhause in der Sammlung haben muss, sollte jeder für sich selbst entscheiden. Note: 3  Daniel

Phlegmatix – Make Your Mind MCD (22.05.2013)

phlegmatix-make-your-mind(Impact Records)
Ja alter Schwede,wat is dat denn hier? Mir bis dato, völlig unbekannte Band aus Lübeck, knallt mir hier 6 politische, Streetpunk Hymen mit ´ner Portion Hardcore um die Omme, dat die Schwarte kracht und alles hinter sich läßt, was Ich seit Monaten gehört habe. (leider nur) 6 Songs, die ALLE Hitpotenzial haben und sich so in dein Hirn fressen, das sie dort Wochenlang gefangen bleiben. Bei mir läuft dieser Silberling schon seit Wochen auf Rotation und bis auf eine Ausnahme, wird meine Meinung auch von allen geteilt, denen Ich bisher diese CD vorspielte. Hier gibt es eine klare 1+ und Kaufpflichtempfehlung!!!!!

Lammkotze – Vom Kopf bis zu den Boots (21.05.2013)

Lammkotze_CD_pack(Randale Records)
„Ein grelles Licht wie ein Blitz in der Dunkelheit“- Lammkotze ist wieder da.
Mit ihrem dritten Werk „Vom Kopf bis zu den Boots“ meldet sich das Trio aus Baden-Württemberg zurück auf die Bühne des Geschehens. Auch nach 10 Jahren sind die drei nicht leiser geworden. Was einem nicht passt oder die Band dermaßen ankotzt wird zu Papier gebracht und in einem Lied verarbeitet. Niemals peinlich, einfach nur ehrlich. Gut präsentierter, deutschsprachiger Oi! Der, melodiös gut verpackt, durchaus seinen Wiedererkennungswert hat. 10 Songs, die keinesfalls langweilig wirken und die man in Gesellschaft oder alleine  mit einem guten Buch im Hintergrund laufen lassen kann – sehr angenehm. Ich hoffe das liest sich nicht negativ, es ist auch nicht so gemeint. Es ist einfach ein tolles Album ohne schnick schnack. Gut. Song 4 „Good Friends“ ein Duett mit Jenny Woo, das deutsch und englisch vorgetragen wird ist, kann sich hören lassen. Die Coverversion von Karat / Maffay „Über sieben Brücken“ bekommt den Lammkotzeschliff und wird einfach ein  bisschen schneller gespielt und braucht sich keineswegs verstecken. Die CD kommt in einem schönen Digi-Pack daher und ist zum zehnjährigem Jubiläum eine schöne Sache. Wer Lammkotze kennt und mag holt sich die Scheibe auf jeden Fall. Für die, die Lammkotze noch nicht kennen, kann ich euch sagen: Gut investiertes Geld. Eine Kleinigkeit noch: Bei Lied 10 nicht vorzeitig ausmachen. Nach einer kurzen Pause, so ab Minute 8 geht es noch weiter, Geißi und Jenny Woo geben sich nochmal die Ehre, nur begleitet von einer Akustik-Klampfe. Hat zwar ein bisschen was von Lagerfeuerromantik, aber kann man auch gut hören. Mein Fazit: Ein sehr angenehmes Album, das mir gut gefallen hat, obwohl der Gesang am Anfang für mich ein wenig gewöhnungsbedürftig war, aber keineswegs Schlecht. Ich gebe der ganzen Sache eine 2. Gawo.

Rogers – Flucht nach Vorn CD (15.05.2013)

rogers(People Like You Records)
Den Review zu ihrer Quasi-Debütsingle „Faust hoch“ habe ich mit den folgenden Worten beendet: „Mal schauen, was die ROGERS mit ihrem im Sommer kommenden Debütalbum „Flucht nach vorn“ abliefern. Potenzial ist da, aber etwas mehr Eigenständigkeit bitte!“ Die Eigenständigkeit bezog sich auf die alles überschattende Ähnlichkeit zu ihren Labelkollegen BROILERS und diese sind die ROGERS auch auf ihrem ersten Longplayer nicht losgeworden. Schöne harte Gitarren, eine gutes Studio, ein guter Mischer, nette Sing-Along-Melodien, ab und an ein Ooohhh im Hintergrund klingen eigentlich nach einer guten Mischung, aber alles wirkt so glatt gebügelt. Es fehlen mir einfach die Ecken und Kanten, die eine Band erst richtig interessant machen und sie von der grauen Masse abheben. Ein paar Tracks wie zum Beispiel „Tanz mit dem Teufel“ sind richtig gute Nummern, aber mich erreichen die Jungs auf Dauer leider weder mit ihrer Musik noch mit ihren Texten. Aber für ein großes Mainstreampublikum sind sie hoffentlich interessant. Wenn sie das schaffen, fänd‘ ich das super, denn die ROGERS sind immer noch tausend Mal besser als diese unsägliche Deutschrockscheiße, die heutzutage überall gehypt wird. Also all ihr Möchtegernrocker und -rockerinnen, schaltet mal euer Hirn an (ja, das muss man ab und an auch beim Musik konsumieren), lauscht den ROGERS, findet sie gut, kauft sie und drängt die ganze Scheisse aus den Charts. Note: 3+ East Side Daniel

Look My Way – „Mentality“ CD (14.05.23013)

LOOK-MY-WAY_Mentality-150x150(BDHW / Soulfood / Gordeon)
Das Hardcore Label aus Münster kloppt ein Release nach dem anderen raus. Nun sind die Jungs von LOOK MY WAY an der Reihe. Das ehemalige Quartett hat sich in letzter Zeit definitiv den Arsch abgespielt. Deswegen war das Debüt längst überfällig. Und auf diesem gibt es auch keine Kompromisse. Die Jungs prügeln sich durch die 13 Tracks und liefern eine wahre Abrissbirne ab. Auflockerungen in Form von Soli o.ä. gibt es so gut wie gar nicht. Ausnahme: „Black Soul“. Da läuft die CD ab und an Gefahr etwas ZU gleichförmig aus den Speakern zu dröhnen. Darüber lässt sich aber locker hinweg sehen. LMW geben den Leuten das, was sie hören wollen. Und ich persönlich finde es eh immer klasse, wenn eine Band ihren Stiefel durchzieht, sich nicht verzettelt und schlicht und einfach auf die Mappe haut. Obendrein ist das Teil fett von Manual Cohnen produziert worden. Alle Fans von MERAUDER,MADBALL,CRO MAGS,TRUE BLUE oder was auch immer in die Richtung geht, können bedenkenlos zugreifen. Note: 2  Marcel

Moloko+ # 47 (07.05.2013)

moloko_plus_47-150x150(www.moloko-plus.de)
Wat nu?? Nichts mehr mit „Torsten aus Dorsten“, Hauptsitz des MP ist nun Essen. Fällt mir leider kein Vorname auf die Schnelle ein, der sich auf Essen reimt…Wieviel sich auch im Leben des Machers von MP geändert haben mag, der Qualität des Heftes hat es nicht geschadet. Schwerpunkt des Heftes bildet die Musikrichtung Ska. Als Headliner dient ein ausführlicher Bericht über den Skamusiker Judge Dredd, bzw. die Privatperson Alex Hughes. Genaueres hat Oswald Münning zun berichten, welcher Judge Dredd auf seinen Touren in den 90ern begleitete. Auch wenn ich nicht eine Scheibe, geschweige denn einen Song von Ihm kenne, war es doch interessant zu lesen. Wie man überhaupt so alt werden kann, wenn man sich Süssigkeiten in Massen reinprügelt und nebenbei ein bisschen Diabetiker ist. In Richtung Ska-Musik gehen die Interviews mit The Regal Kings und dem Macher des Pork Pie Labels, welches sich auf Ska spezialisiert hat.Erster richtiger Höhepunkt des Heftes ist der Bericht über das Leben und vor allem das Sterben des Grossindustriellen Eben M. Byers in den 20ern des letzten Jahrhunderts. Dieser liess seine Gelenkschmerzen durch ein Mittel, welches mit Radium versetzt war. Zur damaligen Zeit galt es als Wundermittel gegen so ziemlich alles. Das hat aber wenig mit dem Zaubertrank der Gallier gemeinsam, das Ende kann man sich denken. Musikalischer Höhepunkt ist klar der Nachruf auf das Rip Off Records Label, welches in den 90ern eine ganze Reihe geiler Punkrockscheiben veröffentlichte. Die Stilrichtung wird hier Budget Rock genannt, ich bezeichne es immer als Garagepunk, dieser 77er Punkrock beeinflusste schnoddrige Sound, der mich dazu veranlasste eine grosse Anzahl der Rip Off Veröffentlichungen zu kaufen. Weitere grossartige Berichte sind die Kalifornienstory von Paradise, welcher ein Junkie vom Punkrock kalifornischer Prägung ist, und nun die Berichte der letzten Jahre als Buchform herausbringen will. Die Berichte und Geschichten im MP zeichnen sich auch dieses mal dadurch aus, das man das Herzblut der Schreiber förmlich riechen kann, eine solche Detailgenauigkeit und Hintergrund wissen muss man in anderen Heften suchen. Wann finden die bloss die Zeit das alles zu recherchieren??    Weitere Themen: The Case ; Glamrockband Giuda ; The Crowd ; Slash Magazine usw. 2+   sickguy77

Komplize – s/t CD (03.05.2013)

(www.komplize-musik.de / Zygmatron Promotions)
Ich tu mich immer extrem schwer mit Bands, die ein Album mit Songs füllen, die (bis auf eine Ausnahme) alle länger als 5 Minuten sind. Ich bin eher ein Verfechter der Ursprünge des Punkrock – kurze, schnelle, heftige Nummern! Die Jungs von KOMPLIZE verfrickeln sich aber dermaßen in ihren Songs, dass es ganz schnell anfängt mich zu nerven. Ein Lied geht ganz langsam und ruhig los, wird dann immer druckvoller und schneller, wird dann wieder ruhig und verträumt, um dann wieder laut zu werden. So geht das die gaaanze Zeit. Zu den Texten kann ich leider nicht viel sagen, da ich am Ende eines Tracks schon wieder vergessen habe, worum es am Anfang eigentlich ging. Das Cover zeugt auch nicht gerade von Kreativität bzw. gefällt mir nicht besonders. Aus meiner Sicht ist diese Scheibe also ein Schuss in den Ofen. Note: 4 East Side Daniel

No Opinion – No Chains For Change CD (02.05.2013)

NO-OPINION-No-chains-for-change-150x150(FinestNoise / Radar)
NO OPINION stehen für High Speed- und High Energy-Punk/Hardcore aus Garmisch-Partenkirchen. Direkt von den ersten Tönen an, bis hin zum verklingen der letzten, gibt es kaum Momente zum verschnaufen. Hohe Geschwindigkeit bis zum letzten. Sehr gut. Genau das richtige um mal den Arsch hochzubekommen. Die Energie der Musik überträgt sich sofort beim hören. Kräftiger Gesang, fette Chöre und eine ordentliche Kante Härte, die jedoch niemals gute Melodien vermissen lässt, verbinden sich zu einer richtig treibenden Mixtur, die einfach Bock macht. Das Quartett, brettert die dreizehn Songs (inkl. Intro) recht erfrischend runter und dürfte auch live keine Gefangenen machen. Laut Info-Blatt hat man bereits massig Gigs gespielt und Größen wie No Use For A Name, Pennywise, The Real McKenzies oder Satanic Surfers supportet. Wen wunderts? Wenn man die Energie des Albums nur halbwegs live umsetzen kann, gibt es mit der “groben Kelle” und das nicht zu knapp. “No Chains For Change” ist dazu noch stark produziert, drückt, schiebt und macht ordentlich Feuer. Trotz aller Eingängigkeit, bleibt man den “Kindergeburtstag”-Momenten einiger Genre-Kollegen fern und hämmert stattdessen klasse Songs aus den Boxen. Das Niveua hält sich übers gesamte Album und macht die Sache rund. Wer sich also mal wieder eine ordentliche Portion schnellen, melodischen und dazu noch harten Punkrock einverleiben möchte sollte hier zugreifen. Kein Genre-Meilenstein, aber dennoch locker über dem Durchschnitt. 2+  Domme